{"id":8913,"date":"2023-04-22T06:00:00","date_gmt":"2023-04-22T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=8913"},"modified":"2023-04-21T09:06:31","modified_gmt":"2023-04-21T07:06:31","slug":"man-kommt-nicht-mehr-heraus-aus-den-parallelen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2023\/04\/22\/man-kommt-nicht-mehr-heraus-aus-den-parallelen\/","title":{"rendered":"Man kommt nicht mehr heraus aus den Parallelen"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein recht widerspr\u00fcchlicher Titel, habe ich doch k\u00fcrzlich anhand des Veblen-Young-Axioms der Projektiven Geometrie darauf hingewiesen, dass gar keine Parallelen existieren. War aber notwendig, sonst h\u00e4tte ich das Wort &#8222;Vergleich&#8220; verwenden m\u00fcssen, was in bestimmten Begriffszusammenh\u00e4ngen inzwischen justiziabel ist.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Damit ist vermutlich klar, worum es sich handelt. Daher erst mal wieder Historie: ein Hauptgrund, weshalb sich Hitler so lange ohne Probleme an der Macht halten konnte, war seine F\u00e4higkeit, seine Paladine gegeneinander auszuspielen. Den H\u00fchnerz\u00fcchter in der traditionellen schwarzen Uniform gegen den promovierten Hinkefu\u00df, den wiederum gegen den drogenabh\u00e4ngigen Fettsack, der wiederum den Chefspinner im Zaum hielt usw. Die wiederum verf\u00fcgten \u00fcber eine ihnen unbedingt loyal ergebene Hausmacht: der H\u00fchnerz\u00fcchter mit der SS \u00fcber einen nahezu unabh\u00e4ngigen Staat im Staate, der Hinkefu\u00df \u00fcber die gesamte Kulturlandschaft, der Fettsack \u00fcber gro\u00dfe Teile der Industrie und die Lustwaffe, der Chefspinner \u00fcber eine Raubtruppe, die sich quer durch das besetzte Gebiet alles unter den Nagel riss, was die anderen noch nicht erwischt hatten, usw.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Parallelen zu heute sind schnell zu finden: ein Wirtschaftsspezialist, der selbst als Kneipenwirt scheitern w\u00fcrde, da die Verwaltung der Deckel seiner Kunden bereits die intellektuellen F\u00e4higkeiten \u00fcbersteigen w\u00fcrde, eine f\u00fcr Sachen au\u00dferhalb des Hauses Zust\u00e4ndige, die ohne Hilfe aber weder den Rasen noch das Gartentor finden w\u00fcrde, ein Jurist, der selbst Ludwig Thomas Mindestkriterien nicht wirklich erf\u00fcllt, usw. Sie alle installieren ihre Hausmacht, in dem sie in den von ihnen gef\u00fchrten Ministerien die Schl\u00fcsselpositionen mit ihnen ergebenen Speichelleckern und sonstigen Kreaturen frei Hand besetzen. <\/p>\n\n\n\n<p>Dabei handelt es sich um regul\u00e4re Beamtenposten. Die bisherigen Inhaber, von denen einige tats\u00e4chlich noch nach Qualifikation ausgew\u00e4hlt wurden (Beweis: sie werden auf Anweisung des Chefs vom Verfassungsschutz &#8222;beobachtet&#8220;), k\u00f6nnen nicht entlassen werden, sondern werden auf andere Posten verfrachtet, wo sie dem bunten Treiben ihrer Chefs nicht in die Quere kommen k\u00f6nnen. Gewisserma\u00dfen eine abgewandelte Version des &#8222;Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums&#8220; alter Zeiten. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Krux an der Sache: selbst wenn eine andere Regierung kommt, sie wird diese Leute, die keine Fachqualifikationen sondern eine Ideologie vertreten, auch nicht mehr los. Man k\u00f6nnte rotieren oder noch mehr Stellen schaffen, aber im Fazit wird es so nahezu unm\u00f6glich, innerhalb der B\u00fcrokratie die Weichen anders zu stellen. Selbst wenn die gr\u00fcne Mischpoke geht, bleibt ihre Ideologie im Tagesgesch\u00e4ft pr\u00e4gend.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00fcn-Rot-Gelben sind durch eine Menge halb- bis illegaler Tricks dabei, ihre Macht auf Dauer zu installieren. Die NS-Zeit, in der parallele Vorg\u00e4nge zu beobachten waren, hat sich 12 Jahre gehalten. Wahlen gab es damals nicht mehr, ob es sie heute noch gibt, ist abzuwarten. Noch ist das Polster von 82% Mehrheit (siehe Beitrag von gestern) gro\u00df genug, um den Wahlunsinn zur Beruhigung des Volkes weiter zuzulassen (mal als Wink: in Berlin regiert nun eine Schwarz-Rote Koalition &#8211; mit einem Gr\u00fcnen Programm; will da noch jemand die 82% in Zweifel ziehen?).<\/p>\n\n\n\n<p>Fragt sich nur, wer der Strippenzieher ist. Diese Land hatte gute und schlechte Kanzler, mit Angela Merkel als mit Abstand schlechtestem Kanzler der Geschichte. Man k\u00f6nnte glatt auf die Idee kommen, den Google-\u00dcbersetzer zu fragen, ob &#8222;Merkel&#8220; mit &#8222;Biden&#8220; ins Englische zu \u00fcbersetzen ist. Olaf Scholz ist dagegen eine v\u00f6llig neue Kategorie von Kanzler: im Englischen k\u00f6nnte man seine Kanzlerschaft mit &#8222;NSC&#8220; abk\u00fcrzen, was bekanntlich f\u00fcr &#8222;No such Chancellor&#8220; steht. Olaf Scholz scheint es gar nicht mehr zu geben. <\/p>\n\n\n\n<p>Wer kontrolliert dann? Dazu muss man schauen, wo die Paladine regelm\u00e4\u00dfig zum Rapport antreten. Und das ist nicht das Kanzleramt in Berlin, sondern der WEF in Davos. Oder bei Bill Geht&#8217;s(?) Wenn man sich anschaut, wie es in diesem Land zugeht, wird einem auch langsam bewusst, weshalb Geht&#8217;s(?) den Vornamen &#8222;Bill&#8220; tr\u00e4gt. Wir bezahlen n\u00e4mlich seine &#8222;Bill = Rechnung&#8220;, die er \u00fcber seine Paladine ausliefern l\u00e4sst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein recht widerspr\u00fcchlicher Titel, habe ich doch k\u00fcrzlich anhand des Veblen-Young-Axioms der Projektiven Geometrie darauf hingewiesen, dass gar keine Parallelen existieren. War aber notwendig, sonst h\u00e4tte ich das Wort &#8222;Vergleich&#8220; verwenden m\u00fcssen, was in bestimmten Begriffszusammenh\u00e4ngen inzwischen justiziabel ist. 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