Die Vergiftung des Klimas

Kapitel 1: Klimaleute und Klimaleugner

Bislang 21 Posts zum Thema Klima habe ich in meinem Blog produziert. Da derzeit wieder die Alarmglocken quer durch alle Medien geläutet werden, noch ein Beitrag dazu, auch wenn es langsam ziemlich langweilig wird. Da ich etwas ausführlicher werden will, als Mehrteiler wie „Eine kurze Geschichte der Menschheit“.

Die „weithin akzeptierte“ Klimatheorie produziert zwei Kernaussagen, zu deren immer währender Bestätigung sich Klimaforscher (im Folgenden der Einfachheit halber Klimaleute genannt) Jahr für Jahr an einem anderen illustren Ort versammeln und es sich gut gehen lassen. Vereinfacht lauten die Thesen:

  1. Der Mensch setzt fossiles CO2 in die Athmosphäre frei (Öl, Gas, Steinkohle, Braunkohle), wodurch es langfristig (im menschlichen Maßstab) zu deutlich höheren Temperaturen nebst allerlei klimatischen Nebenwirkungen kommt.
  2. Durch eine Eindämmung des fossilen CO2-Ausstoßes (nur um diesen handelt es sich!) lässt sich der Temperaturanstieg begrenzen oder (mit viel Mühe) gar umkehren, wodurch auch sämtliche anderen Nebenwirkungen wegfallen.

Nun wird niemand die von den Klimaleuten berechnete Menge an fossilem CO2 bezweifeln, ebenso wenig wird jemand in Frage stellen, dass diese Handlungen des Menschen genauso wie alle anderen einen Einfluss auf die Umwelt haben, und auch dass sich Klima und Temperatur ändern ist für alle klar, denn das einzig Konstante an der Natur ist, dass sie eben nicht konstant ist. In dieser Hinsicht sind sich Klimaleute und ihre Kritiker (im Folgenden der Einfachheit Leugner genannt, weil sie von den Klimaleuten so tituliert werden) weitgehend einig. Kritik kann man aber durchaus an der Monokausalität der Aussage 1. anbringen (es muss ja nicht nur ein Einflussfaktor sein, mit dem der Mensch das Klima beeinflusst), und noch viel mehr kann man Aussage 2. anzweifeln, die auch ohne Monokausalität schon eine ziemliche Hybris darstellt.

Nun ist alles eine naturwissenschaftliche Angelegenheit. Wetter- und folgend auch Klimamodelle sind physikalische Modelle, und die ganze Klimaforschung ist eine der rechenintensivsten Disziplinen überhaupt. Also eigentlich kein Problem. Über Physik und Computermodelle kann man ja sachlich diskutieren. Auffallend an dieser somit eigentlich naturwissenschaftlichen Diskussion ist aber, dass sie nicht naturwissenschaftlich sondern geistewissenschaftlich geführt wird. „Weithin akzeptiert“ bedeutet in der Praxis, dass zwei Lager existieren, von denen das eine das politisch korrekte und die Aussagen der Klimatheorie „glaubt“ ist, während andere aus „Leugnern“ besteht. Jeder kann sich beliebig einem der Lager anschließen, wobei der Glaube für das Lager der Klimaleute genügt, es aber völlig gleichgültig ist, was ein Anhänger des anderen Lagers überhaupt kritisiert. Er ist ein Leugner, was immer in dem Sinn portiert wird, dass derjenige grundsätzlich Änderungen der Temperatur, des Klimas und überhaupt alle Fakten und Schlussfolgerungen in Frage stellt, d.h. man unterstellt ihm eine Ansicht, die er gar nicht hat.

Wie groß die Lager im naturwissenschaftlichen Sinn jeweils sind, ist schlecht zu sagen, denn im politisch korrekten Lager werden auch jede Menge Soziologen, Politologen, Philosphen, Juristen und andere promovierte Wissenschaftler als Wissenschaftler mitgezählt, obwohl diese qua eigener Expertise keine Ahnung von der Materie haben und folglich tatsächlich nur glauben können, dass an der CO2-Hypothese etwas dran ist, die aber nicht in der Lage sind, dies wissenschaftlich zu prüfen. Folglich erscheint bei Meldungen in den Medien auch immer der Satz „die Mehrheit der Wissenschaftler glaubt an die CO2-Klimatheorie“. Würde man nur die Naturwissenschaftler im engeren Sinn zählen, die sich mit der Materie beschäftigt haben, dürfte der Leugner-Pool vermutlich relativ groß ausfallen.

Nun hat es in den Naturwissenschaften auch immer wieder Dispute gegeben, wie etwas gedeutet werden kann. Wohl bekanntestes Beispiel ist die Quantentheorie, über deren Interpretation verschiedene Schulen stritten, bis sich schließlich eine Ansicht durchsetzte, und zwar aus dem einzigen Grund, dass die Experimente dieser Ansicht Recht gab. Dabei war allerdings nie von Glauben die Rede, sondern von Deutungen der Experimente, die wiederum zu neuen Experimenten führten usw. In der Klimatheorie wird jedoch, wie schon erwähnt, explizit von Glauben gesprochen, und selbst der Präsident der American Physical Society vertritt öffentlich die Ansicht, dass die Thesen nicht diskutierbar sind, weil sie und alle Schlußfolgerungenüber jeden Zweifel erhaben sind. Eine These, die bestenfalls erst in Jahrzehnten überprüft aber bis dahin gar nicht diskutiert werden darf? Das hat wenig Naturwissenschaftliches aber viel Theologisches an sich. Die Abqualifizierung des Gegners als „Leugner“ oder Schlimmeres ist ebenfalls keine naturwissenschaftliche sondern eine typische geisteswissenschaftliche Angewohnheit. Man selbst ist der Ausbund der Intelligenz und der Gegner ein schwachsinniger Monosynaptiker, weil eine Sachdiskussion aus verschiedenen Gründen zu gefährlich ist und die moralische Vernichtung des anderen der einfachere Weg. Man muss nur genügend viele und mächtige Anhänger finden, was den Klimaleuten gelungen ist.

Im Grunde sagt diese Art der „Diskussion“ schon genug über die Klimatheorie aus. Wieso beharken sich aber eigentlich seriöse Naturwissenschaftler wie eine Horde Kesselflicker, und warum ist die Klimatheorie so erfolgreich? Teil 2 der Frage lässt sich schnell mit einem Wort beantworten: GELD. Mit CO2-Zertifikaten lässt sich Geld ohne Ende drucken, lassen sich Wettbewerber unter Druck setzen oder in den Ruin treiben und auch sonst einiger Schindluder treiben. Geld lässt sich am Besten wissenschaftlich untermautert verdienen, weshalb die Klimaleute auch großzügig finanziert werden, die anderen weniger. Wer seine Projekte finanziert bekommen möchte, springt also tunlichst auf den Klimazug auf, koste es was es wolle. Und so verkauft sich inzwischen eine Studie, wie sich die komplette Abholzung eines Waldes auf den Baumkauzbestand auswirkt, nicht mehr ohne eine Querbeziehung zum menschengemachten CO2 an die nächste Fachzeitschrift.

Teil 1 der Frage ist zu beantworten, wenn man sich die Mathematik hinter dem Ganzen anschaut. Während ein Außenstehender schon alleine von den griechischen Symbolen in den Formeln und Modellen mundtot gemacht wird, diagnostiziert der Mathematiker unschwer, dass es sich bei der Klimatheorie um die Disziplin „Extrapolation“ handelt. Extrapolation ist natürlich der hochtrabenden Titel für Außenstehende, etwa so wie im Ruhrgebiet Castrop-Rauxel scherzhaft als lateinische Form von Wanne-Eickel gehandelt wird. Mathematiker unter sich nennen die Disziplin „professionelles Lügen“, womit ernsthafte Diskussionen schon mal abgeblockt sind.

Ein einfaches Beispiel für Extrapolation ist die Wettervorhersage. Aufgrund der Wetterhistorie wird versucht, das weitere Wetter vorher zu sagen. Jeder weiß, dass man nach wenigen Tagen bereits bei „tagsüber hell, nachts dunkel“ als zuverlässige Vorhersage landet. Wobei die Wettervorhersage die Klimatheorie nicht besonders gut beschreibt, weil beim Wetter eigentlich alle Daten bekannt sind, nur nicht genug und nicht genau genug.

Die Klimatheorie ähnelt eher dem Versuch, ausschließlich aus dem Umgang der Merkel-Regierung mit der Lehman- und der Griechenland-Pleite bis 2014 ihren erneuten Wahlerfolg bei der Wahl 2021 vorher zu sagen. Eine Reihe von Querschlägern – die Flüchtlingskrise ist nur einer von vielen – lässt es fraglich erscheinen, dass sie bis dahin überhaupt überlebt, obwohl sich vieles bereits 2014 andeutete und hätte berücksichtigt werden müssen.

Das Problem hat auch die Klimatheorie mit ihren Kritikern. Die bemängeln nämlich, dass der Parametersatz für die Voraussagen viel zu klein gewählt wurde und bei Hinzunahme weiterer Parameter ein völlig anderes Endmodell entstehen könnte. Dummerweise ist das Endmodell über das Kapitel Geld bereits fest definiert, was Variationen am Simulationsmodell problematisch machen: Simulationsergebnisse, die vom festgelegten Endmodell abweichen, sind zu verwerfen. Im Grunde sind die Klimaleute in einer „self fulfilling prophecy“ gefangen. Kann man aber aus verständlichen Gründen über die Vollständigkeit der Parametersätze und Modelle schlecht diskutieren, bleibt nur die Polemik.

Es kommt noch hinzu, dass die Modelle geschickter Weise so konstruiert sind, dass sie gar nicht verlieren können. Grund ist These 2. Ob die Voraussagen zutreffen, lässt sich erst sagen, wenn die Zukunft eingetreten ist und aus der Extrapolation eine Interpolation gemacht werden kann. Bis dahin sind aber nicht nur viele Protagonisten bereits gestorben, sondern werden obendrein bestätigt: tritt das Horrorszenario ein, genügt es „wir haben es ja gesagt, aber ihr wolltet ja nicht auf uns hören“ zu sagen, tritt es nicht ein, wird die Aussage „glücklicherweise seid ihr unseren Empfehlungen gefolgt“ lauten. Die Handlungsempfehlungen sind nämlich Wischi-Waschi genug, um einen der Sätze verwenden zu können.

Nach dem Vorgeplänkel nun zu den Fakten.

 

zu Kapitel 2

 

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