{"id":7988,"date":"2022-10-15T08:44:00","date_gmt":"2022-10-15T06:44:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=7988"},"modified":"2022-10-13T09:08:57","modified_gmt":"2022-10-13T07:08:57","slug":"zur-energieversorgung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2022\/10\/15\/zur-energieversorgung\/","title":{"rendered":"Zur Energieversorgung"},"content":{"rendered":"\n<p>Wer wei\u00df, was heute in Frankreich los ist? Dass zum Beispiel die Mitarbeiter der Erd\u00f6lfirmen einen Generalstreik laufen haben, der inzwischen jede 3. Tankstelle in Frankreich lahm gelegt hat? Grund: die Inflation l\u00e4uft, auch gerade durch die Spritpreise, beim B\u00fcrger kommt nichts an und Total Energies macht bis jetzt in diesem Jahr einen Gewinn von 16 Mrd. \u20ac.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u00c4hnliche Streiks laufen bei EDF\/GDF oder sind gerade beendet worden. Die Nerven der Regierung Macron liegen blank und man spricht von Zwangsverpflichtungen, R\u00e4umung der Fabrikgel\u00e4nde u.a. Gleichzeitig jammert Macron rum, dass die USA das ohnehin schon sauteure LNG hier zum 4-fachen des USA-Preises verkauft. <strong>Macron, du Dumpfbeutel! Das nennt man Marktwirtschaft! Wenn man sich selbst andere Einkaufsquellen versagt, muss man sich nicht wundern, wenn die verbleibenden Lieferanten ordentlich zulangen! <\/strong>Selbst in der Elitehochschule, aus der Macron kommt, scheinen die Marktkenntnisse nicht mehr sehr gut zu sein.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Noch bekloppter geht es hier zu, wo die gr\u00fcne Suizidsekte mehr Einfluss hat. Von den 3 KKW sollten 2 weiter laufen, w\u00e4hrend eines den Gr\u00fcnen in Niedersachsen geopfert werden soll. Die FDP, die allm\u00e4hlich merkt, dass sie keine Optionen mehr hat, will alle drei noch l\u00e4nger am Netz lassen, die Gr\u00fcnen sagen &#8222;2 oder gar keines&#8220; und die SPD schweigt. Beschlossen ist, alle 3 still zu legen. Knickt die FDP nicht ein, werden 3 still gelegt, knickt sie ein, nur eines, aber beides ist f\u00fcr die Stromversorgung und f\u00fcr die Rest-FDP ziemlich fatal, weil die Gr\u00fcnen ihr auf jeden Fall die Schuld in die Schuhe schieben wird. Was noch nicht mal falsch ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Parteipolitische Spielchen der Gr\u00fcnen auf dem R\u00fccken der B\u00fcrger und ab 2023 auf den Gr\u00e4bern der B\u00fcrger. \u00c4hnlich wie gegen die Pest im Mittelalter scheint es derzeit kein wirksames Mittel gegen die Gr\u00fcnen zu geben, obwohl abzusehen ist, dass das alles so endet wie im Mittelalter.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Derweil in Russland auf der Konferenz der &#8222;Russischen Energiewoche&#8220;: w\u00e4hrend hier die Reden so lang sind, dass immerhin ein Waschlappen, Pinkeln in der Dusche oder ein zweiter Pullover Platz haben, hat Putin mal wieder etwas mehr zu sagen. Aus Sicht der Qualit\u00e4tsmedien nat\u00fcrlich eine Rede der Verzweiflung. Und die sieht so aus:<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Guten Tag, liebe Freunde, verehrte Damen und Herren!<\/p>\n\n\n\n<p>Ich begr\u00fc\u00dfe die Teilnehmer und G\u00e4ste der Russischen Energiewoche, \neiner anerkannten, ma\u00dfgeblichen Plattform f\u00fcr den Dialog \u00fcber die \nwichtigsten Themen des globalen Energiesektors.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese direkte und offene Kommunikation ist vor allem in einer Zeit \nnotwendig, in der die Weltwirtschaft insgesamt und der Brennstoff- und \nEnergiekomplex aufgrund der instabilen Preisdynamik der Rohstoffe, des \nUngleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage sowie der offenkundig \nsubversiven Handlungen bestimmter Marktteilnehmer, die sich \nausschlie\u00dflich von ihren eigenen geopolitischen Ambitionen leiten \nlassen, zu unverhohlener Diskriminierung auf den M\u00e4rkten greifen und im \nFalle ihres Scheiterns einfach die Infrastrukturen der Konkurrenten \nzerst\u00f6ren, in eine akute Krise geraten ist.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Fall beziehe ich mich nat\u00fcrlich auf die Sabotage der \nGaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2. Es besteht kein Zweifel, \ndass es sich um einen Akt des internationalen Terrorismus handelt, der \ndarauf abzielt, die Energiesicherheit des gesamten Kontinents zu \nuntergraben. Die Logik ist zynisch: Man will Quellen billiger Energie \nzerst\u00f6ren und blockieren, Millionen von Menschen und industriellen \nVerbrauchern Gas, W\u00e4rme, Strom und andere Ressourcen vorenthalten und \nsie zwingen, all das zu viel h\u00f6heren Preisen zu kaufen. Man will das \nerzwingen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Angriff auf die Nord Streams war ein gef\u00e4hrlicher Pr\u00e4zedenzfall. \nEr zeigt: Jede kritische Verkehrs-, Energie- oder \nKommunikationsinfrastruktur ist heute bedroht, egal wo auf der Welt sie \nsich befindet, wer sie kontrolliert, ob sie auf dem Meeresboden oder an \nLand liegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Best\u00e4tigung daf\u00fcr war, ich m\u00f6chte nicht dar\u00fcber sprechen, wir \nsind auf der Energiewoche, die nicht direkt damit zu tun hat, aber \ndennoch kann ich nicht umhin, zu sagen, dass der Terroranschlag auf die \nKrim-Br\u00fccke durch die ukrainischen Geheimdienste auch eine Best\u00e4tigung \ndaf\u00fcr war. Ich habe bereits gesagt, dass das Regime in Kiew seit langem \nterroristische Methoden anwendet und politische Morde, ethnische \nS\u00e4uberungen und Massaker an der Zivilbev\u00f6lkerung organisiert. Dann \nstellen sie es selbst ins Internet \u2013 und wenn sie merken, dass sie einen\n Fehler gemacht haben, l\u00f6schen sie es sofort wieder. Aber es bleibt \ntrotzdem alles im Netz. Sie machen auch vor Nuklearterrorismus nicht \nhalt, ich meine die Bombardierung des Kernkraftwerks Saporoschje oder \ndie Terroranschl\u00e4ge rund um das Kernkraftwerk Kursk in Russland. Dazu \ngeh\u00f6ren nat\u00fcrlich auch die Versuche, die Turkish-Stream-Pipeline zu \nunterbrechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wiederhole: Alle Fakten sind bewiesen und dokumentiert, und die \nIdeologen, die Auftraggeber dieser Verbrechen, sind letztlich die \nNutznie\u00dfer, die Profiteure, also diejenigen, die von Instabilit\u00e4t und \nKonflikten profitieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wer steckt hinter der Sabotage der Nord Streams? Offensichtlich \ndiejenigen, die die Beziehungen zwischen Russland und der Europ\u00e4ischen \nUnion dauerhaft kappen wollen, die Europas politische Subjektivit\u00e4t \nendg\u00fcltig untergraben und vernichten, sein industrielles Potenzial \nschw\u00e4chen und sich den Markt unter den Nagel rei\u00dfen wollen. Und \nnat\u00fcrlich jemand, der technisch \u2013 das m\u00f6chte ich betonen \u2013 in der Lage \nist, solche Explosionen auszul\u00f6sen, und der bereits zu solchen \nSabotageakten gegriffen hat und dabei erwischt wurde, aber ungestraft \ngeblieben ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Was die Profiteure betrifft, so ist klar, wer davon profitiert. Ich \ndenke, es ist nicht n\u00f6tig, auf Einzelheiten einzugehen, schlie\u00dflich \nnimmt die geopolitische Bedeutung der verbleibenden Pipelines zu. Sie \nverlaufen durch Polen \u2013 Jamal-Europa -, durch zwei R\u00f6hren in der \nUkraine, die alle auf eigene Kosten von Russland gebaut wurden. Und \nnat\u00fcrlich auch die USA, die jetzt Energietr\u00e4ger zu hohen Preisen liefern\n k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie man in anst\u00e4ndigen Kreisen sagt, highly likely, es ist klar, wer dahintersteckt und wer Nutznie\u00dfer ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt kann man den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern in gro\u00dfem Ma\u00dfstab Fl\u00fcssiggas \naus den USA aufdr\u00e4ngen, das dem Pipeline-Gas aus Russland bei der \nWettbewerbsf\u00e4higkeit deutlich unterlegen ist. Schlie\u00dflich sind die \nLNG-Preise in den USA viel h\u00f6her, was allen schon lange bekannt war, und\n jetzt sind sie erst recht h\u00f6her, aber neben dem Preis gibt es noch \nweitere Risiken. Die Risiken bestehen darin, dass all das sehr instabil \nist und dass jede Lieferung in andere Regionen der Welt \u201eabflie\u00dfen\u201c \nk\u00f6nnte. Das haben wir \u00fcbrigens in j\u00fcngster Zeit erlebt, als US-Tanker, \ndie LNG nach Europa transportiert haben, auf halbem Weg umgekehrt sind \nund den Bestimmungsort gewechselt haben, weil den LNG-Verk\u00e4ufern \nanderswo ein besserer Preis geboten wurde. Dabei wurden die Interessen \nder europ\u00e4ischen K\u00e4ufer ignoriert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte auch daran erinnern, wer Europa damals zu Hilfe gekommen \nist und zus\u00e4tzliche Gaslieferungen auf den europ\u00e4ischen Markt geleitet \nhat \u2013 Russland. Die F\u00fchrer dieser L\u00e4nder ziehen es jedoch vor, das zu \nvergessen. Im Gegenteil, erlauben sich, uns vorzuwerfen, \u201eunzuverl\u00e4ssig\u201c\n zu sein. Verweigern wir die Lieferungen? Wir sind bereit, zu liefern \nund liefern die gesamten Mengen im Rahmen der Vertr\u00e4ge. Wir liefern die \ngesamte vertraglich vereinbarte Menge. Aber wenn jemand unser Produkt \nnicht haben will, was k\u00f6nnen wir daf\u00fcr? Das ist Eure Entscheidung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe schon oft gesagt, dass Nord Stream keinerlei politischen \nHintergrund hat. Es handelt sich um rein kommerzielle Projekte, an denen\n russische und europ\u00e4ische Unternehmen gleichberechtigt beteiligt sind, \nwas bedeutet, dass von Russland und unseren Partnern in der Europ\u00e4ischen\n Union gemeinsam \u00fcber das Schicksal der Nord Streams entschieden werden \nmuss.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte darauf hinweisen, dass es nat\u00fcrlich m\u00f6glich ist, die unter\n der Ostsee verlaufenden Gaspipelines zu reparieren. Das ist aber nur \ndann sinnvoll, wenn ihre Nutzung in Zukunft wirtschaftlich tragf\u00e4hig ist\n und nat\u00fcrlich die Sicherheit der Rohre gew\u00e4hrleistet ist \u2013 das ist die \nGrundvoraussetzung.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir und die Europ\u00e4er zu einer gemeinsamen Entscheidung kommen, \nGas \u00fcber die verbliebene R\u00f6hre zu liefern \u2013 und es gibt eine R\u00f6hre von \nNord Stream 2, der anscheinend ganz geblieben ist\u2026 Leider d\u00fcrfen wir \ndiese R\u00f6hre nicht inspizieren, aber es ist noch Druck in der Leitung. \nVielleicht ist sie irgendwie besch\u00e4digt, wir wissen es nicht, weil wir \nsie nicht inspizieren d\u00fcrfen, wie ich bereits gesagt habe, aber der \nDruck ist noch da, also scheint sie zu funktionieren. Sie hat eine \nKapazit\u00e4t von 27,5 Milliarden Kubikmetern pro Jahr, was etwa acht \nProzent der gesamten europ\u00e4ischen Gasimporte entspricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Russland ist zur Aufnahme dieser Lieferungen bereit. Der Ball liegt, \nwie man so sch\u00f6n sagt, im Feld der EU. Wenn sie wollen, sollen sie \neinfach den Hahn aufdrehen, das ist alles. Wir, ich wiederhole das \nnochmal, schr\u00e4nken niemanden ein, und sind auch bereit, im Herbst und \nWinter zus\u00e4tzliche Mengen zu liefern.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr als einmal \u2013 auch auf dem Podium der Russischen Energiewoche \u2013 \nhaben wir \u00fcber die Ursachen und die Art der Krise gesprochen, die sich \nauf dem europ\u00e4ischen Markt abzeichnet, einschlie\u00dflich der \u00fcberm\u00e4\u00dfigen \nAbh\u00e4ngigkeit von erneuerbaren Energien auf Kosten fossiler \nEnergietr\u00e4ger. Nat\u00fcrlich muss man sich um alternative Energieformen \nk\u00fcmmern, einschlie\u00dflich Solar-, Wind- und Gezeitenkraft sowie \nWasserstoff. Nat\u00fcrlich muss man das alles tun, aber man muss dabei den \nheutigen Verbrauch, die Wachstumsrate der Weltwirtschaft, den Bedarf an \nRohstoffen und den Stand der technologischen Entwicklung \nber\u00fccksichtigen. Aber wer ist aus politischen Gr\u00fcnden, insbesondere aus \nopportunistischen innenpolitischen Gr\u00fcnden vorangeprescht? Nun, sie \nhaben das getan und hier ist jetzt das Ergebnis. Der Ausstieg aus der \nKernenergie geht in die gleiche Richtung, ebenso wie der Verzicht auf \nlangfristige Vertr\u00e4ge im Gasbereich und der \u00dcbergang zum B\u00f6rsenhandel.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens: Nach Sch\u00e4tzungen von Experten wird der B\u00f6rsenhandel mit Gas\n allein im laufenden Jahr zu einem Verlust von mehr als 300 Milliarden \nEuro oder etwa zwei Prozent des BIP der Eurozone f\u00fchren. Das h\u00e4tte \nvermieden werden k\u00f6nnen, wenn langfristige, an das \u00d6l gebundene Vertr\u00e4ge\n verwendet worden w\u00e4ren. Die Fachleute, die hier sitzen, wissen, wovon \nich spreche: die Differenz zwischen B\u00f6rsenpreis und Preisen bei \nlangfristigen Vertr\u00e4gen betr\u00e4gt das Drei- oder Vierfache. Und wer hat \ndas getan? Waren wir das etwa? Das haben sie selbst getan. Faktisch \nhaben sie uns diese Art des Handels aufgezwungen. Sie haben Gazprom \ngezwungen, teilweise auf den B\u00f6rsenhandel umzusteigen, aber jetzt \nst\u00f6hnen sie auf. Nun, sie sind selbst schuld.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist klar, wie dieses Problem mit den hohen Preisen gel\u00f6st wird. \nWir haben das schon bei anderen Rohstoffen erlebt: Sie drucken einfach \nGeld und das war\u2019s. Allein im letzten Jahr ist die Geldmenge in der EU \num rund eine Billion Euro gestiegen. Das Problem ist jedoch, was wird \nEuropa mit diesem Geld machen? Es wird, wie auch andere Rohstoffe, \neinschlie\u00dflich Lebensmittel, auch Gas auf dem Weltmarkt einsammeln. \nFolglich m\u00fcssen die \u00fcbrigen L\u00e4nder, insbesondere die Entwicklungsl\u00e4nder,\n f\u00fcr diese Energietr\u00e4ger zu viel bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Rohstoff, der auf den europ\u00e4ischen Markt kommt, wird, wie \ngesagt, buchst\u00e4blich zum dreifachen Preis verkauft und l\u00e4sst die \nInflation in die H\u00f6he schnellen \u2013 in der Eurozone hat sie bereits zehn \nProzent erreicht. Die Leidtragenden sind die B\u00fcrger Europas: Ihre Strom-\n und Gasrechnungen haben sich innerhalb eines Jahres mehr als \nverdreifacht. Die Bev\u00f6lkerung hat, wie im Mittelalter, begonnen, \nBrennholz f\u00fcr den Winter zu horten.<\/p>\n\n\n\n<p>Was kann Russland daf\u00fcr? Sie versuchen immer, ihre eigenen Fehler \njemand anderem in die Schuhe zu schieben, in diesem Fall Russland. Sie \nsind selbst schuld, das m\u00f6chte ich noch einmal betonen. Dies ist nicht \neinmal das Ergebnis der Milit\u00e4roperation in der Ukraine, im Donbass, \nganz und gar nicht. Es ist das Ergebnis der fehlerhaften Energiepolitik \nder vergangenen Jahre. Einer ganzen Reihe von Jahren!<\/p>\n\n\n\n<p>Die steigenden Kosten schaden den dortigen Unternehmen. Bei einigen \nProdukten ist der R\u00fcckgang der Produktion zweistellig. Ohne die \nverf\u00fcgbaren Energietr\u00e4ger aus Russland sind die europ\u00e4ischen Unternehmen\n gezwungen, ihre Betriebe zu schlie\u00dfen oder sich einen besseren Standort\n im Ausland zu sichern. Dieser Prozess l\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich kann nicht umhin, hier einige Statistiken zu erw\u00e4hnen. Nach \neigenen Angaben der Europ\u00e4er beliefen sich die Ausfuhren nach Russland \nim Jahr 2021 auf 89,3 Milliarden Euro und die Einfuhren aus Russland auf\n 162,5 Milliarden Euro. Das Defizit zugunsten Russlands betrug 73,2 \nMilliarden Euro. Das war im Jahr 2021. Und in den ersten Monaten dieses \nJahres ist dieses Defizit auf 103,2 Milliarden Euro gestiegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist der Grund daf\u00fcr? Wir verkaufen unsere Waren, wir sind bereit,\n europ\u00e4ische Waren zu kaufen, aber sie selbst verkaufen sie uns nicht. \nErst wird ein Embargo gegen eine Produktgruppe verh\u00e4ngt, dann gegen eine\n andere, und daher kommt das Defizit. Was haben wir damit zu tun? Sie \nwerden wieder uns die Schuld geben. Wir verkaufen das, was sie kaufen \nwollen, zu Marktpreisen, bitte sch\u00f6n. Wir sind bereit, bei Euch zu \nkaufen, aber Ihr verkauft nicht. Das Defizit w\u00e4chst, und ich wiederhole,\n das ist \u00fcberhaupt nicht unsere Schuld. Ihr solltet Euch nicht weigern, \nmit Russland zusammenzuarbeiten, das ist alles.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Punkt, auf den ich hinweisen m\u00f6chte \u2013 und der inzwischen\n selbst von Eurokraten auf h\u00f6chster Ebene betont wird \u2013 ist, dass der \nWohlstand Europas in den letzten Jahrzehnten weitgehend auf der \nZusammenarbeit mit Russland beruhte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Folgen der teilweisen Ablehnung von Waren aus Russland wirken \nsich bereits jetzt negativ auf die Wirtschaft und die Menschen in Europa\n aus. Doch anstatt daran zu arbeiten, ihren Wettbewerbsvorteil, ihren \neigenen Wettbewerbsvorteil in Form von billiger und zuverl\u00e4ssiger \nrussischer Energie, zur\u00fcckzugewinnen, machen die L\u00e4nder der Eurozone \nalles nur noch schlimmer. Unter anderem haben sie beschlossen, den Preis\n f\u00fcr \u00d6l und \u00d6lprodukte aus unserem Land zu begrenzen. Aber es sind nicht\n nur die L\u00e4nder Europas, sondern sie tun das gemeinsam mit Nordamerika, \nund zwar ist das ab Dezember diesen Jahres geplant.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Zusammenhang m\u00f6chte ich den amerikanischen \nWirtschaftsnobelpreistr\u00e4ger Milton Friedman zitieren: \u201eWenn man \nbeispielsweise eine Verknappung von Tomaten herbeif\u00fchren will, braucht \nman nur ein Gesetz zu erlassen, wonach der Einzelhandel Tomaten f\u00fcr \nnicht mehr als zwei Cent pro Pfund verkaufen darf. Sie werden sofort \neinen Mangel an Tomaten haben. Bei \u00d6l oder Gas ist es dasselbe.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte Sie daran erinnern, dass Milton Friedman im Jahr 2006 \nverstorben ist. Er hatte nichts mit der russischen Regierung zu tun und \nkann sicherlich nicht als russischer Einflussagent bezeichnet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Man sollte meinen, das w\u00e4ren einfache Wahrheiten. Aber die F\u00fchrer \neiniger L\u00e4nder, ihre b\u00fcrokratische Elite, wischen diese offensichtlichen\n \u00dcberlegungen beiseite und verfolgen auf fremden Befehl hin bewusst den \nKurs zur Deindustrialisierung ihrer L\u00e4nder, zur Verringerung der \nLebensqualit\u00e4t ihrer B\u00fcrger, was zweifellos unumkehrbare Folgen haben \nwird.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen uns dar\u00fcber im Klaren sein, dass eine Begrenzung des \nPreises f\u00fcr \u00d6l aus Russland, oder anderen L\u00e4ndern, und die Festsetzung \nk\u00fcnstlicher Preisobergrenzen unweigerlich zu einer Verschlechterung des \nInvestitionsklimas in der gesamten globalen Energiewirtschaft f\u00fchren \nwird, was wiederum eine gr\u00f6\u00dfere weltweite Verknappung von Energietr\u00e4gern\n und einen weiteren Anstieg ihrer Preise zur Folge haben wird, was \u2013 ich\n wiederhole es \u2013 in erster Linie die \u00e4rmsten L\u00e4nder treffen wird. Das \nsind die unvermeidlichen Folgen, die absolut offensichtlich sind. Und \nExperten, auch solche von Weltrang \u2013 ich habe gerade ein Zitat gebracht \u2013\n sprechen st\u00e4ndig dar\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p>Keine Interventionen oder Entnahmen von \u00d6lreserven werden das Problem\n l\u00f6sen. Es gibt einfach keine freien Ressourcen in der n\u00f6tigen Menge, \ndas ist der springende Punkt. Das m\u00fcssen sie endlich verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Punkt ist, dass aufgrund der aggressiven F\u00f6rderung der \u201egr\u00fcnen\u201c \nAgenda \u2013 die nat\u00fcrlich, wie ich schon sagte, Unterst\u00fctzung braucht, aber\n es muss einfach intelligent gemacht werden \u2013 aber wenn es darum geht, \ndiese Agenda aggressiv zu f\u00f6rdern, auch in der Eurozone, ist der globale\n \u00d6l- und Gassektor bereits unterinvestiert. Gleichzeitig haben die EU \nund die USA Sanktionen gegen f\u00fchrende \u00d6lproduzenten verh\u00e4ngt \u2013 und das \nsind etwa 20 Prozent der weltweiten Industrie. (<em>Anm. d. \u00dcbers.: Es \ngeht dabei nicht nur um Russland, sondern auch um Venezuela, den Iran, \nSyrien und so weiter. Die Energiekrise w\u00e4re also wirklich leicht l\u00f6sbar,\n was aber im Westen politisch offensichtlich gar nicht gewollt ist<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<p>Infolgedessen sind die Investitionen in die \u00d6l- und Gasf\u00f6rderung in \nden Jahren 2020 und 2021 auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren \ngefallen. Verstehen Sie, in den Jahren 2020 und 2021, lange vor dem \nBeginn unserer Milit\u00e4roperation im Donbass. Diese Investitionen waren \nnur noch weniger als halb so hoch wie im Jahr 2014, weil die sogenannten\n westlichen Politiker und Unternehmen 2,5 Billionen Dollar zu wenig \ninvestiert haben. Ich werde sp\u00e4ter mehr dazu sagen: Was hat die \nEntscheidung der OPEC+ damit zu tun? Der Beschluss der OPEC+ ist einzig \nund allein auf ein Gleichgewicht auf dem Weltmarkt ausgerichtet. Sie \nhaben einen neuen Schuldigen gefunden, die OPEC+. Was die damit zu tun \nhat, ist nicht klar. Das hei\u00dft, es ist klar, denn sie wollen nur ihre \neigenen Fehler vertuschen, ich wiederhole es, sie versuchen, das zu tun.\n Dazu m\u00f6chte ich noch zwei Worte sagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte noch einen weiteren wichtigen Punkt ansprechen. Nehmen wir\n an, wie ich bereits gesagt habe, dass die ber\u00fcchtigte Preisobergrenze \nf\u00fcr \u00d6l eingef\u00fchrt wird. Aber wer garantiert, dass so eine Obergrenze \nnicht auch f\u00fcr andere Wirtschaftszweige \u2013 Landwirtschaft, Halbleiter, \nD\u00fcngemittel, Metallurgie \u2013 eingef\u00fchrt wird, und zwar nicht nur f\u00fcr \nRussland, sondern f\u00fcr jedes andere Land der Welt? Niemand gibt so eine \nGarantien ab, was bedeutet, dass einige westliche Politiker mit ihren \nabenteuerlichen Entscheidungen die globale Marktwirtschaft zerst\u00f6ren, ja\n sogar den Wohlstand von Milliarden von Menschen gef\u00e4hrden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die so genannten neoliberalen Ideologen des Westens haben bereits \nErfahrungen mit der Zerst\u00f6rung traditioneller Werte gemacht, das sehen \nwir alle. Jetzt nehmen sie sich offenbar auch die Freiheit des \nUnternehmertums und der Privatinitiative vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Russland hat, wie ich bereits sagte, seine Verpflichtungen stets \nerf\u00fcllt. Damit unterscheiden wir uns grundlegend von den westlichen \nStaaten, die sich zynisch geweigert haben, bereits unterzeichnete \nVertr\u00e4ge in den Bereichen Finanzen, Technologie, Lieferung von \nAusr\u00fcstung und Wartung zu erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich sage eines: Russland wird nicht gegen den gesunden \nMenschenverstand handeln und auf eigene Kosten fremden Wohlstand \nbezahlen. Wir werden keine Energietr\u00e4ger an L\u00e4nder liefern, die die \nPreise begrenzen. Denen, die statt Gesch\u00e4ftspartnerschaft und \nMarktmechanismen betr\u00fcgerische Tricks und skrupellose Erpressung \nbevorzugen \u2013 und in diesem Paradigma leben wir in der Politik seit \nJahrzehnten \u2013 m\u00f6chte ich sagen: Wir werden nicht zu unserem eigenen \nSchaden handeln, bedenkt das.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir vertreten den prinzipiellen Standpunkt, dass Stabilit\u00e4t und ein \nausgewogener Energiemarkt sowie eine sichere Zukunft f\u00fcr unsere V\u00f6lker \nnur durch gemeinsame Anstrengungen im Rahmen eines offenen und ehrlichen\n Dialogs auf der Grundlage der gemeinsamen Verantwortung und der \nBer\u00fccksichtigung der nationalen Interessen des jeweils anderen \ngew\u00e4hrleistet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist genau die Art von Dialog, die wir mit unseren Partnern im \nRahmen der OPEC+ f\u00fchren, die ich gerade erw\u00e4hnt habe. Wie Sie wissen, \nhaben wir im Rahmen der OPEC+ k\u00fcrzlich weitere Vereinbarungen getroffen.\n Sie ber\u00fccksichtigen vor allem die Dynamik von Angebot und -nachfrage \nnach \u00d6l sowie die langfristigen Investitionsprogramme der \u00d6lindustrie, \ndie, wie ich bereits sagte, objektiv unterfinanziert ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Oktober wird die \u00d6lf\u00f6rderquote f\u00fcr unsere L\u00e4nder auf dem Niveau \nvom August dieses Jahres bleiben, aber dann wird sie um zwei Millionen \nBarrel pro Tag reduziert. Wir gehen davon aus, dass diese Entscheidungen\n sowohl die \u00d6lproduzenten als auch die Verbraucher zufrieden stellen \nwerden. Gleichzeitig wird die Koordinierung zwischen den Partnern in der\n OPEC+ fortgesetzt, um auf dem Markt Stabilit\u00e4t und Berechenbarkeit zu \ngew\u00e4hrleisten. Experten wissen, dass Berechenbarkeit das absolut \nwichtigste ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Verehrte Kollegen!<\/p>\n\n\n\n<p>Russland ist einer der Schl\u00fcsselakteure auf dem globalen \nEnergiemarkt. Unser Land ist weltweit f\u00fchrend bei der \u00d6l- und \nGasf\u00f6rderung und -ausfuhr sowie bei der Strom- und Kohleproduktion.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz der Sanktionen und der Sabotage der Infrastruktur haben wir \nnicht die Absicht, unsere Position aufzugeben. Wir werden weiterhin f\u00fcr \nstabile Energiesicherheit sorgen und die Beziehungen zu den L\u00e4ndern \nausbauen, die daran interessiert sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00d6lproduktion in Russland hat den R\u00fcckgang bereits \u00fcberwunden und \nliegt sogar leicht \u00fcber der des letzten Jahres. Wir gehen davon aus, \ndass das Gesamtvolumen der Erd\u00f6lexporte sowie das Volumen der \nErd\u00f6lf\u00f6rderung in unserem Land bis zum Jahr 2025 in etwa auf dem \nderzeitigen Niveau bleiben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Worauf ich hier hinweisen m\u00f6chte: In den letzten Jahrzehnten war die \nrussische \u00d6lf\u00f6rderung stark von ausl\u00e4ndischer Ausr\u00fcstung und \nDienstleistungen abh\u00e4ngig, doch bis 2025 wollen wir den Anteil \ninl\u00e4ndischer Ausr\u00fcstung in der Branche auf 80 Prozent steigern. Auf \ndiese Weise k\u00f6nnen wir trotz des R\u00fcckzugs westlicher Unternehmen vom \nrussischen Markt \u2013 die sich damit nur selbst schaden \u2013 die \u00d6lf\u00f6rderung \nin den erforderlichen Mengen sicherstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was das russische Gas betrifft, so werden wir unser Produkt \nsicherlich auf den Weltm\u00e4rkten platzieren. Pipelineprojekte wie Power of\n Siberia und Turkish Stream best\u00e4tigen ihre Effizienz. Wir haben in der \nT\u00fcrkei auch Blue Stream f\u00fcr den t\u00fcrkischen Inlandsmarkt im Einsatz. \nTurkish Stream transportiert derzeit 14 Milliarden Kubikmeter Gas nach \nEuropa. Das ist kein gro\u00dfes Volumen, aber es ist anst\u00e4ndig.<\/p>\n\n\n\n<p>Was w\u00fcrde ich in diesem Zusammenhang gerne sagen? Wir k\u00f6nnten das \nverlorene Transitvolumen durch die Nord-Stream-Pipelines unter der \nOstsee hindurch in die Schwarzmeerregion verlagern und auf diese Weise \ndie Hauptrouten f\u00fcr die Lieferung unseres Brennstoffs, unseres Erdgases \nnach Europa, durch die T\u00fcrkei f\u00fchren und in der T\u00fcrkei die gr\u00f6\u00dfte \nGasdrehscheibe f\u00fcr Europa schaffen \u2013 wenn unsere Partner daran \ninteressiert sind. Insgesamt hat das nat\u00fcrlich eine wirtschaftliche \nLogik und das Sicherheitsniveau ist hier, nach den j\u00fcngsten \nEntwicklungen zu urteilen, sicherlich viel h\u00f6her.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der High-Tech-Sektor f\u00fcr Fl\u00fcssiggas gewinnt an Dynamik. Die \nProduktion in Russland stieg im August um fast 60 Prozent. Unter anderem\n arbeitet die einzigartige Anlage Jamal-LNG in den arktischen \nBreitengraden erfolgreich. Unsere systematischen Ma\u00dfnahmen zur \nEntwicklung und Erschlie\u00dfung von Rohstoffen in der Arktis, des \nN\u00f6rdlichen Seewegs und der Transport- und Eisbrecherflotte tragen \nFr\u00fcchte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir werden die Energieexporte in wachstumsstarke M\u00e4rkte weiter \nsteigern. Und nat\u00fcrlich wollen wir unser Angebot geografisch erweitern. \nIn naher Zukunft werden wir zu diesem Zweck wichtige \nInfrastruktureinrichtungen identifizieren und mit deren Bau beginnen, \ndarunter so vielversprechende Projekte wie Power of Siberia 2 und seinen\n mongolischen Abschnitt Sojus Wostok sowie die Verbindung der \nasiatischen und europ\u00e4ischen Segmente des nationalen \nGastransportsystems. Wir werden weiterhin Projekte f\u00fcr LNG-Terminals \nunterst\u00fctzen. Alle strategischen und sehr spezifischen Aufgaben in \ndiesem Bereich wurden der russischen Regierung \u00fcbertragen. Ich bin \nsicher, dass sie gel\u00f6st werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir werden auch den \u00dcbergang zu nationalen W\u00e4hrungen f\u00fcr russische \nEnergielieferungen fortsetzen. Ich habe bereits ein solches Beispiel \nerw\u00e4hnt: Gazprom und seine chinesischen Partner haben beschlossen, bei \nder Bezahlung von Gaslieferungen zu gleichen Teilen auf Rubel und Yuan \numzustellen. Einige unserer europ\u00e4ischen Partner sind, wie Sie ebenfalls\n wissen, dazu \u00fcbergegangen, unser Gas in der russischen Landesw\u00e4hrung, \ndem Rubel, zu bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Verehrte Kollegen!<\/p>\n\n\n\n<p>Russland war und bleibt zweifellos einer der wichtigsten Akteure auf \ndem globalen Energiemarkt. Unser Hauptziel ist jedoch, dass der \nheimische Brennstoff- und Energiekomplex in erster Linie f\u00fcr die \nnationale Wirtschaft arbeitet, um ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu \nverbessern, die Lebensqualit\u00e4t unserer Regionen, St\u00e4dte und Gemeinden zu\n entwickeln und zu verbessern und die Lebensqualit\u00e4t unserer B\u00fcrger zu \nverbessern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer strategischer Bereich ist die Steigerung der \nVerarbeitung von Rohstoffen. Wir setzen bereits umfangreiche Pl\u00e4ne in \ndiesem Bereich um, darunter Projekte zur Entwicklung der \u00d6l- und \nGas-Chemie-Industrie im gro\u00dfen und kleinen Ma\u00dfstab im Fernen Osten. Die \nZahl dieser Projekte wird in den kommenden Jahren deutlich zunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Programm der sozialen Gasversorgung gewinnt an Schwung. Wir \nsprechen von H\u00e4usern in St\u00e4dten und D\u00f6rfern, in denen ein Gasnetz \nverf\u00fcgbar ist. Bis Anfang Oktober sind bereits mehr als 300.000 \nHaushalte an Gas angeschlossen worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig belasten die Kosten f\u00fcr Gasger\u00e4te und die Arbeiten auf \nden Grundst\u00fccken die Budgets der Familien erheblich, auch dar\u00fcber haben \nwir gesprochen. Dabei geht es vor allem um kinderreiche Familien, \nVeteranen, Menschen mit Behinderungen und Familien mit geringem \nEinkommen. Es ist unerl\u00e4sslich, ihnen zu helfen, wir tun das. Wovon \nreden wir hier? Ich fordere die Regionalregierungen auf, bed\u00fcrftigen \nB\u00fcrgern Zusch\u00fcsse f\u00fcr den Kauf von Gasanlagen und die damit verbundenen \nArbeiten auf den Grundst\u00fccken zu gew\u00e4hren. Die H\u00f6he einer solchen \nSubvention sollte nicht weniger als 100.000 Rubel (<em>aktuell knapp 2.000 Euro<\/em>) pro Anschluss betragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mir ist klar, dass die verschiedenen Regionen unterschiedliche \nM\u00f6glichkeiten in ihren Haushalten haben, so dass die Bereitstellung von \nSubventionen in Gebietsk\u00f6rperschaften mit geringer Steuerkapazit\u00e4t aus \nf\u00f6deralen Mitteln unterst\u00fctzt werden wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich fordere die Regierung auf, die Umsetzung dieser Ma\u00dfnahme zur \nUnterst\u00fctzung der B\u00fcrger zu \u00fcberwachen und zu pr\u00fcfen, ob hier weitere \nSchritte erforderlich sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt noch eine neue Entscheidung. Wir haben uns bereits darauf \ngeeinigt, Schulen in das Programm zur sozialen Gasversorgung \neinzubeziehen und sie an das Netz anzuschlie\u00dfen. Ich halte es f\u00fcr \nrichtig, dass die Regierung in naher Zukunft gemeinsam mit Gazprom eine \n\u00e4hnliche Entscheidung in Bezug auf Gesundheitseinrichtungen wie \nAmbulanzen, Krankenh\u00e4user und Erste-Hilfe-Stationen treffen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf diese Weise erhalten wichtige soziale Einrichtungen der Regionen \u2013\n medizinische Einrichtungen und Bildungseinrichtungen \u2013 eine Quelle \nbilliger und umweltfreundlicher Energie, was besonders f\u00fcr l\u00e4ndliche \nGebiete wichtig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts der neuen Antr\u00e4ge von B\u00fcrgern und der zunehmenden Zahl von\n Anlagen, die angeschlossen werden k\u00f6nnen, fordere ich die Regierung \nauf, das Programm zur sozialen Gasversorgung \u00fcber das Jahr 2022 hinaus \nzu verl\u00e4ngern.<\/p>\n\n\n\n<p>Und noch etwas. Trotz der schwierigen Wirtschaftslage und externer \nBeschr\u00e4nkungen wird die Kapazit\u00e4t des russischen Energiesystems weiter \nausgebaut. In diesem Jahr wurden Anlagen mit einer Gesamtkapazit\u00e4t von \nmehr als 2.000 Megawatt in Betrieb genommen und modernisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser systematische Ansatz erm\u00f6glicht es, die Strompreise in \nRussland auf dem niedrigsten Niveau in Europa zu halten. Ich m\u00f6chte Sie \ndaran erinnern, dass sie in der EU allein in diesem Jahr um ein \nVielfaches gestiegen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonderes Augenmerk sollte auf die Verbesserung der Zuverl\u00e4ssigkeit \ndes Stromnetzkomplexes gelegt werden. F\u00fcr die Regionen, in denen die \nLage am schwierigsten ist, wurden in diesem Jahr Sonderprogramme \nentwickelt, und ich fordere die Regierung auf, so schnell wie m\u00f6glich \nmit deren Umsetzung zu beginnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Freunde!<\/p>\n\n\n\n<p>Die globale Energiewirtschaft steht heute vor noch nie dagewesenen \nHerausforderungen und Problemen. Seit vielen, vielen Jahren wird die \nWeltgemeinschaft durch das kurzsichtige, fehlerhafte Handeln einiger \nwestlicher L\u00e4nder in diese Situation getrieben \u2013 das habe ich bereits \ngesagt und, wie ich denke, ziemlich \u00fcberzeugend.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Suche nach einem konstruktiven Ausweg aus dieser Situation sollte\n nat\u00fcrlich Gegenstand gr\u00fcndlicher, professioneller und entpolitisierter \nDiskussionen sein, auch auf Plattformen wie der Russischen Energiewoche.<\/p>\n\n\n\n<p>Lassen Sie mich wiederholen: Russland ist zu einer vertrauensvollen \nPartnerschaft im Energiesektor bereit, die der nachhaltigen Entwicklung \nunserer L\u00e4nder und einer zuverl\u00e4ssigen Versorgung mit bezahlbarer \nEnergie dient. Und wir wissen, dass die gro\u00dfe Mehrheit unserer Partner \nund L\u00e4nder auf der ganzen Welt diesen Ansatz teilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen eine erfolgreiche Arbeit und danke Ihnen f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielen Dank. Alles Gute!<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/putins-abrechnung-mit-energiepolitik-der-eu-im-o-ton\/\">https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/putins-abrechnung-mit-energiepolitik-der-eu-im-o-ton\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer wei\u00df, was heute in Frankreich los ist? Dass zum Beispiel die Mitarbeiter der Erd\u00f6lfirmen einen Generalstreik laufen haben, der inzwischen jede 3. Tankstelle in Frankreich lahm gelegt hat? 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