{"id":3548,"date":"2019-09-19T10:56:23","date_gmt":"2019-09-19T08:56:23","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=3548"},"modified":"2019-09-20T16:28:55","modified_gmt":"2019-09-20T14:28:55","slug":"ohne-auto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2019\/09\/19\/ohne-auto\/","title":{"rendered":"Ohne Auto ?"},"content":{"rendered":"\n<p>Obwohl selbst die Anwohner am Stuttgarter Neckartor bereits jetzt in der schadstoff\u00e4rmsten Luft seit Beginn der Zivilisation leben (<em>man denke an sehr enge mittelalterliche St\u00e4dte mit nur wenigen Hundert Einwohnern, in denen aber jeder mit offenem Feuer kocht und heizt und seinen Abfall auf die Stra\u00dfe kippt<\/em>), ist inzwischen ein Krieg der Gr\u00fcnen zur Abschaffung des Autos an sich entbrannt. Dazu stellen sich allerdings ein paar Fragen, und vielleicht findet sich ja einer der gr\u00fcnen Leser dieses Blogs, um sie zu beantworten. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Autofreie St\u00e4dte<\/h4>\n\n\n\n<p>In einigen St\u00e4dten (z.B. Berlin) bestehen Bestrebungen bis hin zu festen Absichten, die St\u00e4dte durch Fahrverbote autofrei zu machen, welcher r\u00e4umliche Umfang der Autofreiheit immer auch mit &#8222;Stadt&#8220; in diesem Zusammenhang gemeint sei. <\/p>\n\n\n\n<p>Nun befinden sich in dem betroffenen Gebiet nicht nur Gewerbeobjekte, es wohnen dort auch Menschen, von denen viele ein Auto besitzen, wie ein kurzer Blick in die St\u00e4dte beweist. Was ist nun mit diesen Fahrzeugbesitzern? D\u00fcrfen die ihre Fahrzeuge behalten? D\u00fcrfen sie diese an den alten Stellen abstellen? Wie und wozu d\u00fcrfen sie diese benutzen? Bei den Antworten ist bitte zu ber\u00fccksichtigen, dass eine Zweiklassengesellschaft die Folge sein kann: Nichtst\u00e4dter, die Autos besitzen (m\u00fcssen), und St\u00e4dter, die keine Autos besitzen (d\u00fcrfen).<\/p>\n\n\n\n<p>Bez\u00fcglich der Kontrolle liefert der ADAC ein Beispiel: in Madrid d\u00fcrfen anscheinend Autos nur in die Stadtbezirke hineinfahren, in denen die Besitzer ihren Wohnsitz haben (wie weit dies die Verkehrssituation tats\u00e4chlich entspannt, ist leider nicht \u00fcberliefert). Besucher wie Verwandte, Bekannte oder Handwerker m\u00fcssen von den Besuchten bei der Verwaltung angemeldet werden. Vers\u00e4umen sie dies, kostet der Besuch schon mal 70\u20ac Ordnungsgeld oder die Rechnung des Installateurs bel\u00e4uft sich auf 150\u20ac statt auf 80\u20ac. Und so eine Anmeldung geht schon mal schnell unter, besonders bei gestressten oder \u00e4lteren Leuten. \u00dcberwacht wird alles vollautomisch mittels Video\u00fcberwachung. Frage: will man diese totale \u00dcberwachung, bei denen die Beh\u00f6rden auch noch genau wissen, wer wen wann besucht, wirklich?<\/p>\n\n\n\n<p>Noch eine Frage zum autofreien Bereich: auch die dort wohnenden Leute wollen ja besucht werden und so mancher Besucher wird ein Auto benutzen. Wo sollen die parken? Sollen Wohnbereiche in zentrale Parkh\u00e4user umgewandelt werden? <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Zu Fu\u00df oder mit dem Fahrrad<\/h4>\n\n\n\n<p>Man k\u00f6nne ja viele Wege auch zu Fu\u00df oder mit dem Fahrrad erledigen, hei\u00dft es immer. Im Ruhrgebiet mit einer Ost-West-Ausdehnung von knapp 100 km baut man dazu sogar &#8222;Fahrradautobahnen&#8220;. Aber mal ernsthaft: welche Entfernungen kann man den B\u00fcrgern eigentlich zumuten?<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man zu Fu\u00df unterwegs ist, ist ein Fu\u00dfmarsch von 15-20 Minuten vermutlich schon viel. Nicht, wenn man zum Spa\u00df spazieren geht, aber wenn man ein festes Ziel erreichen muss wie die Arbeitsstelle, den Supermarkt, den Sportclub oder die Freunde vermutlich schon. Macht eine Entfernung von ca. 1 km. Zu ber\u00fccksichtigen ist ferner, dass die Strecken in der Regel zweimal zur\u00fcck zu legen sind (hin und wieder zur\u00fcck, wie im Hobbit-Buch) und mehrere solcher Wege pro Tag anfallen: Arbeit, Kinder zum Kindergarten, Einkaufen, Sport, &#8230; . Was ist dem B\u00fcrger wirklich zumutbar? <\/p>\n\n\n\n<p>Zu ber\u00fccksichtigen ist auch der Zweck der Operation: beim Einkauf fallen ziemliche Lasten an, im Extremfall der Bierkasten f\u00fcr die geplante Fete. Wie viel kann man \u00fcber welche Entfernung schleppen? Soll der B\u00fcrger 5x in der Woche einkaufen gehen statt wie derzeit 1-2x mit gr\u00f6\u00dferen Eink\u00e4ufen (auch das w\u00e4re Zeit)? Soll jeder mit einem Bollerwagen herumlaufen (kostet Kraft und Platz)? Sollen die Sachen geliefert werden? Wenn ja, von wem, denn irgendwer muss die Arbeit dann ja auch machen? Was ist mit \u00e4lteren Leuten, die weniger belastbar sind als 20-J\u00e4hrige?<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann nat\u00fcrlich auch das Fahrrad nehmen und kommt dann auf Entfernungen um die 6 km bei gleichem Aufwand. Ein Fahrrad kann man auch nicht bei jedem Wetter benutzen, zu Fu\u00df gehen geht hingegen bei fast jedem Wetter irgendwie. Mit einem eBike gehen vielleicht auch 10 km, aber aus Erfahrung wei\u00df ich auch, dass mehr eine ziemliche Belastung werden, wenn man es regelm\u00e4\u00dfig machen muss. Es gibt nat\u00fcrlich Leute, die das aus Prinzip und gerne machen. Es gibt aber auch Leute, die klettern auf das Matterhorn, und die kann und wird sich nicht jeder als Vorbild nehmen. <\/p>\n\n\n\n<p>Also was kann man einer Familie mit Kindern, in denen beide Eltern arbeiten, wirklich zumuten? Die Antwort muss dann ber\u00fccksichtigen, dass sie das jeden Tag leisten m\u00fcssen, denn das Auto w\u00e4re ja weg (sonst fahren sie doch wieder damit herum).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">\u00d6ffentlicher Personennahverkehr<\/h4>\n\n\n\n<p>Wenn man sich dem Thema zuwendet, w\u00e4ren erst einmal eine Reihe von Fragen zu stellen, die man leider immer bewusst ausblendet:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Wie weit darf die n\u00e4chste Haltestelle entfernt sein (siehe Kapitel zuvor)? Auch hier ist zu ber\u00fccksichtigen, dass die Entfernung doppelt anf\u00e4llt und ggf. erfordert, dass man zu Hause und am Ziel ein Fahrrad bereit halten muss.<\/li><li>Welche Wartezeit ist zumutbar? Dabei w\u00e4re auch zu ber\u00fccksichtigen, dass h\u00e4ufig umgestiegen werden muss. Die Wartezeiten sind ebenfalls vorhanden.<\/li><li>Welcher Preis ist zumutbar? Heute ist der \u00d6PNV viel zu teuer. Ein Jahreticket kostet oft \u00fcber 1.000\u20ac und wird w\u00e4hrend des Urlaubs nicht genutzt, verf\u00e4llt also. Eine einzelne Fahrt kostet meist mehr als Hin- und R\u00fcck- und erneute Hinfahrt mit dem Auto. <\/li><li>Welches Zeitfenster ist notwendig? Es n\u00fctzt wenig, wenn man Abends zum Sport oder ins Kino m\u00f6chte, der letzte Bus aber bereits um 20:00 Uhr oder fr\u00fcher f\u00e4hrt wie in vielen kleineren St\u00e4dten oder l\u00e4ndlichen Gebieten.<\/li><li>Wie lange darf die Fahrt zum Bestimmungsort dauern? W\u00e4hrend meines Studiums bin ich mit dem Auto in ca. 40 Minuten zur Uni gekommen. War es mal kaputt, fielen im \u00d6PNV schon mal 1,5-2 Stunden an. <\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Zum Thema Preis wird h\u00e4ufig ein 365\u20ac-Zwangs-Ticket pro Person vorgeschlagen. Wof\u00fcr soll das gelten? F\u00fcr die Stadt oder f\u00fcr die gesamte Republik? Bei einer mehrk\u00f6pfigen Familie macht das auch schnell das heutige Jahresticket aus. Zudem sollen das anscheinend auch Landbewohner zahlen, die zum gro\u00dfen Teil \u00fcberhaupt keine M\u00f6glichkeit haben, den \u00d6PNV \u00fcberhaupt zu benutzen. Ist es sozial zu rechtfertigen, dass eine Mehrklassengesellschaft entsteht, in der einige \u00fcberproportional profitieren, w\u00e4hrend andere die Leistung gar nicht in Anspruch nehmen k\u00f6nnen? Was ist mit Ausl\u00e4ndern (oder Stadtbesuchern, falls das Zwangsticket nur f\u00fcr ein bestimmtes Gebiet gilt)? D\u00fcrfen die umsonst fahren? Oder m\u00fcssen die zahlen (was wieder Kontrolleure notwendig macht)? <\/p>\n\n\n\n<p>Nehmen wir mal an, nach Beantwortung der Fragen h\u00e4tte man einen Plan f\u00fcr den inneren Stadtbereich, der Einfachheit halber als quadratische Fl\u00e4che mit dem Stadtkern im Zentrum vorzustellen, aufgestellt, der die Anforderungen erf\u00fcllt. Binden wir jetzt ein paar Au\u00dfenbezirke ein, indem das urspr\u00fcngliche Quadrat mit 8 weiteren Quadraten gleicher Ausdehnung umgeben wird. Das d\u00fcrfte ungef\u00e4hr den Verh\u00e4ltnissen der bewohnteren Gebiete einer Stadt entsprechen. Vom Stadtzentrum aus gesehen haben wir den Radius damit verdreifacht, die zu bedienende Fl\u00e4che w\u00e4chst aber mit dem Quadrat der Entfernung. Wie weit kann man die Dienstleistung des \u00d6PNV \u00fcberhaupt ausweiten, wenn der Aufwand quadratisch mit den Entfernungen w\u00e4chst? Zudem l\u00e4sst die Siedlungsdichte nach: die H\u00e4user werden zum Stadtrand hin oft kleiner. Damit f\u00e4llt auch die Nutzerzahl des \u00d6PNV pro Fl\u00e4che. Ab welcher Nutzerzahl l\u00e4sst sich der \u00d6PNV \u00fcberhaupt noch wirtschaftlich bew\u00e4ltigen, ohne massiv an den Leistungen zu knabbern? Die bisherigen Erfahrungen sind da eher schlecht bis sehr schlecht. Im l\u00e4ndlichen Bereich nicht selten so, dass man nicht am gleichen Tag in die Kreisstadt und wieder zur\u00fcck gelangen kann. <\/p>\n\n\n\n<p>L\u00e4sst sich das Fahrzeitproblem \u00fcberhaupt noch regeln? Denn wenn man von einem Au\u00dfensektor in den anderen muss, muss man entweder \u00fcber Zentralbahnh\u00f6fe, was Zeit kostet, oder der Aufwand w\u00e4chst noch schneller als quadratisch. Was ist zum Beispiel mit einer Familie, in der beide arbeiten? D\u00fcrfen beide nur noch Arbeitsstellen annehmen, die in der N\u00e4he der Wohnung liegen? Muss einer dann zwangsweise arbeitslos bleiben? Muss man zwangsweise umziehen, wenn man woanders eine Stelle bekommt? M\u00fcssen Landbewohner zwangsweise in die Stadt ziehen, wenn sie dort arbeiten? Oder in die N\u00e4he ihrer Fabrik, wenn diese ebenfalls auf dem Land liegt? <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Allgemeine Mobilit\u00e4t<\/h4>\n\n\n\n<p>Heute fahren viele St\u00e4dter am Wochenende &#8222;mal eben zur Erholung auf&#8217;s Land&#8220;. Soll das wegfallen ohne Auto? Denn mit dem \u00d6PNV sind die Erholungsgebiete in den seltensten F\u00e4llen zu erreichen, au\u00dfer vielleicht mit dem Taxi, was sich nur wenige leisten k\u00f6nnen. Zumal auch noch Gep\u00e4ck zu transportieren ist. Sollen die Leute in der Tourismusbranche alle entlassen werden, weil die G\u00e4ste wegfallen? Ist es tats\u00e4chlich gew\u00fcnscht, die Menschen in ihren Gegenden zu isolieren, weil sie andere Gegenden wie vor 200 Jahren gar nicht mehr in sinnvollem Rahmen erreichen k\u00f6nnen? Urlaub nur noch f\u00fcr Reiche, so wie fr\u00fcher? Kinder, Eltern und andere Verwandte m\u00f6glicherweise nur noch 1-2x im Jahr sehen, weil die Reisen viel zu aufw\u00e4ndig werden? <\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Gutmenschen und gr\u00fcne Vielflieger, wollt ihr wirklich f\u00fcr die breite Masse der Bev\u00f6lkerung wieder Zust\u00e4nde wie im 18. Jahrhundert zwangseinf\u00fchren? Denn andere Alternativen sind bei euren Konzepten nicht sichtbar. Wo sind Konzepte, die das vermeiden?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">E-Mobilit\u00e4t<\/h4>\n\n\n\n<p>Das hatten wir schon mehrfach, aber trotzdem &#8222;once again&#8220;. E-Autos wird es nur f\u00fcr wenig geben:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Sie sind teurer als konventionelle Fahrzeuge und werden das auch bleiben. Viele k\u00f6nnen sich dann kein Fahrzeug mehr leisten.<\/li><li>Eine Infrastruktur ist in der Breite nicht vorhanden und nicht absehbar. Falls jemand einen Stellplatz besitzt, sind erhebliche Investitionen notwendig. Wer keinen festen Stellplatz besitzt &#8211; und das ist in den St\u00e4dten die Mehrheit &#8211; schaut in die R\u00f6hre. <\/li><li>Die EVU geben unumwunden zu, dass sie eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl an E-Fahrzeugen aus verschiedenen Gr\u00fcnden gar nicht laden k\u00f6nnen. Wenn man sie direkt anspricht, bekommt man diese Aussage. Manche EVU wie die EWE in Norddeutschland hat diesen Bereich aber in eigene Gesellschaften ausgegliedert, in denen PR-Fuzzis angestellt werden, deren Zahlenraum bei 10 endet. Und genau diese Qualit\u00e4t haben dann auch deren Antworten.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Auf manchen Photoshop-Simulationen sieht man Lades\u00e4ulen an jedem Stellplatz an der Stra\u00dfe. Auch davon (Fl\u00e4chenproblem) brauchte man mehrere Millionen mit entsprechender Verkabelung, wenn in D nur noch E gefahren wird, was ja ab 2030 der Fall sein soll. Ist irgendwo mal der Aufwand daf\u00fcr kalkuliert worden? Damit meine ich nicht nur Geld, sondern auch Material und Bauaufwand, was extrem zu Lasten des angeblich einzusparenden CO2 geht. Damit die S\u00e4ulen jeder nutzen kann, m\u00fcsste allerdings jedes Auto kodiert beim Anschluss seine Daten f\u00fcr die Abrechnung \u00fcbertragen. Mindestens deutschlandweit. Auch da wieder die Frage: will man es wirklich, dass jederzeit genau kontrolliert werden kann, wer wann mit seinem Auto wohin gefahren ist? Und selbst dann w\u00e4re Problem 3. immer noch nicht gel\u00f6st. <\/p>\n\n\n\n<p>Neulich war auf der Autobahn A31 wieder ein Riesenstau mit 2h Wartezeit. Auf der Autobahn geht es normalerweise z\u00fcgig voran, was die Reisenden einkalkulieren. E-Autos w\u00e4ren dabei reihenweise abgekackt, weil der Stau eben nicht einkalkuliert war. Sind solche Probleme irgendwo in der Gutmenschenrechnung einkalkuliert? Ich habe bislang nichts gefunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist mit internationalem Verkehr? Viele L\u00e4nder der EU wie Polen, Frankreich, Spanien und andere k\u00f6nnen und werden nicht auf E-Mobilit\u00e4t umsteigen. Fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig funktioniert das nicht bei den dort anstehenden Entfernungen, kostenm\u00e4\u00dfig funktioniert das ebenfalls nicht. Hier E-Mobilit\u00e4t bedeutet aber auch: hier weniger bis keine Tankstellen. Ist f\u00fcr Deutsche und Ausl\u00e4nder dann an der deutschen Grenze Schluss mit Individualverkehr? Sieht so das goldene Zeitalter des Zusammenwachsens aus? <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>M\u00f6glicherweise fallen dem einen oder anderen Leser noch weitere Fragen ein. Wo sind die Antworten? Von mir aus kann man ja versuchen, die Zahl der Autos auf den Stra\u00dfen zu verringern, wozu am Besten eine Reduzierung der Bev\u00f6lkerungsanzahl taugte. Deutschland w\u00e4re inzwischen bei ca. 65 Mio Einwohnern, wenn man nicht krampfhaft fast 20 Mio, davon viele in die Sozial- oder Kriminalit\u00e4tssysteme, importiert h\u00e4tte. Das w\u00fcrde schon einiges ausmachen. Aber gebt erst mal Antworten, wie das sonst funktionieren soll. Wie stellt ihr euch das Leben des Durchschnittsdeutschen in der Zukunft vor? Und ist das die Zukunft, die sich die Jugend, deren Zukunft ja heute vernichtet wird (sie machen das vorzugsweise selbst), sich vorstellt? <\/p>\n\n\n\n<p>Vermutlich kommen aber wieder nur P\u00f6beleien aus der gr\u00fcnen Ecke. <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Entgegen meiner Bef\u00fcrchtung gab es bislang nur einen h\u00f6flichen Kommentar, der aber zeigt, dass vom obigen Text absolut nichts verstanden wurde (kommentiert in der Reihenfolge der Abs\u00e4tze):<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"708\" height=\"389\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Bildschirmfoto-vom-2019-09-20-08-25-04.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3562\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Bildschirmfoto-vom-2019-09-20-08-25-04.png 708w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Bildschirmfoto-vom-2019-09-20-08-25-04-300x165.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 708px) 100vw, 708px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>(1) Autofreie St\u00e4dte mit vollst\u00e4ndigem Fahrverbot und Grenzwerte f\u00fcr den Verbrauch, die technisch nicht zu erf\u00fcllen sind sowie ein vollst\u00e4ndiges Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2030 &#8211; das ist schon ein generelles Verbot des Besitzes von Fahrzeugen f\u00fcr die Bewohner bestimmter Regionen und bestimmter Einkommensklassen. Mindestens die Gr\u00fcnen meinen das Ernst. Vielleicht mal deren Programm lesen?<\/p>\n\n\n\n<p>(2), (3), (4), (5) Um diese Themen ging es im Beitrag nicht. Habe ich alles so unverst\u00e4ndlich formuliert, dass du nichts mitbekommen hast? Beispielsweise zu (3): es geht nicht ums gerne Radfahren am Wochenende, sondern die Verwendung des Rades f\u00fcr alle Wege. Was ist an dieser Fragestellung nicht zu kapieren? Zu (5): Interessant, denn die schweren Dinger \u00fcber 2 to sind ausgerechnet die E-Fahrzeuge. Audi Q8: 1,8 to, Audi E-Tron 2,7 to, au\u00dfen fast gleich. Also machen wir die Steuern f\u00fcr E-Autos h\u00f6her. Einverstanden. <\/p>\n\n\n\n<p>(7) und danach (6): was ist an dem Satz &#8222;<em>vielleicht findet sich ja einer der gr\u00fcnen Leser dieses Blogs, um sie zu beantworten<\/em>&#8220; nicht zu verstehen? Ich stelle nicht mir Fragen, sondern euch gr\u00fcnen Spacken, denn ihr geht mit den Ideen hausieren, die solche Fragen aufwerfen. Wenn ihr bestimmte Sachen wollt, dann denkt sie gef\u00e4lligst bis zum Ende durch, insbesondere wenn fundierte Kritiken oder Fragen kommen. Wenn ihr das verweigert, wundert euch gef\u00e4lligst auch nicht, wenn Leute wie ich euch f\u00fcr d\u00e4mliche Bl\u00f6dhammel halten. Quid pro quo: diskutiert am Thema und wir kommen ins Gesch\u00e4ft. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl selbst die Anwohner am Stuttgarter Neckartor bereits jetzt in der schadstoff\u00e4rmsten Luft seit Beginn der Zivilisation leben (man denke an sehr enge mittelalterliche St\u00e4dte mit nur wenigen Hundert Einwohnern, in denen aber jeder mit offenem Feuer kocht und heizt und seinen Abfall auf die Stra\u00dfe kippt), ist inzwischen ein Krieg der Gr\u00fcnen zur Abschaffung &hellip; <a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2019\/09\/19\/ohne-auto\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Ohne Auto ?<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12,21],"tags":[],"class_list":["post-3548","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gesellschaft","category-verkehr"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3548","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3548"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3548\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3564,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3548\/revisions\/3564"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3548"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3548"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3548"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}