{"id":5976,"date":"2021-02-26T08:51:00","date_gmt":"2021-02-26T07:51:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=5976"},"modified":"2021-02-25T08:51:42","modified_gmt":"2021-02-25T07:51:42","slug":"die-sache-mit-den-hilfsgeldern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2021\/02\/26\/die-sache-mit-den-hilfsgeldern\/","title":{"rendered":"Die Sache mit den Hilfsgeldern"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Gewerbetreibenden bekommen ja so genannte Corona-Hilfen. Oder sollten sie bekommen. Nat\u00fcrlich weitgehend unb\u00fcrokratisch. Bei manchen kommt anscheinend etwas an, bei vielen anderen aber nicht oder so wenig, dass der Verwaltungsaufwand h\u00f6her ist. Das hat im Gegensatz zu den Regerungsbehauptungen Methode.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Unb\u00fcrokratie hat bereits die erste H\u00fcrde in den Lockdown-Updates. Die kommen inzwischen im 3-Wochen-Abstand, was vielleicht ausreicht, sich gigantische Bu\u00dfgelder auszudenken, aber nicht um die notwendigen Formulare zur Verf\u00fcgung zu stellen. Wenn die endlich da sind, ist schon ein erheblicher Zeitraum f\u00fcr die Antragsstellung verstrichen, und hat der eifrige Gewerbetreibende die endlich ausgestellt, stellt er m\u00f6glicherweise fest, dass der Sachbearbeiten im Home-Office ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie das Home-Office im \u00f6ffentlichen Dienst abl\u00e4uft, ist nicht ganz einfach festzustellen. Telefonisch erreichbar sind die Leute jedenfalls nicht, Emails lesen sie auch nicht, da regelm\u00e4\u00dfig nach R\u00fcckkehr ins B\u00fcro bei telefonischen Anfragen geantwortet wird, man m\u00fcsse erst mal die Emails aufarbeiten. Da die Papierunterlagen auch in den Amtsstuben bleiben, sind die nat\u00fcrlich ebenfalls nicht bearbeitet worden. Stellt sich dann bei der Bearbeitung heraus, dass ein Formular fehlt, ist der Antrag unvollst\u00e4ndig, die Frist abgelaufen und er wird abgelehnt. Nach diversen Schilderungen ein anscheinend allt\u00e4glicher Vorgang, nichts auszuzahlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer doch etwas bekommt, bekommt h\u00e4ufig ein Abschlagszahlung (oder vielleicht ist das auch schon die berechnete Hilfe). Nach diversen Unterbietungswettbewerben liegt der Minimalbetrag solcher Auszahlungen inzwischen bei 9,76 \u20ac als Monatshilfe f\u00fcr einen Friseurbetrieb. Das ist kein Schreibfehler und ich habe nichts vergessen. Ein Foto des Bescheids wurde im Internet gepostet. F\u00fcr die, die mehr bekommen, ist das Mehr auch nicht selten relativ. Einem Unternehmer, der Hilfen im oberen 4-stelligen Bereich bekommen sollte, empfahl sein Steuerberater, besser zu verzichten, denn unter Umst\u00e4nden st\u00fcnde er f\u00fcr den kompletten Betrag, von dem f\u00fcr ihn selbst weniger als 800 \u20ac \u00fcbrig bliebe, gerade. Auch im letzten Jahr entpuppte sich die eine oder andere Hilfe als r\u00fcckzahlbarer Kredit, warum nicht auch jetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Woher der enorme Auszahlungswillensverlust von Oben nach Unten? Meine Meinung: der Staat ist bereits pleite und kann gar nichts auszahlen. Bei dem, was er noch hat, entscheidet er sich eher f\u00fcr die Funktionstr\u00e4ger des Ausstands: ob im Home-Office oder nicht, Staatsdienst werden bevorzugt bedient, Sonderzulagen eingeschlossen, der Rest muss sehen, wo er bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Was noch relativ trivial ist: der Staat bekommt von den down gelockten Unternehmen keine Steuern. Das Geld fehlt schon mal. H\u00f6rt sich trivial an, ist es aber nicht: Unternehmer zahlen Abschl\u00e4ge auf die m\u00f6glichen Gewinne als Steuervorauszahlungen. Bei down gelockten Unternehmen haben die Steuerberater nicht nur die Steuervorauszahlungen abgeblockt, es werden noch R\u00fcckzahlungen f\u00e4llig. Klartext: die Vorauszahlungen f\u00fcr 2021 bleiben aus, die geleisteten Vorauszahlungen f\u00fcr 2020 werden zu\u00fcck gefordert. War ja kein zu versteuernder Gewinn vorhanden. K\u00e4me die Sache noch 2021 wieder in Schwung, wird erst 2022 abgerechnet und mit den ersten neuen Vorauszahlungen ist fr\u00fchestens 2023 zu rechnen. 1 Jahr Lockdown &#8211; fehlende Einnahmen f\u00fcr 3 Jahre, die zu \u00fcberbr\u00fccken sind. Und wenn die Innenst\u00e4dte ausgestorben bleiben, kommt gerade f\u00fcr die Kommunen auch dann nichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Also m\u00fcssen die Gelder irgendwie als Kredite aufgenommen werden. Leider ist ein Umweg notwendig, denn direkt auszahlen darf die EZB nicht. Der notwendige Umweg besteht in der Ausgabe von &#8222;Wertpapieren&#8220; , die jemand kauft und daf\u00fcr Geld auf den Tisch legt und zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt allerh\u00f6chstderoselbigen Papiere als Sicherheit hinterlegt, um neues Geld zu erhalten &#8211; irgendwann eben von der Notenbank, die die Sicherheit akzeptiert, und zwar als Sicherheit zum aktuellen Kurs, was mehr sein kann als das, was daf\u00fcr mal bezahlt wurde. Durch verschiedene Tricks hat sich die Geldmenge so bereits vor 25 Jahren zu verselbst\u00e4ndigt, dass mehr als das 10-fache dessen als Spielgeld durch die Welt vagabundierte als durch die Wirtschaft gedeckt war. <\/p>\n\n\n\n<p>Ist mehr Geld im Umlauf als durch die Wertsch\u00f6pfungskette an Werten erzeugt wird, ist es weniger wert, d.h. Inflation. Seit geraumer Zeit sind die Geldkreisl\u00e4ufe &#8211; der kleine in der Wertsch\u00f6pfungskette und der gro\u00dfe im Spielgeldbereich &#8211; weitgehend voneinander getrennt, weshalb die Inflation sich nur langsam durchsetzt. Auch ein Bill Gates kann immer nur mit einer 50m-Yacht herumfahren und nur ein gro\u00dfes Steak essen, d.h. die Milliard\u00e4re haben nur die Chance, zu spielen, aber keine wirkliche, mit zu viel Geld in die Wertsch\u00f6pfungskette einzugreifen. Ab und zu geht das trotzdem schief: siehe Bankenkrise von 2007. <\/p>\n\n\n\n<p>Die h\u00e4tten also tats\u00e4chlich formal das Geld, dass der Staat braucht. Aber es geht um Kontrolle. Die Staaten sind ohnehin schon \u00fcber beide Ohren verschuldet und die Finanzelite Eigent\u00fcmer von vielem. Zudem haben sie verstanden, sich mit dem Geld anderer unabh\u00e4ngig zu machen. Wer Aktien hat, kann bei der Unternehmenspolitik mitreden. Aktien werden aber gar nicht mehr direkt gehalten, sondern fr\u00fcher im Girosammeldepot, heute in Fonds. Stimmrechte werden von den Haltern ausge\u00fcbt, im Klartext: du kaufst eine Aktie, die im Fonds landet und der Fondsmanager stimmt in der Aktion\u00e4rsversammlung ab, ohne die eigentlichen Eigent\u00fcmer zu fragen. Damit haben sich die Fondsemittenden die Macht \u00fcber die Unternehmen mit dem Geld anderer Leute gesichert. Um die Kontrolle abzusichern, erh\u00e4lt der Staat kein Geld.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn es den Leuten schlecht geht, verkaufen sie ihre Anteile. Mit dem vielen Spielgeld rentiert es sich f\u00fcr die Finanzelite aber mehr, die eigenen Aktien zur\u00fcck zu kaufen als neue Kredite an die Staaten zu vergeben, die irgendwann platzen. Damit wird die letzte formale Mitsprachem\u00f6glichkeit ausgehebelt, denn Kredite k\u00f6nnen platzen, aber so lange das Unternehmen nicht liquidiert wird, besitzen Aktien einen Zukunftswert. Also erh\u00e4lt der Staat kein Geld.<\/p>\n\n\n\n<p>Bl\u00f6dsinn? Wenn es Bl\u00f6dsinn w\u00e4re, warum steigen dann die Aktienkurse mitten in der schlimmsten Wirtschaftskrise weiter an? <\/p>\n\n\n\n<p>Der Staat erh\u00e4lt folglich nur so viele Kredite, dass das System nicht vorzeitig kollabiert, und das ist zu wenig, um tats\u00e4chlich alle Versprechungen auszahlen zu k\u00f6nnen. Folglich schauen die Unternehmen und andere in die R\u00f6hre.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Und die Unternehmen? Viel zu sp\u00e4t fangen nun einige an, sich zu wehren<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/113595-genug-mit-lockdown-klagewelle-haendler\/\">https:\/\/de.rt.com\/inland\/113595-genug-mit-lockdown-klagewelle-haendler\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>RT nennt hier genau die, die flei\u00dfig bei den Lockdown-Wellen an vorderster Front die Panik mitgemacht haben. Andere wie Maredo, Douglas usw. sind schon in Insolvenz gegangen und ein paar der verbliebenen merkt, wohin der Hase l\u00e4uft. Vielleicht zu sp\u00e4t, denn die v\u00f6llig korrupte Justiz oberhalb der ersten Gerichtsebene h\u00e4lt weiter stramm zu Merkel. Wenn man die NS-Justiz und die DDR-Justiz als Unrechtsregime angeprangert hat, kann man im Moment merken, wie tief die Justiz wirklich abst\u00fcrzen kann. Die BRD-Justiz ist bereits heute auf einem Niveau, f\u00fcr das man selbst im NS-Staat und der DDR erst mal nach vergleichbaren F\u00e4llen suchen muss. &#8222;<em>Der Kl\u00e4ger macht auf verst\u00e4ndliche Weise klar, dass Masken keinen Nutzen haben und auf der Gegenseite Sch\u00e4den verursachen &#8230;. Die Maskenverpflichtung der Regierung ist rechtm\u00e4\u00dfig<\/em>&#8220; &#8211; so das Oberverwaltungsgericht M\u00fcnster in der gleichen Urteilsbegr\u00fcndung. Diese Leute sind inzwischen so korrupt, dass sie gar nicht mehr wissen, was Recht ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man in die St\u00e4dte geht, bemerkt man 3 Sorten von Gesch\u00e4ften. Typ 1 ist bereits ausger\u00e4umt, d.h. der Inhaber ist pleite und hat aufgegeben. Typ 2 hat den Lockdown zur Renovierung genutzt, was einen gewissen Sinn macht, denn die Konkurrenz kann nicht \u00fcbernehmen, wenn die Renovierung in normalen Zeiten abl\u00e4uft. Aber das Geld ist weg. Dauert der Lockdown zu lange, sind diese Gesch\u00e4fte die n\u00e4chsten. Typ 3 h\u00e4lt durch, vielleicht mit Au\u00dferhausverk\u00e4ufen. Ein Wirt, der bereits zuvor recht viel au\u00dfer Haus verkauft hat, sprach von 70-80.000 \u20ac Minus bisher; bei Fehlen solcher M\u00f6glichkeiten ist das Minus noch gr\u00f6\u00dfer. Diese Leute halten mutma\u00dflich unter Einsatz ihrer Altersversorgung durch, d.h. wenn sie nicht bis zum Ende durchhalten, sind sie auf Hartz-IV-Niveau herunter gefallen. <\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht wird es auch nicht ganz so schlimm f\u00fcr die Gesellschaft. In einem oberbayerischen Bezirk haben inzwischen nahezu alle Reiseb\u00fcros aufgegeben und 7 Inhaber Selbstmord begangen. Zumindest um die 7 braucht man sich in der Zukunft keine Gedanken mehr zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gewerbetreibenden bekommen ja so genannte Corona-Hilfen. Oder sollten sie bekommen. Nat\u00fcrlich weitgehend unb\u00fcrokratisch. Bei manchen kommt anscheinend etwas an, bei vielen anderen aber nicht oder so wenig, dass der Verwaltungsaufwand h\u00f6her ist. Das hat im Gegensatz zu den Regerungsbehauptungen Methode. 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