{"id":3091,"date":"2019-05-23T09:15:37","date_gmt":"2019-05-23T07:15:37","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=3091"},"modified":"2019-05-23T09:15:38","modified_gmt":"2019-05-23T07:15:38","slug":"staatsstreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2019\/05\/23\/staatsstreich\/","title":{"rendered":"Staatsstreich"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Aufgabe des Journalismus in Gesellschaften wie unserer besteht prim\u00e4r in einer sachlichen, korrekten und ausgewogenen Information der B\u00fcrger, damit diese ihr Leben und politisches Verhalten danach ausrichten k\u00f6nnen und Missbrauch durch die Politik unterbleibt. Nachfolgend k\u00f6nnen von den Informationen abgesetzte Analysen (Kommentare) diese Funktion unterst\u00fctzen. Wir wissen, dass dies in der BRD schon lange nicht mehr gilt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Bereits bei den Informationen, die verbreitet werden, wird kr\u00e4ftig gefiltert und Material, das der politischen Einstellung der Redaktion nicht entspricht, gar nicht erst gebracht. Lieber berichtet man als Aufmacher \u00fcber einen Verkehrsunfall in Guatemala als \u00fcber einen Asylantenaufstand in einer deutschen Stadt. Bei vielem, was in den Medien erscheint, handelt es sich noch nicht einmal um Sachinformationen, sondern um Ger\u00fcchte. Um dem politischen Feind zu schaden darf wild spekuliert werden, w\u00e4hrend man h\u00f6fliches Nachfragen, was denn nun an dem Ger\u00fccht dran ist, strikter vermieden wird als das Hineintreten in einen Hundehaufen. Informationen ohne Kommentar sind kaum noch zu bekommen, sondern stets je nach politischer Herkunft mit Abwertung oder Jubel verbunden. Statt \u00fcber ein d\u00fcsteres Gesamtbild wie die Asylantenkrise wird \u00fcber ein Einzelschicksal einer m\u00f6glichst sympathischen Person referiert, was zum gegenteiligen Effekt f\u00fchrt. Aus der Politik werden nur freigegebene Informationen verbreitet, wenn die so genannte Meinungsbildung bereits abgeschlossen und ein Einwirken der B\u00fcrger fast nicht mehr m\u00f6glich ist. Kurz, es wird jeder Propagandatrick von Diktaturstaaten genutzt, um die offizielle Politik zu unterst\u00fctzen und andere Meinungen im Keim zu ersticken.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine neue Qualit\u00e4t erh\u00e4lt die Arbeit der deutschen Qualit\u00e4tspresse durch die Causa Strache. Dabei handelt es sich n\u00e4mlich um nichts anderes als einen von deutschen Medien vors\u00e4tzlich ausgel\u00f6sten Staatsstreich im Nachbarland \u00d6sterreich. Mit &#8222;Information der \u00d6ffentlichkeit&#8220; hat dies nichts zu tun. <\/p>\n\n\n\n<p>So weit bekannt, haben sich Strache und sein Kompagnon bei einem privaten Treffen buchst\u00e4blich um Kopf und Kragen geredet. Das Treffen, das anscheinend komplett gefilmt wurde, hat angeblich 6 Stunden gedauert, in deren Verlauf wohl auch jede Menge Alkohol geflossen ist, um die Zungen locker zu machen. Die Umst\u00e4nde &#8211; Lockv\u00f6gel als Gespr\u00e4chspartner und Videoaufnahmen &#8211; d\u00fcrften juristisch durchaus den Straftatbestand der Erpressung bzw. versuchten Erpressung nahelegen, und wenn so etwas 6 Stunden dauert, dann war diese Zeit wohl notwendig, um den FP\u00d6-Leuten die Worte in den Mund zu legen, \u00fcber die sie letztlich gestolpert sind. Was nun nicht entschuldigt werden soll, aber letztlich sollte jeder, der sich emp\u00f6rt, einmal \u00fcberlegen, was er wohl im Laufe alkoholvernebelter Stunden auf geschicktes Souflieren von sich gibt. Vermutlich auch eine ganze Menge, dessen er sich sp\u00e4ter sch\u00e4mt. Und &#8222;etwas Sagen&#8220; bedeutet in der Regel nicht auch &#8222;etwas Tun&#8220;. Das &#8222;Material&#8220; wurde aus den 6 Stunden jedenfalls sorgf\u00e4ltig zusammen geschnitten und es ist unwahrscheinlich, dass die komplette Version an die \u00d6ffentlichkeit gelangt, was die mutma\u00dfliche F\u00e4lschung entlarven w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Halten wir also fest: hier wurde vors\u00e4tzlich eine Falle gestellt, die gegen jede Menge Gesetze versto\u00dfen, bis hin zur vors\u00e4tzlichen Anstiftung zur Planung von Straftaten. Das ist nichts Neues: s\u00e4mtliche NPD-Verbotsverfahren sind bislang vor dem Verfassungsgericht genau aus diesem Grund gescheitert: Mitarbeiter der Verfassungsschutzes hatten letztlich die entscheidenden Handlungen selbst vorgenommen und nicht die NPD-Leute. Damit ist auch klar, weshalb diese Schmierenkom\u00f6die nicht in \u00d6sterreich, wo sie hingeh\u00f6rt, ver\u00f6ffentlicht wurde, sondern hier in Deutschland. \u00d6sterreichische Medien w\u00e4ren postwendend strafrechtlich daf\u00fcr belangt und die Angelegenheit als das abgewatscht worden, was sie ist: ein schmierige konstruierte Intrige. Nicht, dass man auch in Deutschland \u00e4hnlich gegen die Medien verfahren k\u00f6nnte. Was aber nicht geschehen wird, weil hier der links-gr\u00fcne P\u00f6bel seine Hand sch\u00fctzend \u00fcber alles h\u00e4lt, was &#8222;gegen Rechts&#8220; unternommen wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Warum dieser Zeitpunkt? Schlie\u00dflich liegt die Angelegenheit noch vor der \u00f6sterreichischen Wahl, die zur Regierungsbeteiligung der FP\u00d6 gef\u00fchrt hat. Warum nicht gleich damals? Anscheinend war man damals wohl davon \u00fcberzeugt, dass die \u00d6VP-FP\u00d6-Koalition unter dem Jungspund Kurz schnell scheitert. Das Material sollte f\u00fcr bessere Gelegenheiten aufgehoben werden. Dummerweise f\u00fcr den linken Mob fuhr aber genau diese Koalition einen Erfolg nach dem anderen ein, und zwar gegen die linken Positionen, die sich in Deutschland verheerend auswirken. Jetzt steht die Wahl zum EU-Parlament an, das zwar wenig zu sagen hat, in dem sich aber ein starker nationaler Fl\u00fcgel, der sich inzwischen abzeichnet, trotzdem fatal auf die linken Allmachtsfantasien auswirken k\u00f6nnte. Der Zeitpunkt wenige Tage vor der Wahl (in einigen L\u00e4ndern wird ja bereits gew\u00e4hlt) war daher die letzte M\u00f6glichkeit, Sand ins Getriebe zu werfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Presse demonstrierte sofort ihre eigent\u00fcmlichen Logik: w\u00e4hrend auch der 300. Messerangriff durch einen Asylanten ein &#8222;Einzelfall ist, der nicht verallgemeinert werden darf&#8220; ist, werden nach der gestellten Falle f\u00fcr Strache auch s\u00e4mtliche national eingestellten Politiker anderer L\u00e4nder allgemein und ohne jeden sachlichen Hintergrund als korrupt verleumdet. Gl\u00fccklicherweise sind die erheblich Intelligenter als Journalisten, die allenfalls ein Studium der Art &#8222;Gendergerechtes Einkleben von Rabattmarken&#8220; hinter sich gebracht haben, und lassen solche Vorw\u00fcrfe einfach abprallen. Die eigent\u00fcmliche Logik findet man auch anderswo, wenn etwa der US-Pr\u00e4sident Trump angegriffen wird, weil der seine Steuererkl\u00e4rung nicht ver\u00f6ffentlichen will, w\u00e4hrend hier schon die bei Aldi eingekaufte Buttermarke unter den Datenschutz f\u00e4llt. Wobei das Trump-Bashing aber auch nichts anderes ist als globales linkes Werfen mit Dreck, weil Linke anscheinend zu anderem als Dreckwerfen nicht in der Lage sind. Oder kann irgendjemand begr\u00fcnden, weshalb der linke US-Kongress ohne Kenntnis der Steuererkl\u00e4rung nicht in der Lage sein soll, Sachpolitik f\u00fcr die USA zu machen?<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend flei\u00dfig Ger\u00fcchte verbreitet werden, ist das linke Lumpenpack sehr zur\u00fcckhaltend bei der Bewertung von Fakten, die in die eigene Richtung zeigen. Ca. 1\/4 bis 1\/3 der Medienlandschaft wird von der SPD kontrolliert, wobei die Staatspropagandamedien noch gar nicht ber\u00fccksichtigt sind. Wenn die SPD trotz dieser peinlichst verschwiegenen und geleugneten Propagandamacht derzeit nicht auf einen gr\u00fcnen Zeig kommt, spricht das B\u00e4nde \u00fcber die Unf\u00e4higkeit dieses P\u00f6bels. Das zweith\u00f6chste Amt im Staate bekleidet ein notorischer L\u00fcgner, der nicht nur w\u00e4hrend seiner Ministerzeit in Br\u00fcssel Vertr\u00e4ge unterschrieben hat, deren Inhalt dem seiner \u00f6ffentlichen Verlautbarungen entgegengesetzt waren, sondern der auch (vor l\u00e4ngerer Zeit) mit 200.000 DM Korruptionsgeld in bar und versuchter Steuerhinterziehung aufgefallen ist. Der amtierende Verkehrsminister hat nicht nur die Verfolgung eines vom Bundesrechnungshof aufgedeckten Betruges von TollCollect, der bis in die H\u00f6hen von mehreren 100 Millionen Euro reicht, unterdr\u00fcckt, er hat auch die Vergabe der Folgevertr\u00e4ge an die Gesellschaft gegen alle Widerst\u00e4nde durchgedr\u00fcckt, obwohl auch ohne weiteren Betrug der Staat wieder um hunderte von Millionen Euro gesch\u00e4digt wird. Last not least sollte man auch einmal dar\u00fcber nachdenken, ob F\u00e4lle wie der BER, die Elbphilharmonie (mit teilweise Mittelwellentonqualit\u00e4t auf manchen Sitzreihen bei bestimmten Veranstaltungen), Stuttgart 21 und andere Gro\u00dfprojekte, die um den Faktor 4-10 kostenm\u00e4\u00dfig aus dem Ruder laufen, wirklich auf die Unf\u00e4higkeit deutscher Ingenieure zur\u00fcck zu f\u00fchren sind oder eher auf eine ausgedehnte Korruption auf politischer Ebene, bei der gigantische Summen aus Steuergeldern umgesetzt werden. Ich tippe eher darauf, dass die politische Elite in Sachen Korruption nicht hinter einem beliebigen afrikanischen Bananenstaat zur\u00fcckliegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hoffe, dass sich die Mehrheit der W\u00e4hler bei den kommenden Wahlen, angefangen bei der Wahl zum EU-Parlament, nicht von dieser verlogenen Bauernf\u00e4ngerei beeindrucken l\u00e4sst, sondern im eigenen Interesse national ausgerichtete Parteien w\u00e4hlt. Die Merkel- und die Macron-Administration haben gezeigt, wie es nicht funktioniert, die \u00d6sterreicher und andere der &#8222;B\u00f6sen&#8220;, wie man es besser machen kann. Die Australier haben das gerade vorexerziert: die von den Medien favorisierte Labourpartei hat im Gegenteil massive Verluste einkassiert und die Gr\u00fcnen sind auf dem Kontinent praktisch nicht vorhanden. Um mal mit einem kleinem Faux-pas aus einem Politikermund zu sprechen: &#8222;Gebt Verstrahlten keine Chance!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Aufgabe des Journalismus in Gesellschaften wie unserer besteht prim\u00e4r in einer sachlichen, korrekten und ausgewogenen Information der B\u00fcrger, damit diese ihr Leben und politisches Verhalten danach ausrichten k\u00f6nnen und Missbrauch durch die Politik unterbleibt. Nachfolgend k\u00f6nnen von den Informationen abgesetzte Analysen (Kommentare) diese Funktion unterst\u00fctzen. 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