{"id":4280,"date":"2020-01-26T06:31:00","date_gmt":"2020-01-26T05:31:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=4280"},"modified":"2020-01-19T09:47:45","modified_gmt":"2020-01-19T08:47:45","slug":"haette-haette-wertschoepfungskette","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2020\/01\/26\/haette-haette-wertschoepfungskette\/","title":{"rendered":"H\u00e4tte, h\u00e4tte &#8211; Wertsch\u00f6pfungskette"},"content":{"rendered":"\n<p>Nachdem die Menschheit es bl\u00f6derweise nicht nur vorgezogen hat, von den B\u00e4umen herabzusteigen, sondern dummerweise auch die Ebene mit den vielen Nahrungsmitteln, die man nur aufsammeln musste, zu verlassen, haben die Menschen ein Problem: sie sind nur in den wenigsten F\u00e4llen noch Selbstversorger.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Was es auch ist, keiner kann alles und muss irgendwo die Hilfe der anderen in Anspruch nehmen und wird im Gegenzug bei Bedarf auch gebeten, seine besonderen Gaben wiederum anderen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Das funktioniert im Kleinen, wo man dem Nachbarn hilft, aber auch im Gro\u00dfen, wo ein Land dem anderen Sachen zur Verf\u00fcgung stellt, die jenes nicht hat. <\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich macht das niemand umsonst. Wenn der eine dem anderen eine Dienstleistung oder eine Ware angedeihen l\u00e4sst, erwartet er, irgendwann seinerseits etwas zu bekommen, und da das ziemlich weite Kreise ziehen kann und man gar nicht wei\u00df, von wem man die Leistung zur\u00fcck bekommen wird, hat die Menschheit eine weitere Dummheit begangen: sie hat das Geld erfunden. Geld ist also eine M\u00f6glichkeit, Dienstleistungen und Waren zu speichern. Die Grundidee ist gar nicht so schlecht und es funktioniert auch alles, wenn letztlich eine Art Kreislauf herauskommt, d.h. Geld wird nur so viel erzeugt, wie auch Werte geschaffen sind, und au\u00dfer den Werten gibt es auch keine anderen Quellen oder Senken. Allerdings wird es an der Stelle kompliziert und die Dummheit besteht darin, dem Geld an sich einen fiktiven Wert zuzuordnen, den es als realen Wert nicht hat.<\/p>\n\n\n\n<p>So etwas macht beispielsweise die Flinten-Uschi und ihre R\u00e4uber, die wilde 27 (so viele Kommissare gibt es, was schon eine ziemliche Inflation gegen\u00fcber &#8222;Jim Knopf und die wilde 13&#8220; darstellt). Die will den Kontinent Europa dekarbonisieren, was immer in dem Zusammenhang auch &#8222;Kontinent Europa&#8220; und &#8222;dekarbonisieren&#8220; bedeuten mag. <\/p>\n\n\n\n<p>Doch mal im gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang: Deutschland ist ein relativ rohstoffarmes Land. Der einzige Rohstoff, der weiterhin m\u00e4chtig ins Kraut schie\u00dft, ist links-gr\u00fcne Idiotie. Dummerweise will die keiner, weil man bei Bedarf gen\u00fcgend selbst davon hat. Also kein Exportartikel. Daf\u00fcr muss hier aber ziemlich viel importiert werden, was wiederum durch Export kompensiert werden muss. Bislang machten das die Deutschen so gut, dass sie mehr exportierten als importierten. Also geldm\u00e4\u00dfig. Exportiert werden Autos und Maschinen sowie &#8211; vermutlich neu f\u00fcr gr\u00fcne Ohren &#8211; Lebensmittel. Ein paar Sachen wachsen hier n\u00e4mlich besonders gut und die kann man dann eintauschen, um im Winter nicht von heimischen Lebensmitteln leben zu m\u00fcssen, wie die GR\u00dcNEN immer wollen. Die w\u00fcrden sich in dieser Jahreszeit auf Kartoffeln, ein paar R\u00fcben und vielleicht die Reste vom Schwein, das im Herbst geschlachtet wurde, beschr\u00e4nken. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Auto-Industrie betreibt dank hervorragender F\u00fchrungskr\u00e4fte derzeit Sepukku, andere Industriezweige wie etwa Siemens wollen das nicht auf sich sitzen lassen und durch Aufgabe der Restsparten zu reinen Verwaltungsbetrieben der Pensionsfonds werden. Dazu braucht man nat\u00fcrlich nicht mehr so viele Arbeitnehmer, weshalb in den n\u00e4chsten Jahren so um die 1 Mio oder mehr &#8222;freigesetzt&#8220; werden k\u00f6nnten. Landwirtschaft braucht man auch nicht mehr, weshalb man die mit unsinnigen Vorschriften so weit knebelt, dass sie nicht nur nicht mehr exportieren, sondern voraussichtlich auch die Ern\u00e4hrung im Land nicht mehr stemmen kann. &#8222;Weniger Fleisch essen&#8220; ist dann ein Selbstl\u00e4ufer, weil halt nicht mehr gen\u00fcgend da sein wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Es werden also eine Menge Leute arbeitslos, was dazu f\u00fchrt, dass die Einnahmen des Staates sinken und die Ausgaben steigen. Und nun kommt Flinten-Uschi ins Spiel, die den Abbau der Industrie mit Ma\u00dfnahmen im Umfang von  1.000.000.000.000 \u20ac abfangen will. Also mit einem solchen Schein:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"825\" height=\"380\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/grafik-4.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4297\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/grafik-4.png 825w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/grafik-4-300x138.png 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/grafik-4-768x354.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 825px) 100vw, 825px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die erste Frage ist also, wo sie das Geld hernehmen will, sofern man erwartet, dass es noch irgendeinen Wert aufweist, gegen den man es gegen etwas anderes eintauschen kann. Ok, wir kennen Flinten-Uschi. Die schafft das. Die kennt Berater, die wissen, wie das geht und dann damit bezahlt werden:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"510\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/grafik-6-1024x510.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4299\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/grafik-6-1024x510.png 1024w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/grafik-6-300x149.png 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/grafik-6-768x383.png 768w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/grafik-6.png 1371w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Gut, das Problem w\u00e4re also erledigt. Aber was machen wir mit den Arbeitslosen? Auch da hat Flinten-Uschi DIE Idee: in Ostsachsen, wo die Braunkohlearbeiter arbeitslos werden, sollen Bundesverwaltungen und Forschungsinstitute angesiedelt werden. Da k\u00f6nnte man an so etwas denken, was sich die Hochschule Luzern in der Schweiz ausgedacht hat:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"435\" height=\"169\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/grafik-7.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4300\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/grafik-7.png 435w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/grafik-7-300x117.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 435px) 100vw, 435px\" \/><figcaption><a href=\"https:\/\/www.hevs.ch\/de\/hochschule\/hochschule-fur-soziale-arbeit\/soziale-arbeit\/news\/die-hsa-sucht-walliser-regenbogenfamilien-fur-forschungsprojekt-22889\">https:\/\/www.hevs.ch\/de\/hochschule\/hochschule-fur-soziale-arbeit\/soziale-arbeit\/news\/die-hsa-sucht-walliser-regenbogenfamilien-fur-forschungsprojekt-22889<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Das Projekt gibt Regenbogenfamilien die M\u00f6glichkeit, ihre Lebenssituation selbstbestimmt zu beforschen. \u00abWir haben festgestellt, dass wir nur wenig \u00fcber die Anliegen von Regenbogenfamilien im Wallis wissen\u00bb erkl\u00e4rt Maria von K\u00e4nel vom Dachverband Regenbogenfamilien. Von K\u00e4nel, die das Projekt mitkoordiniert, sieht ein grosses Potenzial in der Forschung f\u00fcr die ganze Schweiz. \u00abUnsere bisherige Vereinsarbeit hat gezeigt, dass der Austausch von Gleichgesinnten die Lebensqualit\u00e4t der einzelnen Familien erh\u00f6ht. Da die strukturellen Gegebenheiten in der Schweiz sehr unterschiedlich sind, braucht es einfache Mittel, um eine Infrastruktur aufzubauen und eine Vernetzung zu erm\u00f6glichen\u00bb. Aus dem Projekt entsteht ein Forschungstoolkit, das f\u00fcr Regenbogenfamilien in der ganzen Schweiz angewendet werden kann.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Man brauchte nur &#8222;Regenbogenfamilien&#8220; durch &#8222;Bergarbeiterfamilien&#8220; erstzen und l\u00e4sst die sich dann selbst erforschen. Sehr praktisch. Und auch einfacher, denn bei den Schweizern hei\u00dft es<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Familien, in denen sich mindestens ein Elternteil als lesbisch, schwul, bisexuell, queer oder transgender definiert &#8230;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>was mir etwas Kopfzerbrechen bereitet, denn wenn ein Elternteil aus Sicht von Bergarbeitern einen an der Klatsche hat, wieso dann nicht auch der andere? Bei Bergarbeitern muss man da weniger Sorgen haben, denn da k\u00e4me<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Familien, in denen mindestens ein Elternteil als Kumpel oder Elektriker im Bergbau gearbeitet hat &#8230;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Also die k\u00f6nnen sich selbst erforschen. Oder halt in der Verwaltung arbeiten. Auf jeden Fall irgendetwas, wo sie ihre hohe Qualifikation als Facharbeiter nicht brauchen, wobei &#8222;irgendetwas&#8220; aber auch etwas sein muss, wozu man keinerlei Qualifikation ben\u00f6tigt und folglich hinten auch nicht Brauchbares herauskommt. Angeblich braucht man zwar Qualifikationen f\u00fcr die Verwaltung, aber Flinten-Uschi wird da schon was einfallen, wie man auch mit ihrer Qualifikation &#8211; eben keiner &#8211; etwas verwalten kann. Z.B. Berater engagieren, die analysieren, welche Qualifikationen nicht notwendig sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Also in Summe haben wir nun nicht mehr vorhandene Arbeitspl\u00e4tze mit Hilfe von nicht vorhandenem Geld in andere Arbeitspl\u00e4tze ohne irgendeine Wertsch\u00f6pfung umgewandelt und k\u00f6nnen nun diese Leistungen im Ausland anbieten, um Importe zu bezahlen. Also konkret: Russland liefert 1 Mio Getreide \/ Jahr und als Gegenleistung wird verwaltungstechnisch daf\u00fcr gesorgt, dass 1 Jahr lang alle Wochentage immer in der richtigen Reihenfolge aufeinander folgen und auch das Datum immer richtig gez\u00e4hlt wird. Als Bonuszahlung k\u00f6nnte man auch mehrmals im Monat darauf hinweisen, dass in zwei Tagen schon wieder \u00fcbermorgen ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Ob das wohl gut geht?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem die Menschheit es bl\u00f6derweise nicht nur vorgezogen hat, von den B\u00e4umen herabzusteigen, sondern dummerweise auch die Ebene mit den vielen Nahrungsmitteln, die man nur aufsammeln musste, zu verlassen, haben die Menschen ein Problem: sie sind nur in den wenigsten F\u00e4llen noch Selbstversorger. 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