{"id":382,"date":"2016-02-15T09:42:18","date_gmt":"2016-02-15T08:42:18","guid":{"rendered":"http:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=382"},"modified":"2016-02-15T09:42:18","modified_gmt":"2016-02-15T08:42:18","slug":"die-christlich-juedischen-werte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2016\/02\/15\/die-christlich-juedischen-werte\/","title":{"rendered":"Die christlich-j\u00fcdischen Werte"},"content":{"rendered":"<p>werden heute ja gerne zitiert, wenn es um die Fl\u00fcchtlinge geht, oder genauer um die bedingungslose Ablehnung jedes Realtit\u00e4tsbewusstseins beim Umgang mit diesem Thema. Aber hat wirklich mal jemand nachgeschaut, was das f\u00fcr Werte sind?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Wertebasis ist ja in den heiligen Schriften niedergelegt, und ich habe hier ja schon mehrere Artikel dazu geschrieben, was dort f\u00fcr ein widersinniger Unfug zu finden ist. Lassen wir mal den merkw\u00fcrdigen Gott beiseite, der auf verbrannte Tiere steht und mehr als einmal seine Sch\u00f6pfung halbwegs vernichtet hat, weil er bei der Produktion anscheinend Mist gebaut hatte, ohne das in seiner Allwissenheit zu merken. Auch so vermittelt die Bibel \u00e4u\u00dfert merkw\u00fcrdige Werte.<\/p>\n<p>Da ist beispielsweise die Geschichte von Sodom und Gomorra, in der eine Familie Lot gerettet wird. Na ja, nicht ganz, denn Frau Lot begeht einen Fehler und scheidet aus. Was der alte Lot aber postwendend ausnutzt, um mit seinen beiden T\u00f6chtern rumzuhuren. Gott findet das anscheinend gut, \u00e4hnlich wie das Verhalten von Abraham: der schw\u00e4ngert seine Magd Hagar, weil seine Alte eine schon zu alte ist. Aber weil der so nett ist, l\u00e4sst Gott seine Frau Sara, die mit der Kebse durchaus einverstanden war, doch noch schwanger werden, worauf die daf\u00fcr sorgt, dass Hagar mit ihrem Kind von Abraham v\u00f6llig mittellos auf die Stra\u00dfe gesetzt wird, obwohl sie unter Gottes Schutz steht. Aber so weit, sich mit einem keifenden alten Weib anzulegen, ging Gottes Schutz wohl doch nicht.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Verehrung genie\u00dft auch K\u00f6nig David wegen der Geschichte mit Goliath. Allerdings war er nicht immer K\u00f6nig, und gewisse Details vor dem Goliath-Treffen lassen nicht ausschlie\u00dfen, dass er den alten K\u00f6nig vergiftet oder sonstwie in den Wahnsinn getrieben hat. Auch nachher ist er nicht unbedingt ein Sympathietr\u00e4ger, wie die Geschichte mit Batseba zeigt. Anscheinend hatte David die Angewohnheit, Frauen, die er begehrenswert fand, in seiner Eigenschaft als K\u00f6nig kurzerhand zum Durchficken zu sich zu zitieren, was bei besagter Batseba mit einer Schwangerschaft endete. Da der Ehemann Urija nicht auf einen verdeckten Handel bei der Verschleierung des Ehebruchs eingehen wollte, wurde er kurzerhand in ein Strafbataillon versetzt und in irgendeinem Scharm\u00fctzel verheizt. Sein Nachfolger Salomo umgab sich der Geschichte nach von vornherein mit 700 Frauen und 300 Nebenfrauen und lie\u00df Gott ansonsten einen guten Mann sein. Vor seiner Tempelmauer wird bekanntlich heute noch gebetet.<\/p>\n<p>Ein kleiner Stalin war auch der Held Samson oder Simson: wer auch nur in den leisesten Verdacht geriet, nicht sofort zu spuren, wurde von ihm umgebracht. Aber auch andere Gr\u00fcnde gen\u00fcgten f\u00fcr Morde: einmal verlor er eine Wette und musste die Gewinner mit 10 M\u00e4nteln belohnen. Die bekam er laut Bibel, indem er zur n\u00e4chsten Stadt ging, wahllos 10 Leute erschlug und ihnen die M\u00e4ntel raubte. Eine blutige Heldentat vollbrachte auch Judith an Holofernes: anscheinend als Hure in sein Lager eingeschlichen schnitt sie ihm kurzerhand die Kehle durch und anschlie\u00dfend den Kopf ab. Kehledurchschneiden ist an sich schon mit einer ziemlichen Sauerei verbunden, und wenn man nicht gerade ein 7m-Krokodil ist, ist das Abtrennen des Kopfes auch nicht ganz einfach. Es ist ihr gelungen &#8211; Grund das in einer Geschichte der Bibel zu feiern.<\/p>\n<p>Der Geschichten sind noch mehr. Nun kann man sich als Christ ja auf das neue Testament herausreden, aber viel bringt das eigentlich auch nicht. Die Christen wurden in den ersten Jahrhunderten verfolgt, was in dem religionstoleranten r\u00f6mischen Reich schon ungew\u00f6hnlich war. Gott hat sich dabei mehrfach hervorgetan, wenn man die M\u00e4rtyrergeschichten liest. Da sollte einer verbrannt werden, aber das Feuer ging nicht an (Gott hat das verhindert), oder gehenkt werden, aber der Strick riss mehrfach (eindeutig Sabotage von Gott), aber die Geschichten enden dann doch alle gleich: nachdem Methode A nicht funktioniert hatte, kam Methode B (K\u00f6pfen, Vierteilen, usw.) zum Einsatz, bei der Gott dann kl\u00e4glich versagte.<\/p>\n<p>Dass man die Chr\u00edsten anscheinend nicht ohne Grund verfolgt hat, zeigte die Geschichte, nachdem das Christentum Staatsreligion geworden war: da hub ein lustiges Verfolgen und Ermorden Andersgl\u00e4ubiger an, angefangen beim Kirchenlehrer Kyrill in Alexandria, der an den Juden einen rekordverd\u00e4chtigten Holocaust zelebrierte. P\u00e4pste waren bem\u00fcht, den Giftmord zu perfektionieren, und die allerchristlichsten Taten der allerchristlichsten K\u00f6nige (so ihre Titel) waren kaum besser als die Hitlers, Stalins ode Mao tse Dongs. Bis fast in die Gegenwart waren die christlichen Kirchen bem\u00fcht, ein Wertesystem zu schaffen, das auf Ausgrenzung, Fremdenhass, Rassismus, Unterdr\u00fcckung, Mord und V\u00f6lkermord basierte, und die j\u00fcdischen Anschauungen standen dem nicht nach. Was man heute als christliche Werte pr\u00e4sentiert, ist zwar vielleicht das, was Jesus gelehrt hat, aber nicht das, was man 2000 Jahre praktiziert hat. Das liegt eher in der Tradition der 2000 Jahre Mord und Totschlag des alten Testaments.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>werden heute ja gerne zitiert, wenn es um die Fl\u00fcchtlinge geht, oder genauer um die bedingungslose Ablehnung jedes Realtit\u00e4tsbewusstseins beim Umgang mit diesem Thema. Aber hat wirklich mal jemand nachgeschaut, was das f\u00fcr Werte sind? 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