{"id":3567,"date":"2019-09-21T10:02:40","date_gmt":"2019-09-21T08:02:40","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=3567"},"modified":"2019-09-21T10:02:40","modified_gmt":"2019-09-21T08:02:40","slug":"chimaere-suv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2019\/09\/21\/chimaere-suv\/","title":{"rendered":"Chim\u00e4re SUV"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\">oder wie Gr\u00fcnes Gedankengut die Kacke erst richtig zum Dampfen bringt.<\/h5>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Der SUV, also die volumin\u00f6sere Variante des PKW-Kombi, besonders beliebt bei Leuten, die sich als &#8222;gr\u00fcn&#8220; bezeichnen, ist inzwischen zur Zielscheibe Nr. 1 mutiert, wenn es gilt, gegen das Auto Front zu machen. Lassen wir mal die Betrachtung, dass anscheinend viele hier Front gegen ihre eigene Lebensweise machen, fort. Gr\u00fcne haben eben grunds\u00e4tzlich eine dissoziative Identit\u00e4tsst\u00f6rung (auch Schizophrenie genannt), wie aus dem Weiteren ohnehin hervor geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Gewettert wird gegen die \u00fcber 2 to schweren Unget\u00fcme, die von der Stra\u00dfe oder zumindest extrem besteuert werden m\u00fcssten. Die Biester sind zwar schwer im Vergleich zu kleineren Limosienen, die aufgrund der Materialoptimierung so um die 1.000 kg wiegen, +\/- 200 je nach Typ. Allerdings bringt der Audi Q8, bei dem man erst ab einer K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe von 1,80 m \u00fcber das Dach schauen kann, es aufgrund selbiger Materialoptimierung auch &#8222;nur&#8220; auf 1,8 to. Die elektrische Version des Q8, eine der E-Tron-Varianten, bringt es allerdings tats\u00e4chlich auf 2,7 to. Wenn das Gewicht eine Rolle bei der Kritik spielt, richtet sich die Kritik zu einem gro\u00dfen Teil an die E-Varianten der Fahrzeuge, die noch schwerer sind. Im Klartext: E-Fahrzeuge m\u00fcssten nach dieser Logik deutlich h\u00f6her besteuert werden als solche mit Verbrennungsmotor, wenn man der gr\u00fcnen Logik folgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gewicht wird an der Stelle dann stets in Beziehung zum Verbrauch gesetzt. Der sei eben bei schwereren Fahrzeugen h\u00f6her. Logischerweise dann bei E-Fahrzeugen am h\u00f6chsten, und die bekommen ihre Energie beim derzeitigen Stand aus Kohlestrom, dessen Produktion ohnehin schon mehr CO2 produziert. Und genau das soll ja vermieden werden. Bei der Relation Gewicht\/Verbrauch sind aber noch ein paar Nebenbemerkungen angebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man n\u00e4mlich auf den Verbrauch bei optimaler Nutzung schaut, unterscheiden sich die Fahrzeugtypen nur wenig. Optimale Nutzung bedeutet aber gleichbleibende Reisegeschwindigkeit, wobei das Optimum wohl etwa bei 70-80 km\/h liegt, aber im Bereich bis ca. 120-130 km\/h nun auch nicht dramatisch variiert. Erstaunlicherweise tut die Politik unter dem Gesichtspunkt der Minderung des Schadstoffaussto\u00dfes aber alles, um dieses Nutzungsoptimum auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>In anderen L\u00e4ndern gilt auf Landstra\u00dfen Tempo 90 km\/h f\u00fcr alle, in Deutschland Tempo 100 km\/h f\u00fcr PKW und Tempo 60 km\/h f\u00fcr LKW. Statt gleichm\u00e4\u00dfig durchfahren zu k\u00f6nnen &#8211; 90 km\/h w\u00e4re da einer der optimalen Werte &#8211; wird der Autofahrer zu Brems- und Beschleunigungsman\u00f6vern gezwungen, was nat\u00fcrlich den Verbrauch erh\u00f6ht. <\/li><li>In anderen L\u00e4ndern gelten innerorts und au\u00dferorts generelle Limits, die nur nach Bedarf (Unfallschwepunkte) heruntergeregelt werden, d.h. auf 30 km Fahrstrecke vielleicht ein Mal. In Deutschland wechseln die Limits zwischen 50 km\/h und 100 km\/h im Schnitt 2-3 Mal pro Kilometer, weil man den Fahrer offenbar nicht f\u00fcr f\u00e4hig h\u00e4lt, sein Tempo entsprechend des Verkehrs anzupassen. Auch hier wieder st\u00e4ndiges Beschleunigen und Abbremsen.<\/li><li>Fr\u00fcher war es fast schon ein Sport bei den Ordnungs\u00e4mtern der St\u00e4dte, optimale &#8222;gr\u00fcne Wellen&#8220; f\u00fcr den Verkehr zu entwickeln. Der Verkehr sollte gleichm\u00e4\u00dfig durch die St\u00e4dte flie\u00dfen, was er auch tat. Heute ist es fast schon die Regel, im Rahmen der &#8222;Verkehrsberuhigung&#8220; auf einer Hauptstra\u00dfe an 10 Ampeln 7-8 Mal komplett zum Stehen kommen zu m\u00fcssen. Wiederum unn\u00f6tiges Beschleunigen und Bremsen.<\/li><li>Im Rahmen der Luftreinhaltung gehen zus\u00e4tzlich viele St\u00e4dte dazu \u00fcber, das Limit von 50 km\/h auf 30 km\/h herabzusetzen. Gr\u00f6\u00dfere Staus und l\u00e4ngere Fahrzeiten sind die Folge. Au\u00dferdem verbrauchen die Fahrzeuge bei Tempo 30 km\/h mehr Sprit als bei Tempo 50 km\/h, was auch f\u00fcr E-Fahrzeuge gilt, die in dem Bereich mehr Strom ben\u00f6tigen. \u00dcber st\u00e4rkere L\u00e4rmbel\u00e4stigung und gr\u00f6\u00dfere Umwege aufgrund von Fahrverboten muss gar nicht erst geredet werden.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Das k\u00fcnstliche produzierte diskontinuierliche Fahren f\u00fchrt nat\u00fcrlich zu h\u00f6heren Verbrauchswerten bei zunehmendem Gewicht, wobei die E-Fahrzeuge an der Spitze liegen. Die Verbrauchsschere, auf die sich die Klima-Aktivisten immer beziehen, wird also erst durch die Klima-Ma\u00dfnahmen erst ge\u00f6ffent. W\u00fcrde auf KI-L\u00f6sungen zur Verkehrslenkung gesetzt, die ein gleichm\u00e4\u00dfiges Fahren erm\u00f6glichen, w\u00fcrde der Gesamtverbrauch trotz bleibendem SUV-Anteils st\u00e4rker sinken als durch die Ausrottung der SUV bei Beibehaltung dieses Regelungsschrotts, der heute besteht. Kann man durchrechnen. Geht aber im dissoziativen Gehirn eines Gr\u00fcnen wieder verloren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die wollen mehr Kleinwagen statt SUV (oder besser gar keine Autos). Wenn man sich auf der Stra\u00dfe umschaut, stellt man aber fest, dass die gro\u00dfen SUV oft aus deutscher Produktion stammen, die Kleinwagen aber aus dem Ausland kommen. Das kommt nicht von ungef\u00e4hr. Die Produktion in Deutschland ist bei den heutigen Energiepreisen und Lohnkosten die teuerste weltweit. Wenn man teuer produziert, muss man aber etwas besonderes anbieten. Kann man im Kleinwagenbereich allerdings nicht. Wenn ein kleiner Asiate um die 14.000 \u20ac kostet (all inclusive), ein vergleichbarer Deutscher aber um die 19.000 \u20ac (ohne Extras), hat der Produzent einen schweren Stand, zumal die Qualit\u00e4tsunterschiede von fr\u00fcher heute nicht mehr vorhanden sind. Im Preisbereich um 50.000 \u20ac und h\u00f6her spielen ein paar Tausend Euro f\u00fcr Leute, die solche Summen auf den Tisch legen, aber weniger eine Rolle. Die nehmen dann lieber den Benz, dessen T\u00fcren mit sattem &#8222;Plonk&#8220; schlie\u00dfen statt mit billig klingendem &#8222;Peng&#8220;. <\/p>\n\n\n\n<p>Mehr Kleinwagen bedeutet daher zwangsweise weniger Produktion in Deutschland und damit weniger Arbeitspl\u00e4tze in der dazu geh\u00f6renden Industrie. Das kann man nat\u00fcrlich trotzdem als Ziel definieren, aber dann ist es auch n\u00f6tig, sich Gedanken \u00fcber die Leute zu machen, die dann keine Arbeit mehr haben. Und die Gedanken sollte man sich vorher machen und nicht &#8222;Boa, ey! So viele Arbeitslose!&#8220; staunen, wenn der Schaden schon nicht mehr gut zu machen ist. Weder diese Reihenfolge noch irgendwie sinnvolle Vorschl\u00e4ge sind allerdings von Gr\u00fcnen zu erwarten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wobei sich die Frage stellt &#8222;wie kann man als H\u00f6chstkostenland \u00fcberhaupt \u00fcberleben?&#8220;. Kann man. Man muss nur besser sein als andere. Wenn der Inder einen Wert von 1.000 \u20ac produziert, muss der Deutsche in der gleichen Zeit eben einen Wert von 4.000 \u20ac oder mehr produzieren. Dazu muss man noch nicht mal mehr arbeiten, man muss nur technisch um einen Faktor >4 besser sein. Leider muss man feststellen: das war einmal. Die anderen sind besser geworden, w\u00e4hrend der Standard in D massiv gesunken ist. In internationalen Vergleichen belegt der deutsche Nachwuchs im technischen Bereich regelm\u00e4\u00dfig Pl\u00e4tze im letzten F\u00fcnftel der Rangfolge. Deshalb gibt es jetzt ja auch FFF mit der hart erstrittenen 4-Tage-Schulwoche. Das soll offenbar daf\u00fcr sorgen, dass keiner mehr wei\u00df, was &#8222;ein F\u00fcnftel&#8220; eigentlich ist. H\u00f6chste Kosten mit den d\u00fcmmsten Ingenieuren? Muss man noch spekulieren, wo das endet?<\/p>\n\n\n\n<p>Fassen wir die gr\u00fcne Schizophrenie zusammen: die vorgeblichen Ziele, hier CO2-Aussto\u00dfreduzierung, werden durch die Ma\u00dfnahmen nicht nur verfehlt, sondern der Abstand zum Ziel wird sogar noch vergr\u00f6\u00dfert. Ersatzweise sucht man ein Opfer, hier den SUV, der bei einer tats\u00e4chlichen Ann\u00e4herung an das Ziel (vorl\u00e4ufig) gar kein Opfer mehr zu sein brauchte und sich durch die weitere technische Entwicklung (m\u00f6glicherweise) selbst erledigt. Das Erlegen des Opfers bedeutet aber auch ein Erlegen der eigenen Wirtschaft, was wiederum den Spielraum, tats\u00e4chlich irgendwo in Entwicklungen investieren zu k\u00f6nnen, stark vermindert. F\u00fcr alles das wir demonstriert und protestiert, was zu Lasten des Bildungsniveaus geht und obendrein im Ausland den Eindruck erweckt, deutsche Produkte seien Schrott, was die Wirtschaft weiter beeintr\u00e4chtigt. Wie immer kann man das meiste dieser Schlussfolgerungen durchrechnen oder durch bestehende Fakten beweisen, was als Input aufgrund der gr\u00fcnen dissoziativen St\u00f6rung allerdings nur zum Output &#8222;das ist Nazi&#8220; f\u00fchrt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>oder wie Gr\u00fcnes Gedankengut die Kacke erst richtig zum Dampfen bringt. 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