{"id":618,"date":"2016-08-20T08:15:29","date_gmt":"2016-08-20T06:15:29","guid":{"rendered":"http:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=618"},"modified":"2016-08-20T08:15:29","modified_gmt":"2016-08-20T06:15:29","slug":"windoofs-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2016\/08\/20\/windoofs-10\/","title":{"rendered":"Windoofs 10"},"content":{"rendered":"<p>Die Firma KleinWeich hat ja bekanntlich ihr Betriebssystem Windows von Version 8 direkt auf Version 10 hochgestuft. Warum eigentlich?<\/p>\n<p>Wenn man sich die letzen Versionen anschaut, <!--more-->stellt man fest, dass sich eigentlich nicht viel ge\u00e4ndert hat. Wenn man genauer hinschaut, stellt man aber fest, dass Sicherheitsfunktionen selbst f\u00fcr Fachleute kaum noch zug\u00e4nglich sind. Konnte man in Version 7 noch das eine oder andere einstellen, findet man in Version 10 noch nicht einmal mehr den Men\u00fcpunkt, um sich zu informieren. Oder wenn doch, dann auf Umwegen, auf die selbst der Windows 8 &#8211; Fachmann nicht so schnell kommt. Der normale Nutzer hat anscheinend in seinen Sicherheitseinstellungen nichts mehr zu suchen. MicroSoft entscheidet, was f\u00fcr den Nutzer sicher ist.<\/p>\n<p>Und da k\u00f6nnen einem schon Bedenken kommen, wenn man sich beispielsweise den Bereich &#8222;E-Mail-Verschl\u00fcsselung&#8220; anschaut. Es existieren zwei Schemata &#8211; PGP und X.509 &#8211; um Mails zu verschl\u00fcsseln oder zu signieren. MS hat seit dem Erscheinen von PGP X.509 in seiner Software unterst\u00fctzt (und PGP von vornherein sabotiert), also seit ca. 20 Jahren. In Outlook-Express konnte der normale Interner-Nutzer, wenn er sich denn aufraffte, Zertifikate installieren und ihre Anwendung konfigurieren. Mit Windows 10 hat sich das ge\u00e4ndert: der vorinstallierte Mailer erlaubt zwar ebenfalls die Installation von Zertifikaten (auf dubiosen Umwegen, auf die man so schnell nicht kommt), l\u00e4sst eine Verschl\u00fcsselung aber dann und nur dann zu, wenn ein MicroSoft-E-Mail-Server verwendet wird. Ist man bei der telekom, ist das Feature deaktiviert.<\/p>\n<p>Warum das so ist, dar\u00fcber l\u00e4sst sich nur spekulieren, wobei die Logik f\u00fcr Fachleute allerdings ziemlich zwingend ist. Das Mailserver-Modell, unter dem Verschl\u00fcsselung m\u00f6glich ist, macht dann und nur dann wirklich Sinn, wenn die Mails auf dem Server (sprich bei MicroSoft) im Klartext lesbar sind. F\u00fcr die Einrichtung eines solchen Kontos bietet die Software Shortcuts an. Das kann nat\u00fcrlich eine hilfreiche Vorinstallation sein, aber wenn man nicht ganz d\u00e4mlich ist, macht so etwas in Verbindung mit anderen Einstellungen nur dann Sinn, wenn mit einem MicroSoft-Server auch noch ganz andere Protokolle abgewickelt werden als POP\/IMAP oder SMTP das erfordern. Es spricht einiges daf\u00fcr, dass sich MicroSoft die Zertifikate nebst Schl\u00fcsseln auf den Server zieht, um &#8222;einen optimalen Dienst&#8220; anbieten zu k\u00f6nnen (und zwar nicht dem Kunden).<\/p>\n<p>Wenn das so korrekt ist, und ich verwette den Arsch der Bundeskanzlerin darauf, dass das so stimmt, dann macht Verschl\u00fcsselung mit MS-Systemen keinen Sinn, denn MS und NSA kommen problemlos an die Mails.<\/p>\n<p>Nun kann man unter Windows 10 auch alte Versionen von Outlook Express installieren und damit doch verschl\u00fcsseln. Aber: Outlook Express wird nicht mehr gewartet, d.h. man installiert alte Software. Und schlimmer noch: mit dem n\u00e4chsten Software-Update, also meist automatisch, wird Outlook wieder entfernt und auf den Standard-Mailer umgeschaltet. Wer Outlook verwendet, darf die alte Software somit regelm\u00e4\u00dfig neu installieren.<\/p>\n<p>MicroSoft tut offensichtlich ziemlich viel, um an die Daten der Kunden zu gelangen. Das scheint ziemliche Ausma\u00dfe zu haben: mir sind IT-Dienstleister bekannt, die bei ihren kommerziellen Kunden Windows 10 nicht einsetzen (und auch davon abraten), weil bekannt ist, dass merkw\u00fcrdige Datenstr\u00f6me in Richtung MicroSoft laufen, die nirgendwo dokumentiert sind und \u00fcber die man keine auskunft erh\u00e4lt. Es scheint fast so, als sei MicroSoft von Marvel aufgekauft worden, die den Konzern streng nach US-Fantasie vom Schurken zum Superschurken umbauen.<\/p>\n<p>Windows-Nutzern kann man eigentlich nur empfehlen, auf MS-Standardanwendungen so weit wie m\u00f6glich zu verzichten. Statt des MS-Browsers beispielsweise Firefox einzusetzen und statt des MS-Mailprogramms Thunderbird. In Thunderbird stehen alle Funktionen zur Verschl\u00fcsselung unabh\u00e4ngig vom MS-System zur Verf\u00fcgung. Noch besser w\u00e4re es allerdings, eine zweite Festplatte zu installieren (oder eine zweite Partition anzulegen), auf der Linux als Betriebssystem installiert wird. Wichtige Sachen kann man auf der Linux-Partition unterbringen, anderes, worauf man nicht verzichten m\u00f6chte oder kann (wie Spiele), k\u00f6nnen bei Windows bleiben. Bei knapp 40 \u20ac f\u00fcr eine 1 TB-Platte sollte das doch irgendwie m\u00f6glich sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Firma KleinWeich hat ja bekanntlich ihr Betriebssystem Windows von Version 8 direkt auf Version 10 hochgestuft. Warum eigentlich? 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