{"id":4916,"date":"2020-05-21T09:20:21","date_gmt":"2020-05-21T07:20:21","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=4916"},"modified":"2020-05-21T09:20:22","modified_gmt":"2020-05-21T07:20:22","slug":"es-gibt-keine-epidemische-lage-nationaler-tragweite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2020\/05\/21\/es-gibt-keine-epidemische-lage-nationaler-tragweite\/","title":{"rendered":"Es gibt keine &#8222;epidemische Lage nationaler Tragweite&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p>Eine solche w\u00e4re n\u00e4mlich der Grund f\u00fcr all das, was sich derzeit hier (und anderswo auf der Welt) abspielt. Dazu muss man aber zun\u00e4chst einmal definieren, was das eigentlich ist. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Kurz gesagt entsteht eine &#8222;epidemische Lage nationaler Tragweite&#8220; durch eine Infektionskrankheit, deren <em>ungehinderte<\/em> Verbreitung in der Bev\u00f6lkerung zum Zusammenbrechen der Gesundheitsinfrastrukten und als Folge auch zum Zusammenbruch wesentlicher weiterer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Infrastrukturen f\u00fchren kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Gesellschaftliche und wirtschaftliche Infrastrukturen sind inzwischen weitgehend zusammen gebrochen, Gesundheitsinfrastrukturen aber in den meisten L\u00e4ndern nicht. Und dort, wo sie teilweise zusammen gebrochen sind, liegt dies nicht an der Infektionskrankheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Um das zu verstehen, muss man nicht Virologie, Epidemiologie oder &#8222;interkulturelle Kommunikation&#8220; studiert haben. Es gen\u00fcgt, wenn man sich die reinen Zahlen ansieht. Und die sagen eindeutig, dass nicht mehr Leute erkrankt sind als jahreszeittypisch \u00fcblich, dass keine andere Gruppen schwer erkrankt sind als die f\u00fcr eine Infektionskrankheit typische Risikogruppe und dass auch nur Leute gestorben sind, die in die typische Risikogruppe fallen. In der Sterbestatistik ist keine \u00dcbersterblichkeit zu finden (im Gegensatz zu fr\u00fcheren Jahren). Die Auslastungsstatistik des Gesundheitssystems ist v\u00f6llig normal (aufgrund der Ma\u00dfnahmen besteht sogar eine Unterlast). Selbst in L\u00e4ndern mit dramatischerem Verlauf ist keine au\u00dfergew\u00f6hliche \u00dcbersterblichkeit im Vergleich zu fr\u00fcheren Jahren zu beobachten. Kurzum: es gibt keine epidemiologische Lage nationaler Tragweite.<\/p>\n\n\n\n<p>Um weitere Argumente als unzutreffend zu erkennen, gen\u00fcgt es, den zeitlichen Verlauf zu betrachten. Weitere Argumente bestehen darin, dass eben &#8222;die Ma\u00dfnahmen gewirkt haben&#8220; und es deshalb nicht zu einer epidemiologischen Lage nationaler Tragweite gekommen ist. Zu Beginn der Infektionssaison wurde von RKI und Regierung die Parole &#8222;normale Grippesaison&#8220; ausgegeben, was v\u00f6llig korrekt war. <em>Erst als die Infektion bereits abschwoll, wurden mehr und mehr Ma\u00dfnahmen ergriffen bis hin zur allgemeinen Maskenpflicht (auch diese vom RKI und der Regierung zun\u00e4chst korrekt als v\u00f6llig nutzlos au\u00dfer in speziellen F\u00e4llen bezeichnet, in denen sie aber nicht eingef\u00fchrt wurde)<\/em>. Keine einzige der Ma\u00dfnahmen hat irgendeine Spur in den Zahlen des Gesundheitssystems hinterlassen, wohl aber massive Spuren in der Gesellschaft und der Wirtschaft. <em>Jede, aber auch wirklich jede Ma\u00dfnahme kam &#8211; sollte sie tats\u00e4chlich medizinische Wirkung entfalten &#8211; zu sp\u00e4t, n\u00e4mlich immer dann, wenn sich die Infektion bereits weiter auf dem R\u00fcckmarsch befand &#8211; vor der Ma\u00dfnahme und nicht durch sie!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wer das noch st\u00e4rker begr\u00fcndet haben will: andere L\u00e4nder haben mit anderen Ma\u00dfnahmen reagiert. Frankreich und Italien beispielsweise mit einer Isolationshaft der B\u00fcrger, um Kontakte zu verhindern, w\u00e4hrend die Kontakte mit potentiellen Multiplikatoren der Infektion &#8211; jeden filzende Polizeibeamte &#8211; extrem verst\u00e4rkt wurden. Schweden hat gar nichts gemacht. Trotzdem sind die Verl\u00e4ufe der Infektionssaison in allen L\u00e4ndern die gleichen. Die Ma\u00dfnahmen sind weitgehend wirkungslos, insbesondere da sich sich vorzugsweise gegen gesunde Menschen richten und nicht gegen kranke.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zust\u00e4nde in Italien, Frankreich und Spanien (folgend noch in den USA, aber dort mit weiteren Ausl\u00f6sern) sind medial ausgel\u00f6st, aber nicht durch die Infektionskrankheit. Auch das ist leicht zu verstehen, wenn man sich die Zusammenh\u00e4nge anschaut:<\/p>\n\n\n\n<p>In normalen Jahren erkranken von 10.000 Leuten 300. Davon werden 200 zu Hause behandelt, 10 davon versterben, weitere 100 in Krankenh\u00e4usern, von denen ebenfalls 10 versterben (nicht an der Infektion, sondern i.d.R. an multiplen Ursachen, von denen die Infektion eine sein kann, aber nicht muss). Darauf sind Gesellschaft und Gesundheitssystem eingerichtet. D.h. dieser Verlauf f\u00e4llt nicht auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die medial ausgel\u00f6ste Panik wurden nun aber alle 300 Erkrankten ins Krankenhaus eingeliefert. Das Gesundheitssystem ist damit sofort und automatisch \u00fcberlastet. Es kommt zur so genannten Triage: die \u00fcberforderten Krankenstationen haben nicht die Kapazit\u00e4t, sich um alle zu k\u00fcmmern, und aussichtsloser erscheinende F\u00e4lle werden palliativ ruhig gestellt &#8211; \u00fcber das Ma\u00df hinaus, das bei normaler Behandlung erfolgen w\u00fcrde. Zudem f\u00f6rdert die Konzentration von Menschen an einem Ort weitere Sekund\u00e4rinfektionen, die das Krankheitsbild verschlimmern. Zudem werden Fehlbehandlungen (Zwangsbeatmung) ausgef\u00fchrt, auch diese wieder durch mediale Panikdarstellung mit verursacht und teilweise an ansprechbaren Patienten (besonders in den USA ist das so gelaufen). Fast alle so behandelten sterben &#8211; an den Folgen der Behandlung. <\/p>\n\n\n\n<p>Statt der \u00fcblichen 20 Menschen sterben nun weitere 10 durch vermeidbare Sekund\u00e4rinfektionen, 10 werden durch vermeidbare Triagema\u00dfnahmen eingeschl\u00e4fert (die Klage kommt besonders oft aus franz\u00f6sischen Kliniken) und weitere 10 durch vermeidbare falsche Behandlung. Statt mit 20 hat man es pl\u00f6tzlich mit 50 Verstorbenen zu tun und da durch &#8222;Ma\u00dfnahmen&#8220; alles lahm gelegt ist, m\u00fcssen auch schon mal Armeelaster her, um die S\u00e4rge anzuliefern.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Zust\u00e4nde in den L\u00e4ndern, aus denen die dramatischen Bilder stammen, sprechen nicht f\u00fcr eine &#8222;epidemische Lage nationaler Tragweite&#8220;. Die dramatischen Bilder sind hysterischem Aktionismus geschuldet. Insgeheim sind sich viele Menschen dessen bewusst, auch wenn sie offiziell das Narrativ der epidemischen Lage nationaler Tragweite portieren und Artikel wie diesen als Verschw\u00f6rungstheorie abtun: viele Menschen meiden inzwischen instinktiv den Gang zum Arzt oder den Weg ins Krankenhaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Die reinen Zahlen und Begleitumst\u00e4nde sagen eindeutig: es gibt keine epidemische Lage nationaler Tragweite. Es hat sie nie gegeben. Auch die Ausrede, man h\u00e4tte das anfangs \u00fcbervorsichtig eingesch\u00e4tzt und \u00fcberreagiert, kann man nicht wirklich akzeptieren. Aus Sicht des B\u00fcrgers mag das so sein, aber aus dem Mund eines Drosten oder einer Merkel, die mindestens 2 Monate Informationsvorsprung vor dem Normalb\u00fcrger hatten (und dazu noch bessere und ausf\u00fchrlichere Informationen), ist das eine glatte L\u00fcge. <em>Es gab und gibt keine epidemische Lage nationaler Tragweite. Es gibt nur eine Art Umsturzversuch und Landesverrat von oben.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine solche w\u00e4re n\u00e4mlich der Grund f\u00fcr all das, was sich derzeit hier (und anderswo auf der Welt) abspielt. Dazu muss man aber zun\u00e4chst einmal definieren, was das eigentlich ist. 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