Wie man sich informiert (hält)

Klar ist: es genügt nicht, eine Informationsplattform wie etwa die Tagesschau zu nutzen, obwohl genau die zu genau diesem Zweck geschaffen wurde. Aus der Tagesschau ist aber schon seit lagem die Tagessau geworden und obwohl sie sich dadurch eineindeutig die Rechtsgrundlage für die Zwangsbeiträge entzogen hat, haben deutsche Gericht es vorgezogen, entweder die Tagessau trotz allem zur Tagesschau zu erklären oder die Rechtswege, die nach Art. 19(4) GG existieren müssen, so zu verbauen, dass sie allenfalls ein Multimillionär in mehreren Jahren beschreiten kann. De Fakto eine Rechtsmittelverweigerung durch eine Justiz, die sich mit Roben und Mützchen aller Art Bedeutung verschaffen will, aber inzwischen längst zu einer üblen Clownstruppe verkommen ist.

Man sollte folglich mehrere Angebote nutzen, wobei keines die volle Wahrheit enthält. Dabei muss man auf folgendes achten:

  1. Was wird nicht gesagt (was in anderen Medien erwähnt wird).
  2. Was ist unplausibel und weist logische Lücken auf.

Aus dem, was übrig bleibt, bastelt man sich nach Wilheln von Ockham das plausibelste Bild zusammen, das man im Zweifelsfall mittels KI-Unterstützuung noch verfeinern kann.

Welche Medien kommen in Fage? Hier eine kleine Liste:

  • Tagesschau. Trotz allem der Lokalmatador, auch wenn hier nicht nur die Mankos 1. und 2. vorhanden sind, sondern nicht selten offen gelogen wird. Wie „seriös“ diese Quelle ist, zeigt sich auch daran, dass sie die einzige ist, die einen „Faktenfinder“ benötigt, der allerdings meist als „Faktenficker“ fungiert.
  • RT. Empfang auf eigene Gefahr, da das immer weiter kriminalisiert wird. Warum die Seite kriminalisiert wird, ist leicht einzusehen: viele kritische Informationen zu deutschen Themen erscheinen hier zuerst. Im zweiten Schritt werden die Infos auf so genannten unabhängigen Portalen, also Blogs verbreitet. Und erst wenn es sich absolut nicht mehr verheimlichen lässt, was da wieder für Sauereien angerichtet werden, berichten die deutschen „Qualitätsmedien“ darüber, wenn auch nicht an prominenter Stelle. Würde RT nicht berichten, bliebe vieles komplett unter dem Radar.
  • Washington Post. Nachrichten aus dem Inneren der USA und teilweise nicht aus der Sicht der Trump-Administration, die hier ausschließlich wiedergegeben wird. Manches für deutsche Leser uninteressant oder unverständlich, aber bei internationalen Nachrichten recht informativ.
  • Haaretz. Speziell für innerisraelische Nachrichten. Die Gesellschaft in Israel ist inzwischen gespaltener als die in den EU-Ländern, was man aber nur hier erfährt, weil die Berichterstatting über innerisraelische Probleme hier als Antsemitismus bezeichnet wird. Aufgrund der israelischen Zensur wird über manches nicht berichtet, über anderes unplausibel und unlogisch, das aber journalistisch erkennbar und korrekt, wenn etwa „blah blah blah laut offizieller Stellungnahme der IDF“ berichtet wird.
  • Aljazeera. Eines der großen arabischen Medien, dass sich ebenfalls um korrekte journalistische Aufarbeitung bemüht.

Machen wir an der Stelle mal Schluss, weil so die derzeit interessantesten internationalen Themen abgedeckt werden. Wie geht man das an? Täglich die Webseiten aufrufen und den ganzen Schmarrn überschauen? Wenn man sonst nichts zu tun hat, bitte, aber das ist viel zu aufwändig.

Zum Glück bieten die Medien in der Regel Newsletter an, die man kostenlos per Email abonnieren kann. Die sind aus verschiedenen Gründen deutlich übersichtlicher als die Webseiten und beschränken die Informationen zudem auf das, was die Redakteure für besonders wichtig halten. Das kann man recht schnell sichten. Allerdings fällt dann sofort eine Quelle wieder heraus:

Nun, ja, ich glaube, damit kann man leben. Bleiben noch 4 Newsletter in Englisch, die man schnell sichten kann. Was man nicht sofort einordnen kann, überliest man eben. Gebracht werden die Schlagzeilen und (nicht immer) ein paar Zeilen als Zusammenfassung. Meist genügt das, um sich die passenden Informationen zu extrahieren; wenn man mehr wissen will, kann man die Links anklicken. Manche Artikel sind frei zugänglich, manche Medien erlauben so-und-so-viele Zugriffe pro Zeiteinheit und wollen dann Kohle sehen. Ersatzweise bleibt immer noch eine KI, bei der man nachfragen kann.