{"id":9312,"date":"2023-07-19T15:45:00","date_gmt":"2023-07-19T13:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=9312"},"modified":"2023-07-18T08:09:21","modified_gmt":"2023-07-18T06:09:21","slug":"die-rueckkehr-der-eigenen-waffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2023\/07\/19\/die-rueckkehr-der-eigenen-waffen\/","title":{"rendered":"Die R\u00fcckkehr der eigenen Waffen"},"content":{"rendered":"\n<p>W\u00e4hrend der Zeit der kalten Krieges und auch eine Weile danach war es in den totalit\u00e4ren Staaten \u00fcblich, die internationale Kommunikation der B\u00fcrger zu sperren, damit sie nicht auf Desinformationen hineinfallen. Das hatte in den westlichen Staaten dazu gef\u00fchrt, eine ganze Reihe von Werkzeugen zu entwickeln, die Sperren zu umgehen. Letztlich erfolgreich.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Heute ist geplant bzw. schon aktiv, in den westlichen Staaten die internationale Kommunikation der B\u00fcrger zu sperren, damit sie nicht auf Desinformationen hineinfallen. Bislang beschr\u00e4nkt sich die Sperre auf die Name-Server, die bestimmte ULRs nicht mehr aufl\u00f6sen. Das ist, au\u00dfer bei Handys, durch andere DNS-Server (z.B. 1.1.1.1 oder 8.8.8.8) relativ leicht zu umgehen. Nun soll aber anscheinend auf IP-Basis gesperrt werden. Das l\u00e4sst sich allerdings ebenfalls mit VPN-Servern umgehen. Die meisten sind allerdings nicht kostenlos und ebenfalls problematisch bei Mobilger\u00e4ten. Kostenlos ist allerdings TOR.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Abschussliste steht mutma\u00dflich auch telegram. Deshalb hier ein paar Tips.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem TOR-Browser (f\u00fcr PC oder Handy) l\u00e4sst sich auch bei einer Sperre eine Verbindung zur telegram-Webseite aufbauen. Von dort kann man die Original-Apps f\u00fcr PC und Handy laden. <\/p>\n\n\n\n<p>In der PC-App kann man unter Einstellungen -> Erweitert -> Verbindungsart VPN-Server (Proxy) hinzuf\u00fcgen und aktivieren. Die Verbindung erfolgt dann \u00fcber den Proxy und die Zensur l\u00e4uft ins Leere. Mit ein wenig herumprobieren sind auch TORsocks nutzbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Handy die App ORBOT hinzuf\u00fcgen. ORBOT ist ein Proxy f\u00fcr andere Handy-Apps. Sobald konfiguriert, wird \u00fcber das TOR-Netzwerk auch hier eine Zensursperre umgangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Letztlich kann man die totalit\u00e4ren Zensurma\u00dfnahmen der freiheitlich-demokratischen EU-Staaten mit genau den Mitteln umgehen, die sie fr\u00fcher f\u00fcr die Zensurumgehung in anderen Staaten aufgebaut haben. Irgendwie ausgleichende Gerechtigkeit. Man muss allerdings ein wenig hoffen, dass die bisherigen Nutzer bei einer Sperre aus der Lethargie erwachen und sich um eine passende Konfiguration ihrer Ger\u00e4te k\u00fcmmern.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Anekdote am Rande: Das Verschl\u00fcsselungsprogramm PGP fiel in der Anfangsphase unter ein Exportverbot des US-Senats. Der hatte verboten, das Programm in elektronischer Form (Internet, CD, Datentr\u00e4ger) auszuf\u00fchren. Also besorgten sich findige Leute einen gro\u00dfen Karton und einen Stapel Papier, druckten den Quellcode einfach aus und sandten alles an ihre Kumpel in Gro\u00dfbritannien. Die hatten sich inzwischen einen Scanner und ein OCR-Programm besorgt und scanten den gedruckten Code einfach wieder ein und lie\u00dfen ihn \u00fcber einen Compiler laufen. Auf diese Weise wurde ein verbotener Export auf v\u00f6llig legale Weise umgangen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Zeit der kalten Krieges und auch eine Weile danach war es in den totalit\u00e4ren Staaten \u00fcblich, die internationale Kommunikation der B\u00fcrger zu sperren, damit sie nicht auf Desinformationen hineinfallen. Das hatte in den westlichen Staaten dazu gef\u00fchrt, eine ganze Reihe von Werkzeugen zu entwickeln, die Sperren zu umgehen. Letztlich erfolgreich. 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