{"id":6999,"date":"2021-12-12T07:59:00","date_gmt":"2021-12-12T06:59:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=6999"},"modified":"2021-12-09T18:01:29","modified_gmt":"2021-12-09T17:01:29","slug":"mediziner-und-wissenschaftler-sammeln-sich-impfpflicht-unhaltbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2021\/12\/12\/mediziner-und-wissenschaftler-sammeln-sich-impfpflicht-unhaltbar\/","title":{"rendered":"Mediziner und Wissenschaftler sammeln sich: Impfpflicht \u201eunhaltbar\u201d."},"content":{"rendered":"\n<p>Die von Bef\u00fcrwortern einer allgemeinen Impfpflicht vertretene \nAuffassung, dass die kollektive Impfung in der gegenw\u00e4rtigen Situation \nalternativlos sei, ist nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand\n unhaltbar. <!--more-->Es gibt keine den \u00fcblichen Standards folgenden \nwissenschaftlichen Daten, die belegen, dass die Impfung f\u00fcr jede \nB\u00fcrgerin, jeden B\u00fcrger unabh\u00e4ngig von Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen\n oder anderen Faktoren mehr Nutzen als Schaden stiftet. Weder liegen \nhierzu die \u00fcblicherweise in Zulassungsverfahren geforderten Daten aus \nrandomisierten kontrollierten Studien noch aus epidemiologischen \nKohorten mit hinreichender Qualit\u00e4t vor. F\u00fcr gro\u00dfe Gruppen der \nBev\u00f6lkerung gibt es \u00fcberhaupt keine Evidenz f\u00fcr einen Nutzen, z.B. f\u00fcr \ngesunde Kinder und junge Erwachsene oder f\u00fcr Schwangere im ersten \nDrittel der Schwangerschaft. Dagegen ist ein Schaden nicht \nauszuschlie\u00dfen, sondern ist mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sogar \nanzunehmen. Solche Gruppen zur Impfung zu n\u00f6tigen, hei\u00dft von ihnen zu \nfordern, dass sie eine K\u00f6rperverletzung hinnehmen. Die Frage, ob eine \nImpfung f\u00fcr eine konkrete Person sinnvoll ist oder nicht, verbleibt eine\n individuelle Entscheidung, die ggfs. nach R\u00fccksprache mit einer \u00c4rztin\/\n Arzt des Vertrauens von jeder B\u00fcrgerin und jedem B\u00fcrger, bzw. von \nEltern in eigener Verantwortung beantwortet werden muss. Die immer \nwieder postulierte \u201eNotlage\u201c ist hypothetisch und muss nach fast zwei \nJahren in einem der bestentwickelten Gesundheitssysteme der Welt als \nunrealistisch betrachtet werden. Die scheinbare Begr\u00fcndung einer solchen\n Notlage durch mathematische Modelle f\u00fchrt in die Irre. Sofern trotz der\n in Deutschland verf\u00fcgbaren Kapazit\u00e4ten Versorgungsprobleme auftreten, \nist vielmehr nach der politischen und organisatorischen Verantwortung zu\n fragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Staat fehlt nach dem Vorgesagten jegliche wissenschaftliche, \nrechtliche und ethische Legitimation, sich \u00fcber den Willen von \nB\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern hinwegzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der allgemeinen Impfpflicht wird die Impfpflicht f\u00fcr bestimmte \nBerufsgruppen wie Krankenhauspersonal, Besch\u00e4ftigte in der Pflege etc. \nunter dem Gesichtspunkt eines erh\u00f6hten Schutzbedarfs vulnerabler Gruppen\n diskutiert. Die bisherigen Erfahrungen in der Bundesrepublik zeigen, \ndass nach einer gewissen Einschwingzeit am Anfang der Pandemie die \nprofessionelle Hygiene dieser Berufsgruppen ausreichend ist, Ausbr\u00fcche \nweitestgehend zu verhindern. Eine generelle Impfpflicht in diesen \nBerufsgruppen muss somit als unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig angesehen werden, auch \nund gerade vor dem Hintergrund einer Infizierbarkeit durch Geimpfte. Ein\n konsequenter Infektionsschutz erfordert bei entsprechender epidemischer\n Lage die Testung des Personals unabh\u00e4ngig von dessen Immunstatus, womit\n der Zusatznutzen der Impfung fraglich wird und eine Impfpflicht nicht \ngerechtfertigt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in dieser Situation hat der Staat nicht das Recht, die \nindividuelle Entscheidung \u00fcber die Impfung vorzuschreiben, da es \nniederschwellige Ma\u00dfnahmen gibt, die den gleichen Zweck erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>\n<strong>Unterzeichner<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Dr. Karl-Heinz J\u00f6ckel, Essen<br>\nProf. Dr. Ulrich Keil, M\u00fcnster<br>\nDr. Angela Spelsberg, Aachen<br>\nProf. Dr. Andreas Schnepf, T\u00fcbingen<br>\nProf. Dr. Michael Esfeld, Lausanne<br>\nProf. Dr. Paul Cullen, M\u00fcnster<br>\nProf. Dr. Bernhard M\u00fcller, Melbourne<br>\nProf. Dr. Boris Kotchoubey, T\u00fcbingen<br>\nProf. Dr. Tobias Unruh, Erlangen<br>\nDr. Sandra Kostner, Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd<br>\nDr. Ren\u00e9 Kegelmann, Stuttgart<br>\nPD Dr. Stefan Luft, Bremen<br>\nProf. Dr. Harald Schwaetzer, Biberach<br>\nProf. Dr. Andreas Brenner, Basel<br>\nProf. Dr. Wolfram Sch\u00fcffel, Marburg<br>\nProf. Dr. Anke Steppuhn, Stuttgart<br>\nProf. Dr. Saskia Hekker, Heidelberg<br>\nJun.-Prof. Dr. Alexandra Eberhardt, Paderborn<br>\nDr. Henning N\u00f6renberg, Malm\u00f6<br>\nPD Dr. Axel Bernd Kunze, Bonn<br>\nProf. Dr. Henrieke Stahl, Trier<br>\nDr. Jens Schwachtje, N\u00fcrtingen<br>\nProf. Dr. Christin Werner, Dresden<br>\nProf. Dr. Ole D\u00f6ring, Berlin<br>\nDr. Christian Lehmann, M\u00fcnchen<br>\nProf. Dr. Thomas S\u00f6ren Hoffmann, Hagen<br>\nProf. Dr. Stefan Homburg, Hannover<br>\nProf. Dr. Salvatore Lavecchia, Udine<br>\nProf. Dr. Steffen Roth, La Rochelle und Vilnius<br>\nDr. Jan Dochhorn, Durham<br>\nProf. Dr. G\u00fcnter Roth, M\u00fcnchen<br>\nDr. Hans-J\u00f6rg Ulmer, Leinfelden-Echterdingen<br>\nProf. em. Dr. Stephan Rist, Bern<br>\nProf. Dr. Wolfgang St\u00f6lzle, Bazenheid<br>\nPD Dr. Rainer Klement, Schweinfurt<br>\nDr. Matthias Burchardt, K\u00f6ln<br>\nProf. Dr. Eberhard G\u00f6pel, Bielefeld<br>\nProf. Dr. Sven Hildebrandt, Dresden<br>\nDr. Justine B\u00fcchler, Dresden<br>\nProf. Dr. Martin Winkler, Winterthur<br>\nDr. Agnes Imhof, Erlangen<br>\nProf. Dr. Viktoria D\u00e4schlein-Gessner, Bochum<br>\nProf. Dr. J\u00f6rg Matysik, Leipzig<br>\nDr. Christian M\u00e9zes, Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd<br>\nDr. Mohamed Mahde Saleh, Bonn<br>\nProf. Dr. Alexander Blankenagel, Berlin<br>\nDr. Dana Sindermann, St. Gallen<br>\nProf. Dr. Gerald Dyker, Bochum<br>\nProf. Dr. Pietro Corvaja, Udine<br>\nProf. Dr. Klaus Morawetz, M\u00fcnster<br>\nProf. Kerstin Behnke, Weimar<br>\nProf. Dr. Christina Zenk, Trossingen<br>\nProf. Dr. Friedrich R\u00f6pke, Heidelberg<br>\nProf. Dr. Hardy Bouillon, Trier<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die von Bef\u00fcrwortern einer allgemeinen Impfpflicht vertretene Auffassung, dass die kollektive Impfung in der gegenw\u00e4rtigen Situation alternativlos sei, ist nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand unhaltbar. 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