{"id":4652,"date":"2020-03-24T09:07:41","date_gmt":"2020-03-24T08:07:41","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=4652"},"modified":"2020-03-24T10:39:28","modified_gmt":"2020-03-24T09:39:28","slug":"corona-oder-welche-katastrophe-haetten-sie-denn-gerne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2020\/03\/24\/corona-oder-welche-katastrophe-haetten-sie-denn-gerne\/","title":{"rendered":"Corona oder: welche Katastrophe h\u00e4tten Sie denn gerne?"},"content":{"rendered":"\n<p>\u00dcber die Corona-Epidemie oder Pandemie, wie sie\nauch genannt wird, kursieren die verschiedensten Versionen. Egal\nwelche nun zutrifft, die Auswirkungen auf unser Leben sind inzwischen\nextremer als in Kriegszeiten. Ein Weg, der im Rahmen des Klimawandels\nim Verlaufe von 10 Jahren beschritten werden k\u00f6nnte, wird von der\nCorona-Krise in weniger als einer Woche geschafft. Das Problem: im\nVerlauf von 10 Jahren kann man vieles noch korrigieren, was nicht\npasst, in einer Tageshektik erfolgte Entscheidungen lassen sich nicht\nmehr r\u00fcckg\u00e4ngig machen. Ein Grund f\u00fcr jeden, sich nicht nur\nvorschreiben zu lassen, was er f\u00fcr richtig zu halten hat, sondern\n(f\u00fcr sich) selbst eine solide Bewertung vorzunehmen. Das f\u00fchrt\nzun\u00e4chst in das mediale Gewimmel.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Die mediale Schlammschlacht<\/h5>\n\n\n\n<p>Alles starrt gespannt wie die sprichw\u00f6rtliche\nMaus auf die Schlange auf zwei t\u00e4glich aktualisierte Zahlen: in\nmedialer Darstellung die Zahl der Infizierten und die Zahl der an\nCovid-19 Verstorbenen (bitte auf den Zusatz mediale\nDarstellung achten; den brauchen wir noch). Die Mainstream-Medien\nsind sich einig: in einer komplizierten mathematischen Operation, zu\nderen Erl\u00e4uterung f\u00fcr Abiturienten aus Bremen oder Berlin hier der\nPlatz fehlt (also bitte glauben!), wird aus den beiden Zahlen\nausgerechnet, dass sich eine Sterblichkeitsrate von 0,5 bis 7%\nergibt, das sei 5-70x so hoch wie bei einer normalen Grippe-Epidemie.<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen\ntauchen im Internet immer mehr Stimmen von Epidemiologen, Virologen,\nKlinik-Chefs und sonstigen Medizinern auf, die alles f\u00fcr eine\nnormale Grippeepdiemie halten und daf\u00fcr plaidieren, die\nZwangsma\u00dfnahmen umgehend einzustellen. Da diese Stimmen immer\nweniger zu ignorieren sind, schlie\u00dfen die Mainstreammedien ihre\nReihen und befeuern die Diskussion mit den bekannten\nArgumenten: das seien alles Pension\u00e4re, selbsternannte Fachleute,\nVerharmloser, Faktenignorierer und sowieso unseri\u00f6s. Covid-19 sei so\ngef\u00e4hrlich, dass \u00fcberall die Krematorien nicht mehr nachk\u00e4men mit\nder Beseitigung der Leichen (ein in Deutschland etwas fragw\u00fcrdiges,\naber sehr wirkungsvolles Bild). Informationen werden, wenn vorhanden,\nunter \u201eschockierenden Bildern\u201c versteckt und insgesamt wird ein\nBild portiert, das bei Leuten, die es nicht hinterfragen, zu dem\nEindruck f\u00fchrt, Covid-19 operiere irgendwo zwischen Ebola und Pest.\nMan wird auch nicht m\u00fcde, st\u00e4ndig neue selbsternannte Fachleute zu\npr\u00e4sentieren, die unter eindrucksvollen grammatikalischen\nVerrenkungen (3. Futur Plusquamperfekt mit doppeltem Konjunktiv)\nCovid-19 auf Marburg-Niveau (Todesrate &gt;90%) anzuheben.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Off meldet sich Stefan Rahmstorf vom PIK\n(Potsdam Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung) zu Wort und setzt die\nVerharmloser mit Klimaleugnern gleich und politische Experten wie\nKarl \u201edie Fliege\u201c Lauterbach fordern gar eine Zensur und\nBestrafung der Kritik an der offiziellen Linie. Kurz: tauscht man\nCovid-19 gegen CO<sub>2<\/sub> und Verharmloser gegen Klimaleugner\naus, kann man mit ansonsten unge\u00e4ndertem Text auch einer\n\u201eDiskussion\u201c in einem anderen Themenbereich beiwohnen.<\/p>\n\n\n\n<p>So kommt man nicht weiter. Man muss sich wohl oder\n\u00fcbel die Daten selbst anschauen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Normale Grippewelle oder nicht?<\/h5>\n\n\n\n<p>Covid-19 sei 5-70x so t\u00f6dlich wie eine normale\nInfluenza, hei\u00dft es unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut\n(RKI). Das RKI ist so etwas wie das Umweltbundesamt, nur halt f\u00fcr\nmikroskopisch kleine Scheusale. Dessen Intervall zwar etwas kleiner\nist als 5-70, aber problematisch wird es schon bei der Frage \u201ewas\nist eine normale Influenza?\u201c. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Die diesj\u00e4hrige Influenza-Saison wird es\nvoraussichtlich auf etwa 250-300 Opfer bringen (aktuell laut RKI 220,\naber die Saison neigt sich bereits dem Ende zu). Zumindest lassen das\ndie tagesaktuellen Berichte des RKI vermuten. Vor 2 Jahren in der\nSaison 2017\/18 waren es 25.000, das ist eben mal ein Faktor 100 in\nder Mortalit\u00e4tsstatistik nur innerhalb der Influenza-Familie! 5-70\nw\u00e4re im normalen Bereich, wenn man die diesj\u00e4hrige Saison zu Grunde\nlegt, und f\u00fcr den Faktor 100 vor zwei Jahren hat sich niemand aus\nPolitik und Medien auch nur ansatzweise interessiert. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Lassen wir das erst mal beiseite und schauen wir\nin die Statistik der WHO. Die weist f\u00fcr China bislang ca. 3.260\nTodesopfer aus, wobei kaum noch welche dazu kommen. Die Lage scheint\nsich dort beruhigt zu haben und nach Informationen aus dem RKI\nbeginnt China, die Produktion langsam wieder hochzufahren. Bezogen\nauf die Region, in der etwa 70 Mio Menschen leben, sind das etwa 10x\nso viele Todesopfer wie hier in der derzeitigen Influenza-Saison. Da\ndiese aber eher sehr schwach ausf\u00e4llt, kann man daraus schlie\u00dfen,\ndass Covid-19 nicht schlimmer ist als eine mittelstarke Influenza,\nwomit die Kritiker best\u00e4tigt w\u00e4ren. Die europ\u00e4ischen Zahlen aus\nItalien, Frankreich und Spanien sind zwar d\u00fcster, aber letztlich\nimmer noch im Influenza-Normalbereich. Also Entwarnung?<\/p>\n\n\n\n<p>Aber halt! In China gibt es nur ca. 81.000\nInfizierte, in Italien etwa 50.000. Also doch weitaus gef\u00e4hrlicher?\nWie passt das denn nun wirklich zusammen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Fragen wir dazu am Besten die Fachleute vom RKI.\nIch habe da einen gewissen Heimvorteil durch diverse akademische\nGrade (Dr.rer.nat. Und Prof.): (1) Ich kann vermutlich intelligentere\nFragen stellen als der Normalb\u00fcrger, (2) bekomme ich von\nakademischen Korrespondenzpartnern ausf\u00fchrlichere Antworten und (3)\nbin ich nicht nur in der Lage, das zu verstehen, was gesagt wird,\nsondern auch das, was nicht gesagt wird. Die ern\u00fcchternde Antwort\nvom RKI auf die Frage \u201ewas wisst noch\u201c lautet \u201eja \u2026 \u00e4h \u2026\nnix\u201c. Au\u00dfer den Zahlen im WHO-Report oder von der RKI-Seite wei\u00df\nman tats\u00e4chlich fast nichts, betreibt Simulationen aufgrund von\nplausiblen Vermutungen und Annahmen, die zutreffen k\u00f6nnen oder eben\nauch nicht. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Was gleich am Anfang platzt, ist die mediale\nDarstellungsblase. Bei der ersten Zahlen handelt es sich nicht um\nInfizierte, sondern die Anzahl der positiv verlaufenen Tests. Es ist\nnicht bekannt, wer warum \u00fcberhaupt getestet wurde und wie viele\nTests negativ ausgegangen sind. Mit anderen Worten: die Zahl\nderjenigen, die mit Covid-19 infiziert sind oder waren, liegt f\u00fcr\nDeutschland irgendwo zwischen ~21.000 positiven Testf\u00e4llen und\n54.000.000, das w\u00e4re der voraussichtliche \u201eDurchseuchungsgrad\u201c\nbei dem die Epidemie nach den Modellen sp\u00e4testens zum Erliegen\nkommt. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Wie das RKI eingesteht, kann man sich mit Covid-19\n infizieren und immun werden, ohne dass man das \u00fcberhaupt merkt. Die\nSymptome, die in leichteren F\u00e4llen nicht von anderen\nErk\u00e4ltungskrankheiten zu unterscheiden sind, k\u00f6nnen auch v\u00f6llig\nunterbleiben und man kann nicht sagen, ob Menschen, die sich mit\nSchnupfen zur Arbeit begeben haben oder vom Hausarzt mit einer\nPackung Paractamol nach Hause geschickt wurden, nun Influenza, Corona\noder etwas anderes hatten. Das steht v\u00f6llig im Einklang mit\n\u201enormaler Grippe\u201c, die in den meisten Jahren so verl\u00e4uft. Dem\nRKI bleibt nichts anderes \u00fcbrig, als seinen Ball bei den\nSimulationen in den weiten Raum von 21.000 bis 54 Mio zu werfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wovon alle, also auch das RKI ausgehen: das Virus\nkann man nicht ausrotten. Wenn wir nach China schauen, sind die\n81.000 positiven Nachweise seit Wochen stabil. Was? Das kann nicht\nsein! Die Zahlen m\u00fcssen doch exponentiell steigen. Ein Blick hinter\ndie Kulissen zeigt, dass die Chinesen im betroffenen Gebiet\nmutma\u00dflich gar keine Tests mehr durchf\u00fchren, au\u00dfer an letal\nendenden F\u00e4llen. Getestet werden Personen, die die Region verlassen.\nMan will das Zeug nicht exportieren. Da China (RKI-Info) die Region\nlangsam wieder hochf\u00e4hrt, deutet das darauf hin, dass dort der\nS\u00e4ttigungsgrad bereits weitgehend erreicht ist. Auch der stabile\nBodycount spricht daf\u00fcr. Bl\u00f6derweise muss man sich das selbst\nzusammen reimen, denn diese Info w\u00fcrden die derzeitigen Ma\u00dfnahmen\nebenfalls platzen lassen wie eine Seifenblase.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie infekti\u00f6s Covid-19 ist, wei\u00df man beim RKI\nebenfalls nicht. Leute, die in Quarant\u00e4ne geschickt worden sind,\nbeobachtet man nicht weiter. Wenn sie nach 14 Tagen wieder zur Arbeit\ngehen, wird das nirgendwo erfasst. Es scheint allerdings wie eine\nnormale Influenza ziemlich infekti\u00f6s zu sein, wenn trotz aller auch\nbisher schon getroffener Vorsichtsma\u00dfnahmen positive Testergebnisse\nin Regionen gefunden werden, in denen im weiten Umkreis kein einziger\nweiterer Fall bekannt ist. Man wei\u00df es schlicht nicht und stellt\nplausible Vermutungen an, die zutreffen k\u00f6nnen oder eben auch nicht.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls v\u00f6llig unbekannt ist die Zahl derer,\ndie eine Infektion hinter sich haben und folglich erst einmal immun\nsind. Antik\u00f6rper-Screenings, mit denen man das feststellen k\u00f6nnte,\nwerden laut dem RKI fr\u00fchestens in vielen Monaten durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei der Opferzahl handelt es sich nicht um\ndie Zahl derjenigen, die an Covid-19 gestorben sind, sondern\nderjenigen, bei denen ein Test positiv verlaufen ist, und wenn dieser\nauf dem Totenbett durchgef\u00fchrt wurde. Egal, was nun der Hauptgrund\nf\u00fcr den Tod war, er landet auf dem Konto von Covid-19. Als typisches\nBeispiel sei der nach bangem Warten medial fast schon gefeierte erste\nCovid-19-Tode in Brandenburg genannt. Steckbrief: 81-j\u00e4hriger Mann\nauf der Palliativ-Station einer Klinik, also der Abteilung f\u00fcr\nbaldiges humanes Sterben, wobei nicht klar ist, ob das Virus schon\nvor der Einlieferung im Patienten steckte oder erst in der Klinik auf\nihn aufmerksam wurde. Obwohl der Patient also ohnehin in den n\u00e4chsten\nTagen gestorben w\u00e4re, wird er vom RKI nach eigenem Bekunden und ohne\nBedenken Covid-19 aufs Konto geschrieben (vermutlich freut sich jetzt\nirgendeine Krebsart \u00fcber eine bessere Statistik) und der Landrat\nh\u00e4lt sich nicht lange zur\u00fcck, trotz des fehlenden Sachbezugs die\n\u201eSchutzma\u00dfnahmen\u201c zu versch\u00e4rfen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Man muss sich das wirklich noch einmal klar\nmachen: das RKI gibt freim\u00fctig genau das zu, was die Verharmloser\nihm vorwerfen: ohne Covid-19-Test und diese spezielle Art der\nVerbuchung w\u00fcrden sehr viele Todesf\u00e4lle unter einem anderen Etikett\nverbucht werden. Das RKI kann allerdings auch nicht anders, wie man\nzugestehen muss, denn \u00fcber die Todesumst\u00e4nde wei\u00df es, ebenfalls\nnach eigenem Bekunden, nichts au\u00dfer eben dem positiven Befund.\nNat\u00fcrlich wird man der Sache genauer auf den Grund gehen, aber aus\nverschiedenen Gr\u00fcnden auch erst in vielen Monaten, wenn sich der\nRauch verzogen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Bleibt noch die Sache mit den \u201erauchenden\nKrematorien\u201c zu kl\u00e4ren, die in den Medien hochgespielt werden.\nAuch davon bleibt nicht viel \u00fcbrig. Covid-19 ist offiziell als\nSeuche eingestuft und da entf\u00e4llt bei Verstorbenen die Aufbahrung\nund der feierliche Vorbeimarsch am offenen Sarg. Aus guten Gr\u00fcnden\nwerden die Leichen verbrannt, weil man nur dann sicher sein kann,\ndass der kleine B\u00f6sewicht auch tot. Einige tausend Leichen, die\nnormalerweise in einem Sarg beerdigt worden w\u00e4ren, nun aber im\nKrematorium landen, f\u00fchren nat\u00fcrlich zu einem erh\u00f6hten Aufkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Fassen wir zusammen: wenn man die wenigen\nbekannten Fakten, die Vielzahl der v\u00f6llig unbekannten Daten und ein\npaar plausible \u00dcberlegungen, die auch beim RKI neben anderen\nangestellt werden, in einen logischen Zusammenhang stellt, komme\nzumindest ich zu dem Schluss: bei Covid-19 handelt es sich mit hoher\nWahrscheinlichkeit um eine normale Grippeepidemie. Wenn es aber eine\n\u201enormale Grippe\u201c war, warum waren dann die Chinesen so erschreckt\nund haben so drastische Ma\u00dfnahmen ergriffen? \n<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Gr\u00fcnde f\u00fcr die Panik<\/h5>\n\n\n\n<p>An der Stelle verlassen wir die Datensammlung des\nRKI, denn da wird man zun\u00e4chst nicht weiter f\u00fcndig, und schauen\nwieder nach China. W\u00e4hrend Influenza eher unspezifisch zuschl\u00e4gt,\nhat Corona eine sehr hohe Affinit\u00e4t zur Lunge, also einem sehr\nempfindlichen Organ. Durch st\u00e4ndiges Ein- und Ausatmen, von\nniemandem bezweifelt eine sehr n\u00fctzliche Angewohnheit des K\u00f6rpers,\nwenn er sein \u00dcberleben sichern will, gelangen nicht nur jede Menge\nStoffe in die Lunge, die dort Sch\u00e4den verursachen k\u00f6nnen, sondern\nauch jede Menge anderer Keime, die Krankheiten ausl\u00f6sen. Hat der\nK\u00f6rper bereits ein Problem, sich gegen das Virus zu wehren, wird es\nnoch schwerer, wenn eine Horde Pneumokokken die Gelegenheit ergreift\nund ebenfalls \u00fcber das Opfer her f\u00e4llt, und umgekehrt gilt das\nnat\u00fcrlich auch, wenn Covid-19 auf eine bestehende leichte\nLungenentz\u00fcndung trifft. Diese Sekund\u00e4rinfektionen, die sich viele\nPatienten erst im Krankenhaus einfangen, weil das ein idealer Platz\nzum Lauern f\u00fcr die Burschen ist, haben ihren Anteil am Aufwand einer\nBehandlung und auch an einem relativ schnellen Ableben (was nebenbei\nbemerkt \u00fcber Jahrhunderte der normale Tod war, aber anscheinend ist\nda die Nostalgie bei gewissen Publikumskreisen weniger ausgepr\u00e4gt).<\/p>\n\n\n\n<p>Da liegt das Problem mit Covid-19 gegen\u00fcber\nInfluenza: obwohl nach unseren vorhergehenden Betrachtungen kaum\nschlimmer als eine Influenza-Epidemie ist bei \u00e4hnlich vielen\nschweren F\u00e4llen der Anteil der Patienten, die eine intensive\nApparatemedizin ben\u00f6tigen, anscheinend sehr viel h\u00f6her. Da die\nRessourcen begrenzt sind, kommt das Gesundheitssystem schneller an\ndie Kapazit\u00e4tsgrenze. Auch dar\u00fcber wei\u00df das RKI derzeit\nanscheinend recht wenig. Es ist zwar halbwegs bekannt, wie viele\nPatienten schlie\u00dflich in einer Klinik landen, aber wie viele nun aus\nwelchen Gr\u00fcnden auf der Intensivstation ist vorl\u00e4ufig v\u00f6llig\nunbekannt (wir werden die Fragen in einigen Monaten kl\u00e4ren).<\/p>\n\n\n\n<p>Das scheint der Grund f\u00fcr die Heftigkeit der\nchinesischen Reaktion gewesen zu sein: haupts\u00e4chlich durch r\u00e4umliche\nEind\u00e4mmung gen\u00fcgend Ressourcen f\u00fcr die Apparatemedizin zu schaffen\n(behalten Sie das Wort \u201er\u00e4umlich\u201c im Hinterkopf; nat\u00fcrlich\nspielt auch eine zeitliche Streckung eine Rolle, aber vermutlich nur\nuntergeordnet). \n<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem hat das Virus noch eine andere unangenehme\nEigenschaft: es behindert gewisse Signalbahnen des Immunsystems. Bei\njungen und gesunden Menschen macht das nicht viel aus, weil deren\nImmunsystem spielend damit fertig wird, aber mit zunehmenden Alter\nwird auch das Immunsystem schw\u00e4cher, weshalb das Virus besonders bei\n\u00e4lteren Menschen seine h\u00e4ssliche Wirkung entfalten kann (wenn\neinzelne junge Menschen wie der chinesische Arzt, der auf das Virus\naufmerksam gemacht hat, ihm trotzdem zum Opfer fallen, ist das normal\nund nicht au\u00dfergew\u00f6hnlich, l\u00e4sst sich aber blendend medial\nauschlachten). Aber auch das gen\u00fcgt nicht, wie inzwischen aus den\nitalienischen Statistiken hervorgeht: mindestens eine medizinische\nVorsch\u00e4digung ist hilfreich f\u00fcr den vorzeitigen Tod, zwei oder drei\nnoch besser. Auch f\u00fcr gesunde alte Menschen ohne Vorsch\u00e4digung ist\ndie Gefahr relativ \u00fcberschaubar, wie inzwischen auch in den\nMainstreammedien erscheinende italienische Statistiken zeigen. Nur\nwird die Wahrscheinlichkeit, auf solche zu sto\u00dfen, bei zunehmendem\nAlter geringer; normal f\u00fcr viele \u00c4ltere ist eher, dass 30% der\nt\u00e4glichen Nahrung aus Medikamenten besteht und sie damit zum idealen\nOpfer werden. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt also anscheinend eine bevorzugte und\nhalbwegs gut definierbare Zielgruppe f\u00fcr Covid-19. Das k\u00f6nnte man\nbei Ma\u00dfnahmen nat\u00fcrlich ber\u00fccksichtigen. Beim RKI pr\u00fcft man\ninzwischen, ob die Erkenntnisse statistisch \u00fcberhaupt signifikant\nsind (und wird in einigen Monaten sicher zu irgendeinem Ergebnis\nkommen; Anmerkung des Verfassers).<\/p>\n\n\n\n<p>Nebenbei bemerkt: In Richtung Behandlung von\nErkrankten haben die Chinesen ebenfalls inzwischen weiter gedacht.\nWenn das Virus einen Botenstoff im Immunsystem hemmt, f\u00fchren wir ihn\neben per Spritze zu. Gesagt, getan. In China wird nach einigen\nBerichten der Flurfunkmedien erfolgreich mit Interferon (und auch\nanderen Substanzen) behandelt, was allerdings gute \u00e4rztliche\n\u00dcberwachung verlangt, damit das Immunsystem nicht \u00fcbertreibt.\nPassende Intereferonpr\u00e4parate gibt es \u2013 man lese und staune \u2013\nbei den Kubanern. Hier beobachtet man nat\u00fcrlich zun\u00e4chst die\nStatistik und stellt \u00dcberlegungen \u00fcber Zulassungsverfahren sowie\ndie politischen Implikationen an, wenn man sich bei einem Land\nbedient, das US-Sanktionen unterliegt. Aber zumindest ist in Italien\njetzt einer Gruppe kubanischer \u00c4rzte zur Unterst\u00fctzung\neingetroffen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Italien und Deutschland<\/h5>\n\n\n\n<p>In Italien gibt es bislang \u00fcber 4.000 Tote, in\nDeutschlandist die Zahl langsam \u00fcber 70 geklettert und auch aus\nanderen L\u00e4ndern liegen eigenartig abweichende Bodycounts vor (die\nFallzahlen muss man aus den genannten Gr\u00fcnden hier ausblenden).\nWoran k\u00f6nnte das liegen? Sind Italiener empfindlicher als Deutsche? \n<\/p>\n\n\n\n<p>Antworten lassen sich relativ schnell finden, d.h.\nzumindest die Verharmlosergruppe hat sie parat, wobei der Widerspruch\ndieses Mal gro\u00dfenteils ausbleibt. Der Bodycount in den verschiedenen\nL\u00e4ndern l\u00e4sst sich zum Einen recht gut mit dem Grad der\nLuftverschmutzung korrelieren. In Italien ist die Luftverschmutzung\nim Schnitt deutlich h\u00f6her als in Deutschland und damit die\nallgemeine Lungensch\u00e4digung intensiver, besonders wenn man die Luft\nschon 60-90 Jahre einatmet. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr China. Man muss\nzugeben, dass das zun\u00e4chst eine Arbeitshypothese ist, aber die\nKorrelation ist nicht zu \u00fcbersehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommt zum Anderen, dass das italienische\nGesundheitssystem noch maroder ist als unseres und deutlich mehr\nKeime resistent sind gegen Antibiotika. Kommt zu Covid-19 eine\nSekund\u00e4rinfektion hinzu (oder umgekehrt), ist es f\u00fcr die Mediziner\nungleich schwerer, solche Leute erfolgreich zu behandeln. Alles\nzusammen ergibt eine Mischung, die mutma\u00dflich zu diesen doch sehr\ndrastischen Unterschieden beim Bodycount f\u00fchrt. Aber das letzte Wort\nwird auch hier erst in vielen Monaten gesprochen, wenn die Jungs vom\nRKI Zeit finden, sich intensiver damit zu besch\u00e4ftigen. \n<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Der Shutdown der EU<\/h5>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich m\u00f6chte man die chinesischen\nErfahrungen, dass das Gesundheitssystem aus sehr spezifischen Gr\u00fcnden\napparatemedizinisch \u00fcberlastet wird, hier nicht wiederholen. Ob man\nhier auf einen \u00dcberlastungszustand hinsteuert, ist nicht eindeutig\nfeststellbar. Die Medien liefern einerseits Schockberichte aus\nNorditalien und Madrid, andererseits stellen sowohl italienische als\nauch deutsche Klinikchefs \u2013 \u00e4h, ich meine nat\u00fcrlich Verharmloser\nin Interviews klar, dass keine Engp\u00e4sse vorhanden sind. Wer hat nun\nRecht? Ich w\u00fcrde auf die Klinikchefs tippen, weil man als Mediziner\nim Gegensatz zum Mainstreamjournalist zumindest z\u00e4hlen k\u00f6nnen muss,\naber das darf jeder anders sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Halten wir fest: es dreht sich derzeit in\nDeutschland um ca. 70 Tote, Endbilanz unbekannt, Prozentsatz der\nIntensivbehandlungen unbekannt, bei ca. 95.000 Todesf\u00e4llen\ninsgesamt, die in Deutschland pro Jahr ohnehin eintreten. Welcher\nAufwand ist verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig bei einer mit hoher Wahrscheinlichkeit\neher normalen Grippeepidemie mit gut definierter Risikogruppe und\nh\u00f6herem apparatemedizinisch notwendigem Aufwand? \n<\/p>\n\n\n\n<p>Der einfachste Weg ist, den chinesischen Shutdown\nder Region Wuhan zu kopieren. Man kann dem RKI keinen Vorwurf machen,\nwenn es aus epidemiologischer Sicht ebenfalls einen Shutdown\nvorschl\u00e4gt, um auf der sicheren Seite zu sein. Wobei man beim RKI\nden Unterschied zu China schon richtig verstanden hat: liegt die\nchinesische Absicht vorzugsweise in einer r\u00e4umlichen Begrenzung\n(s.o.), liegt die deutsche Absicht in einer zeitlichen Dehnung. Die\nmedizinische Versorgbarkeit soll dadurch gew\u00e4hrleistet werden, dass\ndie Infektionsrate so langsam fortschreitet, dass nie zu viele aus\nder Risikogruppe ernsthaft erkranken. Wobei die Verlangsamung bislang\nanscheinend nur bedingt notwendig ist, alternative Ma\u00dfnahmen zum\nSchutz der Risikogruppe aber nicht in Betracht gezogen werden,\nzumindest nicht \u00f6ffentlich und auch nicht in den RKI-Emails an mich.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen RKI und Realit\u00e4t hat die Verfassung die\nPolitik gesetzt, und die m\u00fcsste nun auch andere Gesichtspunkte als\ndie epidemiologischen ins Kalk\u00fcl ziehen. Die EU mit Deutschland\nmitten drin ist n\u00e4mlich nicht China. Mit der r\u00e4umlichen Isolation\nin China waren ca. 70 Mio Menschen vom Shutdown betroffen, China\nbesitzt aber ein Backup-System von weiteren 930 Mio Menschen, die das\nbetroffene Gebiet versorgen und Hilfe beim Wiederhochfahren leisten\nk\u00f6nnen, was jetzt offenbar bereits geschieht. In der EU sind mit der\nStrategie der zeitlichen Verz\u00f6gerung fast 400 Mio Menschen \u00fcber\neinen strategisch bedingten sehr viel l\u00e4ngeren Zeitraum betroffen,\nwobei hier keinerlei Backupsystem vorhanden ist, weil der Shutdown\nnahezu EU-weit erfolgt. Die gro\u00dfen Motoren der EU \u2013 Deutschland,\nFrankreich, Italien, Spanien \u2013 werden abgeschaltet.<\/p>\n\n\n\n<p>Wobei in Deutschland die Hauptabschaltung noch\nfolgt. Anscheinend plant die Merkel-Administration eine bundesweite\nabsolute Ausgangssperre, Besuchs- und Versammlungsverbot au\u00dferhalb\ndes engen Familienkreises, Zwangsschlie\u00dfung aller Gesch\u00e4fte au\u00dfer\nSuperm\u00e4rkten. Man muss sich klarmachen, dass so mancher Knastinsasse\nmehr Freiheiten genie\u00dft als das, was auf den Normalb\u00fcrger zukommt.\nUnd das aus nicht vorhandenen Gr\u00fcnden, wie wir festgestellt haben.\nUnd das obendrein als Open-End-Version. Null soziale Kontakte \u00fcber\n3, 4, 5 Monate, vielleicht sogar \u00fcber Jahre. Ausgeschlossen wird\nselbst das von der Politik nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist wieder alles hervorragend organisiert.\n\u201eNiemand wird zur\u00fcckgelassen\u201c war von der Gr\u00f6KaZ zu h\u00f6ren,\nwobei in Deutschland ca. 1,5 Mio Menschen den Namen Niemand besitzen\nund zur\u00fcckgelassen werden. Das sind die ca. 1,5 Mio Menschen, die\nauf die Tafeln angewiesen sind. Die Tafelmitarbeiter, i.d.R.\nEhrenamtliche aus der Risikogruppe, bleiben zu Hause und die Tafeln\ngeschlossen, zumal die Supermarktketten derzeit ohnehin nichts\nabzugeben haben. Wie diese Leute jetzt \u00fcberleben sollen, scheint\nniemanden zu interessieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Unternehmen sollen von der KfW Hilfen bekommen,\nwenn sie schlie\u00dfen m\u00fcssen, doch Unternehmen, die das wollen,\nerfahren von ihrer Hausbank, dass keine wei\u00df, wie das geht.\nVermutlich in einigen Monaten, wenn wir an der Stelle mal die Ansagen\ndes RKI reproduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Quarant\u00e4ne verh\u00e4ngen? Kein Problem. Um die\nVersorgung mit Nahrungsmitteln und um Haustiere soll sich der\nBetroffene aber selbst k\u00fcmmern. Mit Hilfe der Nachbarn versteht\nsich. Denen wird aber gerade verboten, sich mit den Nachbarn zu\ntreffen und etwas zu organisieren. Zwar m\u00fcssten Beh\u00f6rden zumindest\nAnsprechpartner vermitteln k\u00f6nnen, geben aber auch der\nMainstreampresse gegen\u00fcber zu, dass sie dazu nicht in der Lage sind.\nDerweil schalten ohnehin immer mehr Beh\u00f6rden in den\nSelbstverwaltungsmodus: Publikumsverkehr stark reduziert bis\nausgesetzt, obwohl absehbar mehr Bedarf besteht.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Die Folgen der Shutdowns<\/h5>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich ist auch der chinesische Gesch\u00e4ftsmann\nnach einigen Wochen Shutdown pleite, aber das riesige chinesische\nBackupsystem erm\u00f6glicht Hilfen in nahezu jeder Gr\u00f6\u00dfenordnung.\nChina kann in kurzer Zeit wieder durchstarten.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier sieht das anders aus. Ob sich die Infektion\nexponentiell verbreitet, wei\u00df niemand, aber jedem\nWirtschaftsfachmann ist klar, dass mit jedem Tag die Zahl der\nArbeitslosen exponentiell steigt. Den kleinen Unternehmen bleibt gar\nnichts anderes \u00fcbrig, da die Kosten weiter laufen, und die mittleren\nund gro\u00dfen werden nachziehen, sobald die Tarifvertr\u00e4ge das\nzulassen. Es ist genauso klar, dass mit jedem Tag der verordneten\nZwangsschlie\u00dfung die Anzahl der Betriebe, die nicht wieder \u00f6ffnen\nwerden, ebenfalls exponentiell ansteigt. Wenn der Shutdown l\u00e4nger\nanh\u00e4lt, werden ganze Branchen mehr oder weniger komplett\nverschwinden. Nicht (nur) meine Ansage, auch die von\nWirtschaftsfachleuten.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbst die, die wieder \u00f6ffnen, werden Probleme\nhaben, denn mit dem \u00dcbergang in die Arbeitslosigkeit fallen auch\nzahlungskr\u00e4ftige Kunden fort. Vieles wird ins Internet verlagert\nwerden, was Amazon oder ebay n\u00fctzt, denn dort ist vieles g\u00fcnstiger\nund die Kunden gew\u00f6hnen sich daran, dort zu bestellen als nach\nge\u00f6ffneten Gesch\u00e4ften zu suchen. Wenn die Internetk\u00e4ufe zunehmen,\nwird es aber auch f\u00fcr die Lieferdienste eng. Amazon Prime liefert\ndann wohl nicht mehr am n\u00e4chsten Tag, sondern in der n\u00e4chsten\nWoche.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Aussetzen der sozialen Kontakte zerst\u00f6rt\nobendrein die Gesellschaft und f\u00f6rdert das Clansystem. Wenn Aldi,\nLidl, Rewe und andere Superm\u00e4rkte damit anfangen, Kunden nur noch\neinzeln ins Gesch\u00e4ft zu lassen und sich Schlangen vor den Gesch\u00e4ften\nund an den Kassen bilden \u2013 mindestens 1,5 m Abstand! \u2013 werden\nnach Erfahrungen mit der menschlichen Psyche Schl\u00e4gereien an der\nTagesordnung sein. Fallweise wird bereits jetzt nach einer Woche \u00fcber\nso etwas berichtet. L\u00e4uft das im gr\u00f6\u00dferen Stil an, wird entgegen\ndem martialischen Geschrei aus den Politikzentralen die Polizei dem\nh\u00f6chstwahrscheinlich nicht mehr gewachsen sein. Auf die Bundeswehr\nwird man kaum z\u00e4hlen k\u00f6nnen, auch wenn Kramp-Karrenbauer 75.000\nReservisten einziehen will. Auch die Ausgangssperren werden sich\nallenfalls kurz durchsetzen lassen. Die Fridays-4-Future-Jugend und\ndie Bewohner nicht biodeutscher Stadtviertel sind zu sehr gewohnt,\nauf die Staatsgewalt zu pfeifen, um sich lange aufhalten zu lassen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Sind das jetzt genauso \u00fcberzogene\nHorrorszenarien, wie sie uns die Mainstreammedien pr\u00e4sentieren?\n\u00dcberlegen Sie an dieser Stelle einmal, wie die menschliche Psyche\nfunktioniert und was f\u00fcr Zust\u00e4nde sich anderswo entwickeln, wenn\ndie Bev\u00f6lkerung unter einen derartigen Druck gesetzt wird. Oder\nfragen Sie Ihren Therapeuten, falls Sie den noch besuchen d\u00fcrfen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6glicherweise k\u00f6nnte aber schon fr\u00fcher Schluss\nsein. Durch den ganzen Wirrwarr ist n\u00e4mlich bereits jetzt die\nLogistik behindert bis blockiert. Polnische LKWs und deren Fahrer\nbleiben in Polen und die Lager der Superm\u00e4rkte sind begrenzt, da\nauch im Nahrungsmittelbereich die Just-in-Time-Strategie bei freien\nGrenzen z\u00e4hlt. Noch laufende Transporte kleckern derzeit mit\nZeitverz\u00f6gerungen \u00fcber die Grenzen. Wer nach Anzeichen sucht, wie\nes mit der Lieferkette steht, dem sei empfohlen, Frischwaren und\nTiefk\u00fchlkosttruhen im Supermarkt zu beobachten. Tiefk\u00fchlkost kann\nman n\u00e4mlich im Gegensatz zu vielem anderen nicht hamstern. In den\nTruhen ist nur begrenzt Platz und meist sind sie ohnehin voll. Werden\ndie Auslagen in den Truhen der Superm\u00e4rkte geringer, k\u00f6nnte das auf\ndas Zusammenbrechen der Lieferketten hinweisen. Da staatlicherseits\nau\u00dfer der Verbreitung von pomp\u00f6sen Latrinenparolen absolut nichts\norganisiert ist, sind sicher auch die Lieferketten der Superm\u00e4rkte\nnicht organisiert. Bricht die Versorgung zusammen, ist es aber\nschnell Schluss mit der Disziplin. Wenn die Menschen nichts mehr zu\nverlieren haben, verlieren sie auch die letzten Hemmungen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n\n\n\n<p>Fassen wir zusammen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>\nEs gibt keinen rationalen\n\tGrund, aus den verf\u00fcgbaren Daten auf etwas anderes als einen\n\tnormalen Grippe-Epidemie-Verlauf zu schlie\u00dfen.\n\t<\/li><li>\nEs gibt einen rationalen\n\tGrund, davon auszugehen, dass die Covid-19-Epidemie die Kapazit\u00e4t\n\tder Intensivmedizin schneller an ihre Grenzen bringt.\n\t<\/li><li>\nEs gibt in Deutschland\n\tseitens der Kliniken aber noch keine Signale, dass die Grenzen\n\tbereits erreicht sind oder man kurz davor steht.\n\t<\/li><li>\nNach den verf\u00fcgbaren Daten\n\tist die Hochrisikogruppe \u00e4lterer, bereits erkrankter Menschen gut\n\tdefinierbar.\n\t<\/li><li>\nEs sind wesentlich mildere\n\tMa\u00dfnahmen denkbar, die Hochrisikogruppe so zu sch\u00fctzen, dass es zu\n\tkeinerlei Engp\u00e4ssen kommen wird. \n\t\n\t<\/li><li>\nDie ergriffenen Ma\u00dfnahmen\n\tf\u00fchren mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit in eine wirtschaftliche und\n\tgesellschaftliche Katastrophe, die selbst eine schlimmen\n\tEpidemieverlauf in den Schatten stellen d\u00fcrfte.\n<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Eigentlich sollte man erwarten, dass wenigstens\neinige Politiker auch so weit logisch denken k\u00f6nnen. Doch derzeit\nhaben die Hardliner Oberhand und bei aller Dramatik ist es irgendwie\nfaszinierend, wie stumpf trotzdem fast die gesamte Bev\u00f6lkerung\nbereitwillig in diese Richtung marschieren. Zumal es in der\nGeschichte das eine oder andere Vorbild gibt, wo solcher Aktionismus\nhinf\u00fchrt. Wie hat jedoch einmal jemand sehr korrekt bemerkt: \u201eDas\nEinzige, was man aus der Geschichte lernen kann, ist, dass niemand\naus der Geschichte lernt\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die Corona-Epidemie oder Pandemie, wie sie auch genannt wird, kursieren die verschiedensten Versionen. Egal welche nun zutrifft, die Auswirkungen auf unser Leben sind inzwischen extremer als in Kriegszeiten. Ein Weg, der im Rahmen des Klimawandels im Verlaufe von 10 Jahren beschritten werden k\u00f6nnte, wird von der Corona-Krise in weniger als einer Woche geschafft. 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