{"id":6368,"date":"2021-07-22T09:02:20","date_gmt":"2021-07-22T07:02:20","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=6368"},"modified":"2021-07-22T09:02:22","modified_gmt":"2021-07-22T07:02:22","slug":"gedanken-zum-pcr-test","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2021\/07\/22\/gedanken-zum-pcr-test\/","title":{"rendered":"Gedanken zum PCR-Test"},"content":{"rendered":"\n<p>alpha-, beta-, lambda usw. Variante! Jede infekti\u00f6ser und t\u00f6dlicher als die vorherige. Dazu ein Gedicht:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Wie stellt man das fest?\nMit dem Peh-Zeh-Err-Test!<\/pre>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Aber was kann der wirklich? F\u00fcr den ersten Teil stellen wir uns einen im Radio beliebten Quiz vor: ein paar Takte eines Songs werden gespielt und der Kandidat muss den Titel, den S\u00e4nger, den Vornamen der Mutter des S\u00e4ngers, wie viele Freunde sie hatte und einiges andere raten, je nachdem ob es sich um die 50\u20ac oder die 50.000\u20ac-Frage handelt. So \u00e4hnlich funktioniert der PCR-Test (und der Schnelltest).<\/p>\n\n\n\n<p>Man muss aber dazu sagen, dass es hier nicht um einen 3-Minuten-Song, sondern eher um eine komplette Sinfonie geht. Da wird das Raten aus ein paar Takten schwierig, weil andere Komponisten zwangsweise die gleichen Regeln f\u00fcr Harmonie usw. befolgen und auf die gleichen Tonfolgen kommen und obendrein vielleicht auch schon mal bewusst oder unbewusst etwas vom Kollegen kopieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Das gilt auch f\u00fcr den PCR-Test: selbst Drosten hat in seiner Anleitung, einsehbar auf den RKI-Seiten, so genannte Kreuzreaktionen mit anderen Spezies zugegeben. Neben dem Corona-Virus liefert der Test auch mit Influenza- und einigen anderen Viren, einigen grundverschiedenen Bakterienst\u00e4mmen, die auch h\u00e4ufig mit dem Menschen zusammen leben, und selbst einigen Pilzen positive Ergebnisse. Auch im Erbgut des Menschen scheint es Sequenzen zu geben, die positive Tests ergeben, die aber \u00e4u\u00dferst selten aktiviert werden und auch nur dann im Test zu finden sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Zudem wird das Material aufbereitet: &#8222;Oh, Wiener Philharmoniker unter Daniel Barenboim, dann ist das &#8230;&#8220; &#8211; Nee, so einfach machen wir es nicht. Da werden die Takte analysiert, die Noten herausgepickt und dann spielt jemand die Ton f\u00fcr Ton auf dem Klavier vor. Wer will das &#8230;-ping-ping-pong-ping-&#8230; eindeutig auf Anhieb von \u2026-ping-ping-pung-ping-\u2026 unterscheiden? Kapiert? Im PCR-Test ist nicht zu erkennen, von welchem Orchester (Virus, Bakterie, Pilz, &#8230;) das Bruchst\u00fcck gespielt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Das St\u00fcck darf aber auch nicht zu lang sein und es gibt auch andere Regeln. Beispielsweise muss es genau 3 Takte nach einer Viertelpause beginnen (die Polymerase-Reaktion des PCR-Tests erfordert auch solche Nebenbedingungen). Damit es nun \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist, das St\u00fcck richtig zu erkennen, werden mehrere Taktfolgen aus verschiedenen Stellen vorgegeben. Folge 1 gibt es in Beethovens 5. und Bruckners 2., Folge 2 in Brahms 1. und Sch\u00f6bergs &#8230; ne, der nicht, der ist zu schr\u00e4g, sagen wir Tschaikovskis  1 und Bruckners 2., (da wird Bruckner schon wahrscheinlicher), Folge 3 bei Haydn, Mozart und Bruckner &#8211; Bingo! War wohl Bruckner.<\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich sollte der Test so laufen. 3 oder mindestens 2 Takte, um sicher zu gehen. Beim PCR-Test ist aber aus der Praxis verb\u00fcrgt, dass gro\u00dfenteils sogar nur ein Takt vermessen wurde. K\u00f6nnte also Corona oder Pneumokokkus oder Aspergillus oder .. gewesen sein, also sagen wir mal Corona.<\/p>\n\n\n\n<p>An der Stelle m\u00fcssen wir zur Verst\u00e4rkung kommen, also der Frage, wo das Klavier steht, das die Noten abklimpert. Direkt neben uns oder in 200 m Entfernung im Wald? Bei letzterem hei\u00dft es vermutlich &#8222;LAUTER!&#8220;, damit man die T\u00f6ne unterscheiden kann, aber wenn dann noch ein lauter Bach dazwischen klingt, wird es schwierig. Also wird es verst\u00e4rkt, bis man etwas erkennt. Beim PCR-Test ist das einfach: die Probe wird einem Temperaturzyklus unterworfen. In einer Phase liegen alle DNA-Str\u00e4nge einzeln vor und werden zu Doppelstr\u00e4ngen kopiert, in der zweiten Phase wird durch eine entsprechende Temperatur daf\u00fcr gesorgt, dass diese wieder zu Einzelstr\u00e4ngen auseinander fallen und das Spiel kann von vorne beginnen. Bei jedem Durchlauf wird so die Anzahl der Str\u00e4nge verdoppelt. Dazwischen wird versucht, kurze Testabschnitte, die einen Farbstoff tragen, an die Einzelstr\u00e4nge zu binden. Machen das gen\u00fcgend viele, kann man ein Farbsignal erkennen. Abgebrochen wird, sobald das erste Farbsignal auftaucht oder eine H\u00f6chstanzahl von Zyklen durchlaufen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Man muss sich das so vorstellen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Ist tats\u00e4chlich ein Virus in der Probe, starten man mit 1 Mio RNA-Str\u00e4ngen (die zu DNA umkopiert werden m\u00fcssen; DNA war oben kein Versehen). Nach ca. 20 Runden sieht man das Farbsignal &#8211; Bingo!<\/li><li>War das einzelnes (kaputtes?) Corona-Virus, ein Bakterium, ein Pilz, ein anderes Virus oder was auch immer, hat man einen RNA- oder DNA-Strang in der Probe (kann beides sein, kann man nicht unterscheiden). Jetzt braucht man bereits 10 Runden, um auf den Startwert 1 Mio. zu kommen, mit dem die Viren losgelegt haben. Nach weiteren 20 Runden, also ingesamt 30, kommt das Farbsignal. Aussagekraft: NULL. Was aber niemanden interessiert. Das sind die 98% False-Positives.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es Grauzonen, weil alles nicht so einfach l\u00e4uft. Weshalb selbst die WHO empfiehlt: wenn die Melodie richtig geraten wurde, sollte man zur Sicherheit die Sinfonie einmal abspielen. Im Medizin-Sprech: gibt es auch Krankheitssymptome? Mach nat\u00fcrlich keiner. Bei 20 Runden k\u00f6nnte man etwas finden, bei 30 Runden wird man ziemlich definitiv nichts mehr finden. Statt Bruckners 2. hat man aus Versehen Arnold Sch\u00f6nbergs 1. Kammersinfonie geraten und bekommt beim Abh\u00f6ren Ohrenkrebs (-> bei youtube ausprobieren, ist so). <\/p>\n\n\n\n<p>Nun kommen noch die Mutanten hinzu. Viren mutieren. Aber nach festen Regeln. Das Meiste darf n\u00e4mlich nicht mutieren, sonst funktioniert&#8217;s nicht mehr. Wenn man ein Auto baut, w\u00e4re es fatal, wenn der Schraubenhersteller statt 6 mm &#8211; Schrauben pl\u00f6tzlich 7 mm liefert, ohne dass man das dem Mutternhersteller gesagt hat, oder vom metrischen auf z\u00f6lliges Gewinde umstellt. OK, man kann die Kiste andere lackieren, aber sonst bitte nichts anfassen! Das gilt auch f\u00fcr Viren. Da wird etwas anders lackiert in der Hoffnung, dass das Immunsystem drauf reinf\u00e4llt und sagt &#8222;von der Farbe eher ein BMW als ein VW, k\u00f6nnen wir durchlassen&#8220;. Die Viren bringen sogar eigenes Werkzeug mit, um speziell nur die Sequenzen, die gewisserma\u00dfen die Farbe repr\u00e4sentieren, umzuspritzen. Die AGI im RKI hat bereits im Fr\u00fchjahr dieses Jahres 1.300 Varianten dieser Art gefunden. <\/p>\n\n\n\n<p>Das kann man aber nur mit einer Komplettanalyse erkennen, nicht mit einem PCR-Test. Die ist wesentlich aufw\u00e4ndiger und dauert einige Zeit, da man die komplette RNA Base f\u00fcr Base auseinander nehmen muss (beschreibe ich jetzt mal nicht, findet man im Internet; gewisserma\u00dfen h\u00f6ren die sich die komplette Sinfonie an, um hinterher sagen zu k\u00f6nnen: &#8222;Barenboim mit den Wienern hat den 4., 12. und 24. Takte aber anders gespielt als Bernstein mit den Berlinern&#8220;). So findet man dann auch die &#8222;gef\u00e4hrlichen&#8220; Varianten, zu denen man aber auch die klinischen Symptome kennen muss, damit man wei\u00df, dass sie gef\u00e4hrlich sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Auf diese ver\u00e4nderlichen Sequenzen setzt man sich mit dem PCR-Test nat\u00fcrlich nicht drauf. Das w\u00fcrde n\u00e4mlich dazu f\u00fchren, dass die alfa-Variante erkannt wird, die lambda-Variante aber gar kein Signal liefert. Die k\u00f6nnte man nur wesentlich aufw\u00e4ndiger im Speziallabor erkennen. Man k\u00f6nnte nat\u00fcrlich spezielle Marker entwickeln, die gezielt alfa oder lambda unterscheiden. Das kann man sogar recht schnell. Allerdings w\u00e4ren die nur kurz im Einsatz. Im Auto-Jargon: in diesem Jahr sind die Modefarben schmutzig-grau und popel-gelb, im n\u00e4chsten Jahr lila-gep\u00fcrscht und lindwurm-gr\u00fcn. Die Marker von diesem Jahr kann man dann wegwerfen, weil keiner mehr so ein Auto f\u00e4hrt, und die roten und blauen Autos obendrein in beiden Saisons nicht erkennen).<\/p>\n\n\n\n<p>Kann nat\u00fcrlich sein, dass das so l\u00e4uft. Was die Kosten\/Test nat\u00fcrlich weiter in schwindelnde H\u00f6he treibt. Ich bin allerdings eher der Ansicht, dass es sich bei dem, was der laute Bach \u00fcber die Varianten so fl\u00fcstert, <strong>um schlichten Betrug handelt, um die Panik hochzutreiben<\/strong>. Die Variante gibt es, weil die Viecher halt so sind, sie ist vielleicht auch mal in Indien im Speziallabor durch Komplettanalyse festgestellt worden, aber was hier als Variante ausgegeben wird, beruht auf dem ohnehin schon in betr\u00fcgerischer Weise und ohne Anh\u00f6ren der Gesamtsinfonie durchgef\u00fchrten Standardtest und der <strong>Rest mit den nachgewiesenen Varianten ist schlicht und einfach Betrug<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>alpha-, beta-, lambda usw. Variante! Jede infekti\u00f6ser und t\u00f6dlicher als die vorherige. Dazu ein Gedicht: Wie stellt man das fest? Mit dem Peh-Zeh-Err-Test! 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