{"id":5051,"date":"2020-07-03T08:12:00","date_gmt":"2020-07-03T06:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=5051"},"modified":"2020-06-30T12:00:58","modified_gmt":"2020-06-30T10:00:58","slug":"die-endloesung-der-wirtschaftsfrage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2020\/07\/03\/die-endloesung-der-wirtschaftsfrage\/","title":{"rendered":"Die Endl\u00f6sung der Wirtschaftsfrage"},"content":{"rendered":"\n<p>Auch wenn man es noch nicht so richtig merkt, aber allm\u00e4hlich wird der Wirtschaft der Hahn abgedreht. Viele denken, sie seien in Kurzarbeit, dabei sind sie bereits arbeitslos.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u00dcber Autos muss man vermutlich gar nicht erst reden. Der Inlandsabsatz ist je nach Hersteller zwischen 50% und 90% eingebrochen. In Emden laufen zwar wieder die Autotransporter ein, aber was produziert wird, geht in den Export. Die Konzerne werfen flei\u00dfig Leute raus, bei den Zulieferern macht alle paar Tage einer ganz dicht. Motorradfahren kann man einfach so verbieten, was den noch erfolgreichsten Autokonzern BMW trifft. Die Personenluftfahrt existiert nicht mehr und wird auch nicht mehr existieren, weil t\u00e4glich ein neues Chaos hinzu kommt. Als Konsequenz geht die Tourismusbranche in den s\u00fcdlichen L\u00e4ndern den Bach runter und am anderen Ende der Flugreise wirft Airbus massiv Leute raus; auch dort d\u00fcrften die Zulieferer bald deutlich weniger werden. Kreuzfahrtschiffe geh\u00f6ren der Vergangenheit an; Branchenkenner gehen davon aus, das nicht ein einziges der vielen Kreuzfahrtschiffe je wieder an den Start gehen wird. Betroffen dann nat\u00fcrlich auch die Werften und deren Zulieferer. Da die Bauern dauernd mit ihren gro\u00dfen Treckern durch die Gegend fahren, muss man denen anders beikommen und schlie\u00dft die Schlachth\u00f6fe. Das d\u00fcrfte auch viele Bauern die Existenz kosten, da sie nun auf ihrem Viehzeug rumsitzen. Am anderen Ende der Kette gibt es dann nur noch Tofu-Schnitzel, aber nat\u00fcrlich mit echtem Schnitzelgeschmack.<\/p>\n\n\n\n<p>Um den Leuten Sand in die Augen zu streuen, muss man nat\u00fcrlich irgendetwas vort\u00e4uschen. Dabei kommt man mit jedem bescheuerten Argument durch. Als Altmeier beispielsweise sagte &#8222;Die Epidemie wird keinen Job kosten!&#8220; und er gefragt wurde, wieso denn so viele zum Arbeitsamt laufen, kam postwendend die Antwort, man habe ihn ja leider nicht ausreden lassen, er h\u00e4tte &#8222;Die Epidemie wird keinen Job kosten m\u00fcssen!&#8220; sagen wollen, sei dann aber unterbrochen worden. Ob es einer glaubt oder nicht, er ist damit durchgekommen: die Qualit\u00e4tsmedien haben erleichtert &#8222;Aha! Unser Fehler!&#8220; gesagt und alles war wieder ok. <\/p>\n\n\n\n<p>Die gro\u00dfe Endliquidation kommt aber noch. Dazu nimmt die EU viel Geld in die Hand. 750 Mrd \u20ac waren gestern, heute ist von 1,5 Billionen \u20ac, ja sogar von 2 Billionen \u20ac die Rede. Falls sich jemand fragt, wie das gehen soll, hier die Antwort der EU-Kommission: die Zahlungen der Mitgliedsl\u00e4nder werden entsprechend erh\u00f6ht. Im Klartext: Frau Lagarde wirft die Druckerpresse an und jeder Staat b\u00fcrgt f\u00fcr seinen Anteil und den Anteil der anderen. Also wenn dann ein Gl\u00e4ubiger kommt und sein Geld will, sagt der Italiener &#8222;ich habe nichts, aber der Franzose hat ja geb\u00fcrgt&#8220;, der schickt den Gl\u00e4ubiger weiter zum Holl\u00e4nder usw. in der Hoffnung, dass der Gl\u00e4ubiger irgendwann aufgibt oder nach dem 25. Fragen nicht merkt, dass er wieder beim Italiener anklopft. Also letztlich das Wirecard-Prinzip: irgendwo m\u00fcssen noch 1,8 Mrd. \u20ac rumliegen, nur dass die Gr\u00f6\u00dfenordnung eher ein Au-weia-Card-Prinzip ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwie muss das dann ja gegenfinanziert werden, weshalb die EU-Pl\u00e4ne vorsehen, dass die EU-Staaten bestimmte Steuern stark erh\u00f6hen. Beispielsweise die Energiesteuern, die bereits heute dazu f\u00fchren, dass eine kWh Strom \u00fcber 30 ct kostet, w\u00e4hrend bei normaler Martwirtschaft auch f\u00fcr knapp \u00fcber 10 ct geliefert werden k\u00f6nnte. Oder der Liter Benzin f\u00fcr 1,30 \u20ac, wobei der Treibstoff aber nur ca. 25 ct ausmacht, und da sind schon 5-10% so genannte Biostoffe drin, die durch Anbau und Produktion fast so teuer sind wie die restlichen 90% aus Erd\u00f6l. Zus\u00e4tzlich sollen die Unternehmensgewinne steuerlich deutlich st\u00e4rker belastet werden, wobei sich der eine oder andere an der Stelle auch fragen kann, wo die eigentlich her kommen sollen, wenn der Verbraucher kein Geld mehr hat, irgendwas zu kaufen. Aber sei es drum: solche Finanzierungsmodelle, in denen der ungelernte Hilfsarbeiter auf dem Bau und seine kellnernde Frau von der Bank eine 850.000 \u20ac &#8211; Villa als machbar vorgerechnet bekommen, sind ja nicht neu. Nur dass Peter Zwegat diesmal vermutlich nicht mehr in der Lage ist, irgendetwas zu retten.<\/p>\n\n\n\n<p>Also die EU hat jetzt Geld und damit wird nun die Wirtschaft wieder angefahren. Man kann sich vermutlich schon denken, wie das l\u00e4uft: wer die Musik bezahlt, kann auch bestimmen was gespielt wird und wo der Auftritt stattfindet. Die EU schaut sich also die L\u00e4nder aus, in denen sie etwas f\u00f6rdert, d.h. die Gelder flie\u00dfen irgendwo hin, aber sicher kaum dorthin, wo sie in Form von Steuern und Abgaben erhoben werden. Und die EU f\u00f6rdert auch nur bestimmte Projekte. Also rein gr\u00fcne. Keine anderen. Und da wir wissen, dass gr\u00fcne Projekte die unangenehme Eigenschaft haben, dass sie in gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfst\u00e4ben aus rein physikalischen Gr\u00fcnden nicht funktionieren, ist damit sicher gestellt, dass die letzten Wirtschaftsreste endg\u00fcltig abkacken. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Endl\u00f6sung hei\u00dft also &#8222;Beseitigung der Restwirtschaft durch gr\u00fcnen Sozialismus und Planwirtschaft&#8220;. Man kann sich dann beispielsweise aussuchen, ob man ein Auto mit Verbrennungsmotor kaufen m\u00f6chte, das in keiner Stadt mehr fahren darf, oder ein E-Auto, f\u00fcr das kein Strom da ist, oder ein Wasserstoffauto, f\u00fcr das es keinen Wasserstoff gibt, weil der bereits mangels Strom f\u00fcr das E-Auto auch nicht produziert werden kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn jetzt etwa Zweifel aufkommen, ob das Modell funktionieren k\u00f6nnte, der sei beruhigt. Die EU-Kommission hat hoch und heilig versichert, dass nach ihren Berechnungen Millionen (oder irgendeine andere Zahl mit vielen Nullen) an neuen Arbeitspl\u00e4tzen entstehen und Europa der Weltf\u00fchrer in &#8230; \u00e4h &#8230; naja, nun halt irgendwas wird. Also alles in Ordnung! Das ist alles wohl durchdacht und kann nicht schief gehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wenn man es noch nicht so richtig merkt, aber allm\u00e4hlich wird der Wirtschaft der Hahn abgedreht. 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