{"id":473,"date":"2016-04-10T08:31:39","date_gmt":"2016-04-10T06:31:39","guid":{"rendered":"http:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=473"},"modified":"2016-04-10T08:31:39","modified_gmt":"2016-04-10T06:31:39","slug":"der-steuerraubzug-beginnt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2016\/04\/10\/der-steuerraubzug-beginnt\/","title":{"rendered":"Der Steuerraubzug beginnt !"},"content":{"rendered":"<p>Der Staat braucht Geld, viel Geld. Nicht f\u00fcr das Land, da sind Br\u00fccken auf Hauptverkehrsadern, die nur Fahrzeuge bis 3,5 to befahren d\u00fcrfen (K\u00f6lner Ring seit Jahren) v\u00f6llig ausreichend. <!--more-->Geld wird f\u00fcr Ausl\u00e4nder und f\u00fcr Verschwendung \u00fcberall auf der Welt ben\u00f6tigt. Immer wenn irgendwo ein (vermeintliches) Problem auftaucht, ist nicht Anpacken gefragt, sondern viel Schmiergeld, das vermutlich vorzugsweise in korruptiven Kan\u00e4len versickert.<\/p>\n<p>Woher das Geld nehmen? Nicht Ma\u00dfhalten ist gesagt, sondern wieder einmal Steuererh\u00f6hung, und die Fl\u00fcchtlingsschwemme liefert auch gleich die passende Begr\u00fcndung daf\u00fcr das Steuererh\u00f6hungen <em>alternativlos<\/em> sind. Bleibt nur das Problem, welche Steuern erh\u00f6ht werden sollen.<\/p>\n<p>Da liefert gerade VW eine Steilvorlage. VW hat gro\u00dfz\u00fcgig bei Dieselmesswerten betrogen. Das k\u00f6nnte man sogar rational begr\u00fcnden, denn die Messwerte sind umwelttechnische gesehen absoluter Bl\u00f6dsinn. Die Umweltplaketten der der St\u00e4dte haben nachweislich au\u00dfer einem fetten Betrag in der Kasse umwelttechnisch \u00fcberhaupt nichts gebracht. Die Messwerte sind die gleichen wie vorher, was nat\u00fcrlich niemanden hindert, diesen Bl\u00f6dsinn weiter auszubauen. Das Gleiche gilt f\u00fcr die VW-Betrugswerte: wie in einem anderen Beitrag gezeigt wurde, haben sich die Messwert trotz Euro-Norm 1 bis 6 kein bisschen ge\u00e4ndert. Die Politik spielt im Interesse ihrer Geldverschwendung die Karte, dass der B\u00fcrger zu bekloppt ist, den Betrug zu merken, und sie hat Recht.<\/p>\n<p>Der Umgang mit VW ist auch recht eigenartig. Man tut so, als ob 2-3 kleine Ingenieure die Sache alleine und unerkannt angezettelt h\u00e4tten (wie auch seinerzeit beim Einsturz des K\u00f6lner Stadtarchivs herausgekommen ist, dass ein einzelner Polier nach Arbeitsschluss ganz alleine die tonnenschweren Stahltr\u00e4ger weggeschleppt hat). Dabei d\u00fcrfte jedem Normaldenkenden (wozu die Vertreter der Medien wohl nicht geh\u00f6ren), dass die Zahl der betroffenen Mitarbeiter sehr gro\u00df gewesen sein muss und der Betrug auch noch \u00fcber 6 Jahre gelaufen ist. Das funktioniert nicht ohne dass der Vorstand diesen Betrug direkt und unmittelbar angeordnet hat. Statt das aufzukl\u00e4ren, verf\u00e4hrt man in etwa so, als h\u00e4tte man einen Dieb erwischt und \u00fcberlie\u00dfe es diesem nun, in seinem Lager selbst zu entscheiden, was er geklaut und was er gekauft habe. Aber das ist halt Deutschland: Betr\u00fcger in Vorst\u00e4nden werden von der Justiz und der Politik gedeckt, die Betr\u00fcgereien werden vertuscht und die Leute auch noch mit weiteren Millionen ausbezahlt, und wenn dann noch eine Landesregierung in Vorstand des Unternehmens sitzt wie bei VW, muss man nicht mehr darauf bauen, dass irgendetwas &#8222;aufgekl\u00e4rt&#8220; wird.<\/p>\n<p>VW hat also betrogen. VW ist aber nur ein Unternehmen, und da der Betrug nun schon einige Zeit aufgedeckt ist, ohne dass einer der vielen anderen Hersteller in die Schlagzeilen gekommen ist, kann man wohl davon ausgehen, dass nur VW betrogen hat. Trotzdem will die Politik dies nun f\u00fcr massive Steuererh\u00f6hungen ausnutzen. Dieselfahrzeuge sind zwar mit Abstand am g\u00fcnstigsten, aber aus <strong>Umweltgr\u00fcnden und aufgrund des Betrugs besteht keine Notwendigkeit mehr, Dieselfahrzeuge zu f\u00f6rdern.<\/strong> Die Pl\u00e4ne, mit denen jetzt die EU-Umweltminister nach vorne geschoben werden, laufen drauf hinaus,<\/p>\n<blockquote><p>die Steuerl\u00fccke zwischen Diesel- und Ottokraftstoffen zu schlie\u00dfen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Im Klartext:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Die Steuern auf Diesel sollen so angehoben werden, dass der gleiche Literpreis herauskommt, also statt ca. 0,95 \u20ac, wie an manchen Tankstellen, 1,23 \u20ac !!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bildschirmfoto-vom-2016-04-10-075312.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-474\" src=\"http:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bildschirmfoto-vom-2016-04-10-075312-300x199.png\" alt=\"Bildschirmfoto vom 2016-04-10 07:53:12\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bildschirmfoto-vom-2016-04-10-075312-300x199.png 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bildschirmfoto-vom-2016-04-10-075312.png 602w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Schauen wir uns das in der Praxis an. Ca. 3\/5 der verbrauchten Kraftstoffe sind Diesel. Diesel ist trotzdem billiger, weil es in der Herstellung wesentlich g\u00fcnstiger zu produzieren ist als Benzin. Der Preis soll um 30% angehoben werden, d.h. die ohenhin schon 80% Steuern auf den Preis werden auf 86% angehoben. Man kauft eigentlich keinen Kraftstoff, man erwirbt Steuern an der Tankstelle. Die Kraftstoffrechnung jedes Dieselfahrers wird sich um ca. 1\/3 erh\u00f6hen, und wer knapp kalkulieren muss, weil sein Verdienst ohnehin nicht so hoch ist, muss halt weniger essen. Falls die Preise auch wieder steigen, werden die Privathaushalte weiter belastet.<\/p>\n<p>Aber nicht nur das: rechnet man den Verbauch einmal um, so sch\u00f6pft die Politik 10 Mrd. \u20ac alleine in der BRD zus\u00e4tzlich ab, um sie irgendwo zu verschwenden. Die Steuern auf den Verkehr steigen von etwas 60 Mrd. \u20ac auf 70 Mrd. \u20ac, ohne dass l\u00e4cherliche 10-15 Mrd. \u20ac f\u00fcr die dringend ben\u00f6tigte Sanierung der Stra\u00dfen vorhanden w\u00e4re (wie auch, wenn man das Geld anderswo verschwendet). Diese 10 Mrd \u20ac treffen auch die Nichtdieselfahrer: \u00f6ffentliche Verkehrsmittel werden teuerer, Transportkosten und damit auch Zustelldienste, Lebensmittel usw. werden teurer, weil sich die Triebstoffkosten um fast 1\/3 erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Man muss zugeben, der Trick ist gut. Man schickt die Umweltminister EU-weit vor, die diesen Raubzug unter einem fadenscheinigen Deckmantel aust\u00fcfteln sollen, und kann auch darauf bauen, dass beim notorischen L\u00fcgen erwischte Finanzminister gerne auf den Zug aufspringen. Eine wohlinformierte L\u00fcgenpresse wird ein \u00dcbriges tun, den Fischzug zu verschleiern, immer nach dem Motto &#8222;der B\u00fcrger ist ohnehin zu doof, das zu durchschauen&#8220;. Im Moment soll das in Frankreich schon mal getestet werden, aber Frankreich ist ja ohnehin schon pleite. Wenn das durchgeht, werden die Weichen EU-weit in diese Richtung gestellt werden.<\/p>\n<p>Falls sich immer noch jemand gefragt hat, wieso die Leute ab 1930 die NSdAP gew\u00e4hlt haben und sp\u00e4ter applaudierend am Stra\u00dfenrand standen, wenn die SA die Sozis durchs Dorf gepr\u00fcgelt hat: vielleicht bekommt er jetzt ein Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, wie man dahin kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Staat braucht Geld, viel Geld. Nicht f\u00fcr das Land, da sind Br\u00fccken auf Hauptverkehrsadern, die nur Fahrzeuge bis 3,5 to befahren d\u00fcrfen (K\u00f6lner Ring seit Jahren) v\u00f6llig ausreichend. 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