Gegen Raketen- oder Drohnenagriffe gibt es nach Darstellung der Couchgeneräle ein Allheilmittel: einen Raketen- und Drohnenschirm, der darin besteht, angreifende Objekte noch in der Luft abzuschießen.
Das Problem, dass dabei gerne übersehen wird: statt einer Rakete sind nun zwei oder gar drei in der Luft. Wobei sowohl die angreifende als auch die abwehrenden Raketen die Eigenschaft haben, wieder auf die Erde zurück zu fallen. Entweder als Ganzes, was einen gehörigen Bumms verursacht, oder in Einzelteilen, weil mindestens die Abwehrwaffen im Rahmen ihres Auftrags explodiert sind. Herumfliegende Trümmer können zwar keine Bunkerwände durchschlagen, aber bei normalen Wohnhäusern beträchtlichen Schaden verursachen, durch Brände auch bis zum Totalschaden.
Im Fall der Ukraine, Russlands oder des Irans kann man damit halbwegs leben, weil die Wahrscheinlichkeit, dass unbewohntes Gebiet getroffen wird, relativ groß ist. In Israel sieht die Sache anders aus: dort unbewohntes Gebiet zu treffen ist ungleich komplizierter. Und so kann es dann passieren, dass eine Rakete zwar den militärischen Flughafen verfehlt, aber die Trümmer Teile der nahe gelegenden Stadt treffen und in Brand setze. Die Israelis hätten das wissen können (oder besser müssen). Vor der Situation standen sie nämlich schon zu Zeiten des seligen Saddam Hussein, der ihnen damals relativ harmlose Raketen an den Kopf warf, abgefangen von den ersten Patriot-Systemen. Wie Beobachter damals einräumten, richteten die Raketen selbst oft weniger Schaden an als deren Teile zusammen mit den Teilen der Abfangraketen. Und anscheinend merken es jetzt auch ein paar Araber, wenn sie iranische Raketen auf ihrem Weg zu US-Basen abfangen. Mein Rat: einfach fliegen lassen. Sollen sich doch die Amis darum kümmern.
Und eine Sache sollten sich die letzteren auch einmal überlegen. Der heimtückische Überfall der Israelis und ihres Vasallen USA fand während laufender und zum Schluss sogar erfolgreicher Verhandlungen statt (oder vielleicht gar wegen deren Erfolge?). Und angesichts der bekannten Zielgenauigkeit der Systeme kann man durchaus davon ausgehen, dass die Bomberdierung von Schulen und Krankenhäusern im Iran kein Zufall, sondern geplant war. Israel hat sich noch nie um irgendwelche UN-Konventionen geschert und Bomben geworfen, wann immer es ihm danach war. Israel hat auch keinen Vertrag mit den Palästinensern oder anderen eingehalten – keinen einzigen. Und die israelischen Zionisten fantasieren von einem Groß-Israel, das vom Nil bis an den Euphrat reicht (bereits das heutige Israel ist etwas größer als die antiken Judenreiche, auf die man sich immer beruft).
Also, werte Araber, macht euch mal klar, dass bei Gelingen des Plans, den Iran als Faktor auszuschalten, ihr die nächsten auf der Liste sein werdet. Israel und sein Vasall USA werden auch euch nach Belieben bombardieren, wenn ihnen danach ist. Es wäre durchaus angebracht, mal einen Gedanken an diese Option zu verschwenden und ein paar Schlüsse daraus zu ziehen.