{"id":4773,"date":"2020-04-21T09:18:19","date_gmt":"2020-04-21T07:18:19","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=4773"},"modified":"2020-04-21T09:18:20","modified_gmt":"2020-04-21T07:18:20","slug":"restaurants-duerfen-wieder-oeffnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2020\/04\/21\/restaurants-duerfen-wieder-oeffnen\/","title":{"rendered":"Restaurants d\u00fcrfen wieder \u00f6ffnen!"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die G\u00e4ste m\u00fcssen allerdings w\u00e4hrend der n\u00e4chsten 14 Tage einen Mundschutz tragen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Dieser Widersinn beschreibt meiner Ansicht nach recht gut, was der Handel in der n\u00e4chsten Zeit erleben wird. Das erste, was eine sozialistische Diktatur in der Gesellschaft umsetzt, ist eine <strong>Entsozialisierung<\/strong> der Menschen. Und das erleben wir derzeit und erfahren obendrein, wie einfach das funktioniert. Befehl &#8211; Strafe &#8211; Denunziation &#8211; fertig.<\/p>\n\n\n\n<p>Das menschliche Miteinander funktioniert durch soziale Kontakte, oder besser: direkte soziale Kontakte. Skype funktioniert schon lange und die Technik f\u00fcr aufw\u00e4ndige Videokonferenzen steht ebenfalls schon lange zur Verf\u00fcgung, wenn man will, sogar in 3D. Trotzdem fahren Hinz und Kunz, die CEOs von Konzernen bzw. Polithansel in irgendwelchen Ministerien, um die halbe Welt, um einander zu treffen und irgendwelches banale Zeug zu beschlie\u00dfen. Warum? Man k\u00f6nnte doch auch eine Videokonferenz schalten, anschlie\u00dfend die einzelnen Leute per Videotelefon anrufen und sogar eine Sch\u00fcssel Cracker neben das Telefon stellen. <\/p>\n\n\n\n<p>B\u00f6se Zungen werden jetzt behaupten, es gehen vorzugsweise darum, die Nobelrestaurants anderer L\u00e4nder auf Kosten der Steuerzahler kennen zu lernen und die Qualit\u00e4t der \u00f6rtlichen Nutten zu testen. F\u00fcr Veranstaltungen wie eine Weltklimakonferenz wird das vermutlich sogar zutreffen. Aber es geht um mehr. Die Oma kann man jeden Tag anrufen und sich sogar ein Foto ans Telefon stellen, trotzdem steigt das Bed\u00fcrfnis, sie in echt zu sehen. Dahinter steckt, dass der visuelle Kontakt nicht alles ist. Man muss sich beschnuppern, kann den anderen vielleicht nicht riechen, stellt einen labrigen H\u00e4ndedruck oder eine schlaffe Haut fest und nimmt im direkten Kontakt eine Unmasse an Signalen an dem anderen wahr, die kein Videosystem der Welt \u00fcbertragen kann. Man k\u00f6nnte zwar &#8222;Lie to me&#8220;-Analysen durchf\u00fchren, aber vieles, was da wissenschaftlich aufgearbeitet wird, macht man intuitiv eben auch im direkten Kontakt. Vermutlich nicht so professionell wie in dieser Serie, aber trotzdem.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch das derzeitige Kontaktverbot darf man viele Menschen, mit denen man bislang direkten Kontakt hatte, nicht sehen. Selbst enge Verwandte, was zunehmend zu ernsten psychologischen Problemen f\u00fchrt. In Deutschland hat man bisher 4.000 Corona-Tote zusammen gelogen, aber allein die Folgen der Kontaktsperre werden deutlich mehr Menschen t\u00f6ten. Die Vernichtung der Existenz ist dabei noch gar nicht eingerechnet. Was aufgrund der Fantasien eine Drosten von den Regierungen (Merkel, Spahn und alle weiteren Minister und Ministerpr\u00e4sidenten) gemacht wird, mag anfangs vielleicht eine gewisse Berechtigung gehabt haben, ist aber inzwischen vors\u00e4tzlicher Mord und vors\u00e4tzliches zu Tode qu\u00e4len von Menschen. Was schon daran zu erkennen ist, dass es diesen Leuten hinsichtlich eine Epidemie lediglich gelungen ist, einen funktionierenden Polizeistaat und drakonische Strafen zu installieren, nicht jedoch eine sinnvolle Aufkl\u00e4rung der wirklichen Gefahren. <\/p>\n\n\n\n<p>Drakonisch bestraft wird, wer sich einem anderen um weniger als 1,5 m n\u00e4hert. Abzusehen ist, dass in der \u00d6ffentlichkeit ein allgemeines Maskentragen verordnet wird, sozusagen ein Burka-Gebot f\u00fcr alle. Bislang scheitert das nur an den fehlenden Masken. Wer eine hat oder \u00fcber Handschuhe verf\u00fcgt, tr\u00e4gt die ohnehin schon. Winterhandschuhe im Supermarkt bei der Auswahl des Gem\u00fcses sind keine Seltenheit, ebenso wenig wie Masken beim Radfahren \u00fcber Land (Fahrraddichte ca. 2 Fahrr\u00e4der auf 2 km) oder beim Arbeiten im eigenen Garten (kein Witz, alles schon gesehen). Auch das Bausteine zur wirkungsvollen Entsozialisierung: Masken nehmen dem Gegen\u00fcber wesentliche Signaltr\u00e4ger beim sozialen Miteinander. Masken anonymisieren. Masken trennen die Menschen. Wenn man sie nicht tragen muss oder sollte, weil tats\u00e4chlich eine medizinische Notwendigkeit besteht (Kontakt mit Risikopatienten), sollte man sie verbieten, was normalerweise auch durch ein Vermummungsverbot gilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute gilt gewisserma\u00dfen: Mit Maske und Einkaufswagen in die Bank. Kassierer: &#8222;Was m\u00f6chten Sie?&#8220; &#8211; &#8222;Geld abheben.&#8220; &#8211; &#8222;Wieviel?&#8220; &#8211; &#8222;Alles, was Sie haben, und zwar schnell!&#8220;. Gestern pervers, heute normal.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die 1,5m haben ihren Sinn bei der Entsozialisierung. Das ist n\u00e4mlich der Abstand, den man einh\u00e4lt, wenn man miteinander nichts zu tun haben m\u00f6chte. &#8222;Einen Bogen um den anderen machen&#8220; nennt man das im Volksmund. Gewaltsame soziale Trennung per Gebot &#8211; Entsozialisierung eben. Will man mit anderen in Kontakt treten, liegt die Entfernung etwa bei 0,5 &#8211; 1,5m. Unter 0,5m beginnt die so genannte Privatsph\u00e4re, in die sich nicht jeder verirren darf, weil das Irritationen ausl\u00f6st. Lange Zeit hat man sich in den gef\u00fchlsk\u00e4lteren Gesellschaften beispielsweise mit dem H\u00e4ndesch\u00fctteln begn\u00fcgt und erst in den letzten Jahrzehnten ist es auch hier \u00fcblicher geworden, sich zur Begr\u00fc\u00dfung kurz zu umarmen, auch bei nur loserer Bekanntschaft. Soziale N\u00e4he entsch\u00e4rft auch Konflikte. Das ist nun alles weggewischt und es ist erstaunlich, wie einfach das geht und dass sich keiner irgendwie wehrt. Obwohl ziemlich klar ist, dass das alles komplett gegen die Grundrechte verst\u00f6\u00dft. Keiner wehrt sich; im Gegenteil wird die Denunziantengruppe t\u00e4glich gr\u00f6\u00dfer und die Polizei muss fast schon professionelle Call-Center in Anspruch nehmen, um alle Anzeigen zu erfassen. <\/p>\n\n\n\n<p>Diese erfolgreiche Entsozialisierung werden auch die Gesch\u00e4ftsleute kennen lernen, die jetzt ihre Gesch\u00e4fte wieder \u00f6ffnen d\u00fcrfen. Wann und warum geht ein Kunde in welches Gesch\u00e4ft? Da spielt vieles mit. Man geht in ein Gesch\u00e4ft, um zu schauen &#8211; wei\u00df man, was man will, und will nur kaufen, ist Amazon oder Ebay bequemer (und oft g\u00fcnstiger). Vor jedem Gesch\u00e4ft 10 Minuten warten, bis ein Kunde rauskommt &#8211; da d\u00fcrfte jedem schnell die Lust vergehen. Im Gesch\u00e4ft andere Kunden meiden wie die Pest (im buchst\u00e4blichen Sinn: nicht an den Kleiderst\u00e4nder treten, da steht schon jemand!) verursacht ziemlichen mentalen Stress, was der Kauflaune nicht zutr\u00e4glich ist. Sich krampfhaft vereinsamen, indem  man \u00fcberall 1,5m Abstand h\u00e4lt &#8211; mental eine Katastrophe. Beratung durch einen durch eine Maske anonymisierten Verk\u00e4ufer, der eine ebenfalls wie einen Beulenpestkranken behandelt und hinter seiner Maske kaum zu verstehen ist, wom\u00f6glich noch mit einer Plastescheibe dazwischen &#8211; stelle ich mir anders vor. Ein Sch\u00e4chtelchen Schrauben von 1,4x3x5cm im Baumarkt erstehen und daf\u00fcr einen Einkaufswagen mit 100l Inhalt mitf\u00fchren? Die begleitende Ehefrau wom\u00f6glich einen zweiten, weil JEDER einen vor sich herschieben muss? Und dann wie in 8 von 10 F\u00e4llen ohnehin Standard feststellen, dass das gesuchte Teil nicht da ist, man aber Dank Einkaufswagen nicht schnell an der Schlange vorbei schl\u00fcpfen kann? <\/p>\n\n\n\n<p>Ich wei\u00df nicht, wie es euch geht, aber dies macht mir derartigen Bauchschmerzen, also wirkliche gesundheitliche Probleme, dass ich es im Moment vorziehe, selbst Kleinigkeiten im Internet zu ordern und halt 3-5 Tage zu warten, bis das Regal angeschraubt werden kann, weil ein paar D\u00fcbel gefehlt haben. Die Gesch\u00e4ftsleute, die nun froh wieder \u00f6ffnen, werden das auch merken: Die Kunden bleiben aus, wie inzwischen selbst die \u00f6ffentlich rechtlichen L\u00fcgenmedien feststellen. Und wenn 9 von 10 Kunden nur schauen und nicht kaufen, mag das noch funktionieren, wenn 100 Kunden \/ Stunde das Gesch\u00e4ft bev\u00f6lkern, aber aufgrund der Zugangsbeschr\u00e4nkungen nur 30 \/ Stunde das Gesch\u00e4ft betreten d\u00fcrfen, weil es sonst &#8222;\u00fcberf\u00fcllt&#8220; ist. Viele, die froh sind, noch nicht pleite zu sein, werden bald merken, dass sie sich geirrt haben. <\/p>\n\n\n\n<p>An den indirekten sozialen Folgen dieses v\u00f6lligen Irrsinns, der sich derzeit abspielt &#8211; Vereinsamung, v\u00f6llige Existenzvernichtung, schwere psychische und gesundheitliche Probleme &#8211; werden vermutlich wirklich die Millionen langfristig sterben, die uns ein Drosten in seinen Fiebrfantasien vorl\u00fcgt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die G\u00e4ste m\u00fcssen allerdings w\u00e4hrend der n\u00e4chsten 14 Tage einen Mundschutz tragen. Download Artikel als PDF<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12,17],"tags":[],"class_list":["post-4773","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gesellschaft","category-wirtschaft"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4773","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4773"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4773\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4774,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4773\/revisions\/4774"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4773"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4773"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4773"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}