{"id":7869,"date":"2022-09-27T07:15:00","date_gmt":"2022-09-27T05:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=7869"},"modified":"2022-09-26T19:13:56","modified_gmt":"2022-09-26T17:13:56","slug":"wir-sollen-wir-den-krieg-in-der-ukraine-beurteilen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2022\/09\/27\/wir-sollen-wir-den-krieg-in-der-ukraine-beurteilen\/","title":{"rendered":"Wir sollen wir den Krieg in der Ukraine beurteilen?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Anhand von Logik und Tatsachen oder Selenskys Kriegspropaganda?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>von  <em>Dr. Hermann Hinsch<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich \u00fcbernehmen\nwir nicht Putins Behauptung, alles w\u00e4re nur eine \u201eMilit\u00e4rische\nSpezialoperation\u201c. Russland f\u00fchrt Krieg. Kann es aber so kommen,\nwie manche bef\u00fcrchten: \u201ePutin wird sofort gegen die NATO\nzuschlagen, wenn er sich hierzu stark genug f\u00fchlt (Arnold Vaatz,\nTichys Einblick 08\/2022).<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Dies Gef\u00fchl der St\u00e4rke\nwird bei Putin kaum aufkommen. Seine Armee wird nie so sein wie die\nRote Armee. Die konnte beliebige Verluste ersetzen, die Sowjetunion\nhatte fast doppelt so viele Einwohner wie heute Russland, und es gab\nnoch nicht den R\u00fcckgang der Bev\u00f6lkerungszahl. Als man hier in\nDeutschland noch originale russische Wochenzeitschriften bekam,\nkonnte man immer lesen, welche Sorgen der Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang\nmachte. Wie sollte man mit immer weniger Menschen das Riesenreich von\nK\u00f6nigsberg bis Wladiwostok zusammenhalten? Wenn russische Spinner\nvon einer russischen Herrschaft von Lissabon bis Wladiwostok\nschwafeln, muss man Schiller zitieren: \u201eLeicht wohnen beieinander\ndie Gedanken, doch hart im Raume sto\u00dfen sich die Sachen.\u201c \n<\/p>\n\n\n\n<p>Oder die\nWiederherstellung der Union der 15 Republiken? In besagten\nZeitschriften wurde regelm\u00e4\u00dfig geschrieben, wie froh man \u00fcber die\nAufl\u00f6sung der Union sein konnte. Zwischen den 15 Republiken gab es\neinen Finanzausgleich. Nur Russland und Aserbaidschan zahlten ein.\nWer war gr\u00f6\u00dfter Empf\u00e4nger? Die Ukraine.<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfe Eroberungen kann\nRussland bei seiner heutigen demographischen Situation nicht planen.\nPutin muss bedenken: Wird ein russischer Soldat get\u00f6tet, so war der\nsehr oft das einzige Kind seiner Eltern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz schlimm ist nach\nArnold Vaatz die tats\u00e4chliche oder geplante Unterdr\u00fcckung und\nzwangsweise Russifizierung des ukrainischen Volkes \u201ePutin h\u00e4tte\ndieses Land \u2026. annektiert, alles Ukrainische bis hin zur Sprache\nausgel\u00f6scht und aus ihm eine Kolonie des russischen \u201eHerrenvolkes\u201c\ngemacht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Was sind Ukrainer\n\u00fcberhaupt? Fr\u00fcher teile man Russland ein in Gro\u00dfrussland,\nWei\u00dfrussland und Kleinrussland. Auf dem Gebiet von Kleinrussland\nentstand das russische Volk. In Kiew residierten die ersten\nrussischen Gro\u00dff\u00fcrsten. Kiew gilt als die Mutter der im Osten\nsp\u00e4ter entstandenen St\u00e4dte. Die einzelnen Teile Russlands kamen\nalle f\u00fcr Jahrhunderte unter die Herrschaft verschiedener fremder\nM\u00e4chte und verloren den Kontakt untereinander. Da entstanden\nDialekte, die heute als Sprachen gelten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die heutige Situation\nin Wei\u00dfrussland ist eigentlich die gleiche wie in Kleinrussland,\njetzt Ukraine genannt. Nur hat man dort gen\u00fcgend wirkliche Probleme\nund die Frage nach der Sprache und Nation wurde ganz nach hinten\ngeschoben.<\/p>\n\n\n\n<p>In welchem Land wohnen\ndie Ukrainer, und wer hat dessen Grenzen festgelegt? Die Sowjetunion,\nund zwar sehr gro\u00dfz\u00fcgig. H\u00e4tten die Sowjets entschieden, die\nUkraine solle so weit reichen, wie die Bev\u00f6lkerung \u00fcberwiegend\nUkrainisch spricht, so w\u00e4re das Land kleiner.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Russen sehen sich\nnach Arnold Vaatz als \u201eHerrenvolk\u201c. Sie haben S\u00fcd-Ossetien und\nAbchasien geholfen, sich von der Herrschaft der Georgier zu befreien,\naber sie haben diese L\u00e4nder nicht annektiert und f\u00fchren sich dort\nnicht als \u201eHerrenmenschen\u201c auf. Das tun sie auch nicht gegen\u00fcber\nden V\u00f6lkern innerhalb Russlands. Das gr\u00f6\u00dfte dieser V\u00f6lker sind\ndie Tataren, die meist in und um Kasan leben, \u00fcber 5 Millionen\nMenschen. Tataren sind ein islamisches Turkvolk. Was machen die\nRussen mit denen? Sie leben mit ihnen in Frieden. Nie hat man von\nirgendwelchem \u00c4rger geh\u00f6rt. Die tatarische Sprache ist als\nAmtssprache zugelassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nein, als\n\u201eHerrenmenschen\u201c f\u00fchren sich die Ukrainer auf und unterdr\u00fccken\nalles Russische. Odessa liegt au\u00dferhalb des ukrainischen\nSprachgebiets. Die Menschen sprechen russisch. Fragt man in Bussen\nund Stra\u00dfenbahnen, wo man umsteigen oder aussteigen muss, wird einem\ndas vom Personal oder anderen Fahrg\u00e4sten freundlich erkl\u00e4rt,\nnat\u00fcrlich in russischer Sprache. Aber alle Hinweisschilder,\n\u00fcberhaupt s\u00e4mtliche \u00f6ffentlichen Informationen, sind in\nukrainischer Sprache, wie auch alle Lautsprecherdurchsagen. Das\nm\u00fcssen die B\u00fcrger der Stadt jeden Tag ertragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Odessa hat Schlimmeres\nerlebt. Was ich jetzt wiedergebe, ist nicht die russische Version,\nsondern stammt aus WIKIPEDIA, LTO (Legal Tribune Online) und anderen\nwestlichen Quellen. Die B\u00fcrger von Odessa hatten seit Mitte April\n2014 auf einem gro\u00dfen Platz (Kulikowo Polje) eine Dauer-Demo\neingerichtet gegen die zwangsweise Ukrainisierung. Ob als\nOrganisatoren oder nur Mitl\u00e4ufer, jedenfalls waren Anti-Maidan\/pro\nrussische Aktivisten dabei. Man hatte Zelte aufgebaut.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun fand am 02. Mai\n2014 in Odessa ein Fu\u00dfballspiel zwischen Tschernomorez Odessa und\nMetalist Charkiw statt. Letztere Stadt liegt im ukrainischen\nSprachgebiet, und von dort kamen etwa 2.000 Fans nach Odessa. Denen\nging es aber nur nebenher um Fu\u00dfball, vor allem wollten sie etwas\ngegen die russisch sprechenden B\u00fcrger von Odessa unternehmen. Sie\nmarschierten durch die Innenstadt, zeigten antirussische Plakate und\nbr\u00fcllten entsprechende Parolen. Die Leute der B\u00fcrgerdemo stellten\nsich ihnen entgegen. Von beiden Seiten wurde geschossen, bis zum\nAbend gab es 6 Tote. Gegen einen pro-ukrainischen Aktivisten wurden\nsp\u00e4ter Mordermittlungen durchgef\u00fchrt, weiter k\u00fcmmerten sich\nPolizei und Staatsanwaltschaft nicht um diese Stra\u00dfenschlacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Teilnehmer des\nB\u00fcrgerprotestes waren die Verlierer, sie zogen sich auf das\nZeltlager zur\u00fcck. Daraufhin griffen die pro-ukrainischen Fans das\nLager an und setzten die Zelte in Brand. Viele Leute der B\u00fcrgerdemo\nliefen in ein B\u00fcrohaus und glaubten sich dort sicher. Aber, nach\nukrainischer Version, ging das Geb\u00e4ude \u201eaus weiterhin nicht\ngekl\u00e4rten Umst\u00e4nden\u201c in Flammen auf. Im Feuer starben 32 Personen\nund weitere 10 verloren ihr Leben, als sie aus den Fenstern sprangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die\nPolizei griff nicht ein. Erst nachdem sich die Lage beruhigt hatte,\nwurden etwa 100 Teilnehmer der B\u00fcrgeraktion festgenommen, also der\nLeute, die gegen eine zwangsweise Ukrainisierung protestierten.\nKeiner der in die Stadt eingestr\u00f6mten pro-ukrainischen Aktivisten\nwurde festgenommen, denn diese h\u00e4tten gegen keine Gesetze versto\u00dfen\nund nur \u201ebewaffnete Terroristen\u201c, also die Teilnehmer der\nB\u00fcrgeraktion, bek\u00e4mpfen m\u00fcssen. So sagte es der Gouverneur des\nRegierungsbezirks Odessa.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings lie\u00df man\ndie Inhaftierten wieder frei, die meisten am 04. Mai. Einige blieben\njedoch 3 Jahre in Untersuchungshaft. Allein einer aus der\nanti-ukrainischen B\u00fcrgerdemo wurde zu 5 Jahren Gef\u00e4ngnis\nverurteilt. Er war jedoch rechtzeitig entwischt und konnte nur in\nAbwesenheit verurteilt werden. Trotz 42 Toten: Mordermittlungen\nwurden nicht aufgenommen und die pro-ukrainische Seite blieb von\nPolizei und Justiz v\u00f6llig verschont.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die\npro-ukrainischen Nationalisten war die ganze Aktion also ein voller\nErfolg, den russischsprachigen Stadttrotteln hatte man es mal so\nrichtig zeigen k\u00f6nnen! Wie kommt es dann, dass bisher nirgends eine\nsolche Aktion wiederholt wurde? Vermutlich, weil die Aktion im Westen\ngar nicht so gut ankam. Europarat und UN forderten die Ukraine auf,\nordentliche Ermittlungen durchzuf\u00fchren, was die Ukraine nie tat.\nAber die Kritik aus vielen L\u00e4ndern lie\u00df die ukrainische Regierung\ndoch nicht ganz unber\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das w\u00fcrde anders,\nsollte Selensky den Krieg gewinnen. Dann br\u00e4uchten die ukrainischen\nNationalisten auf niemanden mehr R\u00fccksicht zu nehmen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anhand von Logik und Tatsachen oder Selenskys Kriegspropaganda? von Dr. Hermann Hinsch Nat\u00fcrlich \u00fcbernehmen wir nicht Putins Behauptung, alles w\u00e4re nur eine \u201eMilit\u00e4rische Spezialoperation\u201c. Russland f\u00fchrt Krieg. Kann es aber so kommen, wie manche bef\u00fcrchten: \u201ePutin wird sofort gegen die NATO zuschlagen, wenn er sich hierzu stark genug f\u00fchlt (Arnold Vaatz, Tichys Einblick 08\/2022). 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