{"id":4318,"date":"2020-01-30T07:17:00","date_gmt":"2020-01-30T06:17:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=4318"},"modified":"2020-01-24T10:05:44","modified_gmt":"2020-01-24T09:05:44","slug":"neues-vom-strassenverkehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2020\/01\/30\/neues-vom-strassenverkehr\/","title":{"rendered":"Neues vom Stra\u00dfenverkehr"},"content":{"rendered":"\n<p>gibt es eigentlich nicht, au\u00dfer dass die Ma\u00dfnahmen zur Behinderung immer besser greifen und das E-Auto immer uninteressanter wird.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Organisierte Behinderungen<\/h4>\n\n\n\n<p>Vielerorts wurden Dieselfahrverbote verh\u00e4ngt. <a href=\"https:\/\/www.adac.de\/verkehr\/abgas-diesel-fahrverbote\/fahrverbote\/dieselfahrverbot-faq\/\">Eine \u00dcbersicht findet man beim ADAC<\/a>. Trotz aller Tricks ist es aber bislang nicht gelungen, fl\u00e4chendeckende Fahrverbote zu verh\u00e4ngen. Was wohl damit zusammen h\u00e4ngt, dass es den Kommunen einfach nicht gelingt, gen\u00fcgend viele Baustellen einzurichten. In Stuttgart beispielsweise &#8222;Stuttgart 21&#8220;, vorgestellt 1994, offiziell begonnen 2010 (inoffiziell schon vorher), was zumindest die letzten 10 Jahre gen\u00fcgt hat, den Verkehr gerade dort, wo die Fahrverbote verh\u00e4ngt wurden, gr\u00fcndlich lahm zu legen, weil immer wieder die Fahrspuren aufgerissen und die Spuren verengt werden und schlangenf\u00f6rmig um die neuen L\u00f6cher kreisen. In Berlin ist es anscheinend kaum besser, K\u00f6ln als Dauerbaustelle kennt ohnehin jeder und selbst das mickrige Emden hat es hinbekommen, einen ca. 2 km langen Stra\u00dfenabschnitt 7 Jahre komplett wegen Sanierung zu sperren. <\/p>\n\n\n\n<p>Wer nicht so progressiv ist, kann den Verkehr auch mit Ampelschaltungen lahm legen. Vielerorts steht man an 10 von 10 Ampeln immer wieder erneut, was anscheinend nicht daran h\u00e4ngt, dass die Verwaltungen nicht in der Lage sind, eine gr\u00fcne Welle einzurichten, sondern dass ihnen gelungen ist, die rote Welle zu optimieren. Bei kleineren Fehler kann man dann beispielsweise an manchen Tagen in Emden an 2 von 7 Ampeln durchfahren. Wenn der Verkehr nicht rollt, steigen aber die Abgas-Emissionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben dem Problem, wo denn der ortsfremde Fahrer bei einem Fahrverbot langfahren soll (Navis geben das nicht her) und ob es denn \u00fcberhaupt zul\u00e4ssig ist, f\u00fcr ein und die gleiche Ordnungswidrigkeit in jeder Stadt eine andere Strafe zu erhalten, gibt es das Problem der Kontrolle. Dazu m\u00fcsste man n\u00e4mlich die Fahrzeuge anhalten und die Papier kontrollieren, weil man sonst gar nicht feststellen kann, ob ein Fahrzeug betroffen ist oder nicht. Die Polizei lehnt es in der Regel ab, sich auch noch damit zu besch\u00e4ftigen, und in der Rush-Hour Leute anhalten d\u00fcrfte auch nicht so gut ankommen. Vermutlich halten sich daher nicht viele dran und fahren trotzdem durch.<\/p>\n\n\n\n<p>Ersatzweise haben viele Kommunen Tempo-30-Zonen eingerichtet, die im Gegensatz zu Spielstra\u00dfen und verkehrberuhigten Zonen mit Radarfallen nur so gespickt sind. Wenn man schon die Dieselfahrer nicht zur Kasse bitten kann, dann eben alle. Das Ergebnis erf\u00fcllt die Erwartungen der Stadtverwaltungen: Staus ohne Ende (der Verkehr kommt vielfach komplett zum Erliegen, wo er bei normalem Tempo noch rollte) und auch Abgase ohne Ende, da die Motoren in einem Drehzahlbereich schaffen m\u00fcssen, in dem die Emissionen besonders hoch sind. &#8222;Vielen Dank, liebe Idioten!!&#8220; so die einhellige Meinung der Anlieger in Bochum, M\u00fcnster und anderen Orten. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Parkplatz-Probleme<\/h4>\n\n\n\n<p>Behinderungen gibt es auch beim Parken. In Stuttgart beispielsweise d\u00fcrfen in verschiedenen Vierteln nur noch Anwohner auf der Stra\u00dfe parken. Das wird kontrolliert, sogar Nachts. F\u00fcr so etwas ist Geld bei den Verwaltungen vorhanden. <\/p>\n\n\n\n<p>Wer nicht da wohnt, muss ins Parkhaus. Was bei Besuchen schon mal bedeutet, 1 km oder mehr laufen zu m\u00fcssen, wenn man von au\u00dferhalb kommt. Wobei das Auto auch nicht zu gro\u00df sein sollte. Die Parkbuchten orientieren sich an Konfektionsgr\u00f6\u00dfen der Autos vor 20 Jahren und ein Passat, Insignia oder BMW wird da bereits \u00e4hnlich eingezw\u00e4ngt wie der Radler in seiner Wurstpellenmotour, von SUVs mal ganz abgesehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings sind die Parkh\u00e4user f\u00fcr bestimmte Berufe f\u00f6rderlich. Da konzentriert Au\u00dfer\u00f6rtliche dort \u00fcber Nacht stehen, die eher schon mal was im Fahrzeug lassen, muss man nicht so weit von einem Auto zum anderen laufen und kann so mehr aufbrechen als auf der Stra\u00dfe. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch auf anderen Parkpl\u00e4tzen wird der Parkraum immer geringer. Um die Schwerbehindertenparkpl\u00e4tze wirklich besetzen zu k\u00f6nnen w\u00e4ren organisierte Kaffeefahrten mehrerer Kreise notwendig, und die Mutter-und-Kind-Parkpl\u00e4tze sind inzwischen auch so viele geworden, dass man am Besten seine 90-j\u00e4hrige Mutter ins Auto packt, wenn man einen Parkplatz will. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">E-Auto &amp; Co.<\/h4>\n\n\n\n<p>Vom E-Auto h\u00f6rt man immer weniger. Aus gutem Grund. Keiner kauft eines. Und es wird auch immer unattraktiver. Inzwischen hat sich n\u00e4mlich herum gesprochen, dass eine Nachtladung an der Haushaltssteckdose die Batterie nicht unbedingt so weit aufl\u00e4dt, dass man alle Touren am n\u00e4chsten Tag auch machen kann, wobei solche Steckdosen ohnehin nur f\u00fcr H\u00e4uslebauer in Frage kommen. Hat man einen Stellplatz, muss man dort erst mal was installieren lassen, damit der Strom auch abgerechnet werden kann und kein Fremder schwarz tankt, und bei der Gelegenheit baut das EVU auch gleich Begrenzer ein, was die Sache wieder teuer macht. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"596\" height=\"517\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/grafik-12.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4320\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/grafik-12.png 596w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/grafik-12-300x260.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 596px) 100vw, 596px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Normalo in der Mietwohnung ohne eigenen Stellplatz bedeutet das, eine der wenigen Stroms\u00e4ulen anzufahren, die ohnehin schon den Zorn der Anwohner erregen, weil dadurch weitere Parkpl\u00e4tze verloren gehen. Potentielle E-Auto-Kunden haben inzwischen auch gemerkt, dass sie, wenn sie nach der Arbeit die S\u00e4ule anfahren, entweder alle halbe Stunde nachschauen m\u00fcssen, ob nun eine frei ist, um dann den m\u00fchsam gefundenen Stellplatz f\u00fcr die Nacht aufzugeben, Strom zu laden und anschlie\u00dfend mitten in der Nacht wieder auf die Suche nach einem Stellplatz zu gehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Es l\u00e4uft also nicht, und zudem ist der Strom inzwischen sauteuer. Zahlt man im Haushalt ca. 30 ct\/kWh, sind es an der Stroms\u00e4ule inzwischen 80 ct\/kWh, teilweise auch bis an einen Euro. Die Lades\u00e4ulen m\u00fcssen n\u00e4mlich ordentlich Leistung liefern: 43 kW normal, f\u00fcr Schnelllades\u00e4ulen aber auch schon mal 130-350 kW, auch wenn heute noch kein Auto existiert, dass diese Leistung abnehmen k\u00f6nnte. Die Leistung muss erst mal an die S\u00e4ule gebracht werden, die muss aus dem Wechselstrom Gleichstrom machen und aufgrund der wenigen Autos liegt die Leistungsabnahme \u00fcber gr\u00f6\u00dfere Zeiten bei Null, um dann f\u00fcr kurze Zeit bis aufs Maximum aufzudrehen. Die Versorger lassen sich solche Leistungsbez\u00fcge ordentlich bezahlen, weil sie wiederum die Regelleistung daf\u00fcr vorhalten m\u00fcssen. Oder mal anders ausgedr\u00fcckt: statt zur Gl\u00e4ttung des Verbrauchs beizutragen, wie von den J\u00fcngern der Energiewende immer herumgesponnen wird, tragen gerade die E-Autos zu noch gr\u00f6\u00dferem Chaos im Netz bei und das wird auch bis zu gr\u00f6\u00dferen St\u00fcckzahlen eher dramatischer als besser werden. Die Betreiber zocken also mit Preise um 1 \u20ac\/kWh nicht ab, sondern geben tats\u00e4chlich nur die Kosten weiter. <\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit h\u00f6rt man von E-Autos auch nur noch ged\u00e4mpft viel und vermutlich hat man es bereits heimlich abgeschrieben. Daf\u00fcr wird es aber in ein paar Jahren gelungen sein, die deutsche Autoindustrie vom wichtigsten Wirtschaftszweig auf einen hom\u00f6opathischen eingedampft zu haben. Aber man treibt ja schon wieder eine neue Sau durchs Dorf: Wasserstoffantrieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirklich toll! Sp\u00e4testens seit diesem Event<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/1\/1c\/Hindenburg_disaster.jpg\/587px-Hindenburg_disaster.jpg\" alt=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/1\/1c\/Hindenburg_disaster.jpg\/587px-Hindenburg_disaster.jpg\"\/><figcaption>Public Domain Foto<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>hat man sich &#8211; von der Raumfahrt mal abgesehen &#8211; aus gutem Grund vom Wasserstoff ferngehalten. Aber auch ohne jetzt einen Vortrag \u00fcber die Knallgasreaktion zu halten, haben die Knallk\u00f6pfe, die jetzt damit ankommen, keinen blassen Schimmer, wo der Wasserstoff (ein Gas, das erst bei -252 \u00b0C kondensiert) denn herkommen soll. Elektrolyse ? Dazu braucht man Strom, den es nicht gibt. <\/p>\n\n\n\n<p>Noch doller: aus dem Wasserstoff wieder synthetischen Sprit machen. Diese Option, die auch zunehmend von einigen Weichgekochten propagiert wird, ist aber das Eingest\u00e4ndnis, dass es eben nichts besseres als Diesel und Benzin gibt und man den Verbrennungsmotor besser nicht abzuschaffen sollte. Mal sehen, was noch kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>gibt es eigentlich nicht, au\u00dfer dass die Ma\u00dfnahmen zur Behinderung immer besser greifen und das E-Auto immer uninteressanter wird. Download Artikel als PDF<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-4318","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-verkehr"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4318","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4318"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4318\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4321,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4318\/revisions\/4321"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4318"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4318"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4318"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}