{"id":3281,"date":"2019-07-21T09:49:09","date_gmt":"2019-07-21T07:49:09","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=3281"},"modified":"2019-07-21T09:49:09","modified_gmt":"2019-07-21T07:49:09","slug":"mehr-haltung-zeigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2019\/07\/21\/mehr-haltung-zeigen\/","title":{"rendered":"Mehr Haltung zeigen ?"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Mensch ist ja leider so veranlagt, meist erst dann aktiv zu werden, wenn es was zu meckern gibt. Vielleicht h\u00e4ngt das zum Teil auch damit zusammen, dass man fr\u00fcher erst mal einen Brief schreiben, den eint\u00fcten, eine Briefmarke suchen und die 20 g dann auch noch einen Kilometer zum Postkasten schleppen musste.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Heute ist das einfacher. Man tippt einfach was ins Schreibfeld des Rechners, f\u00fcgt allenfalls noch die elektronische Adresse hinzu und klickt auf &#8222;Senden&#8220;. Das war&#8217;s. Das ist so einfach, dass bestimmte Kernthemen, mit der &#8222;falschen Haltung&#8220; angegangen, schnell zum Shitstorm f\u00fchren, d.h. die negativen R\u00fcckmeldungen nehmen schnell Anzahlen an, die den Verfasser des Artikels meist zum schnellen Zur\u00fcckrudern veranlassen. <\/p>\n\n\n\n<p>Leider funktioniert das bei Themen, die der links-gr\u00fcnen Ideologie widersprechen, besonders gut, also Klimawahnsinn oder Genderunfug. Zum Einen gibt es heute viel zu viel Verstrahlte im Vergleich zu rational denkenden Menschen (das Gros denkt erst gar nicht, was auch nicht hilfreich ist), zum Anderen sind Ideologen stets besser vernetzt, weil man sich \u00fcber Fantasien, die der Realit\u00e4t widersprechen, naturgem\u00e4\u00df erst intensiv einigen muss, w\u00e4hrend die Realit\u00e4t f\u00fcr die anderen eben da ist, ohne dass man erst andere fragen muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ergebnis dieser Shitstorms ist auch, dass es den Medien schwer f\u00e4llt, aus dem links-gr\u00fcnen ideologischen Gef\u00e4ngnis auszubrechen. In der letzten Zeit kann man beobachten, dass die linke Presse wie FOCUS, ZEIT usw. fallweise mal einen etwas kritischeren Artikel bringt &#8211; oder das zumindest versucht. Das Ergebnis:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Der Artikel war vorsichtig genug verfasst, um unter dem Ideologie-\u00dcberwachungsradar durchzutauchen und wird kaum beachtet. In den n\u00e4chsten Ausgaben wird aber wieder kr\u00e4ftig die Ideologieschiene bedient, um die misstrauisch werdende gr\u00fcne Gemeinde zu beruhigen.<\/li><li>Der Artikel war etwas zu waghalsig, was einen Shitstorm ausl\u00f6ste, worauf die Zeitung prompt in der n\u00e4chsten Ausgabe zur\u00fcck rudert und Entschuldigungen von der doppelten L\u00e4nge des Artikels vom Zaum l\u00e4sst.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Bislang gibt es kein Mittel gegen einen Shitstorm au\u00dfer den eben auszusitzen. Das erfordert Haltung, die allerdings derzeit keiner hat. &#8222;Ich k\u00fcndige sofort mein Abo!&#8220; w\u00fcrde auch nicht passieren, wenn keine Entschuldigung folgt. Und Shitstorms sind relativ kurzlebig und werden schnell vergessen, wenn keine Reaktion erfolgt. Niemand hakt nach und versucht, in der n\u00e4chsten Woche durch &#8222;die entschuldigen sich nicht!&#8220; einen weiteren Shitstorm auszul\u00f6sen. Und wer danach noch weiter macht: der n\u00e4chste Aufreger f\u00e4llt schon kleiner aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage, die sich stellt: kann man Gegenst\u00fcrme gegen die links-gr\u00fcne Ideologiepresse entfachen? Ich meine JA. Der Aufwand ist \u00fcberschaubar:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Vernetzung<\/h4>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst einmal ist eine Vernetzung gleichgesinnter Realisten notwendig, um auf Aktionsnotwendigkeiten hinzuweisen. Das ist sogar extrem einfach: <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Man richtet eine Mailing-Liste ein, in die sich Partizipanten eintragen k\u00f6nnen. Das kann \u00fcber eine Webseite erfolgen oder \u00fcber eine Mail an den Listenf\u00fchrer mit der Bitte um Aufnahme. Das Austragen erfolgt auf die gleiche Weise. Das ist aber nur die Option 2. Wahl, die daf\u00fcr aber immer funktioniert, weil jeder eine Mailadresse hat.<\/li><li>Noch einfacher und effizienter ist ein Info-Kanal in einem Chatprogramm. telegram bietet eine solche M\u00f6glichkeit, WhatsApp und andere vermutlich auch, aber die Apps verwende ich nicht. Es gen\u00fcgt dann ein Link auf die Info-Gruppe, um sie zu abonnieren, das Abmelden funktioniert genauso einfach. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>In telegram habe ich einen solchen Info-Kanal einmal versuchsweise eingerichtet:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"390\" height=\"321\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Bildschirmfoto-vom-2019-07-21-08-56-00.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3282\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Bildschirmfoto-vom-2019-07-21-08-56-00.png 390w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Bildschirmfoto-vom-2019-07-21-08-56-00-300x247.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 390px) 100vw, 390px\" \/><figcaption>Link f\u00fcr die Anmeldung:  <a href=\"https:\/\/t.me\/gilbertspressespiegel\">https:\/\/t.me\/gilbertspressespiegel<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Man ben\u00f6tigt dazu die telegram-App auf dem SmartPhone oder auf dem PC (geht beides in Kombination). Beitreten kann jeder. Der Info-Kanal ist unidirektional, d.h. nur der Inhaber kann Meldungen einstellen; Antworten sind auf diesem Weg nicht m\u00f6glich und man muss schon die Telefonnummer oder Emailadresse kennen, um etwas antworten zu k\u00f6nnen. Hinsichtlich der Privatsph\u00e4re ist diese Kommunikationsm\u00f6glichkeit besser aufgestellt als Emails. Den Info-Kanal kann man wahlweise auch als Privatkanal installieren, d.h. hier muss man die Teilnehmer explizit einladen. Das empfiehlt sich, wenn man nicht m\u00f6chte, dass bestimmte Informationen an die falschen Leute verirren.<\/p>\n\n\n\n<p>Um \u00fcber ein solches ein Netzwerk effektiv Nachrichten zu verbreiten, gen\u00fcgt es, wenn man nur wenige Mitglieder (~ 5 d\u00fcrften schon gen\u00fcgen) hat, die ihrerseits wieder einen gleichartigen Info-Kanal einrichten. Die Netzwerkgr\u00f6\u00dfe steigt am Anfang exponentiell mit der Anzahl der Ebenen an, d.h. das Netz wird schnell sehr gro\u00df.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Netzbetrieb<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Betrieb des Netzes ist sehr einfach: Nutzer A findet einen Artikel, auf den reagiert werden sollte, und stellt lediglich den Link auf seinen Info-Kanal, der sofort bei seinen Followern erscheint. Im Prinzip muss Nutzer B nur diesen Link ebenfalls in seinen Info-Kanal stellen, damit die Kette weiter l\u00e4uft. <\/p>\n\n\n\n<p>FULL STOP! An der Stelle erst mal Halt, weil diese Vorgehensweise schnell zu einer \u00dcbers\u00e4ttigung f\u00fchrt und keiner mehr auf irgendetwas reagiert. Deshalb ist Disziplin angesagt. Jeder muss sich an dieser Stelle erst einmal fragen &#8222;Wie viele solcher Nachrichten am Tag m\u00f6chte ich eigentlich bearbeiten?&#8220;. Das f\u00fchrt zu ein paar Regeln, die man einhalten sollte:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Ist der Artikel, den ich gefunden habe, mir wirklich so wichtig, (noch) eine Nachricht loszulassen? Oder anders herum: wenn ich schon einen Link eingestellt habe, sollte ich mir ernsthaft \u00fcberlegen, einen 2., 3. oder 4. folgen zu lassen. <\/li><li>Ist der Link (oder besser das Thema) schon auf einem Kanal erschienen, den ich abonniert habe? Duplizieren bringt nichts.<\/li><li>Ist der Link, den ich als Abonnent eines Kanal erhalten habe, wirklich so &#8230; siehe unter 1. und 2.<\/li><li>Habe ich mehrere Kan\u00e4le abonniert, die meist das gleiche bringen und nur Zeit kosten? Dann melde man sich von einem ab. Besser auf eine Sache reagieren und 5 auslassen statt auf keine.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>In der Regel pendelt sich so etwas nach einiger Zeit ein. Wer \u00fcbertreibt, merkt das auch schnell an der abnehmenden Zahl seiner Follower.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der +\/- Storm<\/h4>\n\n\n\n<p>Was soll nun mit den Links passieren, au\u00dfer dass man halt bestimmte Sachen liest? Lesen ist nat\u00fcrlich ein Teil. Solche Netzwerke stellen schon einmal Filter dar, um schnell zu bestimmten ungefilterten Informationen zu gelangen (Blogs machen das zwar auch, filtern aber durch ihre Kommentierung). Wichtig ist aber auch eine Reaktion auf das Gelesene. Das wird sich in den seltensten F\u00e4llen zwar zu einem ausgeprochenen Sturm ausweiten, aber auch geringere Anzahlen von R\u00fcckmeldungen, die nicht dem Mainstream entstammen, k\u00f6nnen auf die Dauer Wirkung erzielen. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die R\u00fcckmeldungen bieten sich als erste Option Kommentarbereiche auf Online-Platformen an. Dazu muss man allerdings meist irgendwo registriert sein. R\u00fcckmeldungen fallen in zwei Kategorien:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li><strong>Positive R\u00fcckmeldungen.<\/strong> Die sind in der Praxis die Ausnahme (siehe Einleitung). Wir wollen jedoch ein Gegengewicht zu dem links-gr\u00fcnen Mainstream setzen. Das bedeutet, dass gute Artikel, die realit\u00e4tsbezogen und nicht rein fantasiegesteuert sind, auch gelobt werden sollen. Lob d\u00fcrfte die Verfasser ermutigen, weiter zu machen. Mein Pl\u00e4doyer geht in Richtung einer hohen Gewichtung positiver R\u00fcckmeldungen, auch um Kommentar-Shitstorms zu d\u00e4mpfen.<\/li><li><strong>Negative R\u00fcckmeldungen<\/strong>. Was Bl\u00f6dsinn ist, sollte auch als Bl\u00f6dsinn bezeichnet werden. <\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Die Probleme bei Kommentarbereichen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Kommentarbereich sind in der Regel moderiert. Wenn man seine ehrliche negative Meinung geb\u00fchrend ausdr\u00fcckt, wird das oft schon wegzensiert. <\/li><li>Man bekommt es schnell mit Trollen zu tun, die sofort beleidigend antworten. <\/li><li>Der Kommentar erreicht den Verfasser in der Regel nicht, sondern bleibt am Moderator h\u00e4ngen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Umgang mit Trollen gilt: NIE VERSUCHEN, SACHLICH ZU ANTWORTEN! Das bringt nichts. Entweder man ignoriert den Burschen (ich wei\u00df, das f\u00e4llt sehr schwer) oder man f\u00fchrt ihn durch \u00dcberspitzung vor. Beispiel:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Du bist wohl ein ganz Schlauer!&#8220; (<em>-> das ist das Stichwort, unabh\u00e4ngig vom Rest<\/em>)<\/p><p>&#8222;Nein, ich bin sogar ein Oberschlauer und wei\u00df alles viel besser als du!&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Kommentarbereiche bieten sich also nur bedingt an. Besser ist meiner Ansicht nach, per Email einen Leserbrief zu schreiben oder diesen direkt an die Redaktion zu senden. Solche Zuschriften erreichen meist zumindest den zust\u00e4ndigen Redakteur. Auch wenn die sich hart geben, Lob oder Tadel wirkt auf die Dauer. Emails haben au\u00dferdem den Vorteil, dass man bei Kritik deutlich heftiger werden kann als in Kommentarbereichen. <\/p>\n\n\n\n<p>So weit erst mal meine Vorschl\u00e4ge. Wird was draus?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Mensch ist ja leider so veranlagt, meist erst dann aktiv zu werden, wenn es was zu meckern gibt. Vielleicht h\u00e4ngt das zum Teil auch damit zusammen, dass man fr\u00fcher erst mal einen Brief schreiben, den eint\u00fcten, eine Briefmarke suchen und die 20 g dann auch noch einen Kilometer zum Postkasten schleppen musste. 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