{"id":3862,"date":"2019-11-06T07:02:25","date_gmt":"2019-11-06T06:02:25","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=3862"},"modified":"2019-11-02T09:54:46","modified_gmt":"2019-11-02T08:54:46","slug":"klima-abgesoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2019\/11\/06\/klima-abgesoffen\/","title":{"rendered":"Klima &#8211; abgesoffen"},"content":{"rendered":"\n<p>Die theoretische Klimaabteilung besch\u00e4ftigt sich mit dem Strahlungshaushalt der Erde, wie wir gesehen haben. Wasser kommt nur als Bilanzgr\u00f6\u00dfe vor, \u00fcber deren \u00c4nderung keine Aussagen getroffen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Wasser ist jedoch auch ein hervorragendes K\u00fchlmittel. F\u00fcr das Schmelzen von Eis oder das Verdampfen von Wasser ist Energie notwendig, die in Form von W\u00e4rme wieder frei wird, wenn Dampf kondensiert oder aus fl\u00fcssigem Wasser Eis wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Wasser auf dem Erdboden verdunstet, in Form von Wolken in der Atmosph\u00e4re kondensiert und dann in Form von Regen oder Schnee wieder auf den Boden zur\u00fcck kommt, ist Energie in h\u00f6here Atmosph\u00e4renschichten transportiert worden. Und zwar nicht wenig. Ein einzelner Wirbelsturm, von denen alleine in der Karibik j\u00e4hrlich das Alphabet weitgehend notwendig ist, um sie alle nacheinander zu benennen, transportiert bei den starken Vertretern in ca. 1 Tag die Energiemenge nach oben, die die Menschheit im ganzen Jahr an elektrischer Energie erzeugt. Die Windenergie macht dabei nur ca. 3% der Energiemenge aus, obwohl gerade sie immer f\u00fcr spektakul\u00e4re Sch\u00e4den sorgt. <\/p>\n\n\n\n<p>Da es nur um geringe \u00c4nderungen in der Bilanz bei Klimver\u00e4nderungen geht &#8211; wir erinnern uns: 1\u00b0C entspricht einer \u00c4nderung von 0,3% &#8211; wird es bei solchen Mengen schon interessant, ob es v\u00f6llig gleichg\u00fcltig ist, in welcher H\u00f6he sich Energie befindet, wovon einige Wissenschaftler ausgehen, oder ob Energie aus h\u00f6heren Schichten weniger zum Aufheizen der Erdoberfl\u00e4che beitr\u00e4gt, wovon wiederum andere ausgehen (siehe auch Berichte der Enquete-Kommission des Bundestags aus den 1990er Jahren). Wenn es im Rahmen von Klimaver\u00e4nderungen zu \u00c4nderungen in der Niederschlagsverteiltung kommt, was h\u00e4ufig behauptet wird, spielen solche Details eine Rolle und d\u00fcrfen nicht ignoriert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gleiche gilt f\u00fcr Wolken an sich. Die Tendenz in ihrer Beurteilung geht in Richtung eines k\u00fchlenden Einflusses. \u00c4ndert sich die Bew\u00f6lkungsdichte und Verteilung, hat man ein weiteres Z\u00fcnglein an der Waage. Das zu vernachl\u00e4ssigen hat schon alleine deshalb einen merkw\u00fcrdigen Beigeschmack, weil die Klimaleute selbst in ihren Zukunftsvisionen \u00c4nderungen in Aussicht stellen (i.d.R. als Katastrophenversion). Klimamodelle, die weitere Mechanismen ber\u00fccksichtigen, gehen beispielsweise von einer Zunahme der Bew\u00f6lkung gerade in der nahen Zukunft aus. F\u00fchrt das zu einer Abk\u00fchlung statt einer Erw\u00e4rmung? Augen zu und durch und nur das Kohlendioxid beachten ist da eigentlich keine sinnvolle Einstellung. Wir kommen auf diese Ph\u00e4nomene bei genauerer Betrachtung des Sonneneinflusses zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Virtuose auf dem Gebiet der Kleinklimasteuerung mittels Wasser ist die Biosph\u00e4re. Nackter Erdboden weist eine wesentlich gr\u00f6\u00dfere Temperaturschwankung pro Tag auf als mit Vegetation bedeckte Gebiete. Pflanzen sorgen Tags \u00fcber durch Verdunstung daf\u00fcr, dass sie nicht \u00fcberhitzt werden (t\u00e4gliche Starkregen in Regenw\u00e4ldern), des Nachts f\u00f6rdern sie Kondensation bis hin zum so genannten Bodenfrost (Eiskristalle auf Bl\u00e4ttern usw.), um nicht zu tief auszuk\u00fchlen. W\u00e4lder schaffen sich mit dem Bl\u00e4tterdach gar ihr eigenes Treibhaus. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Vegetationsarten wie Regenwald durch menschliche Aktivit\u00e4t durch Steppenlandschaft ersetzt werden, schafft das andere klimatische Bedingungen (z.B. h\u00f6here lokale Temperaturen) und hat zun\u00e4chst mit einer CO2-Bilanz wenig zu tun. Ist es zul\u00e4ssig, alles aufs CO2 zu reduzieren? Vermutlich nicht. Umgekehrt wird aber auch ein Schuh draus: ver\u00e4ndert sich die Vegetation im Rahmen einer Klima\u00e4nderung, ist es sich nicht korrekt, nur das CO2 zu betrachten und solche Effekte einfach auszuklammern. <\/p>\n\n\n\n<p>In Erweiterung dieser Aspekte, die nun nichts mit dem Wasser zu tun haben: wie verl\u00e4sslich ist es, von reiner Schwarzk\u00f6rperstrahlung auszugehen? Welche Unterschiede gibt es zwischen verschiedenen Boden- und Vegetationsarten sowie Land und Ozeanen? Wohlgemerkt: immer bezogen auf \u00c4nderungen, bei denen es um recht kleine Betr\u00e4ge geht. Verschiebungen der Relationen k\u00f6nnen dann schon relevant sein. Auf der einen Seite von stetigen \u00c4nderungen auszugehen, auf der anderen Seite aber bei einer ganzen Menge an Ph\u00e4nomenen einfach von Konstanz auszugehen ist in unzul\u00e4ssiger Weise inkonsequent.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht zu vergessen horizontale W\u00e4rmefl\u00fcsse, die durch Wasser bewerkstelligt werden. Mojib Latif, Hauptvertreter der Klimakatastrophe durch einen W\u00e4rmetod, hat bis vor 20 Jahren noch eine Klimakatastrophe durch den K\u00e4ltetod vertreten: eine Abschw\u00e4chung des so genannten Golfstroms w\u00fcrde eine neue Eiszeit auf der Nordhalbkugel ausl\u00f6sen. Auch damals bereits sauber modellm\u00e4\u00dfig durchgerechnet und nicht nur gesch\u00e4tzt. Pech f\u00fcr ihn, Gl\u00fcck f\u00fcr uns: ist bislang alles nicht so gekommen. Aber, lieber Herr Latif, damals prognostizierten Sie das Zusammenbrechens des Glofstroms aufgrund einer Erw\u00e4rmung der Nordhalbkugel. Die Abk\u00fchlung des Wassers w\u00fcrde zur\u00fcck gehen, das Wasser nicht mehr in die Tiefe absinken und der Nachschub an warmem Wasser w\u00fcrde steckenbleiben. Alles von ihnen sauber durchgerechnet. Warum gelten ihre damaligen exakten Berechnungen heute nicht mehr? Warum darf das heute alles einfach ignoriert werden? Oder anders gefragt: warum sollen Ihre heutigen Szenarien eigentlich besser sein als ihre damaligen, die anscheinend vieles falsch eingesch\u00e4tzt haben?<\/p>\n\n\n\n<p>Alles nur Fragen, die die offizielle Klimawissenschaft nicht beantwortet. Die inoffizielle \u00fcbrigens auch nicht, aber aus gutem Grund: die Ph\u00e4nomene sind bekannt, Vorstellungen \u00fcber ihre Wirkungen kann man sich machen, aber derzeit ist man genauso wenig in der Lage wie die IPCC-Leute, das irgendwie quantitativ zu berechnen. Qualitativ kommt man zu ganz anderen Schl\u00fcssen, aber wohin sich das wirklich entwickelt, muss abgewartet werden. Wer ist nun vertrauensw\u00fcrdiger? Der, der bereits mehrfach in die Kacke gepackt hat und trotzdem wieder mit einem unvollst\u00e4ndigen und zweifelhaften Horrormodell kommt? Oder der, der m\u00f6gliche Optionen anspricht und empfiehlt, sich die Optionen offen zu halten, bis man besser wei\u00df, wo es lang geht?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die theoretische Klimaabteilung besch\u00e4ftigt sich mit dem Strahlungshaushalt der Erde, wie wir gesehen haben. Wasser kommt nur als Bilanzgr\u00f6\u00dfe vor, \u00fcber deren \u00c4nderung keine Aussagen getroffen werden k\u00f6nnen. 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