{"id":3877,"date":"2019-11-08T06:54:04","date_gmt":"2019-11-08T05:54:04","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=3877"},"modified":"2019-11-05T12:45:49","modified_gmt":"2019-11-05T11:45:49","slug":"klima-mit-k-wie-kohlendioxid","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2019\/11\/08\/klima-mit-k-wie-kohlendioxid\/","title":{"rendered":"Klima mit K wie Kohlendioxid"},"content":{"rendered":"\n<p>Es gibt Leute mit begrenztem Wahrnehmungsverm\u00f6gen. Die nennt man &#8222;praktizierende Christen&#8220;, &#8222;Moslems&#8220; oder &#8222;IPCC-Experten&#8220;. Die J\u00fcnger dieser Leute sind selbstredend auch eingeschr\u00e4nkt in ihrer Wahrnehmung.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Bei den Klimaleuten betrifft die beschr\u00e4nkte Wahrnehmung Messwerte, die nicht ins Bild passen. Beispielsweise die vom CO2 in der Vergangenheit. Dessen Konzentration soll folgenden Verlauf in der Geschichte gehabt haben:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"671\" height=\"229\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/grafik-4.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3878\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/grafik-4.png 671w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/grafik-4-300x102.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 671px) 100vw, 671px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wie man sieht, ist die Konzentration nie \u00fcber 280 ppm hinaus gegangen, w\u00e4hrend sie heute bei 400 ppm liegt. ALARM!! ALARM!!<\/p>\n\n\n\n<p>Gewonnen wurden diese Daten aus Eisbohrkernen in der Antarktis und f\u00fcr die letzten 100.000 Jahre auch der Arktis. Wie man das macht, ist hier beschrieben:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/Oer2008i.pdf\">PDF -Folien zur Eisbohrkernauswertung<\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/eisbohrkerne.pdf\">Eisbohrkerne &#8211; Kurzfassung<\/a><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/eisbohrkerne.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p>Was so einfach aussieht, ist es im Detail nicht. Die Daten sind n\u00e4mlich mindestens langj\u00e4hrig gemittelt, weil die Poren zum Teil mehrere 1000 Jahre ben\u00f6tigen, bis sie geschlossen sind. Bei den arktischen geht das fixer, weil dort mehr Niederschl\u00e4ge fallen und die Klimawechsel aufgrund der geringeren Landfl\u00e4che heftiger ausfallen. Insgesamt ist zu beobachten, dass die arktischen Daten h\u00f6her ausfallen als die antarktischen und \u00fcber 300 ppm liegen, was das IPCC aber nicht hindert, das zu ignorieren und lediglich die antarktischen Daten zu verwenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dfer den Eisbohrkerndaten gibt es geologische Daten zum Kohlenstoffkreislauf, die so genannten GEOCARB-Daten. Die werden verwendet, wenn es um Zeiten geht, die bis in die fernste Erdgeschichte reichen. Die GEOCARB-Daten sind noch tr\u00e4ger als die Eisbohrkerndaten, weisen aber ebenfalls darauf hin, dass die antarktischen Daten zu niedrig liegen. Und zwar um ca. 35-40 ppm. Das interessiert die IPCC-Leute aber auch nicht. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/qn020100182.pdf\">Hintergund zum GEOCARB-Modell<\/a><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/qn020100182.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p>Heutige CO2-Messungen weisen zwar einen Wert um 400 ppm auf, jedoch mit Schwankungen um bis zu 100 ppm<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1008\" height=\"602\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/grafik-5.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3881\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/grafik-5.png 1008w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/grafik-5-300x179.png 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/grafik-5-768x459.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1008px) 100vw, 1008px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Zudem zeigen Satellitenaufnahmen, dass die Konzentrationen in Poln\u00e4he deutlich niedriger sind als in gem\u00e4\u00dfigten Breiten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nasa.gov\/images\/content\/411797main_slide9-AIRS-full.jpg\" alt=\"https:\/\/www.nasa.gov\/images\/content\/411797main_slide9-AIRS-full.jpg\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Frage, die zu beantworten ist: in welcher Jahreszeit erfolgen die Einschl\u00fcsse und um welchen Betrag sind sie systematisch zu niedrig?<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt noch eine weitere Messmethode, die auf den Spalt\u00f6ffnungen an der Unterseite von Bl\u00e4ttern basiert. Pflanzen betreiben bekanntlich Photosynthese und nutzen dazu zwei biochemische Zyklen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"534\" height=\"330\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/grafik-6.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3882\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/grafik-6.png 534w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/grafik-6-300x185.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>C3-Pflanzen wachsen um so besser, je mehr CO2 vorhanden ist, was in Gew\u00e4chsh\u00e4usern genutzt wird, indem die CO2-Konzentration k\u00fcnstlich erh\u00f6ht wird. Bei C4-Pflanzen macht eine Konzentrationserh\u00f6hung meist wenig aus, da sie effektiver CO2 assimilieren k\u00f6nnen. Sie nutzen das, um die Zahl der Spalt\u00f6ffnungen an der Blattunterseite zu verkleinern. Das wiederum erlaubt ihnen, mit der zweiten Steuergr\u00f6\u00dfe, dem Wasser, effektiver umzugehen. Die Abh\u00e4ngigkeiten kann man laborechnisch erfassen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/WOODWARD_et_al-1995-New_Phytologist.pdf\">WOODWARD et al 1995<\/a><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/WOODWARD_et_al-1995-New_Phytologist.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/4035.full_.pdf\">Messungen in Florida<\/a><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/4035.full_.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p>und mit Daten korrelieren, die aus Blattresten in Mooren oder sonstigen Lagerst\u00e4tten stammen, in denen sich Bl\u00e4tter erhalten und die genau datiert werden k\u00f6nnen. Vorsichtige Auswertungen zeigen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"790\" height=\"442\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/grafik-7.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3885\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/grafik-7.png 790w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/grafik-7-300x168.png 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/grafik-7-768x430.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 790px) 100vw, 790px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Man landet dann statt bei 280 ppm bereits bei 350 ppm, was nat\u00fcrlich flei\u00dfig vom IPCC ignoriert wird. Die Auswertungen sind aber &#8222;vorsichtig&#8220;, weil man zwar laborm\u00e4\u00dfig so etwas untersuchen kann, aber die Pflanzen nat\u00fcrlich einige Zeit ben\u00f6tigen, sich anzupassen. Wie lange brauchen sie dazu? M\u00f6gliche Antworten geben chemische Analysen, die in den letzten 200 Jahren gemacht wurden:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"890\" height=\"575\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/grafik-8.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3886\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/grafik-8.png 890w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/grafik-8-300x194.png 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/grafik-8-768x496.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 890px) 100vw, 890px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die reichen sogar in Gegenden hinaus, die \u00fcber dem heutigen Mittelwert liegen. Man kann zwar annehmen, dass die Chemiker nicht mit der heutigen Systematik an die Sache herangegangen sind und die Daten daher nicht repr\u00e4sentativ sind, aber die Ausschl\u00e4ge zu hohen Konzentrationen decken sich erstaunlich gut mit heute zu beobachtenden Maxima von Bodenmessstationen oder Satelliten. Die chemischen Daten passen auch ab 1860 auch erstaunlich gut zu den Stomadaten, wenn man die Tr\u00e4gheit der Pflanzenanpassung ber\u00fccksichtigt, sowie zu der vor\u00fcbergehenden Abk\u00fchlung zwischen 1940 und 1970 (in k\u00fchleren Perioden wird mehr CO2 von den Ozeanen aufgenommen). <\/p>\n\n\n\n<p>Als Ergebnis dieser \u00dcbersicht ist festzuhalten, dass die CO2-Konzentration auch in historischer Zeit ab 1800, also vor Beginn der kontinuierlichen Messung auf dem Mauna Loa in den 1960er Jahren, mutma\u00dflich deutlich h\u00f6her als 280 ppm gelegen hat. In den Warmzeiten vor der kleinen Eiszeit, also in der Antike und dem Mittelalter, k\u00f6nnten durchaus Konzentrationen vorhanden gewesen sein, die oberhalb 350 ppm lagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das IPCC geht bei seinen Modellen aber stur weiter von den niedrigen Eisbohrkerndaten aus und ignoriert s\u00e4mtliche Belege f\u00fcr h\u00f6here Daten. Was w\u00fcrde sich an den Modellen und damit auch an den Projektionen \u00e4ndern, wenn statt 280 ppm Werte von 310 ppm, 330 ppm oder 350 ppm verwendet werden? Warum ist das IPCC so unehrlich, der Welt solche Daten vorzuenthalten?<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Auf den NASA-Seiten gibt es eine Reihe von Videosimulationen zu verschiedenen atmosph\u00e4rischen Ph\u00e4nomenen. Es lohnt sich, die Seiten aufzusuchen und sich die Daten kritisch anzuschauen. Hier ein Beispiel:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"NASA | A Year in the Life of Earth&#039;s CO2\" width=\"604\" height=\"340\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/x1SgmFa0r04?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><\/h4>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt Leute mit begrenztem Wahrnehmungsverm\u00f6gen. Die nennt man &#8222;praktizierende Christen&#8220;, &#8222;Moslems&#8220; oder &#8222;IPCC-Experten&#8220;. Die J\u00fcnger dieser Leute sind selbstredend auch eingeschr\u00e4nkt in ihrer Wahrnehmung. Download Artikel als PDF<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-3877","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-klima"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3877","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3877"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3877\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3887,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3877\/revisions\/3887"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3877"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3877"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3877"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}