{"id":6693,"date":"2021-10-20T09:07:00","date_gmt":"2021-10-20T07:07:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=6693"},"modified":"2021-10-20T08:38:09","modified_gmt":"2021-10-20T06:38:09","slug":"menschliche-naehe-unerwuenscht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2021\/10\/20\/menschliche-naehe-unerwuenscht\/","title":{"rendered":"Menschliche N\u00e4he unerw\u00fcnscht!"},"content":{"rendered":"\n<p>Nur mal als Anmerkung rund um die Aufregung um die sprech- und sprachunf\u00e4hige Tussi der gr\u00fcnen Jugend, die sich schon in Hasselegien ergibt, wenn sie nur nach ihrer Herkunft gefragt wird.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>&#8222;Sind Sie Neger?&#8220; &#8211; gut, braucht man nicht fragen, sieht man. Aber darf man Fragen nach der Herkunft stellen oder danach, ob jemand schwul ist? Zwar ist gro\u00dfe Aufregung vorprogrammiert, wenn man letztere Frage stellt, denn so was darf man nicht fragen. Im Gegensatz dazu ist man aber gezwungen, sich in allen m\u00f6glichen Situationen die Zwangsbelehrung &#8222;ich bin schwul&#8220; gefallen lassen zu m\u00fcssen. Fragen NEIN &#8211; ungefragte Antworten aufdr\u00e4ngen JA.<\/p>\n\n\n\n<p>Spitze in der Beziehung ein schon \u00e4lterer Beitrag in der ZEIT, in der sich eine Jungspundin rassistisch verfolgt f\u00fchlte, weil es jemand gewagt hatte, sich dazu auszulassen, dass sie trotz ihres nicht-arischen Aussehens (eher ost-asiatisch) perfektes Deutsch spricht. Die Frage &#8222;sind Sie hier geboren?&#8220; war dann schon rassistisch. Die unerbetene Antwort auf eine nicht gestellte Frage vermutlich nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Was dabei vollkommen \u00fcbersehen wird: Fragen das Private betreffend werden erst dann gestellt, wenn man sich f\u00fcr die Person n\u00e4her interessiert, also in eine \u00fcber das Gesch\u00e4ftliche hinaus gehende menschliche Beziehung treten will. Glatzen w\u00fcrden nicht fragen, sondern gleich mit &#8222;Schlitzauge&#8220;, &#8222;Nigger&#8220; oder anderen Parolen auftreten. Fragen zeigen, dass man sich f\u00fcr den Gegen\u00fcber interessiert. Das ist heute nicht mehr gewollt. Das ist das, was hinter der Aufregung steht. Diese Leute sind in ihrer Pers\u00f6nlichkeitsstruktur derart amselig und haben einen derartigen Minderwertigkeitskomplex, dass sie pers\u00f6nliche Ann\u00e4herung fremder f\u00fcrchten wie die Pest.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberkompensiert werden die durchaus berechtigten Minderwertigkeitskomplexe durch ein Bestehen darauf, in keiner Gruppe auftauchen zu wollen. Man darf nicht mehr &#8222;Guten Tag, liebe Kollegen&#8220; sagen. Das f\u00fchrt zu einem sofortigen Shitstorm. Man muss heute jede Randgruppe einzeln begr\u00fc\u00dfen, wie hier ein Ageordneter der AfD in einer Landtagssitzung drastisch, aber nach heutigem Geschmack v\u00f6llig korrekt, vorf\u00fchrt:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\nhttps:\/\/www.youtube.com\/watch?v=QTsbRIWbJfo\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Nein, man ist kein Kollege, man ist ein schwuler Kollege, ein oberschwuler Kollege, ein bin\u00e4rer Kollege, ein &#8230; &#8211; aber wehe, es fragt einer pers\u00f6nlich, was man nun wirklich ist. Das w\u00e4re pers\u00f6nlich und damit rassistisch und rechts. <\/p>\n\n\n\n<p>Muss man darauf eingehen? Oder geht es auch mit der Begr\u00fc\u00dfung &#8222;Ich hei\u00dfe Herbert und wie geht deine Hose auf?&#8220;? Oder sollte man den Leuten einfach mal was auf&#8217;s Maul hauen und hinterher behaupten, man f\u00fchle sich als Abrissbirne und sehe \u00fcberall nur Ruinen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur mal als Anmerkung rund um die Aufregung um die sprech- und sprachunf\u00e4hige Tussi der gr\u00fcnen Jugend, die sich schon in Hasselegien ergibt, wenn sie nur nach ihrer Herkunft gefragt wird. 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