{"id":5291,"date":"2020-09-19T09:10:14","date_gmt":"2020-09-19T07:10:14","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=5291"},"modified":"2020-09-19T09:10:15","modified_gmt":"2020-09-19T07:10:15","slug":"eine-branche-verschwindet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2020\/09\/19\/eine-branche-verschwindet\/","title":{"rendered":"Eine Branche verschwindet"},"content":{"rendered":"\n<p>F\u00fcr ChemTrail-Anh\u00e4nger ist die heutige Zeit die Erf\u00fcllung: statt st\u00e4ndig mindestens ein halbes Dutzend Kondensstreifen der Flieger am Himmel zu sehen, gibt es heute einen, maximal zwei, mit stundenlangen Pausen dazwischen und v\u00f6llig freiem Himmel. Dass sie gleichwohl falsch liegen mit ihren Bef\u00fcrchtungen, beweist, dass die normale Bev\u00f6lkerung wohl noch nie derart schnell verbl\u00f6det ist wie in den letzten 6 Monaten ohne ChemTrails.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Dass nebenbei eine komplette Branche verschwindet f\u00e4llt gar nicht gro\u00df auf. Im Gefolge nat\u00fcrlich weitere. Das Beispiel Lufthansa zeigt, wie der Branche die Luft ausgeht. Die verzeichnet n\u00e4mlich einen R\u00fcckgang der Buchungen gegen\u00fcber dem Vorjahr um satte 90%. Das ist kein Tippfehler: 90%. Man hofft(e) in Lufthansakreisen, den Einbruch bis zum Jahresende auf 75% beschr\u00e4nken zu k\u00f6nnen, aber das ist wohl eher ein Wunschtraum, denn wie der Vorstand nicht nur von Lufthansa, sondern auch anderer Fluggesellschaften feststellt, sind die wieder steigenden Beschr\u00e4nkungen wegen einer nicht vorhandenen Corona-Grippe eher geeignet, die Einbr\u00fcche noch sehr langfristig auf hohem Niveau zu halten wenn nicht gar zu verst\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p>Lufthansa wirft offiziell 20.000 Leute raus bzw. baut das Personal sozialvertr\u00e4glich ab. In der Branche gibt es aber vermutlich nur wenige Jobs f\u00fcr Minderqualifizierte, d.h. hier wird hochwertiges und aufw\u00e4ndig geschultes Personal an die Luft gesetzt. Inoffiziell ist bei der Lufthansa inzwischen von mindestens 32.000 Stellen die Rede, die abgebaut werden. Zus\u00e4tzlich legt die Lufthansa offiziell 100 Flugzeuge still, inoffiziell ist von mindestens 130 die Rede. Treffen wird es vor allen Dingen die Gro\u00dfraumflugzeuge, die anscheinend mehr oder weniger komplett rausgeworfen werden sollen. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei Neuflugzeugen denkt man an Leasing. Die Fluggesellschaften k\u00f6nnten dann sehr kurzfristig auf Marktschwankungen reagieren. Heute ist das nur bedingt m\u00f6glich, denn die eigenen Maschinen sind bis zu 40 Jahre und mehr im Einsatz. Ob das alles reicht, ist die Frage. Die Lufthansa hat zwar gro\u00dfe staatliche Unterst\u00fctzung bekommen, allerdings in Form von Krediten, und die Verluste sind derzeit so hoch, dass die Lufthansa bei gleichbleibend miesem Gesch\u00e4ft Mitte n\u00e4chsten Jahres trotzdem insolvent ist. Anderen Gesellschaften geht es nicht besser.<\/p>\n\n\n\n<p>Betroffen sind auch die Flugh\u00e4fen. Das Frachtgesch\u00e4ft l\u00e4uft zwar noch, aber FraPort hat nicht wenige Mitarbeiter aus dem Personengesch\u00e4ft von vornherein bis zu 31.3.2021 in Kurzarbeit geschickt. Nicht wenige d\u00fcrften gar nicht mehr zur\u00fcck kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Betroffen nat\u00fcrlich auch die Flugzeugbauer. Boeing hatte wegen diverser Konstruktionsfehler schon zuvor mehr Maschinen auf dem Boden als in der Luft. F\u00fcr Airbus fallen nicht nur die Gro\u00dfraumflugzeuge weg. Alleine im Hamburg-Bremer Raum ist von mindestens 3.000 wegfallenden Arbeitspl\u00e4tzen die Rede, was aber vermutlich nur ein Pokerspiel um Subventionsmilliarden ist. Auch hier wird es um deutlich mehr Arbeitspl\u00e4tze gehen, wobei das in Deutschland allerdings wohl weniger auff\u00e4llt als in Frankreich. Die Bedeutung der Luftfahrtindustrie in Frankreich entspricht etwa der der Automobilindustrie in Deutschland. Der Kahlschlag wird dem ohnehin schon maroden Frankreich deutlich heftiger zusetzen. <\/p>\n\n\n\n<p>Am anderen Ende der Kette geht die Touristik-Branche in die Knie. In Spanien und Portugal liegt der Anteil der Touristik am BIP bei 10%. Nach ein wenig Erholung im Juni\/Juli machen nun erneute Lockdown-Androhungen dem Spiel erneut ein Ende &#8211; von den Erfahrungen der Touristen, die her zum Nichtmehrdorthinreisen anregen, ganz abgesehen. <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Neben der Luftfahrt ist auch die Seefahrt betroffen. Allein im Emder Hafen liegen seit M\u00e4rz zwei Kreuzfahrtschiffe im Hafen. Nun ist mit der &#8222;Spirit of Adventure&#8220; noch der neueste Kahn der Meyer-Werft hinzugekommen, der zur &#8222;Ausr\u00fcstung&#8220; in Emden liegt.Traditionell wird das Gesch\u00e4ft aber in Eemshafen in den Niederlande bewerkstelligt. Auch hier liegt eher der Verdacht nahe, dass das Schiff dinglich gesichert werden soll, denn es muss erst mal durch die Schleuse durch, w\u00e4hrend in Eemshaven &#8222;Leinen los!&#8220; als Kommando gen\u00fcgen w\u00fcrden. Kreuzfahrtschiffe liegen auch in Bremerhafen, wobei einige aufgrund der Hafenliegegeb\u00fchren inzwischen auf Rede im offenen Wasser geschleppt wurden. <\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls im Emder Hafen: Autotransporter. Auch die werden an Piers vert\u00e4ut, an denen keine gro\u00dfen Arbeiten vorgenommen werden k\u00f6nnen. Anders ausgedr\u00fcckt: auch die werden eingemottet weil nicht mehr gebraucht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr ChemTrail-Anh\u00e4nger ist die heutige Zeit die Erf\u00fcllung: statt st\u00e4ndig mindestens ein halbes Dutzend Kondensstreifen der Flieger am Himmel zu sehen, gibt es heute einen, maximal zwei, mit stundenlangen Pausen dazwischen und v\u00f6llig freiem Himmel. 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