{"id":3131,"date":"2019-05-31T08:35:03","date_gmt":"2019-05-31T06:35:03","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=3131"},"modified":"2019-05-31T08:35:03","modified_gmt":"2019-05-31T06:35:03","slug":"kann-man-ueberhaupt-noch-irgendetwas-glauben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2019\/05\/31\/kann-man-ueberhaupt-noch-irgendetwas-glauben\/","title":{"rendered":"Kann man \u00fcberhaupt noch irgendetwas glauben?"},"content":{"rendered":"\n<p>Nachrichten \u00fcber Ereignisse, die man nicht selbst miterlebt hat, sollte man eigentlich erst einmal glauben. Was im Klartext bedeutet: der Nachrichten\u00fcberbringer ist als vertrauensw\u00fcrdig bekannt und wird schon nicht schummeln. Dass es immer weniger vertrauensw\u00fcrdige Nachrichten\u00fcberbringen gibt, ist dem Ausdruck &#8222;L\u00fcgenpresse&#8220; zu entnehmen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>An die Seite des vertrauensw\u00fcrdigen \u00dcberbringers der Nachricht tritt als zweites Glaubenskriterium die innere Logik. Passt die Nachricht in den allgemein bekannten Kontext? Passt sie nicht, ist Misstrauen angesagt. Aber auch wenn sie passt, muss sie nicht stimmen und kann gef\u00e4lscht sein. Allerdings wei\u00df der Volksmund auch &#8222;L\u00fcgen haben kurze Beine&#8220;, was nichts anderes bedeutet als dass es f\u00fcr einen F\u00e4lscher immer komplizierter wird, die Logik im Kontext aufrecht zu erhalten, je mehr F\u00e4lschungen er hinzu f\u00fcgt &#8211; und das muss er zwangsweise, denn in echten Nachrichten f\u00e4llt ein Fake mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch schwieriger wird eine F\u00e4lschung durchzuhalten sein, wenn es um das geschriebene Wort (oder ein Video) geht, so dass man auf eine wackelige Erinnerung nicht angewiesen ist. In den letzten Jahren hat sich die offizielle Berichterstattung auf diese Weise in so viele Widerspr\u00fcche verwickelt, dass es f\u00fcr mich inzwischen zweifelhaft ist, ob ich irgendeiner Nachricht \u00fcberhaupt noch glauben schenken soll. Eigent\u00fcmlicherweise steht man mit einer kritischen Rezeptionshaltung aber inzwischen auch ziemlich einsam in der Gegend: mindestens 80% der Bev\u00f6lkerung nimmt alle Nachrichten unkritisch als Wahrheit auf, selbst wenn eine Information vom heutigen Tag einer aus der letzten Woche komplett widerspricht. <\/p>\n\n\n\n<p>Und nicht nur das! Es wird inzwischen auch akzeptiert, dass eine Nachricht komplett der Logik widerspricht. So kann man heute nicht nur erfolgreich verkaufen, dass das warme Sommerwetter 2018 ein eindeutiger Beweis f\u00fcr eine globale Erw\u00e4rmung ist, was f\u00fcr sich alleine eigentlich nur intelligenzm\u00e4\u00dfig d\u00fcrftig ausgestattete Zeitgenossen ernst nehmen sollten, also besagte 80%. Man kann auch mit dem gleichen Erfolg verkaufen, dass das ausgesprochen kalte Fr\u00fchlingswetter des Jahres 2019 ein eindeutiger Beweis f\u00fcr eine globale Erw\u00e4rmung ist, ohne dass den besagten 80% auff\u00e4llt, dass kalt und warm irgendwie Gegens\u00e4tze sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Was stimmt heute \u00fcberhaupt noch? Da gibt es die Behauptung der globalen Erw\u00e4rmung, die nun stimmen mag oder nicht (das wei\u00df man erst in 30-40 Jahren, wenn sich gen\u00fcgend Wetter f\u00fcr den Begriff Klima angesammelt hat), aber das dazu gelieferte CO2-Modell weist bei Herausgreifen eines beliebigen Details so viele logische Fehler und Manipulationen auf, dass es beim besten Willen vom wissenschaftlichen Standpunkt aus nicht als seri\u00f6ses Modell durchgeht. Bei den besagten 80% st\u00f6sst man mit Fakten aber auf Granit.<\/p>\n\n\n\n<p>Da gibt es die Energiewende, die von Legionen von Ingenieuren und Wirtschaftsingenieuren als Chim\u00e4re vorgerechnet wurde, horrende Kosten verursacht und die mit der Energielieferung befassten Ingenieure t\u00e4glich an den Rand des Zusammenbruchs bringt. Bei den 80% ergibt allerdings 2+2 den Wert 27, und wenn die Zeitung morgen verk\u00fcndet, es sei eigentlich 45, dann eben 45.<\/p>\n\n\n\n<p>Da rettet mit seiner Umweltpolitik Deutschland die Welt, obwohl alle anderen etwas anderes machen und der deutsche Anteil so marginal ist, dass er gar nicht auff\u00e4llt. Gleichzeitig f\u00fchren aber die meisten Ma\u00dfnahmen zum Gegenteil: statt weniger wird mehr CO2 produziert, statt weniger Umweltsch\u00e4den mehr. Kein Problem: f\u00fcr die 80% gelten in diesem Fall eben 2+2=93. Was soll&#8217;s?<\/p>\n\n\n\n<p>Da wird mit Sorge zur Kenntnis genommen, dass immer mehr Juden auf offener Stra\u00dfe verpr\u00fcgelt werden, wenn sie sich als Juden zu erkennen geben. Nat\u00fcrlich offiziell ausschlie\u00dflich von Rechtsradikalen, die es zwar auch gibt, aber immer weniger werden, und nicht von Moslems, die in immer gr\u00f6\u00dferer Anzahl ins Land kommen, ihre eigenen Hassprediger mitbringen und f\u00fcr mehr als 95% der Angriffe verantwortlich sind. 2+2 k\u00f6nnen eben auch 36 sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Da wird das hohe Lied der Freiheiten des Grundgesetzes gesungen, insbesondere der freien Meinungs\u00e4u\u00dferung in Wort und Schrift, w\u00e4hrend gleichzeitig in der Presse \u00fcberschw\u00e4nglich gefeiert wird, wenn es wieder gelungen ist, Andersdenkende an der Aus\u00fcbung ihres Grundrechtes zu hindern. Selbst wenn dies mit Hilfe eines Kn\u00fcppels erfolgt, verfassen Schreiberlinge noch gro\u00dfe Oratorien \u00fcber die Wahrung der Meinungsfreiheit. In der Realit\u00e4t zeigen Umfragen, dass inzwischen mehr 80% der Leute ihre Meinung nicht mehr frei \u00e4u\u00dfern. 2+2=Salzt\u00f6pfchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da werden Nachrichten aus aller Welt gebracht, die aber komischerweise ganz anders aussehen, wenn man in Medien anderer L\u00e4nder schaut. Das f\u00e4ngt bereits bei der EU an, wo man sich medial krampfhaft weigert, einzusehen, dass der Gr\u00fcne Weg Deutschland mehr und mehr isoliert. Und das geht nicht nur bei der Berichterstattung \u00fcber den Russland\/Ukraine-Konflikt weiter, bei der sich auch wieder innere Widerspr\u00fcche h\u00e4ufen: beim Zwischenfall in der Stra\u00dfe von Kertsch wurde beispielsweise die ukrainische Position vertreten, dass es sich seitens Russland um einen kriegerischen Akt handelt, w\u00e4hrend nun gefeiert wird, dass Russland von UN-Seerechtstribunal verurteilt wurde, das aber nun ausdr\u00fccklich NICHT f\u00fcr kriegerische Akte zust\u00e4ndig ist. 2+2=63. <\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich ist es inzwischen egal, was berichtet wird: ich gehe bei Meldungen der Qualit\u00e4tspresse davon aus, dass der Begriff Qualit\u00e4tsl\u00fcgenpresse mehr gerechtfertigt ist und die Meldung 0-10% Wahrheitsgehalt besitzt. Manchmal irrt man sich und es sind doch 15%, aber meistens liegt man mittlerweile damit richtig. Sch\u00f6ne bl\u00f6de Welt! Warum geh\u00f6rt man nicht zu den 80%? Dann w\u00e4re es zwar in Summe nicht besser, aber man merkt wenigstens nichts.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachrichten \u00fcber Ereignisse, die man nicht selbst miterlebt hat, sollte man eigentlich erst einmal glauben. Was im Klartext bedeutet: der Nachrichten\u00fcberbringer ist als vertrauensw\u00fcrdig bekannt und wird schon nicht schummeln. Dass es immer weniger vertrauensw\u00fcrdige Nachrichten\u00fcberbringen gibt, ist dem Ausdruck &#8222;L\u00fcgenpresse&#8220; zu entnehmen. 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