{"id":3232,"date":"2019-07-09T18:33:12","date_gmt":"2019-07-09T16:33:12","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=3232"},"modified":"2019-07-09T18:33:13","modified_gmt":"2019-07-09T16:33:13","slug":"verloren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2019\/07\/09\/verloren\/","title":{"rendered":"Verloren!"},"content":{"rendered":"\n<p>Oder besser: die GR\u00dcNEN haben leider l\u00e4ngst gewonnen! Auf der ganzen Linie. Viele deutsche Mittel- und Gro\u00dfst\u00e4dte sind inzwischen erfolgreich entdeutscht, wie die NZZ berichtet.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Bereits in den 1980er  Jahren propagierten die Gr\u00fcnen \u00abMultikulti\u00bb, also eine multikulturelle  Gesellschaft. Damals standen vielen b\u00fcrgerlichen W\u00e4hlern bei dem  Gedanken die Haare zu Berge, obwohl Multikulti l\u00e4ngst begonnen hatte. Der  Begriff ist allerdings aus der Mode gekommen. Heutzutage spricht man von  Vielfalt und bunter Gesellschaft. In deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten geht  inzwischen die Mehrheitsgesellschaft ihrem Ende entgegen \u2013 das bedeutet,  dass Deutsche ohne Migrationshintergrund (nach Definition des  Statistischen Bundesamts) nicht mehr die absolute Mehrheit (>50%)  sind, sondern neben Deutschen mit Migrationshintergrund und Ausl\u00e4ndern  lediglich noch die gr\u00f6\u00dfte Gruppe darstellen. Wer in die eine oder andere Stadt Hessens f\u00e4hrt, kann selbst das inzwischen in Zweifel stellen, da l\u00e4ngst nicht alle &#8222;Fl\u00fcchtlinge&#8220; eingepreist sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Frankfurt ist Vorreiter <\/h2>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankfurt.de\/sixcms\/media.php\/738\/amka-monitoring15-final-01.pdf\">In Frankfurt am Main gibt es die Mehrheitsgesellschaft bereits nicht mehr.<\/a>  Dasselbe gelte f\u00fcr kleinere St\u00e4dte wie Offenbach (nur noch 37% Deutsche  ohne Migrationshintergrund), Heilbronn, Sindelfingen und Pforzheim.  In zahlreichen anderen deutschen St\u00e4dten wird bald das Gleiche  passieren. Anfang 2018 lebten in Frankfurt laut dem statistischen  Jahrbuch der Stadt 46,9% Deutsche ohne Migrationshintergrund. Deutsche  mit Migrationshintergrund kamen auf 23,6% und Ausl\u00e4nder auf 29,5%,  zusammen also 53,1%. Der Anteil der Deutschen ohne Migrationshintergrund  ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Die Schwelle von 50%  wurde erstmals im Jahr 2015 mit 48,8% unterschritten. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"631\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Bildschirmfoto-vom-2019-07-09-17-58-05.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3234\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Bildschirmfoto-vom-2019-07-09-17-58-05.png 600w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Bildschirmfoto-vom-2019-07-09-17-58-05-285x300.png 285w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach\n der bisherigen Kategorisierung ist Frankfurt am Main bis jetzt wohl die\n einzige Grossstadt, in der sich mit 53,1% Deutschen mit \nMigrationshintergrund und Ausl\u00e4ndern die Mehrheitsgesellschaft umgekehrt\n hat. <a href=\"https:\/\/www.muenchen.info\/soz\/pub\/pdf\/602_Integrationsbericht_2017.pdf\">Laut dem \u00abInterkulturellen Integrationsbericht 2017\u00bb der Stadt M\u00fcnchen<\/a>\n weisen beispielsweise N\u00fcrnberg (44,6%), Stuttgart (44,1%), M\u00fcnchen \n(43,2%) und D\u00fcsseldorf (40,2%) ebenfalls hohe Anteile von Deutschen mit \nMigrationshintergrund und Ausl\u00e4ndern auf. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wirtschaftskraft zieht Migranten an<\/h2>\n\n\n\n<p>In\n Stuttgart betr\u00e4gt der derzeitige Anteil der Bev\u00f6lkerung mit \nMigrationshintergrund und von Ausl\u00e4ndern 46%. Laut der Pressestelle der \nbaden-w\u00fcrttembergischen Landeshauptstadt haben allerdings bereits fast \n60% der unter 18-j\u00e4hrigen Stuttgarter einen Migrationshintergrund \n(inklusive Ausl\u00e4ndern). Daher werde sich auch das gesamte Verh\u00e4ltnis in \nden kommenden Jahren \u00e4ndern, so dass es keine ethnisch definierte \nMehrheit mehr geben werde, wie dies in anderen Kommunen bereits heute \nder Fall sei. <\/p>\n\n\n\n<p>Betroffen  vom Ende der Mehrheitsgesellschaft sind fast ausschlies\u00dfich  westdeutsche St\u00e4dte sowie oftmals St\u00e4dte im s\u00fcddeutschen Raum, was an  der Wirtschaftskraft des S\u00fcdens und am damit verbundenen Bedarf an  Arbeitskr\u00e4ften liegt. So die offizielle soziologische Lesart der Daten. Genauer darauf geschaut fallen einem aber auch spontan zwei weitere Gr\u00fcnde ein:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Ghettobildung mit Vierteln, in denen die deutsche Sprache und die deutsche Kultur keinerlei Rolle mehr spielt (auch die Gesetze sind weitgehend ausgehebelt), ist in den Gro\u00dfst\u00e4dten deutlich einfacher, wobei die Keimzellen die hiergebliebenen ehemaligen Gastarbeiter sind.<\/li><li>In den St\u00e4dten ist die N\u00e4he zu allen m\u00f6glichen Sozialhilfet\u00f6pfen wesentlich gr\u00f6\u00dfer.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"280\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Bildschirmfoto-vom-2019-07-09-18-06-17.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3235\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Bildschirmfoto-vom-2019-07-09-18-06-17.png 640w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Bildschirmfoto-vom-2019-07-09-18-06-17-300x131.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Ph\u00e4nomen in ganz Europa<\/h2>\n\n\n\n<p>St\u00e4dte\n wie Frankfurt am Main, in denen es mehrheitlich Minderheiten gibt, sind\n alles andere als ein deutsches Ph\u00e4nomen. In amerikanischen Grossst\u00e4dten\n kennt man dies schon seit vielen Jahren. Auch in Europa gibt es in \nSt\u00e4dten wie Amsterdam, Br\u00fcssel oder London keine Mehrheit der \n\u00abUreinwohner\u00bb mehr. In Amsterdam sind die Niederl\u00e4nder ohne \nMigrationshintergrund bereits seit dem Jahr 2011 in der Minderheit. \nMarokkaner bilden dort mit 9% die gr\u00f6sste Ausl\u00e4ndergruppe. Bei Kindern \nunter 15 Jahren ist sogar nur noch eines von drei Kindern rein \nniederl\u00e4ndischer Herkunft. Integration finde in manchen dieser St\u00e4dte \nnicht mehr statt, sondern man organisiere im Prinzip schlichtweg das \nZusammenleben, sagte der niederl\u00e4ndische Integrationsforscher Maurice \nCrul im Jahr 2018 in einem Interview mit der \u00abFrankfurter Allgemeinen \nZeitung\u00bb. Diversit\u00e4t sei die neue Norm, was allerdings zu kultureller \nVerunsicherung in der Mehrheitsgesellschaft f\u00fchren k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der deutsche\/europ\u00e4ische Weg<\/h3>\n\n\n\n<p>Im letzten Teil des vorhergehenden Jahrhunderts wurde bei diesen Entwicklungen noch von einer Amerikanisierung gesprochen. Die ist insofern eingetreten als \u00fcberall Ghettos gebildet worden sind, die sich stellenweise zu No-Go-Areas entwickelt haben. W\u00e4hrend der Trend in den USA anscheinend r\u00fcckl\u00e4ufig ist, verst\u00e4rkt sich dies hier wohl noch, weil keinerlei Zwang oder Kontrolle f\u00fcr ein Miteinander ausge\u00fcbt wird. Sprache und Kultur fallen in Europa ebenfalls deutlich weiter auseinander als in den USA. Zwar gibt es auch dort in manchen St\u00e4dten Viertel, in denen man sich nur auf Spanisch verst\u00e4ndigen kann oder in denen \u00fcberwiegend Kantonesisch oder Japanisch gesprochen wird, die hiesige babylonische Sprachvielfalt mit teilweiser absoluter und von der Politik auch noch gef\u00f6rderter Verweigerung, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, ist in den USA nicht zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders gravierend: so unterschiedlich die Ethnien in den USA sein m\u00f6gen, letztlich versammeln sich alle unter der Flagge und singen ihre Nationalhymne. Hier bezeichnen selbst Leute mit deutscher Staatsb\u00fcrgerschaft ein v\u00f6llig anderes Land als ihre Heimat, die Nationalhymne ist weitgehend unbekannt und Vertreter der Gr\u00fcnen Jugend pissen gar auf die Fahne. Bilden die Amerikaner noch irgendwie trotz allem eine Nation, bilden die Europ\u00e4er inzwischen gar nichts mehr. Ein Sammelsurium von Idioten, dass sich von noch gr\u00f6\u00dferen Idioten bel\u00fcgen und herumschubsen l\u00e4sst und im Zweifelsfall eher mit blo\u00dfen H\u00e4nden Hundeschei\u00dfe aufsammelt als sein Land zu verteidigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Deutschland hat fertig. Frankreich, die Niederlande und Belgien weitgehend auch. Auf dem Land sieht es zwar stellenweise noch traditionell aus, aber die Gr\u00fcnen, deren Programm in der Vernichtung der Nationen bestand und besteht, haben sich durchgesetzt. Und sie machen ohne Gegenwehr immer weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oder besser: die GR\u00dcNEN haben leider l\u00e4ngst gewonnen! Auf der ganzen Linie. Viele deutsche Mittel- und Gro\u00dfst\u00e4dte sind inzwischen erfolgreich entdeutscht, wie die NZZ berichtet. 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