{"id":318,"date":"2015-12-16T09:09:30","date_gmt":"2015-12-16T08:09:30","guid":{"rendered":"http:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=318"},"modified":"2015-12-16T09:09:30","modified_gmt":"2015-12-16T08:09:30","slug":"technische-aspekte-der-klimakonferenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2015\/12\/16\/technische-aspekte-der-klimakonferenz\/","title":{"rendered":"Technische Aspekte der Klimakonferenz"},"content":{"rendered":"<p>In Paris hat man vereinbart, den CO2-Aussto\u00df zu vermindern. Oder genauer: man hat vertraglich festgelegt, dass sich die Temperatur um nicht mehr als 1,5\u00b0C \u00e4ndern darf. <!--more-->Da es so einfach ist, sich rechtlich \u00fcber Naturgesetze hinweg zu setzen, habe ich das nat\u00fcrlich soft ausgenutzt und mich per notarieller Urkunde verpflichtet, 165 Jahre alt zu werden und widrigenfalls bei vorzeitigem Ableben 20 Jahre kostenlos Schuhe im Bundestag zu putzen. Und da die Natur so einfach ist &#8211; es geht ja ausschlie\u00dflich um CO2, das vom Menschen aus fossilen Brennstoffen produziert wird, alles andere spielt keine Rolle &#8211; muss es als Analogieschluss ja auch stimmen, dass Rosten, \u00d6l- und Leistungsverlust sowie verst\u00e4rkter Werkstattaufenthalt meines 20 Jahre alten Autos ausschlie\u00dflich am linken Hinterrad liegt und andere Faktoren keine Rolle spielen.<\/p>\n<p>Lassen wir mal den Hirnriss au\u00dfen vor und schauen uns die Technik an. Was w\u00e4re denn m\u00f6glich, und was wird gemacht oder gemacht werden?<\/p>\n<p>Kohlekraftwerke sollen abgeschaltet werden. Dass es hiesiger Wind und hiesige Sonne nicht schaffen, den notwendigen Strom zu liefern, muss nicht diskutiert werden, denn das d\u00fcrfte selbst dem gr\u00fcnsten Gr\u00fcnen klar sein. Den Strom rationieren wird wohl auch keine Option sein. Was tun?<\/p>\n<p>Kernenergie: es gibt viel versprechende Modelle sauberer Kernenergie. Trotzdem darf so etwas hier noch nicht einmal erforscht werden, f\u00e4llt also aus.<\/p>\n<p>Solarenergie: lie\u00dfe sich dort erledigen, wo die Sonne scheint. Sonnenkraftwerke k\u00f6nnten Strom direkt erzeugen, \u00fcber thermische Zersetzung von Metalloxiden und Reaktion mit Wasser Wasserstoff erzeugen oder \u00fcber Solaranlagen Elektrolyse betreiben. Das w\u00fcrde sogar funktionieren, aber die Moslems sind ja derzeit damit besch\u00e4ftigt, sich gegenseitig und auch alle anderen umzubringen. Au\u00dferdem w\u00e4ren die heutigen Industriel\u00e4nder noch st\u00e4rker von den religi\u00f6sen Spinnern abh\u00e4ngig. Die L\u00f6sung f\u00e4llt also auch aus.<\/p>\n<p>Beim Strom wird sich wohl nicht viel \u00e4ndern, es sei denn, wir wollen zur\u00fcck in die Steinzeit. Aber vielleicht k\u00f6nnte man woanders sparen, beispielsweise bei der Heizung, dem ohnehin gr\u00f6\u00dften Posten. Weg von Gas, Kohle und \u00d6l.<\/p>\n<p>Verbundw\u00e4rme: dazu m\u00fcsste man viele dezentrale Kleinkraftwerke bauen und eine Infrastruktur schaffen, indem man Stra\u00dfen aufrei\u00dft, Rohre verbuddelt, die Stra\u00dfen wieder zumacht und die H\u00e4user f\u00fcr die Nutzung der W\u00e4rme umbaut. Letzteres w\u00e4re machbar, ersteres zumindest in dem Zeithorizont von Paris nicht. Es w\u00fcrde damit auch nur der Anteil eingespart, der heute als Abw\u00e4rme in den Kraftwerken verloren geht, und das w\u00e4ren vielleicht 10-20% der ben\u00f6tigten Heizungsenergie, also ein kleiner Posten.<\/p>\n<p>Bessere Isolierung: wir leben nun mal in einer Klimazone, in der Heizen notwendig ist. Die Rede ist h\u00e4ufig von besserer Isolierung der H\u00e4user und gewaltigen Zahlen ben\u00f6tigter Arbeitskr\u00e4fte, um das umzusetzen. Allerdings wird vergessen, dass H\u00e4user eine Lebensdauer von 100 Jahren und mehr haben, von denen 30-40 f\u00fcr die Finanzierung ben\u00f6tigt werden. Neue H\u00e4user sind bereits isoliert, wenn auch aufgrund von finanziellen Kompromissen, die die Bauherren eingehen m\u00fcssen, und d\u00e4mlichen Bauvorschriften nicht optimal. Alte H\u00e4user kann man nicht einfach abrei\u00dfen, man m\u00fcsste sie umr\u00fcsten. Manche H\u00e4user eignen sich nicht dazu, bei vielen anderen wird eine Umr\u00fcstung so teuer, dass die Besitzer aufs Neue hoch verschuldet w\u00e4ren. Bei Mieth\u00e4usern w\u00fcrde die Renovierung ohnehin auf die vielerorts bereits heute unerschwinglich hohen Mieten aufgeschlagen. Mit anderen Worten: man kann mehr oder weniger nur abwarten, dass die alte Hausgeneration erneuert wird; alles andere ist nicht finanzierbar, und die Frage, wie es finanziert werden sollte, bleiben Dummschw\u00e4tzer wie gewissen gr\u00fcne Politiker, die permament mit Schwachsin hausieren gehen, stest schuldig. Fazit: langfristig ja, aber nicht in den Zeithorizonten der Klimakonferenzen.<\/p>\n<p>Der Stra\u00dfenverkehr verbraucht ebenfalls einen erheblichen Anteil an fossilen Brennstoffen. Wie w\u00e4re es damit?<\/p>\n<p>Elektromobilit\u00e4t: mal abgesehen vom Stromproblem allgemein sollte sich jeder einmal fragen, ob er kein Auto haben m\u00f6chte (vermutlich strebt die Anzahl gegen Null) oder sich mit einem Auto zufrieden gibt, mit dem er zwar den Arbeitsplatz erreichen kann, der Besuch bei der Oma oder die Urlaubsfahrt aber mangels Reichweite nicht drin ist. Vielleicht \u00e4ndert sich das, aber nur vielleicht, denn dazu m\u00fcsste eine andere Batterietechnologie her oder alle Hersteller m\u00fcssten die gleichen Batterien verwenden, die dann unterwegs gegen volle ausgetauscht werden. Die erste Option h\u00e4ngt von der weiteren Forschung ab, die zweite w\u00e4re technisch m\u00f6glich, aber wirtschaftlich wohl nicht durchsetzbar, und wenn, dann spielt der Zeithorizont wieder nicht mit. Wer auf Elektroautos steht, sollte zumindest noch eine Weile warten, ob sinnvolle Zukunftsweichen gestellt werden.<\/p>\n<p>Biokraftstoffe: die bereits beim Strom angesprochene Solarenergienutzung k\u00f6nnte auch zur Produktion von Treibstoffen eingesetzt werden. Weitere M\u00f6glichkeiten bestehen in der Produktion von Treibstoffen in Bioreaktoren, in denen genetisch modifizierte Turboalgen oder Bakterien aus Wasser, CO2 und Sonnenergie Benzin und Diesel produzieren. Das CO2 k\u00f6nnte aus Abgasen genommen werden, langfristig aber auch das Umwelt-CO2 verwendet werden. Technologisch einfacher und auf die Dauer vermutlich effektiver d\u00fcrfte die Bakterientechnologie sein. Geforscht wird schon eine ganze Reihe von Jahren daran, und gesch\u00e4tzt d\u00fcrfte der Treibstoff kaum teurer als der fossile sein. Auch die ben\u00f6tigte Menge w\u00e4re nach Meinung der Experten produzierbar. Allerdings auch wieder sinnvoll nur dort machbar, wo Sonne, Land und schie\u00dfw\u00fctige Moslems sind.<\/p>\n<p>Fazit: es w\u00e4re tats\u00e4chlich einiges machbar, allerdings nicht in den Zeithorizonten und nicht unter dem heutigen politisch-religi\u00f6sen Schwachsinn. Gemacht wird in der Regel aber nichts bis Kontraproduktives. Die Frage, ob die Natur so einfach ist und alles am CO2 h\u00e4ngt, darf ebenfalls nicht diskutiert werden. Und das wesentliche Problem &#8211; viel zu viele Menschen &#8211; wird ebenfalls nicht angesprochen, sondern das Gegenteil umgesetzt: statt froh zu sein, dass die europ\u00e4ische Bev\u00f6lkerung schrumpft, was schon zu erheblichen Einsparungen f\u00fchren w\u00fcrde, werden krampfhaft Millionen von Sozialhilfeempf\u00e4ngern importiert, damit es blo\u00df nicht besser wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Paris hat man vereinbart, den CO2-Aussto\u00df zu vermindern. Oder genauer: man hat vertraglich festgelegt, dass sich die Temperatur um nicht mehr als 1,5\u00b0C \u00e4ndern darf. 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