Ein alter Trick der Evolution ist die Bildung einer Herde (oder eines Rudels), wenn die Individuen der betreffenden Tierarten alleine nicht stark genug sind, in einer feindlichen Umgebung zu bestehen.
Bei Herden gibt es eine kritische Distanz. Befindet sich ein Einzeltier weiter von der Herde entfernt als diese kritische Distanz und wird angegriffen, tangiert das die Herde eher peripher: es hätte halt nicht so weit weglaufen sollen. Unterhalb der kritischen Distanz fühlt sich aber die Herde insgesamt angegriffen und reagiert außerordentlich aggressiv. Jedes Raubtier weiß: schlage den Einzelgänger und du wirst satt, schlage in der Herde und du bist tot.
Der Mensch ist so ein Herdentier. Und jetzt betrachten wir mal solche Sprüche, wie sie heute in der deutschen Politik üblich sind: „man muss den Krieg nach Russland tragen“, „man muss die Russen durch Angriffe im Hinterland mürbe machen“, „wie kann man Russen töten“ usw. Also eine Strategie, bei der man glaubt, den in der Ukraine bereits verlorenen Krieg noch mal wenden zu können, wenn man ihn direkt nach Russland verlagert.
Und wie reagiert die Herde? Wird sie anfangen zu zittern und irgendwann den Boss abservieren, um vor dem Angreifer zu Kreuze zu kriechen? Sicher nicht! Man kann die Russen als Volk kaum besser zusammen schweissen als durch solche dummen Angriffe. Eigentlich sollte man das wissen: die Briten im 2. WK, die Deutschen im 2. WK, die Russen im 2. WK, die Vietnamesen, die Afghanan, die Iraner, usw. Jedesmal ist der zivile Terror nach hinten los gegangen.
Ich weiß nicht, wie viele Gehirnzellen notwendig sind, um diese banalen Schlussfolgerungen zu treffen. Klar ist allerdings, dass die ganze politische Mischpoke in Berlin noch nicht mal in Summe in die Nähe der vermutlich nicht allzu großen Zahl kommt.