{"id":3322,"date":"2019-07-28T10:56:07","date_gmt":"2019-07-28T08:56:07","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=3322"},"modified":"2019-07-28T10:56:08","modified_gmt":"2019-07-28T08:56:08","slug":"co2-und-fleisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2019\/07\/28\/co2-und-fleisch\/","title":{"rendered":"CO2 und Fleisch"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Landwirte, besonders die Fleischbauern sind ja bekanntlich ein besonders schlimmer CO2-Verursacher. Wer kennt nicht die 38 tonner, die die Feldwege verstopfen und Kohle zu den H\u00f6fen bringen, oder gar die als Milchlaster getarnten Dieseltransporter, deren Inhalt direkt in die Schweine abgef\u00fcllt wird?<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Zumindest muss es so ja auf dem Land zugehen, wenn tats\u00e4chlich pro Kilogramm Fleisch zwischen 3,5 und 35 kg CO2 entstehen (je nach verwendetem Rechenfehler). Zus\u00e4tzliches CO2, also nicht etwa aus dem Kohlenstoff im Gras, das selbiges zuvor als CO2 aus der Luft aufgenommen hat. Nachdem das Schwein ausgewachsen ist, ist also mehr CO2 in der Luft vorhanden als vorher. <\/p>\n\n\n\n<p>Nun kann die Landwirtschaft glaubhaft dementieren, Importkohle, \u00d6l oder russisches Gas an die Tiere zu verf\u00fcttern, was den Beobachter zu neuer Gl\u00e4ubigkeit veranlassen k\u00f6nnte. CO2 aus dem Nichts, das hat doch schon mal ein gewisser Jesus von Nazareth gebracht, allerdings mit Fischbr\u00f6tchen, wenn ich das richtig erinnere. Man k\u00f6nnte also die Erzeugung zus\u00e4tzlichen CO2 durch das Fleisch auch als &#8222;Jesus-Zyklus&#8220; im biochemischen Kreislauf bezeichnen und die Umwelt\u00e4mter, die diesen Jesus-Zyklus erfunden haben, mal nach Details fragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die machen dann zun\u00e4chst einen kleinen R\u00fcckzieher. Es ginge ja gar nicht um Kohlendioxid, es gehe um Methan, das viel schlimmer sei als CO2. Dessen Konzentration ist noch geringer als die von CO2 (ca. 0,5% der CO2-Konzentration, die wiederum 0,04% Anteile an der Luft hat). Und davon w\u00fcrden die Tiere so viel aussto\u00dfen, dass es eben soundsoviel Kilogramm CO2 entspr\u00e4che. In der Rechnung sind aber wieder eine ganze Menge Ungereimtheiten vorhanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Methan hat zun\u00e4chst bei weitem nicht die Lebensdauer des CO2 in der Athmosph\u00e4re, und bereits die wurde von namhaften Experten wie Mojib Latif, dessen Markenzeichen falsche Prognosen sind, leicht zu hoch eingesch\u00e4tzt: statt viele Tausend Jahre (Latif) liegt die Verweildauer des CO2-Molek\u00fcls in der Atmosph\u00e4re in der Gr\u00f6\u00dfenordnung weniger Jahre. Schnell zersetzt kann Methan aber auch nicht lange wirken. Methan entsteht \u00fcberall dort, wo an\u00e4robe Zersetzung stattfindet, und das ist im Boden und im Wasser fast \u00fcberall der Fall. Eine ganze Dom\u00e4ne von Lebenwesen, die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Archaeen\">Archeen<\/a>, sind daf\u00fcr zust\u00e4ndig. Sie produzieren riesige Mengen von dem Zeug, beispielsweise mutma\u00dflich einen nicht geringen Teil des Erd\u00f6ls und der Erdgas. Man liegt wohl kaum falsch, wenn man davon ausgeht, dass in Sachen Methan von den Klimahysterikern noch mehr geschummelt wird als in Sachen CO2.<\/p>\n\n\n\n<p>Kommen wir aber auf die Tiere zur\u00fcck. Die Tierhaltung kann man in Rindvieh-, Schweine- und Gefl\u00fcgelhaltung unterteilen (Randerscheinungen wie Schafe und so was lassen wir mal aus). Von denen tragen aber die Schweine- und Gefl\u00fcgelhaltung mehr oder weniger NULL zum Methan bei. Das entsteht n\u00e4mlich haupts\u00e4chlich bei der an\u00e4eroben Verg\u00e4rung der Nahrung im Magen, und nur die Rinder haben einen dazu passenden Verdauungsapparat. Es ist also schon eine Mogelpackung, die Schweine hinzu zu rechnen, aber genau das wird gemacht (das Gefl\u00fcgel l\u00e4sst man genauso schummelnd dann wieder au\u00dfen vor). Ob die Rechnung der r\u00fclpsenden und furzenden Rinder \u00fcberhaupt richtig ist, lassen wir mal au\u00dfen vor. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Rindern wiederum muss man zwischen Fleischmast und Milchwirtschaft unterscheiden. Bullen gehen in die Fleischmast, K\u00fche in Deutschland aber vorzugsweise in die Milchwirtschaft. Fleisch gibt es von ihnen erst sp\u00e4ter nach Nutzung als Milch- und K\u00e4lberlieferant. Die angebliche CO2-Sch\u00e4dlichkeit wird jedoch nur auf das Fleisch angerechnet, nicht aber auf die Milch, von der eine Schwarzbunte pro Jahr etwa ihr 7-faches K\u00f6rpergewicht liefert. Also eine weitere L\u00fcgenpackung, mit der uns die Umwelt\u00e4mter im Auftrag der Gr\u00fcnen beliefern. <\/p>\n\n\n\n<p>Nun ist das, was wir als Fleisch bezeichnen, nur ein Teil eines Tieres. Hinzu kommen Blut, Innereien, Haut, Knochen und Bindegewebe. Die Verwertung liegt heutzutage bei nahezu 100%: Teile, die wir nicht essen m\u00f6gen, gelten anderswo als Delikatessen, Leder in verschiedenster Art l\u00e4sst sich immer verwerten, entsprechend aufbereitet dienen f\u00fcr den Menschen unbrauchbare Teile immer noch an anderer Stelle in Nahrungsketten als begehrt und Teile des Skeletts samt Binde- und St\u00fctzgeweben landen in allen m\u00f6glichen Nahrungsmitteln als Bindemittel (z.B. f\u00fcr Gummib\u00e4rchen, die dann Dank schweinischer Bestandteile von Moslems wieder mal nicht gegessen werden d\u00fcrfen). Auf das Gesamtprodukt &#8222;Tier&#8220; wird nat\u00fcrlich nichts umgelegt. Man will dem Konsumenten ja nur das Fleisch madig machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese ganze L\u00fcgenrechnung geht vorzugsweise von Umwelt\u00e4mtern aus, d.h. die Gleichsetzung Umweltamt = L\u00fcgenamt ist durchaus berechtigt. Die h\u00f6ren allerdings vorsichtshalber an der Stelle mit dem L\u00fcgen nicht auf. Die n\u00e4chste rote Karte bekommt die anfallende G\u00fclle. Die w\u00fcrde nat\u00fcrlich auch wieder Methan erzeugen, wenn man sie auf die Felder ausbringt, und au\u00dferdem den Nitratgehalt des Grundwassers auf zu hohe Werte erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist G\u00fclle? Unter anderem Bullshit. Und genau das sind solche Aussagen auch. G\u00fclle ist ebenfalls ein Handelsartikel, dient sie doch als Naturd\u00fcnger und erlaubt es, weniger Kunstd\u00fcnger auszubringen. Die Gegenrechnung &#8211; Einsparung von Kunstd\u00fcnger &#8211; fehlt nat\u00fcrlich wieder in der L\u00fcgenrechnung. Zudem wird die G\u00fcllemenge, die auf einem Feld landet, penibel ausgerechnet. Immer druff und nach uns die Nitratflut ist nicht. Was nicht ausgebracht werden kann, kann problemlos bei der n\u00e4chsten Kl\u00e4ranlage abgeliefert werden. Deren Denitrifizierung kommt so gut mit Nitraten usw. klar, dass im Auslauf fast schon Trinkwasserqualit\u00e4t herauskommt. Wobei die netten Tierchen, die den Dreck zersetzen, ihrerseits wieder in Fault\u00fcrmen zu Methan zersetzt werden, wodurch nicht wenige Kl\u00e4ranlagen energetisch nahezu autark sind: sie decken ihren Strombedarf aus eigenen Generatoren, der wiederum mit Methan aus den Fault\u00fcrmen bedient werden, die mit Faulschlamm aus der Belebung gef\u00fcllt werden. Und wie beim Abwasser k\u00f6nnen auch die Trinkwasserwerke mit Denitrifizierungsanlagen und einigem anderen aufwarten, was unerw\u00fcnschte Stoffe aus dem Trinwasser fischt. <\/p>\n\n\n\n<p>Also dr\u00fccken wir es mal so aus: wer Trinkwasser aus Tiefbrunnen erh\u00e4lt, bekommt sauberes Wasser, und das sind alle D\u00f6rfler und St\u00e4dter. Nitratbelastung ist mithin einen L\u00fcge. Anders sieht es bei Grundwasserversorgung aus, bei der das Wasser auf 5 m Tiefe stammt. Das haben aber allenfalls abgelegene H\u00f6fe oder Privatleute f\u00fcr die Gartenbew\u00e4sserung. <\/p>\n\n\n\n<p>Das meiste Wasser ist \u00fcbrigens auch so sauber. Um trotzdem Panik zu erzeugen, werden die Brunnen, an denen gemessen wird, sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlt, <a href=\"https:\/\/www.eike-klima-energie.eu\/2019\/07\/27\/die-klimareligioese-transfer-union\/\">saubere Brunnen verschwinden von der Messliste<\/a>. So sind pl\u00f6tzlich wenige Brunnen stellvertretend f\u00fcr riesige Gebiete zust\u00e4ndig und liefern zu hohe Nitratwerte selbst f\u00fcr Gebiete, in denen niemand wei\u00df, was Nitrat \u00fcberhaupt ist. Von der EU gibt es dazu passend dann Strafzahlungen. Diese Summer an L\u00fcgen &#8211; Methan, Nitrat, Strafen &#8211; haben nur den Sinn, den Tierbauern in Deutschland den Hahn abzudrehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Folgen wird jeder bald sp\u00fcren, wenn sich die beamteten Umweltl\u00fcgner durchsetzen: nicht nur das Fleisch wird teurer, auch alle abh\u00e4ngigen Produkte sind betroffen, wie beispielsweise Milch, K\u00e4se, Joghurt (ja, liebe gesundheitsbewussten Heuchler, auch euer geliebter Joghurt; der besteht n\u00e4mlich nicht nur aus Pilzkulturen, sondern in erster Linie aus Milch). Nachfolgend auch bestimmte Backwaren und alles, was Bindemittel ben\u00f6tigt. Macht man auch vor Gefl\u00fcgel nicht Halt, sind auch Nudeln, Majonnaise, weiter Backwaren und jede Menge weiterer Nahrungsmittel betroffen, von denen die wenigsten wissen, dass Eier f\u00fcr ihre Herstellung ben\u00f6tigt werden. <\/p>\n\n\n\n<p>L\u00fcgen, L\u00fcgen, L\u00fcgen &#8211; um Gr\u00fcne Ideologie mit Gewalt durchzusetzen. Umwelt\u00e4mter sind oft nichts anderes mehr als gr\u00fcne L\u00fcgen\u00e4mter.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Landwirte, besonders die Fleischbauern sind ja bekanntlich ein besonders schlimmer CO2-Verursacher. Wer kennt nicht die 38 tonner, die die Feldwege verstopfen und Kohle zu den H\u00f6fen bringen, oder gar die als Milchlaster getarnten Dieseltransporter, deren Inhalt direkt in die Schweine abgef\u00fcllt wird? 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