Reichsführer-SS Heinrich Himmler äußerte in einer der Posener Geheimreden, in der er ganz offen die Judenvernichtung thematisierte, den Satz
…. Von allen, die so reden, hat keiner zugesehen, keiner hat es durchgestanden. Von Euch werden die meisten wissen, was es heißt, wenn 100 Leichen beisammen liegen, wenn 500 daliegen oder wenn 1000 daliegen. Dies durchgehalten zu haben, und dabei – abgesehen von menschlichen Ausnahmeschwächen – anständig geblieben zu sein, das hat uns hart gemacht und ist ein niemals geschriebenes und niemals zu schreibendes Ruhmesblatt unserer Geschichte. …
In dem Satz steckt eine Menge eigener Erfahrung: er hat selbst als einer der wenigen oberen Führer Massenhinrichtungen beigewohnt, hat selbst deutliche menschliche Ausnahmeschwächen gezeigt und ist insofern anständig geblieben, als er nach solchen Erlebnissen auf „humanere Tötungsweisen“ wie die Vergasung gedrängt hat. Er ist aus damaliger Sicht „anständig“ geblieben und ist nicht durchgedreht, weil er seine Opfer nicht als Menschen, sondern als zu vernichtendes Ungeziefer betrachtete – eine Einstellung, die solche Leute psychisch in gewisser Weise stablisiert, andererseits aber auch als durch und durch „unanständig“ und Schlimmeres kennzeichnet. Heute sind wir ja über so etwas unter dem Motto „NIE WIEDER“ über so etwas hinaus.
Wirklich?
Wohl eher nicht, wobei die heutigen Führer (politische wie mediale) nicht die „Größe“ haben, den von ihnen angeordneten Taten beizuwohnen. Wenn man es nicht sehen muss, was mit dem, was man selbst als Ungeziefer betrachtet, angestellt wird, bleibt es leicht, „anständig“ zu bleiben. Und solche Anschauungen sind anscheinend eine ziemliche Konstante in der menschlichen Geschichte: die Amerikaner und Briten gegenüber den Deutschen im 2. WK (Morgenthau, Churchill himself), die Japaner gegenüber den Chinesen, die USA gegenüber „den Gelben“ allgemein, die USA gegenüber den Vietnamesen und Afghanen, die Kroaten gegenüber den Serben (2. WK und später erneut bis heute), die Israelis gegenüber den Palästinensern und Libanesen, zusammen mit den USA gegen die Mullahs (Sammelbegriff für alle Iraner), usw. Und im Verbund mit den Israelis und den USA wieder mal viele Deutsche:
Solche Ansichten teilen natürlich nicht alle, was unter anderem dazu geführt hat, Israel des Völkermordes vor dem Internationalen Strafgerichtshof zu verklagen. Wenn man solche Institutionen überhaupt noch Ernst nehmen kann, ist es – auch nach den Zwischenurteilen des Gerichtshofs – wohl mehr als berechtigt, Kritik an der israelischen Politik zu äußern. Kritik an Israel? Unmöglich! In Frankreich gibt es inzwischen eine Initiative, das so genannte Loi Yadan, das solche Kritik zu einem sehr gefährlichen Spiel macht. ¹⁾ „Israel begeht Völkermord“ – ab in den Knast, weil der Vorwurf ohne weiteres als Infragestellen des Existenzrechtes angesichts des Präzendenzfalls „Deutsches Reich“ angesehen werden kann.
Wie also reagieren? Liefert hier Heinrich Himmler noch mal Hilfestellung? Immerhin war er erfolgloser Hühnerfarmer, und in der Branche ist es üblich, bei Geflügelpest und anderen Tierseuchen kurzerhand den Bestand zu keulen (jede KI erklärt einem schnell, weshalb Quarantäne nicht genügt). Demnächst also der kühle Report: „In Ramallah ist ein Fall von Hamas aufgetreten, in einem Vorort von Beirut ein Fall von Hisbollah. Die Bestände wurden von der IDF gekeult.„? Genau betrachtet sind die Inhalte der Artikel in den in „Blasenbildung“ genannten Medien zwar nicht so direkt, drücken aber genau das aus.
Vergessen wird dabei allerdings immer, dass es außer den Führern und Couchgenerälen auch noch andere Betroffene gibt: die Ausführenden. Schwerer Alkoholismus war in den SS-Verbänden normal, ebenso wie eine sehr hohe Selbstmordrate. Ähnliches passiert derzeit in Israel, wo IDF-Soldaten durch das Netanyahu-Regime gezwungen werden, Greueltaten zu begehen oder ihnen beizuwohnen (Haaretz, also keine Mullah-Propaganda)
Das Phänomen ist besonders ausgeprägt, wenn man gezwungen wird, auf wehrlose loszugehen, aber insgesamt sehr viel allgemeiner. Statistiken lassen sich bei der ununterbrochen völkerrechtswidrige Kriege führenden Nation, den USA, leicht ermitteln. Pro Jahr wenden die USA mehrere 100 Mrd US-$ für die medizinische Betreuung der Veteranen auf ²⁾, wobei psychische Störungen bei Kampftruppen bei ca. 30% liegen ³⁾.
Noch ernstere Probleme bahnen sich in der Ukraine und damit mehr oder weniger in Gesamt-Westeuropa an. Walerij Saluschnyj hat wiederholt darauf hingewiesen, dass in der Ukraine der Anteil der Betroffenen an der Gesamtbevölkerung wesentlich höher ist als anderswo und eine Betreuung der Veteranen de fakto nicht existiert. ⁴⁾ Ähnliches gilt für Russland, auch wenn da die Quellen nicht so sprudeln (und westliche Analysen als gefärbt betrachtet werden müssen) ⁵⁾
Die Medienverantwortlichen in der Israel-Blase sollten sich daher auch mal überlegen, dass zu dem Ungeziefer, dass da nach ihrer Ansicht vernichtet wird, noch jede Menge Geziefer ⁶⁾ aus den eigenen Reihen hinzu kommt, das ebenfalls auf dem Altar der Selbstgefälligkeit geopfert wird. Und die Politiker, die unverdrossen zum Krieg trommeln und von denen es in Deutschland nur so wimmelt, sollten sich einmal ganz genau überlegen, auf wen der Begriff „Ungeziefer“ unter Berücksichtigung dieser Gesichspunkte am Besten zutrifft.
¹⁾ In Frankreich wird aktuell tatsächlich über eine Verschärfung der Gesetzgebung zum Antisemitismus debattiert, die als „Loi Yadan“ (benannt nach der Abgeordneten Caroline Yadan) bekannt ist. Der Gesetzentwurf sorgt für massive Kontroversen, da Kritiker darin eine Kriminalisierung legitimer Israel-Kritik sehen. [1, 2, 3, 4]
Hier sind die wichtigsten Punkte des Vorhabens (Stand April 2026):
- Ziel des Gesetzes: Offiziell soll das Gesetz „neue Formen des Antisemitismus“ bekämpfen, die sich oft hinter Antizionismus verbergen.
- Strafbare Inhalte:
- Das Infragestellen des Existenzrechts des Staates Israel soll unter Strafe gestellt werden.
- Aufrufe zur „Zerstörung eines von Frankreich anerkannten Staates“ (was primär auf Israel zielt) könnten mit bis zu fünf Jahren Haft und hohen Geldstrafen geahndet werden.
- Slogans wie „From the river to the sea“ werden in diesem Kontext als Aufruf zur Vernichtung eines Staates interpretiert.
- Auch die Gleichsetzung Israels mit dem NS-Regime war in früheren Entwürfen als eigener Straftatbestand vorgesehen.
- Kritik: Gegner des Gesetzes, darunter Menschenrechtsorganisationen und linke Parteien, warnen vor einer „Verschmelzung“ von Antisemitismus und Antizionismus. Sie befürchten, dass das Gesetz als Werkzeug zur Zensur genutzt wird, um jede öffentliche Kritik an der israelischen Regierung oder deren Kriegsführung (z. B. im Gazastreifen) zum Schweigen zu bringen.
- Aktueller Status: Die Debatte in der Nationalversammlung begann Mitte April 2026. Begleitet wird das Verfahren von großem öffentlichem Protest; eine Online-Petition gegen das Gesetz hat bereits über 700.000 Unterschriften gesammelt. [1, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14]
Zusammenfassend lässt sich sagen: Das Gesetz definiert Kritik an Israel nicht pauschal als Antisemitismus, weitet den Bereich des Strafbaren aber so weit aus (z. B. auf „implizite“ Terrorverherrlichung oder die Leugnung des Existenzrechts), dass Kritiker eine massive Einschränkung der Meinungsfreiheit befürchten. [10, 15, 16]
[2] https://taz.de
[5] https://www.arabprogress.org
[6] https://www.eurotopics.net
[11] https://www.berliner-zeitung.de
[12] https://www.tagesspiegel.de
[14] https://www.middleeasteye.net
[15] https://www.instagram.com
[16] https://taz.de
²⁾ In den USA ist der Umgang mit Veteranen tief in der Gesellschaft und Staatsstruktur verwurzelt. Es gibt ein hochgradig organisiertes System aus staatlichen Leistungen, zivilgesellschaftlichem Engagement und kultureller Anerkennung. [1]
1. Staatliche Organisation: Das Veteranenministerium (VA)
Das U.S. Department of Veterans Affairs (VA) ist eine der größten Bundesbehörden der USA mit einem Budget von hunderten Milliarden Dollar. Es ist zuständig für: [2, 3, 4]
- Medizinische Versorgung: Das VA betreibt ein eigenes Netz aus Krankenhäusern und Kliniken.
- Finanzielle Unterstützung: Dazu gehören Invalidenrenten, Hinterbliebenenrenten und Entschädigungszahlungen für im Dienst erlittene Gesundheitsschäden.
- Das „GI Bill“-Programm: Seit 1944 finanziert der Staat Veteranen (und teils deren Familien) das Studium oder berufliche Fortbildungen, was Millionen den Aufstieg in die Mittelschicht ermöglichte. [5, 6, 7, 8]
### 2. Psychologische Betreuung (PTSD)
Da etwa 9 bis 14 % der Rückkehrer aus Kampfeinsätzen an Posttraumatischen Belastungsstörungen leiden, gibt es spezialisierte Angebote: [9]
- Krisen-Hotlines: Über eine spezielle Veterans Crisis Line gibt es eine rund um die Uhr erreichbare Unterstützung.
- Vet Centers: Diese Zentren bieten vertrauliche Beratung außerhalb klassischer Kliniken an, um die Hemmschwelle für Hilfesuchende zu senken. [10, 11]
3. Zivilgesellschaft und NGOs
In den USA gibt es über 45.000 gemeinnützige Organisationen, die sich um Veteranen kümmern. Bekannte Beispiele sind: [12]
- Traditionsverbände: Die American Legion und die Veterans of Foreign Wars (VFW) sind einflussreiche politische Lobbys.
- Hilfsorganisationen: Organisationen wie das Wounded Warrior Project unterstützen körperlich und seelisch versehrte Soldaten.
- Karriere-Mentoring: Plattformen wie MilMentor vernetzen Veteranen mit Mentoren aus der Wirtschaft für den Berufseinstieg. [12, 13, 14, 15, 16]
4. Kulturelle Anerkennung
Der Respekt gegenüber dem Militärdienst ist im Alltag präsent:
- Feiertage: Der Veterans Day (11. November) ehrt alle ehemaligen Soldaten, während der Memorial Day (Mai) den Gefallenen gewidmet ist.
- Alltagsrabatte: Viele Firmen und Restaurants bieten Veteranen dauerhafte Rabatte oder spezielle Aktionen an.
- „Thank you for your service“: Diese Floskel begegnet Veteranen in den USA im zivilen Leben sehr häufig und spiegelt die gesellschaftliche Erwartungshaltung wider, den Dienst am Land anzuerkennen. [17, 18, 19, 20]
[8] https://www.nationalww2museum.org
[10] https://www.va.gov
[12] https://www.afba.com
[13] https://veterans.house.gov
[14] https://nonprofitnewsfeed.com
[15] https://www.milmentor.com
[18] https://vacation-in-florida.com
[19] https://lebenindenusa.com
[20] https://www.jcmh.org
³⁾ Bei Kampftruppen liegen die Raten psychischer Probleme signifikant höher als im militärischen Durchschnitt oder in Unterstützungseinheiten, wobei die Zahlen je nach Streitkraft und Einsatzintensität variieren. [1]
Für Kampfeinheiten (Combat Roles) lassen sich folgende Richtwerte aus Studien (u. a. RAND Corporation und NCBI) ableiten:
1. Häufigkeit spezifischer Erkrankungen
- Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS/PTSD): Bei Soldaten in direkten Kampfrollen liegt die Rate bei etwa 17 % bis 31 %. Zum Vergleich: Soldaten in Unterstützungsrollen (Logistik, Sanität) weisen oft Raten von nur etwa 6 % auf.
- Depressionen: Rund 20 % der Rückkehrer aus Kampfeinsätzen (Irak/Afghanistan) leiden unter schweren Depressionen.
- Kombinierte Belastung: Etwa ein Drittel der betroffenen Soldaten leidet gleichzeitig an PTBS und Depressionen. [2, 3, 4, 5, 6, 7, 8]
2. Unterschiede nach Streitkräften
Die Raten variieren stark zwischen den Nationen, was oft auf die unterschiedliche Intensität der Gefechte zurückzuführen ist:
- USA: In den US-Kampftruppen (Irak/Afghanistan) wird die Quote für psychische Erkrankungen insgesamt oft mit 20 % bis 30 % angegeben.
- Deutschland (Bundeswehr): Die Raten sind hier niedriger. Laut Bundeswehr-Statistik entwickeln etwa 3 % bis 8 % der Einsatzsoldaten eine einsatzbedingte psychische Störung (davon ca. 2,9 % PTBS). Allerdings wird von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen; Schätzungen vermuten, dass nur etwa die Hälfte der Fälle erkannt wird. [2, 9, 10, 11, 12]
3. Risikofaktoren in Kampftruppen
Die psychische Belastung korreliert direkt mit spezifischen Erfahrungen:
- Kampfexposition: Soldaten mit hoher Gefechtsdichte haben ein bis zu dreifach erhöhtes Risiko für Panikstörungen oder PTBS im Vergleich zu Zivilisten.
- Verwundungen: Körperlich verletzte Soldaten haben eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit, psychische Folgeschäden zu entwickeln.
- Alter: Jüngere Soldaten (unter 25 Jahren) tragen ein fast doppelt so hohes Risiko für PTBS wie ältere Kameraden. [1, 9, 13]
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in modernen Kampftruppen nach aktiven Einsätzen bei etwa jedem fünften bis jedem dritten Soldaten behandlungsbedürftige psychische Probleme auftreten. [2, 5]
Möchten Sie mehr über die Behandlungsmethoden in den Spezialkliniken der Bundeswehr oder des US-VA erfahren?
[1] https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov
[5] https://www.verywellmind.com
[7] https://www.uni-muenster.de
[8] https://psychiatryonline.org
[9] https://www.hsrd.research.va.gov
[10] https://angriff-auf-die-seele.de
[11] https://www.bundeswehr.de
[12] https://www.bptk.de
[13] https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov
⁴⁾ Walerij Saluschnyj, der ehemalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte und heutige Botschafter in Großbritannien, hat in mehreren Reden und Beiträgen (u. a. bei Chatham House und in Fachartikeln) tatsächlich vor einer drohenden systemischen Krise gewarnt. [1, 2, 3]
Seine Kernaussagen zu diesem Thema lassen sich in drei Punkte fassen:
- Ressource Mensch als „knappstes Gut“: Saluschnyj betont immer wieder, dass Menschen im Gegensatz zu Waffen keine industriell reproduzierbare Ressource sind. Er warnt davor, dass Soldaten nicht nur physisch verloren gehen, sondern psychisch „gebrochen“ werden können.
- Verschleiß durch Stellungskrieg: Bereits Ende 2023 warnte er vor den Folgen eines statischen Abnutzungskrieges. Er sieht darin die Gefahr, dass die moralische und psychische Kraft der Truppe durch ununterbrochenen Artilleriebeschuss und mangelnde Rotation erodiert, was zu einer massiven Zunahme von PTBS und Erschöpfungszuständen führt.
- Gefahr für die gesellschaftliche Stabilität: Er wies darauf hin, dass eine Gesellschaft nur begrenzt bereit ist, einen langen Krieg mit massiven personellen Verlusten mitzutragen. Die psychische Versehrtheit von Millionen von Veteranen (Schätzungen gehen von bis zu 4 bis 5 Millionen Betroffenen nach dem Krieg aus) stellt laut Saluschnyj eine existenzielle Herausforderung für die zukünftige Ukraine dar. [1, 4, 5, 6, 7, 8]
Die statistische Dimension in der Ukraine:
- Aktuelle Schätzungen der WHO und ukrainischer Behörden gehen davon aus, dass fast die Hälfte der Bevölkerung (inklusive Soldaten) psychologische Unterstützung benötigt.
- Es besteht ein massiver Fachkräftemangel: Auf 100.000 Einwohner kommt in der Ukraine teilweise nur ein Psychologe.
- Die Zahl der Suizide unter Veteranen und aktiven Soldaten ist bereits ein hochsensibles Thema in der ukrainischen Öffentlichkeit. [9, 10, 11, 12, 13]
Saluschnyjs Warnung zielt darauf ab, den Krieg technologisch so zu führen, dass der „Faktor Mensch“ geschont wird (z.B. durch Drohnen), um diesen drohenden psychischen und demografischen Kollaps zu verhindern. [5, 14]
[7] https://publications.armywarcollege.edu
[8] https://www.bosch-stiftung.de
[11] https://kyivindependent.com
[13] https://ukraineverstehen.de
[14] https://www.chathamhouse.org
⁵⁾ Belastbare Daten aus Russland sind deutlich schwerer zu erhalten als aus der Ukraine oder den USA, da das Thema militärische Verluste und psychische Gesundheit von Veteranen in Russland als politisch hochsensibel gilt und teilweise unter die Geheimhaltung fällt. [1, 2]
Dennoch lassen sich aus unabhängigen Studien, Berichten von Hilfsorganisationen und demografischen Analysen wichtige Trends für den Zeitraum 2024 bis 2026 ableiten:
1. Ausmaß der psychischen Belastung
- Hohe PTBS-Raten: Eine im Oktober 2025 veröffentlichte Studie zeigt ein erschreckendes Ausmaß an Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) unter russischen Heimkehrern. Viele Betroffene leiden zusätzlich unter schweren Depressionen, Angstzuständen und Alkoholabhängigkeit.
- Das „Ukraine-Syndrom“: Experten beschreiben ein Phänomen, das bereits als „Ukrainisches Syndrom“ bezeichnet wird. Dies umfasst eine Sammlung psychischer und pathologischer Störungen, die zu einem drastischen Anstieg von Drogenkonsum und Gewaltverbrechen in den Heimatregionen der Soldaten führen. [3, 4]
2. Umgang des Staates und Rekrutierung
- Rekrutierung trotz Vorerkrankungen: Berichten zufolge rekrutiert die russische Armee trotz offizieller Verbote weiterhin Personen mit bekannten psychischen Erkrankungen oder chronischem Alkoholismus für den Einsatz an der Front.
- Propaganda vs. Realität: Staatlich orientierte Psychologen in Russland versuchen teils, die Folgen des Krieges als „posttraumatisches Wachstum“ umzudeuten, um die Rekrutierungsfähigkeit nicht zu gefährden.
- Staatliche Strukturen: 2023 wurde der Fonds „Verteidiger des Vaterlandes“ (FZO) gegründet, um die Wiedereingliederung von Veteranen zu koordinieren. Bis 2025 beschäftigte dieser rund 4.000 Sozialkoordinatoren, was jedoch angesichts von geschätzt 1,2 Millionen russischen Opfern (Gefallene und Verwundete bis Anfang 2026) als völlig unzureichend gilt. [5, 6, 7, 8, 9]
3. Gesellschaftliche Auswirkungen
- Kriminalitätsanstieg: In Gegenden mit vielen Kriegsheimkehrern wird ein signifikanter Anstieg von schweren Straftaten wie Vergewaltigungen und Morden registriert.
- Fachkräftemangel: Es herrscht ein massiver Mangel an Spezialisten für Traumabehandlung und Rehabilitation, was die Krise weiter verschärft. [3, 10]
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Russland vor einer massiven psychischen Gesundheitskrise steht, die der Staat durch die Gründung spezieller Fonds zwar zu adressieren versucht, deren wahres Ausmaß durch die fortlaufende Mobilisierung und Rekrutierung vorbelasteter Personen jedoch eher noch vergrößert wird. [11]
Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie sich die Kriminalitätsraten in russischen Grenzregionen seit der Rückkehr der ersten Veteranenwellen entwickelt haben?
[1] https://www.atlanticcouncil.org
[2] https://www.sciencedirect.com
[6] https://www.it-boltwise.de
[10] https://www.who.int
[11] https://www.atlanticcouncil.org
⁶⁾ Das Wort Geziefer ist die historische und etymologische Entsprechung zum bekannten Begriff Ungeziefer. Während wir heute fast nur noch das Wort für Schädlinge nutzen, hat „Geziefer“ eine spannende, wenn auch weitgehend veraltete Bedeutung. [1]
Die ursprüngliche Bedeutung
Etymologisch stammt das Wort vom althochdeutschen zebar ab, was so viel wie Opfer oder Opfertier bedeutete. [2, 3]
- Geziefer: Bezeichnete ursprünglich Tiere, die rein genug waren, um den Göttern geopfert zu werden – vor allem Schafe und Ziegen.
- Ungeziefer: Entstand als logisches Gegenteil für Tiere, die nicht zum Opfer geeignet waren, also unreine oder schädliche Tiere. [1, 3]
Heutige Verwendung
In der modernen Standardsprache wird das Wort kaum noch genutzt, außer in speziellen Kontexten oder Dialekten:
- Umgangssprache: In manchen fränkisch-thüringischen Regionen werden kleine Haustiere wie Hasen oder Hühner scherzhaft oder mundartlich als „Geziefer“ bezeichnet.
- Abwertend (Oberbayern): Hier wird der Begriff manchmal als Schimpfwort für eine magere oder unglücklich aussehende Frau verwendet.
- Wissenschaft & Medien: Das Online-Magazin Geziefer von RiffReporter nutzt den Begriff heute positiv, um über die faszinierende Welt der Insekten aufzuklären. [4, 5, 6]
Möchtest du mehr über die Etymologie anderer Begriffe erfahren oder suchst du Tipps zur Bekämpfung von Ungeziefer?
[5] https://www.ardmediathek.de
[6] https://www.wildes-bayern.de
Die Analysen lieferte freundlicherweise die Google-AI Gemini.