{"id":653,"date":"2016-09-11T10:52:50","date_gmt":"2016-09-11T08:52:50","guid":{"rendered":"http:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=653"},"modified":"2016-09-11T10:52:50","modified_gmt":"2016-09-11T08:52:50","slug":"waehlen-die-linke-oder-afd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2016\/09\/11\/waehlen-die-linke-oder-afd\/","title":{"rendered":"W\u00e4hlen: Die Linke oder AfD ?"},"content":{"rendered":"<p>Angesichts dieser Fagestellung wird vermutlich spontan die Eingebung &#8222;der spinnt!&#8220;, wenn nicht gar Schnappathmung hervorgerufen. Aber sie ist durchaus berechtigt.<!--more--><\/p>\n<p>Wenn man einmal von Adolf und seiner Entourage absieht, waren die Positionen von Sozialisten und Nationalsozialisten gar nicht so weit voneinander entfernt. Nationalsozialisten haben anfangs eben den nationalen Gesichtspunkt des Sozialismus verfolgt. Und wer abwinkt und an die SA denkt: solche Schl\u00e4gertruppen geh\u00f6rten seinerzeit zur Ausstattung aller Parteien und sind auch heute noch in Form der Antifa vorhanden. Wenn die Polizei mit Westen mit der Aufschrift &#8222;Konfliktberater&#8220; auftritt, statt das Gewaltmonopol durchzusetzen, und anschlie\u00dfend die Gerichte ebenfalls mehr als milde mit den Krawallmachern verfahren, d\u00fcrfte dies zu einem nicht geringen Teil damit zu tun haben, dass Parteien aus dem pseudolinke Spektrum unauff\u00e4llig an der Grenze zum Fragw\u00fcrdigen die Hand \u00fcber ihre Schl\u00e4gertruppe halten.<\/p>\n<p>Schaut man sich das derzeitige und immer noch zunehmende Chaos, das die internationalen Sozialisten veranstalten an, stellt sich durchaus die berechtigte Frage, ob man den nationalen Gesichtspunkt nicht doch st\u00e4rker bei der Wahlentscheidung beachten sollte, und da sind wir wieder bei der Fragestellung.<\/p>\n<p>Die so genannten etablierten Parteien sind nicht mehr w\u00e4hlbar, au\u00dfer man schaltet das Gehirn aus. Wahlslogans wie &#8222;Kurs halten!&#8220;, &#8222;Aus Liebe zur Region&#8220;, &#8222;Mit uns voran!&#8220; oder &#8222;Liberale Positionen st\u00e4rken&#8220; sind nun mal, so lange man auch dar\u00fcber nachdenkt, kein Wahlprogramm, das auf die Bed\u00fcrfnisse der W\u00e4hler eingeht. Da m\u00fcsste man schon Themen aufgreifen, die von der AfD im Gro\u00dfen und von der Die Linke eher lokal vertreten werden. Was dann passiert, kann man derzeit an der CSU beobachten, die versucht, Themen pragmatisch aufzugreifen und postwendend von gr\u00f6\u00dferen Teilen der Presse in die rechte Ecke bis hin zu &#8222;das sind rechtsextreme Positionen&#8220; gestellt wird.<\/p>\n<p>Man sollte als W\u00e4hler genau darauf schauen, was die Parteien jeweils vertreten. L\u00e4uft alles eigentlich zufriedenstellend? Dann vielleicht sogar ein &#8222;weiter so&#8220;. Sabotieren die Parteien aber auch schon mal die Vorstellungen der B\u00fcrger bis hin zur Aushebelung der Mitbestimmung durch B\u00fcrgerentscheide? Dann weg mit ihnen. Die Linke kann man \u00fcberregional nicht w\u00e4hlen, wenn man das internationale Chaos nicht in den Griff bekommen will, aber lokal vertreten sie nicht selten das, was die B\u00fcrger eigentlich wollen und wo sich wenig Widerspruch hebt. Die AfD bleibt lokal bislang noch oft recht farblos. Die Wahlentscheidung kann also durchaus darin bestehen, bei lokalen Wahlen ggf. Die Linke zu w\u00e4hlen und bei gro\u00dfen Wahlen die AfD (Hauptsache, Merkel kommt weg). Strategisch ist dieser Widerspruch gar nicht einmal so unklug, hat doch jeder, der sich auf einer Ebene st\u00e4rker durchsetzt, auf einer anderen seinen d\u00e4mpfenden Gegenspieler.<\/p>\n<p>Also, liebe Mitb\u00fcrger, wer beispielsweise kosteneffizient mit Energie versorgt oder sein Auto m\u00f6glichst g\u00fcnstig versichern will, f\u00fcr den ist eine regelm\u00e4\u00dfige Wechseloption von Versorger oder Versicherer bereits Normalit\u00e4t. Warum sollte das nicht auch f\u00fcr das Wahlverhalten gelten? Warum SPD oder CDU w\u00e4hlen, wenn jemand anderes gerade etwas Besseres im Angebot hat? Und in ein paar Jahren kann\u00a0 man ja erneut wechseln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts dieser Fagestellung wird vermutlich spontan die Eingebung &#8222;der spinnt!&#8220;, wenn nicht gar Schnappathmung hervorgerufen. Aber sie ist durchaus berechtigt. 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