{"id":5266,"date":"2020-09-11T08:01:50","date_gmt":"2020-09-11T06:01:50","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=5266"},"modified":"2020-09-11T08:01:52","modified_gmt":"2020-09-11T06:01:52","slug":"bericht-zur-coronalage-11-09-2020-verschleierung-und-maskierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2020\/09\/11\/bericht-zur-coronalage-11-09-2020-verschleierung-und-maskierung\/","title":{"rendered":"Bericht zur Coronalage 11.09.2020: Verschleierung und Maskierung"},"content":{"rendered":"\n<p>von Dr. Gunter Frank, \u00fcbernommen aus <a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/bericht_zur_coronalage_11_09_2020_verschleierung_und_maskierung\">achgut.com<\/a> (siehe auch unten)<\/p>\n\n\n\n<p>Wie schon im Achgut.com Poscast &#8222;<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/indubio_folge_51_noch_227_jahre_pandemie\">Indubio 51 \u2013 noch 227 Jahre Pandemie?<\/a>&#8220;&nbsp;vertrete  ich die, wie ich hier unter anderem&nbsp;darlegen m\u00f6chte, belegbare  Auffassung, dass die Diskussion, ob die derzeitige Maskenpraxis einen  wirksamen Infektionsschutz darstellt, in der aktuellen Situation  sinnfrei ist. Denn es gibt keinen Grund warum man sich vor einem Phantom  sch\u00fctzen mu\u00df.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Und deshalb um Mi\u00dfverst\u00e4ndnisse zu vermeiden&nbsp;auch hier gleich \ndie&nbsp;tausendfach wiederholte Feststellung: Ja, Covid 19 ist eine schwere \nErkrankung, vielleicht sogar schwerer als eine Influenza. Aber nein, es \ngibt keine belastbaren Belege, dass Covid 19 eine Epidemie mit \nau\u00dfergew\u00f6hnlicher nationaler Tragweite ist. Wie geht man in einer \nseri\u00f6sen Medizin vor, wenn man bespielsweise in einer \nBehandlungsleitlinie, den Nutzen einer Therapien einstufen m\u00f6chte? In \ndem man sich ausschlie\u00dflich auf sogenannte harte Endpunkte in \nhochwertigen Studien fokussiert.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine Schutzma\u00dfnahme, genauso wie f\u00fcr Vorsorgeuntersuchungen und \nTherapien, gilt die \u00e4rztliche Grundregel, dass die Therapie nicht mehr \nSch\u00e4den anrichten soll als die Erkrankung selbst. Um Nutzen und Schaden \nabsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, ist es, neben dem offensichtlichen Augenschein, \nessentiell, Studiendaten korrekt zu interpretieren. F\u00fcr eine solche \nBewertung gilt eisern: ein Ersatzparameter kann keine belastbare Aussage\n erm\u00f6glichen. Dies leisten nur harte Endpunkte. Zum Beispiel galt f\u00fcr \ndie Einstellung eines erh\u00f6hten Blutzuckers jahrelang das allgemeine \nTherapieziel, ihn zu senken. Doch dieses Therapieziel hat f\u00fcr den \nPatienten f\u00fcr sich alleine gesehen keine Bedeutung. Erst wenn man \nnachweist, dass man damit auch Durchblutungsst\u00f6rungen oder Schlaganf\u00e4lle\n reduziert, hat die Therapie der Blutzuckersenkung einen echten Nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Somit gilt der Blutzucker lediglich als Ersatzparameter, Gef\u00e4\u00dfsch\u00e4den\n oder fr\u00fcherer Tod dagegen als harte Endpunkte. Nachdem in der Medizin \nin m\u00fchevoller Weise die Forderung nach harten Endpunkten als Beleg eines\n Therapienutzens nach und nach durchgesetzt wird, ist es gelungen, viele\n \u00fcberfl\u00fcssige Behandlungen zu erkennen und Patienten besser vor \nunn\u00f6tigen Nebenwirkungen zu sch\u00fctzen. Eine Senkung des \nBlutzuckerspiegels f\u00fchrt n\u00e4mlich in sehr vielen F\u00e4llen nicht zu einer \nVerbesserung der Gesundheit. Deshalb wurde der Grenzwert, ab dem eine \nBehandlung wirklich Nutzen bringt auch wieder erh\u00f6ht. Sehr viele \nPatienten profitieren von solchen Fortschritten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die entscheidenden Fragen<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Falle der Lungenerkrankung Covid-19, die sehr wahrscheinlich auf \ndem SARS-CoV-2 Virus, einem neuen Coronavirus, beruht, sind die harten \nEndpunkte vor allem die Zahl der deswegen station\u00e4r behandelten \nPatienten und die Zahl der Todesopfer. Die Zahlen der \u201eNeuinfektionen\u201c, \ndie t\u00e4glich gemeldet werden, sind lediglich Ersatzparameter. Warum es \nunseri\u00f6s ist, dabei von \u201eNeuinfektionen\u201c zu sprechen, das wurde in den \nletzten Wochen <a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/bericht_zur_coronalage_massentests_und_kuenstliche_wellen&nbsp;\">ausreichend und ersch\u00f6pfend auf Achgut.com dargestellt<\/a>.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es geht um das Problem der Verf\u00e4lschung der Ergebnisse durch falsch \npositive Ergebnisse bei sehr niedriger Pr\u00e4valenz. Seit Monaten liegt die\n Zahl der positiv Getesteten stets um 1 Prozent&nbsp;egal ob bei 100.000 \nTests pro Woche, oder wie aktuell bei 1,1 Millionen. Doch wie beim \nBlutzucker sagen diese Zahlen f\u00fcr sich alleine betrachtet nichts aus. \nViel entscheidender ist die Frage inwieweit f\u00fchren diese 1 \nProzent&nbsp;positiv Getesteten dann in der Realit\u00e4t zu einer erh\u00f6hten <a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/corona._noch_fragen_1\">Krankenhausrate <\/a>oder <a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/corona._noch_fragen_2_kopie\">Todesopfern<\/a>.\n Und hier ist kein Bezug erkennbar. Die Covid-Zahlen sinken seit April \nund sind aktuell auf einem Niveau von 227 station\u00e4r auf Intensivstation \nBehandelten und w\u00f6chentlich 20-50 Todesf\u00e4llen (bei 30.000 Intensivbetten\n und w\u00f6chentlich 17.500 allgemeinen Todesf\u00e4llen in Deutschland). Setzt \nman dies ins Verh\u00e4ltnis zu den allgemeinen Kollateralsch\u00e4den der \nSchutzma\u00dfnahmen, w\u00fcrden diese Ma\u00dfnahmen niemals in einer modernen, \nmedizinischen Leitlinie als Therapie empfohlen werden. Man w\u00fcrde \ndringend davon abraten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte noch einmal auf den letzten Teil des Beitrages \u201eZweite \nWelle: Entweder unm\u00f6glich oder harmlos\u201c&nbsp;von Michael Alberts eingehen, \nder gestern&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/zweite_welle_entweder_unmoeglich_oder_harmos\">am 10.9. auf Achgut.com ver\u00f6ffentlicht wurde<\/a>.&nbsp;&nbsp;Er\n enth\u00e4lt eine einfache wie brillante \u00dcberlegung, auf die bisher noch \nniemand gekommen ist, obwohl sie sich direkt anbietet. Verkn\u00fcpft man \nn\u00e4mlich die Infektions-Todesrate (infection fatality rate: IFR) mit den \naktuellen Testzahlen erledigt sich das Problem Corona als nationale \nBedrohung wie von selbst und zwar aufgrund zweier M\u00f6glichkeiten. Und das\n geht so.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>M\u00f6glichkeit 1<\/strong>:&nbsp;Derzeit werden w\u00f6chentlich 1,1 \nMillionen Tests durchgef\u00fchrt. Lassen wir kurz das Problem der falsch \npositiven Ergebnisse au\u00dfen vor. Ergebnis seit Wochen: Unabh\u00e4ngig von der\n Gesamttestzahl sind stets um die 1 Prozent&nbsp;positiv. Aktuell also ca. \n10.000 pro Woche. Wenn man nun die restlichen 79 Millionen testen w\u00fcrde,\n welchen Prozentsatz an positiven Testungen m\u00fcsste man dann \nveranschlagen? Sind wir gro\u00dfz\u00fcgig und sagen nur 0,1 Prozent, weil ja \nweniger Reiser\u00fcckkehrer gibt oder Menschen mit Erk\u00e4ltungssymptomen. Dann\n w\u00e4ren es w\u00f6chentlich 79.000. Plus die 10.000 real positive Getesteten \nw\u00e4ren dies 89.000, sagen wir vereinfacht 100.000.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zahl der Todesopfer, die derzeit COVID zugerechnet werden, \nschwankt seit Wochen zwischen 20 bis&nbsp;50. Nehmen wir f\u00fcr unsere Rechnung \n50: bei 100.000 Infizierten pro Woche und einer Todeszahl von 50 l\u00e4ge \ndie IFR dann sensationell niedrig bei 0,05. Also vielfach geringer als \nbei einer Grippe. SARS-CoV-2 h\u00e4tte jeden Schrecken f\u00fcr die Gesellschaft \nverloren. Warum? Vielleicht hat das Virus an Krankheitspotential \nverloren, vielleicht hat man entscheidend bei der Behandlung \ndazugelernt? Wie auch immer, eine zweite Welle w\u00e4re bei dieser IFR auf \njeden Fall f\u00fcr die Gesellschaft harmloser als jede bisherige Grippe, \neinschlie\u00dflich der ziemlich harmlosen Schweinegrippe.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oder M\u00f6glichkeit 2<\/strong>:&nbsp;Die Zahlen, mit denen das RKI \nhantiert, suggerieren eher eine IFR um 1 Prozent. Also 1 Toter pro 100 \nInfizierte. Aber:&nbsp;Dann m\u00fcssten wir bei 100.000 w\u00f6chentlich \nNeuinfizierten auch 1000 Tote pro Woche haben. Es sind aber nur 20 \nbis&nbsp;50. Wenn das RKI recht h\u00e4tte, was w\u00e4re die einzig logische \nSchlussfolgerung? Die allermeisten der aktuell positiven Testergebnisse \nm\u00fcssten dann falsch positiv sein. Sonst ginge diese Rechnung nicht auf. \nUnd damit w\u00e4re belegt, dass sich kaum noch jemand ansteckt. Ein \ndeutlicher Hinweis auf eine erworbene oder eine teils bereits \nvorbestehende Herdenimmunit\u00e4t.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Keine nationale Bedrohung durch Corona<\/h3>\n\n\n\n<p>Das bedeutet entweder, eine zweite Welle ist gar nicht m\u00f6glich oder \nsie w\u00e4re harmlos.&nbsp;Suchen sie sich eine der zwei M\u00f6glichkeiten aus, wenn \nsie eine andere M\u00f6glichkeit zur Interpretation finden, bitte melden. Ich\n habe einige mir bekannte medizinische&nbsp;Kapazit\u00e4ten, darunter \nUniversit\u00e4tsklinikleiter, darum gebeten, keiner konnte diese \nSchlussfolgerung entkr\u00e4ften. Diese einfache Rechnung zeigt ziemlich \neindeutig: das Thema nationale Bedrohung durch Corona ist vom Tisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie sehen, die aktuelle Diskussion \u00fcber die Maske ist unter dem \nGesichtspunkt Coronaschutz sinnfrei, denn die Maske soll vor einem \nPhantom sch\u00fctzen. Wer nun dagegen mit schweren Einzelf\u00e4llen aus dem \nBekanntenkreis argumentiert, darf die Priorit\u00e4ten nicht verwechseln. \nGeht es um die Diskussion, ob Covid eine schwere Erkrankung ist, dann \nsind diese Berichte wichtig. Geht es um die Frage, ob Covid die \nGesellschaft bedroht, dann geht es ausschlie\u00dflich um die besagten \nEndpunkte und diese beantworten diese Frage eindeutig mit nein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Doch f\u00fcr zuk\u00fcnftige, vielleicht tats\u00e4chlich die Gesellschaft \nbedrohende Pandemien, w\u00e4re es sinnvoll um das Potential eines \nMaskenschutzes zu wissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Christof Kuhbandner hat mir diesen wirklich sehr guten Artikel,\n publiziert in der Zeitschrift Krankenhaushygiene, zugesandt mit der \nBitte um Verbreitung. In diesem Artikel wird die Empfehlung vom RKI zur \nMaskenpflicht, bzw. die wissenschaftlichen Grundlagen, auf welcher diese\n Empfehlung beruht, <a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.com\/products\/ejournals\/abstract\/10.1055\/a-1174-6591\">kritisch bewertet <\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Autorin ist Professorin&nbsp;Ines Kappstein, eine wirklich absolut \nhochkar\u00e4tige und thematisch einschl\u00e4gig&nbsp;bewanderte Person. Sie ist \nFach\u00e4rztin f\u00fcr Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie, \nFach\u00e4rztin f\u00fcr Hygiene und Umweltmedizin und seit mehr als 25 Jahren in \nverschiedenen Gro\u00dfkliniken (darunter zwei Unikliniken) als \nKrankenhaushygienikerin t\u00e4tig.&nbsp;Die Schlussfolgerung f\u00fcr die Anwendung \nvon Masken im \u00f6ffentlichen Raum lautet:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDer Gebrauch von Masken im \u00f6ffentlichen Raum ist schon allein \naufgrund des Fehlens von wissenschaftlichen Daten fragw\u00fcrdig. Zieht man \ndazu noch die erforderlichen Vorsichtsma\u00dfnahmen in Betracht, m\u00fcssen \nMasken nach den aus Krankenh\u00e4usern bekannten Regeln im \u00f6ffentlichen Raum\n sogar als ein Infektionsrisiko betrachtet werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Werden Masken von der Bev\u00f6lkerung getragen, ist also potenziell \ndas Infektionsrisiko erh\u00f6ht, ganz gleich, ob es medizinische Masken sind\n oder ob es sich um wie auch immer gestaltete \nsogennante&nbsp;Community-Masken handelt. Betrachtet man die \nVorsichtsma\u00dfnahmen, die das RKI wie ebenso die internationalen \nGesundheitsbeh\u00f6rden ausgesprochen haben, m\u00fcssten alle Beh\u00f6rden die \nBev\u00f6lkerung sogar dahingehend informieren, dass Masken im \u00f6ffentlichen \nRaum m\u00f6glichst gar nicht getragen werden sollen. Denn ganz gleich, ob \nPflicht f\u00fcr alle B\u00fcrger oder freiwillig getragen von den B\u00fcrgern, die \ndas aus welchen Gr\u00fcnden auch immer wollen, bleibt es ein Faktum, dass \nMasken in der \u00d6ffentlichkeit mehr Schaden als Nutzen bringen k\u00f6nnen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Maske: Es bleibt hoch spekulativ<\/h3>\n\n\n\n<p>Frau Kappstein ist sehr renommiert und positioniert sich eindeutig. \nNun steht aber au\u00dfer Zweifel, dass Infizierte in \u00f6ffentlichen Bussen und\n Fahrst\u00fchlen andere anstecken k\u00f6nnen. Im Sinne eines Superspreader. Dazu\n gibt es glaubw\u00fcrdige Berichte, zum Beispiel <a href=\"https:\/\/jamanetwork.com\/journals\/jamainternalmedicine\/fullarticle\/2770172\">hier <\/a>und <a href=\"https:\/\/www.techtimes.com\/articles\/251079\/20200713\/covid-19-super-spreader-71-people-were-infected-after-1-woman-used-an-elevator-heres-what-happened.htm\">hier.<\/a>Was\n meint die weitere Fachwelt dazu? Im Folgenden&nbsp;zwei \u00dcbersichtsarbeiten. \nSolche \u201esystematic reviews\u201c fassen viele Studien zusammen und versuchen \neine allgemeine Erkenntnis daraus zu generieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.cfp.ca\/content\/66\/7\/509&nbsp;\">Diese gro\u00dfe \u00dcbersichtsarbeit <\/a><em>\u201eMasks for prevention of viral respiratory infections among health care workers and the public\u201c<\/em>&nbsp;zum\n Thema Influenza&nbsp;&nbsp;kommt zum Schluss:&nbsp;\u201eDiese systematische \n\u00dcbersichtsarbeit hat begrenzte Hinweise gefunden, dass der Gebrauch von \nMasken vielleicht das Risiko einer viralen Atemwegserkrankung mindert.\u201c \n(Englisch Oroginal:&nbsp;\u201cThis systematic review found limited evidence that \nthe use of masks might reduce the risk of viral respiratory \ninfections.\u201d)&nbsp;Im Text finden sich Arbeiten, in denen die Unterschiede \nMaske\/ohneMaske nicht gro\u00df, oft gar nicht vorhanden und oft statistisch \nnicht relevant sind. Die Maskenbedingungen dieser Studien sind oft \nkontrolliert, z.B. Krankenhauspersonal, und entsprechen nicht den \nBedingungen in der Realit\u00e4t. Usw. und sofort.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lancet\/article\/PIIS0140-6736(20)31142-9\/fulltext\">Die zweite \u00dcbersichtsarbeit<\/a>\n \u201ePhysical distancing, face masks, and eye protection to prevent \nperson-to-person transmission&#8230;\u201c&nbsp;bezieht sich direkt auf das \nCoronavirus und die Schutzma\u00dfnahmen.&nbsp;&nbsp;Doch sie besteht wiederrum nur aus\n reinen Beobachtungsstudien, die per se keine Beweiskraft haben. Also \nstatistisch nur Spekulationsniveau besitzen. Sie kommt zum Schluss, dass\n Masken einen Nutzen haben. Aber hier ist die Kernaussage:&nbsp;\u201cBelastbare \nstatistisch hochwertige Studien sind notwendig, um die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese \nSchutzma\u00dfnahmen besser zu belegen. Aber diese vorliegende systematische \nBewertung ist der derzeit beste verf\u00fcgbare Beleg ((Anm. f\u00fcr die \nSchutzmaske)), um in der Zwischenzeit eine Orientierungshilfe zu \nbieten.\u201c&nbsp;(Englisch Original: \u201cRobust randomised trials are needed to \nbetter inform the evidence for these interventions, but this systematic \nappraisal of currently best available evidence might inform interim \nguidance.\u201d)<\/p>\n\n\n\n<p>Und da liegt der Hase im Pfeffer. Denn in der Medizin wird sehr oft \nder Fehler gemacht, dass man die beste Evidenz als ausreichend ansieht \num Entscheidungen zu treffen. Das ist gef\u00e4hrlich, denn die beste Evidenz\n ist oft viel zu schwach, nicht ausreichend und sogar oft irref\u00fchrend. \nDie eingangs erw\u00e4hnte unreflektierte Blutzuckerabsenkung ist auch \naufgrund solch schlechter Bewertungsgrundlagen verordnet worden. Sehr \nviele Menschen sind in den letzten Jahrzehnten an n\u00e4chtlichen, unn\u00f6tig \nmedikament\u00f6s verursachten Unterzuckerungen gestorben. Wir reden \u00fcber \nZehntausende Opfer. Erst hochwertige Studien haben diese \nFehlbehandlungen aufgedeckt. Um verantwortlich zu handeln braucht es \neine&nbsp;ausreichende&nbsp;Evidenz, und die liegt ganz offensichtlich bez\u00fcglich \n\u00f6ffentlichen Maskenpflicht anhand der derzeitigen Studienlage nicht \nvor.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein weiteres Corona-Fiasko der Vernunft<\/h3>\n\n\n\n<p>Es gibt sicher noch aktuellere Studien. Aber aufgrund der realen, \nchaotischen Anwendungspraxis, der unterschiedlichen Qualit\u00e4t der Masken \nund allen weiteren, unbekannten St\u00f6rfaktoren werden sie nicht \u00fcber das \nNiveau einer Spekulation hinauskommen. Wer nun sagt, obwohl man es nicht\n sicher wei\u00df, sollte man die Schutzma\u00dfnahmen trotzdem durchf\u00fchren, denn \nbesser ein spekulativer Schutz als gar keiner, der m\u00f6ge nochmal den \nersten Teil dieses Beitrages lesen und den Artikel von \nProfessorin&nbsp;Ines&nbsp;Kappstein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich selbst bin vor allem Praktiker. Es gen\u00fcgt ein Blick in \nEinkaufsstra\u00dfen, Superm\u00e4rkte oder Bahnh\u00f6fen. Es herrscht Chaos. \nMasken&nbsp;werden kurz unter die Nase gezogen, in Hosentaschen gesteckt, \nx-fach getragen. Im Operationssaal dagegen tr\u00e4gt man die Maske ohne sie \nanzufassen und wirft sie nach der Operation sofort weg. Sollen Masken \ntats\u00e4chlich einmal vor einer gef\u00e4hrlichen Pandemie sch\u00fctzen, muss dem \nGanzen zwingend eine sorgf\u00e4ltige, jahrelange Schulung vorausgehen. Und \u2013\n da die Motivation letztlich das wichtigste f\u00fcr eine disziplinierte \nDurchf\u00fchrung ist, sollte man die Menschen nicht mit unhaltbarer Panik \ndauerbeschallen, sondern sie ruhig und kompetent mit soliden \nInformationen versorgen, wie gef\u00e4hrlich die Situation wirklich ist. \nDavon sind wir derzeit &nbsp;jedoch Lichtjahre entfernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Am anschaulichsten fasst der Pharmazeut&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.deutsche-apotheker-zeitung.de\/daz-az\/2020\/daz-33-2020\/hauptsache-maske\">&nbsp;Prof. Dr. Markus Veit<\/a>&nbsp;&nbsp;mit seinem auf Achgut bereits verlinkten <a href=\"https:\/\/www.deutsche-apotheker-zeitung.de\/daz-az\/2020\/daz-33-2020\/hauptsache-maske\">Weckruf die Masken-Situation zusammen.<\/a>&nbsp;&nbsp;Es\n handelt sich schlicht um ein weiteres Corona-Fiasko der Vernunft und \nder Kompetenz. Wenn ich in meiner Heimatzeitung lesen muss, es sei \ngeplant, auf dem Schulhof Strafzahlungen f\u00fcr Kinder bei Verletzung der \nMaskenpflicht einzuf\u00fchren, fehlen mir die Worte.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wenn Ihnen dieser Beitrag plausibel erscheint, dann verbreiten Sie ihn gerne unter Nennung der Quelle&nbsp;weiter.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/69a265d447e4a693a07fe9a02586f7b8.safeframe.googlesyndication.com\/safeframe\/1-0-37\/html\/container.html\" width=\"0\" height=\"159\"><\/iframe><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Dr. Gunter Frank, \u00fcbernommen aus achgut.com (siehe auch unten) Wie schon im Achgut.com Poscast &#8222;Indubio 51 \u2013 noch 227 Jahre Pandemie?&#8220;&nbsp;vertrete ich die, wie ich hier unter anderem&nbsp;darlegen m\u00f6chte, belegbare Auffassung, dass die Diskussion, ob die derzeitige Maskenpraxis einen wirksamen Infektionsschutz darstellt, in der aktuellen Situation sinnfrei ist. 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