Strom hat die Eigenschaft, dass er in dem Moment erzeugt werden muss, in dem er irgendwo benötigt wird. Traditionell übernehmen die Erzeugung Kraftwerke, die aber laut den grünen Geistesgestörten vollständig von so genannten erneuerbaren Energien ersetzt werden sollen. Geistesgestört, weil diese Hirnklempner es nicht nötig habe, sich mal mit der Technik auseinander zu setzen.
In den Kraftwerken übernehmen Generatoren, also mechanische Geräte, die Stromerzeugung. Angetrieben werden sie von Heissdampf, der sie in Rotation versetzt und an den Anschlussklemmen eine Spannung erzeugt. Es gibt da noch einige Nebenbedingungen, aber die lassen wir hier weg. Erzeugt wird 3-Phasen-Drehstrom mit einer Frequenz von 50,0 Hz.
Nehmen wir an, die Turbine läuft im Leerlauf. Dann muss der Dampf genauso viel Energie liefern, wie durch Reibung verbraucht wird. Schließen wir jetzt einen Verbraucher an, entzieht der der Turbine Energie, und entweder es wird mehr Dampf durchgeleitet, damit die Frequenz so bleibt, oder die Frequenz wird kleiner, weil die Turbine gebremst wird. Umgekeht: schalten wir den Verbraucher ab, wird entweder auch der Dampf gedrosselt oder die Drehzahl steigt. So weit klar? Bestens, denn das hat noch kein Grüner verstanden.
So, jetzt reicht ein Kraftwerk nicht. Also baut man mehrere, die dann im Verbund arbeiten. Die müssen aber synchronisiert werden. Die maximale Spannung ist bei allen Generatoren gleich (dafür sorgen u.a. Transformatoren), aber die Spannung wechselt sinusförmig. Wäre nun bei einem Generator die Spannung bei 200V, beim anderen nur 150V, weil die Phasen verschoben sind, wäre das gewissermaßen ein Kurzschluss, weil die Generatoren gegeneinander arbeiten (wie zwei Pferde, die in verschiedene Richtungen ziehen). Deshalb werden die Phasen so lange verschoben, bis sie gleich laufen, den Rest übernehmen Phasenschiebertransformatoren, die kleine Differenzen aufgrund der im vorhergehenden Abschnitt beschriebenen Schwankungen abfange. Jetzt läuft erst mal alles. Alles klar? Bestens, denn nun haben Sie auch was verstanden, was außer den Grünen auch die Roten nicht verstehen.
Jetzt gibt es viele Verbraucher, die mal viel, mal wenig verbrauchen. Das führt zu den beschriebenen Schwankungen. Deshalb gibt es verschiedene Kraftwerke: ganz dicke mit extrem viel Leistung, die aber zu träge sind, um auf schnelle Schwankungen zu reagieren. Die laufen im Dauerbetrieb und übernehmen die Grundlast. Das ist ungefähr so wie ein Auto im Dauerbetrieb mit Tempomat auf der Landstraße. Selbst 2,5l-Boliden fahren da mit 6 l/100 km. Da
Daneben gibt es kleinere, die flink auf Leistungsschwankungen reagieren können. Das ist dann so wie Stadtverkehr. Da sind wir dann bei 9 l/100 km, wenn wir Glück haben. Zuzüglich werden noch Puffer in Form von Speicherkraftwerken eingesetzt, die halt man schneller, mal langsamer Pumpen oder produzieren und auch sehr flexibel sind. Aber von denen gibt es nicht allzu viele.
Insgesamt wird so dafür gesorgt, dass das System auf 50 +- 0,2 Hz problemlos durchläuft.
So, und jetzt kommen die Grünen und bauen Windkraft- und Photovoltaikanlagen. Das sind im Prinzip Minikraftwerke, die vielleicht geeignet sind, einen elektrischen Stuhl zu betreiben – wenn sie mal Strom liefern. Die speisen ins Nieder- oder allenfalls ins Mittelspannungsnetz ein und sind davon abhängig, dass ihnen die Großen den Takt liefern – eben die 50 Hz. Die sorgen dafür, dass noch mehr Schwankungen im Netz sind und noch mehr geregelt werden muss.
Über die Jahre sind so viele gebaut worden, dass, wenn sie mal liefern, die Regelkraftwerke komplett ausgehebelt werden. Also ist man inzwischen an die Grundlast heran getreten und hat das eine oder andere Großkraftwerk still gelegt, damit überhaupt noch geregelt werden kann. Die Zahl der Regelkraftwerke hat sich nicht großartig geändert, weil man hofft, die Nachbarn übernehmen die Regelung. Fazit: ein Teil der bisherigen Grundlast läuft nun über Regelkraftwerke, d.h. 9 l / 100 km anstatt 6 l/100 km, und ein Großteil der Regelkraftwerke regelt stärker, d.h. 14 l/100 km (stop-and-go) statt 9 l / 100 km.
Jetzt liefern die beschissenen WKA und PVA nicht gleichmäßig, weder über die Jahreszeit noch über den Tag. Im Winter liefern sie deutlich zu wenig, d.h. man könnte auch ein Großkraftwerk in Betrieb nehmen, dass aber inzwischen kaputt gemacht wurde, d.h. es geht nicht. Zudem würde so ein Betrieb aus logistischen Gründen zu höheren Kosten führt, d.h. der Liter Benzin, der übers Jahr 1,50 € kostet, kostet bei so einem Betrieb mehr als 2,00 €. Im Winter wird aber aus verschiedenen Gründen mehr Strom benötigt. Wird mehr angefordert als produziert, sinkt die Netzfrequenz, wie wir oben erklärt haben. Ein paar Industriebetriebe sind so aufgestellt, dass man sie abschalten kann, was aber wieder hohe Kosten verursacht, wie man sich vorstellen kann. Sinkt die Frequenz trotz allem auf unter 49,8 Hz, werden ganze Netze abgeschaltet – wir haben einen Grey-Out. Geht das schief, fliegen auch die Hauptschalter in den Verteilungen zwischen den Kraftwerken, um eine Beschädigung der Kraftwerke zu verhinder – und wir haben einen Blackout, also flächendeckenden Stromausfall.
Die Grünen wollen ja alles zu 100% aus WKA und PVA versorgen. Geht aber grundsätzlich nicht. Zunächst einmal sind diese Anlagen viel zu schwachbrüstig, um ein Netz überhaupt wieder anfahren zu können. Sind die dicken Brummer außer Betrieb, läuft nix mehr, selbst wenn 10x so viel Leistung installiert ist als man überhaupt bracht. Außerdem sind die Dinger auf die Leitfrequenz angewiesen. Ohne arbeiten sie gar nicht. Im Klartext: bei einem Blackout schmieren auch alle WKA und PVA ab und auch der Häuselbesitzer mit PVA auf dem Dach wohnt absofort im Dunklen.
Nun kommt noch Abteilung zwei hinzu: im Sommer produzieren besonders die PVA ganz gut, aber nur tagsüber. Nacht: NULL. Nun sind die vielen kleinen Dachanlage nicht abschaltbar: wenn die Sonne scheint, produzieren sie und speisen ein. Inzwischen ist so viel installiert (und es wird munter weiter installiert), das eine Herausnahme der Regelkraftwerke nichts mehr nützt. Es geht auch an die dicken Brummer. Die müssen Nachts volle Pulle laufen, d.h. abschalten kann man sie nicht, sonst gibt es Nachts einen Blackout. Tagsüber werden sie aber ihren Strom nicht mehr los, weil die PVA einspeisen. Rauf- und runterfahren geht bei den Dingern nicht wirklich, jedenfalls nicht im 12h-Takt. Ergebnis: die Netzfrequenz geht nach oben und bei 50,2 Hz gibt es eine Notabschaltung. Sozusagen ein Whiteout, da er tagsüber passiert. Und wie oben sind auch alle WKA und PVA spontan tot.
Es kommt aber noch lustiger: wenn jetzt einer der dicken Klötze einen Schwarzstart versucht, bekommen die störenden PVA wieder eine Leitfrequenz und sind wieder am Netz – und schmeißen den Dicken wieder raus. Mit anderen Worten: das dauer so lange, bis die Sonne nicht mehr richtig scheint. Und das kann richtig unangenehm werden:
Viele Industriebetriebe sind nämlich auf Strom angewiesen. Beispielsweise Glasschmelzen oder Metallschmelzen. In den vergangenen Jahren haben es viele geschafft, die maximale Ausfallzeit von ca. 30 min auf ca. 90-120 min zu steigern. Das ist die Zeit, die bei einem Blackout bleibt, das Netz wieder anzufahren. Ein Whiteout um 12:00 Uhr zieht sich jedoch bis 17:00 Uhr oder länger hin. Die Anlagen sind dann komplett Schrott. D.h. nicht nur das Produkt ist hinüber, auch die Fabrik kann man nur noch mit dem Abbruchhammer abräumen und neu aufbauen. Am Besten weit weg von Grün-Blöd-Land Deutschland, wo keine Hirntoten ohne Verstand die Technik diktieren.
Dummerweise sind es nicht nur Leute wie Habeck & Co, die so was zu verantworten haben. Die halbe Industrie spielt mit und findet das toll (die andere Hälfte hat schon die Koffer gepackt und ist weg). Die Chancen, dass das noch irgendwie gut abgeht, sind aber nahe Null, zumal jeden Tag wieder einer mit neuem Schwachsinn wie „Wasserstoffwirtschaft“ um die Ecke kommt.