{"id":8148,"date":"2022-11-23T10:18:07","date_gmt":"2022-11-23T09:18:07","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=8148"},"modified":"2022-11-23T10:18:07","modified_gmt":"2022-11-23T09:18:07","slug":"verbrannte-erde-bildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2022\/11\/23\/verbrannte-erde-bildung\/","title":{"rendered":"Verbrannte Erde: Bildung"},"content":{"rendered":"\n<p>Es gibt wohl kaum einen Bereich, der \u00e4hnlich gut planbar w\u00e4re wie der der schulischen Bildung: der Abiturient des Jahrgangs 2040 ist heute schon geboren, die Ausbildungszeit eine Lehrers\/Erziehers ist bekannt, der Beruf weist wenig Fluktuationen auf, d.h. auch das altersm\u00e4\u00dfige Ausscheiden ist auf Jahrzehnte hinaus bekannt. Planung? Fehlanzeige.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Es fehlen bereits jetzt ca.  75.000 Lehrer. In absehbarer Zeit wird es eine viertel Million sein, die fehlen. Drum k\u00fcmmern? Eher nicht. Die Pl\u00e4ne gehen in Richtung gr\u00f6\u00dfere Klassen, Homeschooling, Strecken der Zeiten, Reaktivierung von Pension\u00e4ren, Aktivierung von Quereinsteigern oder kurz gesagt: BILLIGER! Pl\u00e4ne, die aber &#8211; abgesehen eben vom geplanten Unterrichtsausfall &#8211; nicht realisierbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaum ein Lehrer bleibt bis zum bitteren Ende, in kaum einem anderen Beruf gehen die Besch\u00e4ftigten so fr\u00fch in den Ruhestand. Wer es sich leisten kann, geht fr\u00fcher und verzichtet auf ein paar Euro Pension oder er verabschiedet sich mit psychischen Problemen und Arbeitsunf\u00e4higkeit noch fr\u00fcher. Pension\u00e4re werden sich nicht aktivieren lassen und Leute f\u00fcr den Beruf zu begeistern, ist ein Problem: wer noch alle Latten am Zaun hat, wird diesen Beruf st\u00e4rker meiden als den des Abschmeckers in der Kl\u00e4ranlage. Wer in den letzten drei Jahren Sch\u00fcler war und das ganze Drum und Dran mit Masken, Abstand, Frieren, Ausfall usw. erlebt hat, wird dem Lehrerberuf das Original vorziehen und Assistenzteufel bei Belzebub in der H\u00f6lle werden. Da ist es wenigstens warm.<\/p>\n\n\n\n<p>Was sollte einen Sch\u00fcler heute reizen, etwas zu lernen &#8211; wenn denn die Schule \u00fcberhaupt die Voraussetzung daf\u00fcr bieten k\u00f6nnte? Das F\u00fchrungspersonal dieses Landes besteht aus paranoiden Zwangsgest\u00f6rten, erkenntnisunf\u00e4higen Schwachmaten, asozialen Narzissten und krankhaft Gr\u00f6\u00dfenwahnsinnigen &#8211; warum also noch lernen? Wer v\u00f6llig unf\u00e4hig ist, r\u00fcckt in die h\u00f6chsten \u00c4mter auf, wer etwas kann, darf diese Parasiten versorgen &#8211; da f\u00e4llt die Auswahl leicht: besser man lernt nichts, selbst wenn man k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Erfolg bleibt nicht aus: liegt der Anteil der Schulabg\u00e4nger mit erheblichen Bildungsl\u00fccken &#8211; eine h\u00f6fliche Umschreibung f\u00fcr &#8222;verbl\u00f6det&#8220; &#8211; in den fern\u00f6stlichen Industrienationen bei etwas \u00fcber 5%, sind es hier inzwischen fast 25%. Eine Zahl, die vermutlich stark gesch\u00f6nt ist, denn die schulischen Anforderungen im fernen Osten sind ohnehin h\u00f6her und bei Ansetzen von deren Niveau d\u00fcrfte der Anteil der Deppen eher bei 50% liegen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Wirtschaft merkt&#8217;s. Ein gro\u00dfer Teil der Lehrstellen kann nicht besetzt werden und ein gro\u00dfer Teil derjenigen, die irgendwo anfangen, gibt nach einiger Zeit auf oder wird vor die T\u00fcr gesetzt. Daf\u00fcr gibt es einen Run auf Laberf\u00e4cher an den Hochschulen, in denen dann keine Abschl\u00fcsse erreicht werden, obwohl Dummschw\u00e4tzen reicht, aber eben schriftlich, und dazu reicht es dann oft nicht mehr. Manch einer wird dann K\u00fcnstler, wobei die Kunst als solche schon vor mehr als 100 Jahren den Bankrott erkl\u00e4rt hat, weil sie weder etwas Neues hervorbringen noch die echten K\u00fcnstler davor kopieren konnte. Kunst ist inzwischen nichts anderes als die Verwandlung sorgf\u00e4ltig produzierter Materialien in unbrauchbaren Schrott, der noch nicht mal \u00e4sthetisch aussieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Politik betreibt derzeit eine Strategie der verbrannten Erde, allerdings im Gegensatz zur milit\u00e4rischen Variante ohne Feind, den es zu sch\u00e4digen gibt, sondern in suizidaler Absicht: die Wirtschaft wird geschlachtet, die Lebensgrundlagen wie Energie oder Nahrungsmittel werden eingestampft, die Kultur einschlie\u00dflich der heutigen Kunstsch-Affenden von Klebern, Kartoffelbreiwerfen und woken Blockwarten beseitigt, die Sprache verhunzt und unverst\u00e4ndlich gemacht und das Volk irgendwie umgevolkt (fast 30% Fremdkulturelle, Anteil zunehmend). Als Kr\u00f6nchen obendrauf sitzt die &#8222;Bildungsl\u00fccke&#8220;, die inzwischen gro\u00df genug sein d\u00fcrfte, um ein Umsteuern und ein Zur\u00fcck unm\u00f6glich zu machen. Ein Volk, dass das nicht nur zul\u00e4sst, sondern auch noch permanent die Vernichter in ihren Rollen best\u00e4tigt, hat es nicht anders verdient als ausgerottet zu werden: als Wirtschaftsmacht, als Kultur, als Zivilisation, als Volk. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt wohl kaum einen Bereich, der \u00e4hnlich gut planbar w\u00e4re wie der der schulischen Bildung: der Abiturient des Jahrgangs 2040 ist heute schon geboren, die Ausbildungszeit eine Lehrers\/Erziehers ist bekannt, der Beruf weist wenig Fluktuationen auf, d.h. auch das altersm\u00e4\u00dfige Ausscheiden ist auf Jahrzehnte hinaus bekannt. Planung? Fehlanzeige. 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