{"id":3738,"date":"2019-10-26T07:48:31","date_gmt":"2019-10-26T05:48:31","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=3738"},"modified":"2019-11-04T17:05:42","modified_gmt":"2019-11-04T16:05:42","slug":"ein-bisschen-tierhaltungskunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2019\/10\/26\/ein-bisschen-tierhaltungskunde\/","title":{"rendered":"Ein bisschen Tierhaltungskunde"},"content":{"rendered":"\n<p>Tierhaltung ist ja soooo klimasch\u00e4dlich. Weil viel zus\u00e4tzliches CO2 dabei emittiert wird. Was vermutlich so manchen gr\u00fcnen J\u00fcnger aus der Stadt bei seinem ersten Landbesuch im zarten Alter von 25 im Anblick einer Kuh zu der Frage<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Wo ist denn der Tankstutzen (ersatzweise Kohlet\u00fcr oder Gasanschluss)?<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>veranlasst hat. Den gibt es nicht, in eine Kuh kann man nur Gras oder sonstiges Gr\u00fcnfutter einf\u00fcllen, das aus CO2 aus der Atmosph\u00e4re produziert wurde. Wo kommt dann das zus\u00e4tzliche CO2 her? Schauen wir also mal genauer drauf.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nutztiere<\/h3>\n\n\n\n<p>Nutztiere sind die, die auf dem Bauernhof zur Produktion irgendwelcher Nahrung gehalten werden. Was in dieser Formulierung schon nicht richtig ist. Ob nun Gefl\u00fcgel, Schweine oder Rinder, fast nichts findet mehr auf DEM Bauernhof statt, sondern verteilt sich auf verschiedene spezialisierte Betriebe, bei H\u00fchnern beispielsweise<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>1. Basiszucht: Sie liegt heute in der Hand weniger kommerzieller  Zuchtunternehmen. Diese erzeugen die Elterntierk\u00fcken und verkaufen diese  an die Vermehrungsbetriebe. <br> 2. Vermehrungsbetrieb: Hier wachsen die Elterntierk\u00fcken auf. H\u00e4hne  und Hennen werden kombiniert, sodass befruchtete Eier entstehen, die an  die Br\u00fctereien verkauft werden. <br> 3. Br\u00fctereien: Hier werden die befruchteten Eier der Elterntiere  innerhalb von drei Wochen ausgebr\u00fctet. Die weiblichen K\u00fcken \u2013 die  sp\u00e4teren Legehennen \u2013, werden an die Aufzuchtbetriebe geliefert. Die  m\u00e4nnlichen K\u00fcken werden, weil sie f\u00fcr die Gefl\u00fcgelmast unwirtschaftlich  sind, get\u00f6tet. <br> 4. Junghennenaufzucht: Die K\u00fcken werden hier bis zu einem Alter von  etwa f\u00fcnf Monaten gro\u00dfgezogen. Kurz vor der ersten Eiablage werden sie  an den Legebetrieb ausgeliefert. <br> 5. Legebetrieb: Hier werden die Legehennen f\u00fcr einen Zeitraum von 12 bis 14 Monaten f\u00fcr die eigentliche Eiererzeugung genutzt. <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Jeder dieser Betriebe operiert dort, wo die g\u00fcnstigsten landwirtschaftlichen Bedingungen f\u00fcr die jeweilige Produktionsart existiert, was dazu f\u00fchrt, dass sich alles obendrein auf verschiedene L\u00e4nder verteilt. Werden in Deutschland die Schweinebauern politisch ausgerottet, haben die d\u00e4nischen Schweinebauern ein ernsten Problem. <\/p>\n\n\n\n<p>Gefl\u00fcgel und Schweine stellen, abgesehen vom Futtermittelanbau, kein gro\u00dfes Klimaproblem f\u00fcr die Hysteriker dar. Aber es geht ja auch um die armen Tiere, beispielsweise die m\u00e4nnlichen K\u00fcken, von denen die meisten entsorgt werden. Was n\u00e4mlich als Brath\u00e4hnchen vom Grill oder als H\u00e4hnchenschnitzel in die Pfanne kommt, ist in den meisten F\u00e4llen eine ausgemusterte Legehenne. Warum ein H\u00e4hnchen m\u00e4sten, wenn man das Huhn ohnehin m\u00e4sten muss und es den gleichen Zweck erf\u00fcllt? <\/p>\n\n\n\n<p>Hier, liebe Fleischfeinde, kommen wir zu einem ziemlich entscheidenden Punkt: ein Grillh\u00e4hnchen bzw. dessen Fleisch ist im Grunde ein Abfallprodukt. Hauptprodukt der H\u00fchnerhaltung sind Eier, die in viel gr\u00f6\u00dferem Umfang produziert werden und eine ganz andere Biobilanz haben. Der Anteil der haupts\u00e4chlich zur Fleischversorgung gehaltenen H\u00fchner ist zumindest hier ziemlich klein. <\/p>\n\n\n\n<p>Ohne Eier w\u00fcrden die Regale in den Superm\u00e4rkten ziemlich leer und die Wartezimmer bei den \u00c4rzten ziemlich voll. Die menschliche Ern\u00e4hrung kommt an einem gewissen Anteil an tierischen Proteinen nicht vorbei, und der wird vorzugsweise von Eiern und Milch geliefert. 2\/3 der Gefl\u00fcgelwirtschaft dient zun\u00e4chst haupts\u00e4chlich der Eiproduktion und auch von dem verbleibenden Drittel der Puten kann man ca.100 Eier\/Jahr gewinnen, die ebenfalls im Kreislauf landen d\u00fcrften.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"575\" height=\"495\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Bildschirmfoto-vom-2019-10-20-08-53-42.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3777\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Bildschirmfoto-vom-2019-10-20-08-53-42.png 575w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Bildschirmfoto-vom-2019-10-20-08-53-42-300x258.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 575px) 100vw, 575px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bei Gefl\u00fcgel ist \u00fcbrigens die so genannte Bodenhaltung, wenn eine gewissen Dichte nicht \u00fcberschritten wird, das, was dem nat\u00fcrlich Verhalten am n\u00e4chsten kommt. H\u00fchner leben in Kleingruppen (was nur bei Hobbyhaltern realisierbar ist) und suchen Deckung, weshalb man bei Freilandhaltung meist nur einen geringen Teil der H\u00fchner sehen kann. Die meisten bleiben lieber drin. Fragt die Bauern, wenn ihr es nicht glaubt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Schweinen ist das Produkt nat\u00fcrlich Fleisch. Das hat laut UBA einen &#8222;CO2-Fu\u00dfabdruck&#8220; von 3 kg CO2 \/ 1 kg Fleisch, nebst Foto von einer Fleischtheke. Was aber auch wieder eine Mogelpackung ist und allenfalls f\u00fcr Hausschlachtungen gilt. Die Fleischausbeute liegt bei ca. 50-60% des Schlachtgewichts, Gro\u00dfschlachtereien haben aber die M\u00f6glichkeit, das meisten des Restes ebenfalls auf die eine oder andere Art zu verwerten, angefangen beim Export von F\u00fc\u00dfen oder Ohren, die hier nicht gegessen werden, woanders aber eine Delikatesse sind, \u00fcber Futtermittelproduktion bis hin zu Lederprodukten. So besehen sieht die Bilanz schon wieder anders aus. Schweinefleisch war nebenbei bemerkt \u00fcbrigens eine Voraussetzung daf\u00fcr, dass Mitteleuropa gro\u00dffl\u00e4chig durch eine Agrargesellschaft besiedelt werden konnte. Anders waren die notwendigen Proteine in der Ern\u00e4hrung nicht zu beschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Rindern kommen wir dann zu den Hauptkimasch\u00e4dlingen mit fast schon beliebig viel CO2 \/ kg. Man findet locker Werte von 14 kg bis 45 kg CO2 \/ kg Fleisch und kann sich das frei aussuchen. Grund f\u00fcr das zus\u00e4tzliche CO2 ist das Verdauungssystem der Rinder: in deren M\u00e4gen produzieren freundliche Mikroben Methan beim Aufschluss der Pflanzennahrung, das ausger\u00fclpst und viel klimasch\u00e4dlicher als CO2 ist oder zumindest sein soll. Dieses Methan wird auf CO2-\u00c4quivalente umgerechnet, wodurch man zu solchen fantastischen Werten kommt, ohne das die Kuh dazu Diesel als Nahrung ben\u00f6tigen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Weltweit mag die Rechnung insofern vielfach zutreffen, als gesch\u00e4tzt ca. 60% der Rinderhaltung auf Fleischerzeugung ausgelegt ist. Allerdings nicht in Deutschland. Hier ist Rindfleisch wie bei den H\u00fchnern mehr oder weniger ein Abfallprodukt bei der Milcherzeugung. Nur ein geringer Anteil der Rinder wird tats\u00e4chlich zur Fleischproduktion gem\u00e4stet. Eine Kuh produziert ca. 16.500 kg Milch\/Jahr und macht das ca. 3-5 Jahre lang, bevor sie mit einem Gewicht von ca. 580 kg zum Schlachter geht. Und auch beim Rind wird vieles, was wir Menschen nicht unbedingt m\u00f6gen, anderweitig mitverwertet. Alles das ist in der so genannten CO2-Bilanz nat\u00fcrlich nicht drin, sondern nur das Fleischrind. Sonst k\u00f6nnte man die Leute nicht zu herrlich bel\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Milchprodukte sind essentiell f\u00fcr die menschliche Ern\u00e4hrung, was damit anf\u00e4ngt, dass M\u00e4nner eine Weile mit der elektrischen Eisenbahn spielen m\u00fcssen, wenn die Br\u00fcste ihrer Frauen von Babys belagert werden. Vegan ern\u00e4hrte Kinder weisen schwere Mangelkrankheiten und Entwicklungsr\u00fcckst\u00e4nde auf; nach Abschluss der k\u00f6rperlichen Entwicklungsphase wird das unauff\u00e4lliger, aber nicht unbedingt besser. Die Milchviehhaltung zur\u00fcck fahren ist somit ein direkter Angriff auf die Volksgesundheit, ohne dass nun wirklich nennenswertes virtuelles CO2 eingespart werden w\u00fcrde. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber es geht noch besser: auch \u00fcber Methan existieren eine Reihe von Klima-M\u00e4rchen. Bei wiederholten Messungen bei gro\u00dfen Rinderherden in den Fleischzuchtgebieten in Amerika hat man die zu erwartende Konzentrationszunahme n\u00e4mlich in keinem Fall gefunden. Methan ist als Hochenergietr\u00e4ger n\u00e4mlich sehr begehrt bei anderen Mikroorganismen, die im Boden vorkommen und Methan verwerten, das bei anaerober Zersetzung immer in gro\u00dfen Mengen entsteht. Das Rinder-Methan wird gerne nebenbei mitverwertet, wie die Grundlagenforschung inzwischen nachgewiesen hat. Auch in der Atmosph\u00e4re zersetzt sich das Methan wesentlich schneller als es die Klimahysteriker gerne h\u00e4tten. Und was Methan, das nicht vorhanden ist, nun wirklich schaden soll, wissen wohl selbst die Gr\u00fcnen nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfe Mengen von Methan werden auch in den Ozeanen bei der Zersetzung von organischem Material gebildet und sinken als Methanhydrat zu Boden, und das seit hunderten von Millionen von Jahren. Dort wird das Zeug unter die Kontinente subduziert und landet mit ziemlicher Sicherheit in Erdgas und Erd\u00f6l. Bei den typischen geologischen Zeitr\u00e4umen werden zwangsweise gro\u00dfe Mengen aus nat\u00fcrlichen Quellen wieder freigesetzt. S\u00fcmpfe und Feuchtgebiete liefern weitere gro\u00dfe Mengen, und zwar regelm\u00e4\u00dfig mehr als vermutet, wenn tats\u00e4chlich mal gemessen wird. Insgesamt ist das schwer bilanzierbar, aber die klimahysterischen Annahmen liegen eher weit neben der Realit\u00e4t als dass sie sie beschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht in der offiziellen Rechnung sind Schafe und Ziegen, von denen es hier nur folkloristisch interessante Menge an Deichen und in Heidegebieten gibt, die aber in Australien und Neuseeland in riesigen Mengen gehalten werden, u.a. um den islamischen Fleischmarkt, der mit Schweinefleisch nichts anzufangen wei\u00df, zu beliefern:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"766\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Tiertransporter_2408_W708.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3778\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Tiertransporter_2408_W708.jpg 1024w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Tiertransporter_2408_W708-300x224.jpg 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Tiertransporter_2408_W708-768x575.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/en:Creative_Commons\">Creative Commons<\/a> <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0\/deed.en\">Attribution 2.0 Generic<\/a> license<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wer \u00c4hnlichkeiten zur Aida-Flotte entdeckt: der Transporter wurde ebenfalls von der Meyer-Werft in Papenburg gebaut. <\/p>\n\n\n\n<p>Insekten als Proteinlieferanten tauchen in Bilanzen nicht auf, was neben den hiesigen Essgewohnheiten auch damit zusammen h\u00e4ngt, dass bislang eine industrielle Produktion nicht m\u00f6glich ist und das Viehzeug hier ohnehin nicht &#8222;gem\u00e4stet&#8220; werden kann. Trotzdem bei manchen ein tempor\u00e4rer Hype, der aus Fernost importiert wird. Fische lassen wir auch weg. Zuchtlachs wird beispielsweise in Norwegen in Farmen gez\u00fcchtet und mit Futter aus S\u00fcdamerika versorgt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Haustiere<\/h3>\n\n\n\n<p>Bei den Haustieren w\u00e4re zun\u00e4chst der beste Freund des Menschen, der Hund zu nennen. Davon gibt es mind. 11,8 Mio in Deutschland. Die kann man z\u00e4hlen, weil die Herrchen Steuern zahlen m\u00fcssen. Das sind genauso viele wie Rinder (auch 11,8 Mio), aber ok, Hunde sind kleiner. Die Anzahl der Katzenhalter wird auf etwa 8,2 Mio gesch\u00e4tzt, wobei es viele gibt, die mehr als eine Katze besitzen. Wobei es mir pers\u00f6nlich nicht so ganz verst\u00e4ndlich ist, wieso so viele Katzen gehalten werden: Hunde haben ein Herrchen, Zimmertiger einen Dosen\u00f6ffner. Was hat man von Katzen, au\u00dfer jede Menge Kratzspuren? Aber ok, nicht mein Problem.<\/p>\n\n\n\n<p>Immerhin vertilgt das Viehzeug eine Unmenge von dem, was beim Schlachten \u00fcbrig bleibt. Hunde sind \u00fcberwiegend, Katzen ausschlie\u00dflich Fleischfresser. Verbietet man dem Menschen das Fleischessen und schlie\u00dft die Bauernh\u00f6fe, gibt es auch f\u00fcr Hunde und Katzen ein Problem. <\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es inzwischen ein paar Spinner, die beide Haustierarten vegan ern\u00e4hren. Die Lebensspanne solcher Tiere liegt bei unqualifiziertem Vorgehen in der Regel unter einem Jahr, bei Katzen sogar nur bei wenigen Monaten (und bitte jetzt keine Vortr\u00e4ge von Leuten, die ihre Katze doch vegan ern\u00e4hren und ihr mehr Chemie ins Futter mischen als die Bayer AG im Jahr produziert; ich habe kein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Leute, die gegen Agrarchemie sind, aber ihr Haustier mit dem Zeug zum\u00fcllen, nur damit die Ideologie stimmt).<\/p>\n\n\n\n<p>Wie dem auch sei: im Sinne der Klima-Hysterie ist das Viehzeug nat\u00fcrlich sch\u00e4dlich, was aber nur recht versch\u00e4mt hier und da erw\u00e4hnt wird. Man will sich ja nicht mit der eigene Klientel anlegen. <\/p>\n\n\n\n<p>Noch versch\u00e4mter geschwiegen wird \u00fcber ein weiteres Haustier, das vorzugsweise ebenfalls der gr\u00fcnen Gutmenschenklasse gehalten wird: das Pferd. Davon gibt es ca. 1 Mio in Deutschland, das sind etwa vier Mal so viele wie noch 1980. Da Pferde ein \u00e4hnliches Verdauungssystem wie Rinde besitzen, setzen sie ebenfalls Methan frei. Eine Vergleichsrechnung kommt auf ca. 21.400 Kilometer \/ Jahr, die man an Stelle der Haltung eines Pferdes mit dem Auto fahren k\u00f6nnen, um die gleich CO2-Bilanz zu produzieren. Dazu legt ein Pferd weder Eier noch gibt es Milch noch wird es hinterher gegessen. Pferde sind ein reines Luxusgut, wobei der Besitzer eines Reitpferdes in der Regel \u00fcber 200 weitere Pferde verf\u00fcgt, die sich unter der Haube des SUVs tummeln, der wiederum notwendig ist, um das Pferd von A nach B zu bewegen, weil dort ein Turnier stattfindet. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h3>\n\n\n\n<p>Die kurze Exkusion zeigt, dass die Tierhaltung und -Nutzung ein ganzes St\u00fcck komplizierter ist als die Gr\u00fcnen das wahr haben wollen. Die CO2-Bilanzen sind vorne und hinten zusammen fantasiert: Nutztieren wird einiges angedichtet, in dem man wesentliche Bilanzteile oder Stoffkreisl\u00e4ufe einfach ignoriert, \u00fcber Haustiere wird das M\u00e4ntelchen des Schweigens gebreitet. Dabei haben wir einiges noch gar nicht erw\u00e4hnt, wie etwa den positive Einfluss der Beweidung auf die Qualit\u00e4t der Grasnarbe oder den positiven Einfluss der Zimmertiger auf Vermeidung von Vogelkot auf der Fensterbank. Nicht erw\u00e4hnt wird auch, dass die Regale in den Gesch\u00e4ften ohne Eier und Milch weitgehend leer blieben und zur Erhaltung der Volksgesundheit mit importierter pflanzlicher Nahrung aus allen m\u00f6glichen L\u00e4ndern aufgef\u00fcllt werden m\u00fcsste. Aber Transport ist ja an ganz anderer Stelle sch\u00e4dlich, den muss man hier nicht ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tierhaltung ist ja soooo klimasch\u00e4dlich. Weil viel zus\u00e4tzliches CO2 dabei emittiert wird. 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