{"id":8688,"date":"2023-03-02T06:00:00","date_gmt":"2023-03-02T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=8688"},"modified":"2023-03-01T17:19:17","modified_gmt":"2023-03-01T16:19:17","slug":"die-kriegsverbrecher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2023\/03\/02\/die-kriegsverbrecher\/","title":{"rendered":"Die Kriegsverbrecher"},"content":{"rendered":"\n<p>Vor etwas \u00fcber einem Jahr traten die Russen die Offensive gegen die Ukraine los. Im Teil 1.a streng nach westlichem Vorbild.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Das besteht darin, pl\u00f6tzlich und massiert \u00fcber den Feind ohne Vorwarnung herzufallen und zun\u00e4chst die Luftwaffe und Luftverteidigung auszuschalten. Alle Kriege, die die USA und im Gefolge verschiedene EU-Staaten gef\u00fchrt haben, sind nach diesem Muster gelaufen. Und genauso wie verschiedene Staaten, die von der Nato \u00fcberfallen wurden, wurden auch die Ukrainer auf dem linken Fu\u00df erwischt und b\u00f6se zugerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Russland bot, soweit bekannt, noch w\u00e4hrende der K\u00e4mpfe Verhandlungen an und Selenski war anscheinend durchaus bereit, in diese einzusteigen, aber die USA und die EU verboten ihm das. Soweit \u00fcbereinstimmende Stimmen aus Ost und West. <\/p>\n\n\n\n<p>Teil 1.b der Nato-Strategie besteht darin, sich in kleinen Nestern einzuigeln und die Zivilbev\u00f6lkerung durch Luftangriffe und einzelne Bodenangriffe so weit zu terrorisieren, dass schlie\u00dflich klein bei gegeben wird. Wohlgemerkt: die Zivilbev\u00f6lkerung. Teil 1.b haben die Russen, so weit verfolgbar, bis heute nicht umgesetzt. Angriffe auf rein zivile Ziele blieben aus (bei gemischten Zielen ist das anders, da sind Angriffe nach Kriegsrecht erlaubt. Verantwortlich ist aber dann der, der seine Truppen zwischen den Zivilisten versteckt, und das w\u00e4ren in diesem Fall die Ukrainer).<\/p>\n\n\n\n<p>Den Russen war klar, dass sie mit den notwendigen Truppen f\u00fcr Teil 1.a und ohne Ausf\u00fchrung von Teil 1.b das Land nicht besetzen konnten, weil es dazu doch zu wenig Soldaten waren. Also zogen sie sich aus der Kernukraine erst einmal zur\u00fcck. Aus strategischer Sicht ein organisierter R\u00fcckzug, der von der Gegenseite nat\u00fcrlich als Sieg ausgegeben wurde (man w\u00e4re bl\u00f6d, wenn man das aus moralischen Gr\u00fcnden nicht machen w\u00fcrde).<\/p>\n\n\n\n<p>Ende Teil 1. <\/p>\n\n\n\n<p>In der S\u00fcdostukraine konnten die Russen zun\u00e4chst ebenfalls weit vorr\u00fccken, weil die ukrainischen Truppen mehr in der Zentralukraine besch\u00e4ftigt waren, haben dabei aber ihre Linien zu stark \u00fcberdehnt. Die Ukrainer konnten sie teils vertreiben (die Anfangsphase), teils war aber auch das ein geordneter R\u00fcckzug (die Schlussphase). Zwischen beiden Teilen fand ein Wechsel im russischen Oberkommando statt, um dem Strategiewechsel Rechnung zu tragen und die Taktiken anzupassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus moralischen Gr\u00fcnden haben die Ukrainer alles als Sieg ausgegeben (zum Teil war es das ja sogar), w\u00e4hrend die russischen Bev\u00f6lkerung aufgrund der R\u00fcckschl\u00e4ge etwas angepisst war und mehr Bem\u00fchungen von der F\u00fchrung forderten. Immerhin wurde Mariupol genommen. Zum Schluss waren die Fronten im S\u00fcden weitgehend stabil, im Norden war noch nichts Entscheidendes passiert.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrenddessen bot die T\u00fcrkei Verhandlungsvermittlungen an. Wieder war Selenski bereit, darauf einzugehen, wurde aber von den USA und den Briten zur\u00fcck gepfiffen (seine eigene Aussage, also wird es wohl stimmen).<\/p>\n\n\n\n<p>Ende Teil 2.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Russen wechselten erneut das Oberkommando aus und begannen nun, im Nordosten nach Nicht-Nato-Art zu k\u00e4mpfen, d.h. massiver Artillerie- und Fliegereinsatz, gleichzeitig Angriffe auf milit\u00e4rische wichtige Infrastruktur der Ukraine, aber wieder ohne R\u00fcckgriff auf Teil 1.b.<\/p>\n\n\n\n<p>Teil 1.b besorgen derweil die Ukrainer, die in Donezk immer wieder rein zivile Ziele beschie\u00dfen, inzwischen auch nach britischen Muster. Das britische Muster besteht darin, Ziele mit vielen Zivilisten anzugreifen und dann nach 2-3 Stunden, wenn die Hilfskr\u00e4fte die Verletzen bergen wollen, erneut anzugreifen, um auch die Hilfskr\u00e4fte zu erwischen. Im 2. WK haben sie das immer wieder vorgef\u00fchrt, am Eindrucksvollsten wohl in Dresden. Das w\u00e4ren Kriegsverbrechen, \u00fcber die hier aber noch nicht einmal berichtet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Nato &#8222;was not amused by the russian way to fight&#8220;. Ihr fehlt n\u00e4mlich das Material f\u00fcr solche Scherze und den Ukrainern ging auch schnell ziemlich viel davon aus, weil der Bestand noch \u00fcberwiegend russische Waffen und Munition waren, die Russen sich aber gemeinerweise weigerten, Nachschub zu liefern.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus Nato-Best\u00e4nden kleckerten dann verschiedenste Waffensysteme in die Ukraine, aktuell Leopard-Panzer, allerdings unterschiedliche Typen. Nie genug, um tats\u00e4chlich was wuppen zu k\u00f6nnen. Die ukrainische Armee d\u00fcrfte der Wehrmacht zu Kriegsende inzwischen ziemlich \u00e4hnlich sein. Die hatte n\u00e4mlich auch fast s\u00e4mtliche Waffensysteme, die es auf der Welt gab, zum Schluss im Einsatz. Allerdings hatte die Wehrmacht das signifikant besser im Griff. <\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen ist au\u00dfer den USA vermutlich kein Nato-Land mehr in der Lage, irgendeine Gegenwehr zu leisten, wenn der Krieg in ihre L\u00e4nder kommen sollte. Die Lage ist \u00e4hnlich wie im 3 Reich: die Waffen gehen von der Fabrik direkt an die Front.<\/p>\n\n\n\n<p>Es sieht so aus, als ob die Russen in der Donezk-Region ihre Ziele erst einmal erreichen, was anscheinend in Russland nicht alle zufrieden stellt, denn da gibt es wohl Leute, die meinen, man m\u00fcsse mehr aus der Situation machen. Kann ich nicht beurteilen, aber f\u00fcr mich sieht es so aus, als h\u00e4tten die Russen alles weitgehend unter Kontrolle, beachten weiterhin die Grenzen zu Teil 1.b und gehen mit ihren Leuten schonend um. Nach Sch\u00e4tzungen liegen die Verluste Ukrainer:Russen bei 7:1 oder schlechter. In ein paar Tagen wird alles erst mal in die Matsch-Pause gehen, die die deutsche Polizei ja schon bei L\u00fctzerath kennen gelernt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischenstand Teil 3.<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen haben sich die Chinesen mit Friedensverhandlungsangeboten eingemischt. Wieder sieht es so aus, als ob Selenski nicht abgeneigt ist, aber die deutsche Regierung weist das erbost als Betrug zur\u00fcck und der Krieg m\u00fcsse bis zur Kapitulation Russlands weitergef\u00fchrt werden (O-Ton der feministischen Au\u00dfenministerin Deutschlands). Das sind nun gleich mehrere Kriegsverbrechen: das GG fordert ausdr\u00fccklich, dass jede Verhandlungschance genutzt wird, die UN-Menschenrechtskonvention auch und die Fortsetzung des Krieges bis zur Kapitulation ist auch Kriegsverbrechen nach der Menschenrechtskonvention.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei t\u00e4te man gut daran, sich die chinesischen Vorschl\u00e4ge anzuschauen. Die sagen n\u00e4mlich nichts anderes als &#8222;JETZT REICHT&#8217;S! MACHT SCHLUSS ODER WIR MISCHEN MIT!&#8220;. Auf wessen Seite muss man nicht lange spekulieren. Man fragt sich wirklich, wie diese kleine Pissland, in dem man lebt, dazu kommt, so eine gro\u00dfe Fresse zu haben. Aber Gr\u00fcne halt: aufgrund der Erdkr\u00fcmmung ist weder Russland noch China von hier aus zu sehen, also werden die L\u00e4nder wohl nicht so gro\u00df sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Werfen wir noch einen Blick in Richtung Ukraine: die Russen haben immer wieder betont, dass die Waffenlieferungen auch die Lieferwege zu Zielen machen. Bislang halten sie sich da aber anscheinend zur\u00fcck. Oder sind sie nicht f\u00e4hig? Einen Zug mit Panzer zu lokalisieren und abzuschie\u00dfen d\u00fcrfte sie eigentlich nicht \u00fcberfordern. Ab ukrainische Westgrenze scheinen aber keine leicht identifizierbaren Z\u00fcge eingesetzt zu werden. Anscheinend wird alles auf polnische LKW verladen, unter Planen versteckt und einzeln in die Zielgebiete gekarrt. Das l\u00e4sst sich machen, weil halt gekleckert wird. Bei einer ganzen Panzerdivision w\u00e4re das schon problematischer. Und bei den Russen landen wir wieder bei Teil 1.b. LKW abschie\u00dfen, die nicht eindeutig milit\u00e4risch sind, wollen die Russen anscheinend immer noch nicht. Leos kann man auch abschie\u00dfen, wenn sie im Schlamm feststecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Erschreckend ist jedenfalls die Zahl und die Heftigkeit der Kriegstreiber in Deutschland, wobei auch viele rechtzeitig geflitzte wehrkr\u00e4ftige Ukrainer das gro\u00dfe Wort f\u00fchren. Die sollte man eigentlich nach Kiew \u00fcberstellen. Inzwischen kommt die ehemalige Friedenspartei &#8222;Die Gr\u00fcnen&#8220; mit Spr\u00fcchen wie<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Panzer schaffen Frieden<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>daher und Demonstranten gegen die Kriegspolitik werden von ihnen und der Qualit\u00e4tsl\u00fcgenpresse als <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Friedens-Nazis<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>tituliert. Allm\u00e4hlich werden vermutlich auch die echten Nazis sauer, f\u00fcr was man sie alles verwendet,<\/p>\n\n\n\n<p>Wo das endet, werden wir sehen. Auf jeden Fall ist zu sagen, dass eine sp\u00e4tere Entgr\u00fcnifizierung der Republik (oder besser: des Feudalstaats) wesentlich h\u00e4rter und intensiver durchgef\u00fchrt werden muss als weiland die Entnazifizierung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor etwas \u00fcber einem Jahr traten die Russen die Offensive gegen die Ukraine los. 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