{"id":7617,"date":"2022-07-26T07:39:00","date_gmt":"2022-07-26T05:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=7617"},"modified":"2022-07-25T12:43:40","modified_gmt":"2022-07-25T10:43:40","slug":"evidenz-rund-um-corona-1-masken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2022\/07\/26\/evidenz-rund-um-corona-1-masken\/","title":{"rendered":"Evidenz rund um Corona: 1. Masken"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken \nwurde in den letzten zwei Jahren ein wesentlicher Teil einer \u201eneuen \nNormalit\u00e4t\u201c rund um Corona. \u2013 Eine Evaluation der medizinischen und \nsozialen Folgen dieser Intervention. Und ein Ausblick.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>In den letzten beiden Jahren wurden Masken f\u00fcr \nviele zu einem starken und vielschichtigen Symbol: Politik und Medien \nsetzten sie gleich mit Schutz der Mitb\u00fcrgerInnen, Solidarit\u00e4t, \nSelbstschutz und Verantwortung. Wer sie also nicht trug, galt als \nGef\u00e4hrder seiner selbst, seiner Mitmenschen und des \u00f6sterreichischen \nGesundheitssystems, manchmal nahezu als \u201eVolkssch\u00e4dling\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Masken wurden auch <strong>zu einer Bedingung erhoben<\/strong>,\n um am \u00f6ffentlichen Leben teilnehmen zu d\u00fcrfen, zum Beispiel um mit \n\u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, einzukaufen, ins Kino oder in \nein Konzert zu gehen. Viele Menschen mussten sie auch am Arbeitsplatz \nst\u00e4ndig tragen (Gesundheitswesen, Einzelhandel, \u00f6ffentlicher Verkehr, \nKinderbetreuung und Bildungseinrichtungen) \u2013 vielfach <strong>entgegen aller arbeitsmedizinischen Vorschriften<\/strong> zum Schutz der Arbeitenden (wie z.B. Recht auf Masken-Pausen, etc.).<\/p>\n\n\n\n<p>Man\n sollte davon ausgehen k\u00f6nnen, dass die WHO, unsere Regierung und die \nberatenden ExpertInnen derartige Empfehlungen und Anordnungen nur dann \nausgeben, wenn es daf\u00fcr gute und evidenzbasierte medizinische Gr\u00fcnde \ngibt. Und wenn der Nutzen sorgf\u00e4ltig gegen die Risiken abgewogen wurde. \nEs ist erschreckend, dass diese <strong>Evaluation und fundierte, umfassende Ermittlung und Abw\u00e4gung<\/strong> beim Thema Masken, genau wie bei vielen anderen Themen rund um SarsCoV2, <strong>nicht stattgefunden<\/strong> haben. Stattdessen h\u00f6rten wir, dass diese Ma\u00dfnahmen weltweit so umgesetzt w\u00fcrden, was uns als Begr\u00fcndung gen\u00fcgen sollte.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Reality Check Nr. 1: Weltweite Maskenpflicht?<\/h4>\n\n\n\n<p>Wie sieht die Realit\u00e4t in Sachen Maskenpflicht in unterschiedlichen L\u00e4ndern tats\u00e4chlich aus?<br><br>\u00d6sterreich und Deutschland sind bisher&nbsp;<strong>die einzigen europ\u00e4ischen L\u00e4nder<\/strong>,\n die eine allgemeine FFP2-Maskenpflicht ausgerufen haben. Schweden, \nD\u00e4nemark und Norwegen hatten insbesondere im ersten Jahr der \nCorona-Pandemie gar keine Maskenpflicht, sporadische Maskenempfehlungen \nund Schweden z.B. eine Masken-Compliance zwischen 2% und 9%. Compliance \ndefiniert sich in diesem Zusammenhang als Prozentsatz der Bev\u00f6lkerung, \nder au\u00dferhalb des Wohnbereichs immer Maske tr\u00e4gt. In \u00d6sterreich betrug \ndie Compliance im Vergleich dazu 55 %.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Auch etliche amerikanische Bundesstaaten hatten keine Maskenpflicht, darunter Florida, Georgia und South Dakota.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><br>\u00d6sterreich bildet also&nbsp;<strong>weltweit eher die Ausnahme als die Regel<\/strong>, wenn es darum geht besonders teure, ressourcen-verbrauchende und trotzdem nur m\u00e4\u00dfig effektive Masken anzuordnen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Reality Check Nr. 2: Was haben die Masken gebracht?<\/h4>\n\n\n\n<p>2019\n kam die WHO in einer gro\u00dfen Metaanalyse zum Nutzen von Masken (Stoff \noder chirurgisch) zur Verh\u00fctung von grippalen Infekten zum Schluss, dass\n sie&nbsp;<strong>keinen wesentlichen Schutz<\/strong>&nbsp;bieten\n (1). Es gab in den letzten 2 Jahren \u2013 aber auch schon davor \u2013 diverse \nStudien, die den fehlenden Nutzen von Stoff-, OP- und FFP2-Masken \nbelegen. Eine Auswahl guter Studien dazu finden Sie im Anhang zum \nNachlesen (2,3,4,5).<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig\n gibt es auch Studien, die einen Nutzen bei der Verwendung von Masken \u2013 \nund insbesondere FFP2-Masken \u2013 zeigen. In den uns vorliegenden Studien \nstie\u00dfen wir allerdings auf diverse gravierende Fehlannahmen (z.B. Effekt\n von Masken bei gleichzeitigen anderen Ma\u00dfnahmen oder Verl\u00e4ufen \nau\u00dferhalb der Grippesaison, etc.), was sie somit wenig aussagekr\u00e4ftig \nmacht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir\n wissen alle, dass das Ergebnis einer Studie auch davon abh\u00e4ngt, was man\n jeweils nachweisen WILL. Unbestreitbar sind hingegen die&nbsp;<strong>Beobachtungen in der realen Welt<\/strong>. Sie lassen sich nicht durch ein Studiendesign beeinflussen und auch nicht wegdiskutieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Betrachtet man\u00a0<strong>Zahlen aus dem \u201eechten Leben\u201c<\/strong>,  n\u00e4mlich die Erkrankungs-, Intensivpflege- und Sterbef\u00e4lle an und mit  Corona im europ\u00e4ischen Vergleich, dann fallen folgende Dinge auf:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/xn--gesundheit-sterreich-ebc.at\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/illu_europeancases.png\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>1.\n \u00dcber die 2,5 Jahre hinweg waren in L\u00e4ndern mit Maskenpflicht die \nErkrankungszahlen an SarsCoV2 nicht niedriger \u2013 und insbesondere auch \nnicht in L\u00e4ndern mit FFP2-Maskenpflicht (siehe Grafik).<\/p>\n\n\n\n<p>2.\n Intensivpflegef\u00e4lle durch oder mit SarsCoV 2 waren nicht weniger in \nL\u00e4ndern mit Maskenpflicht \u2013 und auch nicht mit FFP2-Maskenpflicht.<\/p>\n\n\n\n<p>3.\n Verstorbene an oder mit COVID-19 (ermittelt in Relation zur \nBev\u00f6lkerungszahl) waren ebenfalls nicht weniger in L\u00e4ndern mit \nMaskenpflicht \u2013 und auch nicht mit FFP2-Maskenpflicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie kann es dann sein, dass WHO und Regierungen trotzdem Masken empfohlen haben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir\n wissen es nicht und finden dazu auch keine belastbare medizinische \nBegr\u00fcndung. M\u00f6glicherweise wollte man den Menschen einfach etwas in die \nHand geben, damit sie sich gegen\u00fcber Corona nicht v\u00f6llig hilflos \nf\u00fchlten. Und Mund-Nasen-Schutz erschien vielen eine einleuchtende \nMa\u00dfnahme zur Eind\u00e4mmung des Virus.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zusammenhang mit der WHO berichtet die renommierte&nbsp;<strong>britische Medizinjournalistin<\/strong>&nbsp;Deborah\n Cohen dazu Folgendes: \u201eUns wurde von mehreren Quellen mitgeteilt: Das \nWHO-Komitee, welches die wissenschaftliche Evidenz bzgl. Masken \nevaluierte, unterst\u00fctzte die Empfehlung nicht. Stattdessen kam die \nEmpfehlung aufgrund von&nbsp;<strong>politischem Lobbyismus<\/strong>&nbsp;zustande. Dieser Punkt wurde der WHO vorgelegt und diese hat ihn nicht bestritten.\u201c (6)<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Reality-Check 3: N\u00fctzt\u2019s nix, so schadet\u2019s nix?<\/h4>\n\n\n\n<p>Die WHO gibt in einem ihrer Berichte (7) zur \nMaskennutzung bei COVID-19 diverse Nebenwirkungen des Maskentragens zu: \ndarunter Kopfschmerzen, Hautausschl\u00e4ge im Gesicht, erh\u00f6htes \nAnsteckungsrisiko durch Viren in den Masken und ein falsches \nSicherheitsgef\u00fchl.<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 In verschiedenen Studien wurde die \ngesundheitsgef\u00e4hrdende Erh\u00f6hung der CO2-Konzentration in der Atemluft \u2013 \nallgemein durch das Tragen von Masken, aber ganz massiv von FFP2-Masken \u2013\n aufgezeigt. (8) Dieser Effekt ist bei Kindern noch deutlich h\u00f6her und \nbelastender als bei Erwachsenen. (9)<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Eine deutsche Studie mit 1.000 TeilnehmerInnen weist schwere psychosoziale Konsequenzen durch das Tragen von Masken nach. (10)<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Das Hamburger Umweltinstitut fand \u201epro Tag bis\n zu 2.000 Mikrofasern, die teils mit der Atemluft in die Lungen \ngelangen.\u201c (11) Es existieren auch bereits Studien, die diese \nPlastikfasern im Lungengewebe zeigen. (12)<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Die Auswirkungen auf die psychosoziale und \nsprachliche Entwicklung von Kindern sind aus unserer heutigen Sicht noch\n schwer zu beziffern. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie \nebenfalls gravierend sind.<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Insgesamt wurden bereits seit 2020 mehr als \n250 Studien zu k\u00f6rperlichen, psychischen und sozialen Nebenwirkungen \ndurch Tragen von Mund-Nasenschutzmasken publiziert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was nun?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund eindeutiger Evidenz l\u00e4sst sich also \nsagen, dass (FFP2-) Masken im Alltag erstens l\u00e4ngst nicht die \nSchutzwirkung haben, die offiziell vermittelt wurde. Und dass sie \nzweitens sogar der Gesundheit schaden k\u00f6nnen. Ganz besonders ausgepr\u00e4gt \nsind diese Effekte bei Kindern. Diese Tatsachen m\u00fcssen den Menschen \nverst\u00e4ndlich und ehrlich vermittelt werden, damit sie f\u00fcr sich \u2013 und \ngegebenenfalls f\u00fcr ihre Kinder \u2013 die Entscheidung treffen k\u00f6nnen, ob sie\n im Einzelfall eine Maske tragen wollen oder nicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit tragen viele Menschen noch immer Masken,\n oftmals sogar im Freien, sehr wahrscheinlich in der irrigen Annahme \nsich selbst oder andere dadurch zu sch\u00fctzen. Diese Menschen brauchen aus\n unserer Sicht besondere Aufmerksamkeit, um sich von der vermeintlichen \nSicherheit durch die Maske wieder l\u00f6sen zu k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein staatlich verordneter Maskenzwang ist aufgrund der klaren Evidenz der letzten Jahre jedenfalls konsequent abzulehnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1 World Health Organization. (\u200e2019)\u200e. \nNon-pharmaceutical public health measures for mitigating the risk and \nimpact of epidemic and pandemic influenza: annex: report of systematic \nliterature reviews. World Health Organization. \nhttps:\/\/apps.who.int\/iris\/handle\/10665\/329439. License: CC BY-NC-SA 3.0 \nIGO<\/p>\n\n\n\n<p>2 Effectiveness of Adding a Mask Recommendation \nto Other Public Health Measures to Prevent SARS-CoV-2 Infection in \nDanish Mask Wearers &#8211; A Randomized Controlled Trial, Henning Bundgaard, \nDMSc , Johan Skov Bundgaard, BSc, et al. \u2013 Annals of Internal Medicine. \nRandomisierte Studie aus D\u00e4nemark mit 6000 Teilnehmer*innen \u2013 November \n2020 https:\/\/www.acpjournals.org\/doi\/10.7326\/M20-6817<\/p>\n\n\n\n<p>3 Review vom Oxford Centre f\u00fcr Evidenz-Basierte \nMedizin (July 2020) \u2013 Kein Hinweis auf Effektivit\u00e4t von Masken bzgl. \nAnsteckung oder \u00dcbertragung. \nhttps:\/\/www.cebm.net\/covid-19\/masking-lack-of-evidence-with-politics\/<\/p>\n\n\n\n<p>4 Damian D. Guerra, Daniel J. Guerra. Mask \nmandate and use efficacy for COVID-19 containment in US States. \nInternational Research Journal of Public Health, 2021; 5:55. DOI: \n10.28933\/irjph-2021-08-1005 \u2013 Kein Unterschied bzgl. Fallzahlen in den \nUSA mit oder ohne Masken. (August 2021)<\/p>\n\n\n\n<p>5 Cochrane Review \u2013 November 2020 \u2013 Kein \nwesentlicher Hinweis auf Nutzen von Masken &#8211; Do physical measures such \nas hand-washing or wearing masks stop or slow down the spread of \nrespiratory viruses? Jefferson T, Del Mar CB, Dooley L, et al. &#8211; \nhttps:\/\/www.cochrane.org\/CD006207\/ARI_do-physical-measures-such-hand-washing-or-wearing-masks-stop-or-slow-down-spread-respiratory-viruses<\/p>\n\n\n\n<p>6 \nhttps:\/\/archive.ph\/20201205224307\/https:\/\/twitter.com\/deb_cohen\/status\/1282244773030633473#selection-4233.0-4270.1\n (Abfrage 16.6.2022)<\/p>\n\n\n\n<p>7 WHO-Bericht \u2013 unter anderem zu Nebenwirkungen \ndes Tragens von Masken im Zusammenhang mit COVID-19 (v.a. Seite 6) \nhttps:\/\/www.who.int\/publications\/i\/item\/advice-on-the-use-of-masks-in-the-community-during-home-care-and-in-healthcare-settings-in-the-context-of-the-novel-coronavirus-(2019-ncov)-outbreak\n (Abfrage 16.6.2022)<\/p>\n\n\n\n<p>8 Inhaled CO2-concentration while wearing face masks: a pilot study using capnography. Authors Cecilia Acuti Martellucci* et al<\/p>\n\n\n\n<p>9 Wallach H. et al, (2022) Carbon dioxide rises \nbeyond acceptable safety levels in children under nose and mouth \ncovering: Results of an experimental measurement study in healthy \nchildren, Environmental Research<\/p>\n\n\n\n<p>10 Prousa, D. (2020). Studie zu psychischen und \npsychovegetativen Beschwerden mit den aktuellen \nMund-Nasenschutz-Verordnungen. PsychArchives. \nhttps:\/\/doi.org\/10.23668\/PSYCHARCHIVES.3135<\/p>\n\n\n\n<p>11 Frankfurter Rundschau \u2013 Corona-Masken: Wie \nSie gesundheitssch\u00e4dliches Mikroplastik vermeiden k\u00f6nnen. Erstellt \n3.2.2021, Aktualisiert 4.2.2021<\/p>\n\n\n\n<p>12 Jenner C. Lauren, (2022) et al Detection of microplastic in human lung-tissue using uFTIR-spectroscopy<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Der Artikel ist zuerst erschienen bei <a href=\"https:\/\/gesundheit-\u00f6sterreich.at\/evidenz\/masken\/\">https:\/\/gesundheit-\u00f6sterreich.at\/evidenz\/masken\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdruck mit freundlicher Genehmigung von<\/p>\n\n\n\n<p>Gesundheit f\u00fcr \u00d6sterreich<br>\nLandstrasser Hauptstrasse 1A\/Ebene 7\/Top 9<br>\n1030 Wien <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken wurde in den letzten zwei Jahren ein wesentlicher Teil einer \u201eneuen Normalit\u00e4t\u201c rund um Corona. \u2013 Eine Evaluation der medizinischen und sozialen Folgen dieser Intervention. Und ein Ausblick. 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