{"id":9417,"date":"2023-08-07T07:59:00","date_gmt":"2023-08-07T05:59:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=9417"},"modified":"2023-08-06T08:42:09","modified_gmt":"2023-08-06T06:42:09","slug":"und-immer-wieder-gruesst-der-kolonialkrieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2023\/08\/07\/und-immer-wieder-gruesst-der-kolonialkrieg\/","title":{"rendered":"&#8230; und immer wieder gr\u00fc\u00dft der Kolonialkrieg"},"content":{"rendered":"\n<p>Zur Erinnerung: mit dem kleinen, aber gut verwalteten K\u00f6nigreich Benin (neben Nigeria zu finden, zu dem es heute geh\u00f6rt) pflegten die Europ\u00e4er seit dem 16. Jahrhundert Handelskontakte. Zuerst die Portugiesen, danach, nachdem sie die Portugiesen verdr\u00e4ngt hatten, die Briten.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Eines der Hauptexportg\u00fcte aus Benin waren Sklaven, mit denen die Briten ihre Kolonien fluteten. Die Obas (K\u00f6nige) von Benin f\u00fchrten dazu Eroberungskriege mit ihre Nachbarn. Daf\u00fcr ben\u00f6tigten sie Waffen und forderten die Briten immer wieder auf, ihnen die notwendigen Metalle zu liefern. Das war den Briten etwas zu riskant und sie lieferten wenig waffentaugliche Bronze, die f\u00fcr Hieb- und Stichwaffen sowie in gro\u00dfem Umfang zur Schaffung der bekannten Beninbronzen eingesetzt wurden. Die bekannten Kunstwerke sind mithin ein Ergebnis des britischen Kolonialismus, da ansonsten nur Holz, in Afrika nur bedingt haltbar, und Elfenbein eingesetzt werden k\u00f6nnte. <\/p>\n\n\n\n<p>Im sp\u00e4ten 19. Jahrhundert fanden die Obas, auch wegen des Wegfalls des Sklavenhandels, dass sie von den Briten \u00fcbers Ohr gehauen wurden und verlangten gr\u00f6\u00dfere Anteile am Handel mit den sonstigen &#8222;Kolonialwaren&#8220;. Da die Briten ablehnten, warfen sie die Briten aus dem Land, was diese zu einer Milit\u00e4roperation veranlasste. Die Briten \u00fcbernahmen alles, der Oba wurde \u00e4hnlich Napoleon ins britische Zwangsexil geschickt. Da die Bronzekunst auf britischen Bronzelieferungen beruhte, wurde das veredelte britische Eigentum ebenfalls eingesackt und auf dem Weltmarkt verh\u00f6kert, wobei das deutsche Kaiserreich einer der Gro\u00dfkunden war.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Weltmeisterin im finden diplomatischer Fettn\u00e4pfchen Annalena Baerbock wurde auf den kolonialistischen \u00dcberfall und den Raub der Bronzen aufmerksam und gab die widerrechtlich vom Kaiserreich gestohlenen Bronzen k\u00fcrzlich wieder an Benin zur\u00fcck. Der derzeitige Oba, ein immer noch existierende Ehrentitel, sackte die Sachen dankbar ein und gab durch die Blume zu verstehen, dass Baerbock .. nun ja .. irgendwie bildungs- und verstandesm\u00e4\u00dfig nicht so ganz auf der H\u00f6he sei. Ob Baerbock nun seinerseits einen internationalen Haftbefehl gegen seine Majest\u00e4t wegen Majest\u00e4tsbeleidigung beantragt hat, wei\u00df leider niemand so genau.<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen proben die n\u00f6rdlichen Nachbarn Benins, der Niger, den Aufstand. Jahrhunderte lang von den Franzosen \u00fcbers Ohr gehauen wollen sie einen gr\u00f6\u00dferen Anteil an der Ausbeutung ihrer Bodensch\u00e4tze und haben inzwischen den amtierenden Statthalter Frankreichs, Pr\u00e4sident genannt, aus dem Land geworfen und die Zusammenarbeit und die Rohstofflieferungen eingestellt. Macron sch\u00e4umt, denn wie soll Frankreich ohne Uran im Winter Deutschland mit Atomstrom beliefern? Also muss der franz\u00f6sische Statthalter wieder in sein Amt eingesetzt werden, auch mit Gewalt. Wobei noch nicht einmal die Westpresse und die au\u00dfenpolitischen NGO Deutschlands um die Feststellung herum kommen, dass die .. wie w\u00fcrde Annalena die B\u00fcrger Nigers wohl nennen? Hoffentlich doch nicht Nigger? .. alles andere als diese Gestalt wieder im Land sehen wollen und dazu auch allen Grund haben. Aber der verspricht nun mal billiges Uran durch Auspl\u00fcndern des Landes und seiner Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen wird .. Klingeling, es gr\u00fc\u00dft der britische \u00dcberfall auf Benin .. das Milit\u00e4r in Stellung gebracht. Haupts\u00e4chlich aus anderen afrikanischen L\u00e4ndern, darunter auch Nigeria, zu dem Benin geh\u00f6rt. Da nun andere Nachbarn Nigers erkl\u00e4rt haben, dass sie Niger unterst\u00fctzen werden, darunter Mali, das ebenfalls ein Uranlieferant ist und es gerade geschafft hat, trotzdem die Franzosen aus dem Land zu pr\u00fcgeln, und hidden Player wie die USA, Russland und China sicher auch zumindest mit Geld und Waffen dienen k\u00f6nnen, steht damit in Zentralafrika ein neuer Kolonialkrieg bevor. F\u00fcr westliche Kolonial-Interessen sollten die Afrikaner sich gegenseitig umbringen. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Wort Neger soll man ja nicht mehr verwenden, scheint mir hier aber angebracht: anscheinend haben gewisse Neger aus dem britischen Kolonialkrieg gegen Benin (und der ist ja nur ein Beispiel unter vielen) nichts gelernt und sind weiterhin willige Handlanger ihrer Kolonialherren. Und die haben ihr Wertesystem ebenfalls nicht ge\u00e4ndert und geb\u00e4rden sich weiterhin als koloniale Herren \u00fcber alle Neger. Denn nach ihren Lippenbekenntnissen w\u00e4re die ethisch naheliegendste L\u00f6sung, demokratische Wahlen einer neuen Regierung in Niger anzustreben und sich im Vorfeld bereit zu erkl\u00e4ren, fairen Handel mit dem Staat treiben zu wollen. Russen und Chinesen machen das (auch wenn die nat\u00fcrlich ebenfalls ihren Vorteil suchen), aber f\u00fcr den Westen kommt so etwas allenfalls dann in Frage, wenn es sicher ist, dass die geeignete Marionette mit Sicherheit die Wahlen gewinnt oder alle anderen Kandidaten tot sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Mal sehen, wie das diesmal ausgeht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Erinnerung: mit dem kleinen, aber gut verwalteten K\u00f6nigreich Benin (neben Nigeria zu finden, zu dem es heute geh\u00f6rt) pflegten die Europ\u00e4er seit dem 16. Jahrhundert Handelskontakte. Zuerst die Portugiesen, danach, nachdem sie die Portugiesen verdr\u00e4ngt hatten, die Briten. 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