{"id":643,"date":"2016-09-05T08:32:45","date_gmt":"2016-09-05T06:32:45","guid":{"rendered":"http:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=643"},"modified":"2016-09-05T08:32:45","modified_gmt":"2016-09-05T06:32:45","slug":"und-die-aussage-wo-bleibt-die-aussage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2016\/09\/05\/und-die-aussage-wo-bleibt-die-aussage\/","title":{"rendered":"Und die Aussage ? Wo bleibt die Aussage ?"},"content":{"rendered":"<p>Wer seinen Asterix gelesen hat, wei\u00df, worauf die Titelzeile abhebt. Und genau sie ist das Problem, vor dem die so genannten etablierten Parteien derzeit stehen.<!--more--><\/p>\n<p>Wenn man sich die Wahlparolen anschaut, st\u00f6\u00dft man auf flotte, aber v\u00f6llig sinnleere Spr\u00fcche wie<\/p>\n<blockquote><p>&#8230; aus Liebe zur Region &#8230;<\/p>\n<p>&#8230; weiter mit Kompetenz &#8230;<\/p>\n<p>&#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p>oder auch esotherisch anmutende Programmpunkte wie<\/p>\n<blockquote><p>&#8230; sozialvertr\u00e4gliche Windenergie &#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p>was immer das auch bedeuten mag. Was soll der W\u00e4hler damit anfangen ? Welche Motivation soll daraus resultieren, eine Partei zu w\u00e4hlen ?<\/p>\n<p>Zugegeben, es ist auch nicht ganz einfach. Vieles, wor\u00fcber sich in den Parlamenten, Kreistagen und Stadtr\u00e4ten zeitraubende Saalschlachten geliefert werden, k\u00f6nnte auch von einer effizienten Verwaltung ohne diesen Aufwand erledigt werden. Wenn man sich aber immer mehr Kompetenzen auf der Detailebene zuschustert, geht der Blick f\u00fcr die gro\u00dfen Aufgaben leicht verloren, und entsprechend sinkt die M\u00f6glichkeit, mit tats\u00e4chlichen Leistungen aufzuwarten. Im gro\u00dfen Bereich versinkt obendrein viel zu viel in einem Sumpf, den der B\u00fcrger je nach Landschaft als Korruption oder Kl\u00fcngel oder sonst was empfindet und der seinen W\u00fcnschen widerspricht. Die Politiker wissen das und meiden solche Themen im Wahlkampf konsequenter als der Moslem das J\u00e4gerschnitzel. Und f\u00fcr die Zukunft hat man nat\u00fcrlich auch kaum gro\u00dfe Programmpunkte, weil auf die Wunden bereits die AfD den Finger gelegt hat (da kann man ja schlecht in eine \u00e4hnliche Richtung marschieren) und beim \u00fcblichen Politikeralltag ohnehin keine Zeit zum Nachdenken bleibt (von 8 Stunden am Tag: 1 dar\u00fcber nachdenken, wie man dem politischen Gegner ans Bein pinkeln kann, 7 daf\u00fcr sorgen, dass man von dessen Pisse nicht getroffen wird).<\/p>\n<p>Mehr als der politische Alltag bleibt derzeit auch f\u00fcr den Gegner AfD, der tats\u00e4chlich mal mit Sachthemen aufwartet (und zwar, wenn man genau hinschaut, bei weitem nicht nur mit dem Ausl\u00e4nderproblem und dem Islam; aber darauf wird die Diskussion von Politik und Medien gerne begrenzt), nicht \u00fcbrig: man setzt sich nicht damit auseinander, sondern versucht weiterhin, mit den Vokabeln &#8222;rechtsextrem&#8220;, &#8222;populistisch&#8220; oder &#8222;ausl\u00e4nderfeindlich&#8220; zu punkten. Dass man damit inzwischen mehr als 20% der aktiven W\u00e4hler und vermutlich auch fast alle Nichtw\u00e4hler nur noch beschimpft und verunglimpft, weil sie &#8222;nicht die richtige Partei w\u00e4hlen&#8220;, geht den Strategen anscheinend immer noch nicht auf.<\/p>\n<p>Die politische Ideologie, die strenger durchgehalten wird als das t\u00fcrkische Machotum, n\u00e4mlich grunds\u00e4tzlich nichts gut zu hei\u00dfen, was der Gegner vorbringt, so berechtigt das auch sein mag, verbietet anscheinend auch jede Realit\u00e4tswahrnehmung. Es kommen nicht mehr so viele Fl\u00fcchtlinge &#8211; Problem behoben, so der Tenor. Dass beispielsweise in St\u00e4dten wie Wetzlar oder Limburg (in denen war ich k\u00fcrzlich) in einem mehr oder weniger gro\u00dfen Umkreis um den Bahnhof Multikulti out ist und sich Monokulti durchgesetzt hat, wird schlicht ausgeklammert. Monokulti in dem Sinn, dass dort ausschlie\u00dflich Ausl\u00e4nder anzutreffen sind und die deutsche Sprache auf der Stra\u00dfe nicht mehr zu h\u00f6ren ist. Integration ? Wieso denn ? Selbst Ausl\u00e4nder, die vorgeblich hier bleiben und arbeiten wollen, sprechen in Interviews selbst nach zwei Jahren Aufenthalt nach wie vor kein Wort Deutsch, und warum sollten sie auch einen Schritt in eine Kultur machen, die sich widerspruchslos alles gefallen l\u00e4sst und diese Feigheit obendrein noch als &#8222;freiheitliche Einstellung&#8220; verkauft ? Wenn alles an der Realit\u00e4t vorbei nur noch sch\u00f6ngeredet wird, weil es die politische Ideologie zu verlangt, muss man sich nicht wundern, wenn der B\u00fcrger, der die Missst\u00e4nde inzwischen oft hautnah erlebt, etwas anderes als die &#8222;richtige Partei&#8220; w\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Zum Sch\u00f6nreden z\u00e4hlt auch &#8222;der Islam geh\u00f6rt zu Deutschland&#8220; und das hofieren von Islamvertretern. Christliche Kinder werden i.d.R. getauft und nehmen an Kommunion oder Konfirmation teil, k\u00e4men aber nie auf die Idee, ihren Glauben mit der Faust zu vertreten &#8211; islamische Jugendlich werden hingegen so streng konditioniert, dass sie i.d.R. bereit sind, einem Kritiker ohne Bedenken ein Messer in den Bauch zu jagen, weil der den so genannten Propheten (Liebhaber minderj\u00e4hriger M\u00e4dchen) beleidigt hat. Sorry, aber so etwas geh\u00f6rt NICHT zu Deutschland. Sch\u00f6nreden gen\u00fcgt nicht mehr, wenn immer mehr B\u00fcrger unangenehme Erfahrungen sammeln m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Zum Verdruss tr\u00e4gt sicher auch &#8222;eine Aussage ist keine Aussage ist keine Aussage&#8220; bei, gl\u00e4nzend demonstriert von Frau Merkel mit ihrer Distanzierung von der Bundestagsresolution bez\u00fcglich des V\u00f6lkermords an den Armeniern. In der T\u00fcrkei wird das Kotau vor Edogan gefeiert, hier werden von Politik und Medien s\u00e4mtliche verf\u00fcgbaren Spitzfindigkeiten aufgeboten, um das zu verschleiern. Nur n\u00fctzt das nichts. Kein normal denkender B\u00fcrger wird sich auf dialektische Spielchen einlassen, sondern die Regierungsaussage so verstehen wie die T\u00fcrken. Gesetzlich ist man verpflichtet, den Staatsorganen Achtung zu erweisen, und nat\u00fcrlich wird das jeder tun. Allerdings sollte Frau Merkel aufpassen, dass sich die Achtung gegen\u00fcber ihrer Regierung bei weiteren solchen Handlungen nicht irgendwann auf dem Achrungsniveau bewegt, das man einem P\u00e4dophilen entgegen bringt.<\/p>\n<p>Was sich im Gro\u00dfen ereignet, findet nat\u00fcrlich auch t\u00e4glich im Kleinen statt. &#8222;Man k\u00f6nnte meinen, die Wiese ist gr\u00fcn.&#8220; &#8211; &#8222;Sie halten diese Wiese also f\u00fcr gr\u00fcn.&#8220; &#8211; &#8222;Das habe ich nicht gesagt!&#8220; &#8211; dieses uns\u00e4gliche Rumgeeiere um den hei\u00dfen Brei wird immer unertr\u00e4glicher f\u00fcr den B\u00fcrger. In den letzten Jahren hat er das durch Wahlabstinenz honoriert &#8211; nun gibt es in Form der AfD, deren Vertreter in Diskussionen regelm\u00e4\u00dfig andere Politiker und Medienvertreter argumentativ an die Wand nageln und mit Sachargumenten operieren, ein anderes Ventil. Dagegen halten kann von den etablierten Parteien derzeit niemand, wenn man mal von der CSU und den Linken absieht, wo noch rethorisch versierte Leute mit einer Meinung zu finden sind. Zu lange haben sich die Parteibonzen von CDU und SPD bem\u00fcht, Nachwuchs klein zu halten, und sich selbst verschlissen, w\u00e4hrend bei den Gr\u00fcnen Intelligenz und Sachverstand noch nie gro\u00df in Mode waren. Die n\u00e4chsten Wahlen d\u00fcrfen damit durchaus interessant werden. Wenn die Wahlbeteiligung steigt, d\u00fcrfte die AfD gute Chancen haben, die st\u00e4rkste Partei in den Parlamenten zu werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer seinen Asterix gelesen hat, wei\u00df, worauf die Titelzeile abhebt. Und genau sie ist das Problem, vor dem die so genannten etablierten Parteien derzeit stehen. 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