{"id":978,"date":"2017-05-03T19:01:52","date_gmt":"2017-05-03T17:01:52","guid":{"rendered":"http:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=978"},"modified":"2017-05-03T19:01:52","modified_gmt":"2017-05-03T17:01:52","slug":"luegenpresse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2017\/05\/03\/luegenpresse\/","title":{"rendered":"L\u00fcgenpresse"},"content":{"rendered":"<p>ist ein Ausdruck, den Journalisten angesichts ihrer vielf\u00e4ltigen Arbeit f\u00fcr beleidigend halten. Aktuell regen sich Journalisten der \u00f6ffentlich-rechtlichen Propagandamedien wieder \u00f6ffentlich auf. Doch er ist leider oft gerechtfertigt.<!--more--><\/p>\n<p>Beispiel 1: Ukraine-Konflikt. Die so genannte Berichterstattung ist absolut einseitig. Zu Wort kommen in Interviews ausschlie\u00dflich westliche so genannte Politik-Experten, f\u00fcr die Schuld f\u00fcr alles und jedes bei Russland liegt. Durch passende Frage- und Antwortspiele im Rahmen solcher Interviews erh\u00e4lt der H\u00f6rer\/Leser oft den Eindruck, es fehle eigentlich nicht viel, um zum Kompromiss zu kommen; wenn man aber etwas genauer hinh\u00f6rt, sieht der Kompromiss so aus, dass Russland und die Ostukrainer gewisserma\u00dfen bedingungslos kapitulieren und der Westen alles diktieren darf. Russen werden grunds\u00e4tzlich nicht gefragt, Ostukrainer ebenfalls nicht. Einseitigkeit ist aber bereits eine L\u00fcge, wenn vorgegeben wird, umfassend und neutral zu berichten.<\/p>\n<p>Beispiel 2: Ost-Ukraine. Immer wieder wird \u00fcber K\u00e4mpfe berichtet, die von den Russen angezettelt werden (nat\u00fcrlich, wer sonst). Wenigstens einige Medien geben allerdings zu, dass sie in die russischen Gebiete nicht mehr hineinkommen (weil die Leute eben sehr unangenehme Erfahrungen mit der L\u00fcgenpresse haben). Also wird alles geschrieben, was die Ukrainer sagen, jedoch ohne zu erw\u00e4hnen, dass es sich nur um die halbe Information handelt. Eine L\u00fcge.<\/p>\n<p>Beispiel 3: \u00c4hnlich geht es in Bezug auf Syrien zu. Hier wird nur berichtet, was so genannte gem\u00e4\u00dfigte Terroristen behaupten, ohne das aber zu verifizieren oder zu relativieren. Vermutlich w\u00e4re durch Zusammenarbeit mit den Russen sogar embedded journalism m\u00f6glich, aber mit den Russen !? Weglassen wichtiger Informationen oder Verbreiten m\u00f6glicherweise sogar falscher Informationen ist aber eine L\u00fcge, wenn man vorgibt, informieren zu wollen. Noch schlimmer, aber in dem Umfeld auch pr\u00e4sent: das Weiterl\u00fcgen, wenn durch andere l\u00e4ngst die Sache klargestellt wurde.<\/p>\n<p>Beispiel 4: Bei Thema AfD wird nicht berichtet, was die AfDler sagen oder schreiben &#8211; es wird berichtet, was die Journalisten hineininterpretieren, wobei nach Lust und Laune jede Aussage zerpfl\u00fcckt, geeignet wieder zusammengesetzt und etwas, was man dann hineininterpretieren k\u00f6nnte, so verkauft wird, als h\u00e4tten die Parteileute das tats\u00e4chlich so gesagt. Jemand anderem etwas in den Mund schieben, was er nicht gesagt hat, ist aber eine L\u00fcge.<\/p>\n<p>Beispiel 5: Zum Schluss trifft es noch den einzelnen B\u00fcrger, der aufgrund eigener Erfahrung beispielsweise bei Pegida mitmarschiert. Der kann sagen, was er will, er hat Angst, etwas nicht verstanden, hat Klischeevorstellungen, ist ein Extremist oder was auch immer an Beschimpfungen gerade parat ist. Liebe Journis, diese Leute sind keine Spinner, sie haben bestimmte Erfahrungen gemacht, auf die sie gerne verzichten m\u00f6chten. Eure Argumentation &#8222;bei unserem Nobelitaliener (mit Pizza ab 25 \u20ac) kommt so was nicht vor, also gibt es so was auch nicht&#8220; ist ebenfalls eine L\u00fcge, n\u00e4mlich ein Sch\u00f6nl\u00fcgen des Lebens anderer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ist ein Ausdruck, den Journalisten angesichts ihrer vielf\u00e4ltigen Arbeit f\u00fcr beleidigend halten. Aktuell regen sich Journalisten der \u00f6ffentlich-rechtlichen Propagandamedien wieder \u00f6ffentlich auf. Doch er ist leider oft gerechtfertigt. 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