{"id":2772,"date":"2019-03-08T08:07:59","date_gmt":"2019-03-08T07:07:59","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=2772"},"modified":"2019-03-07T09:20:24","modified_gmt":"2019-03-07T08:20:24","slug":"deutschland-bilanz-einer-finanzpleite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2019\/03\/08\/deutschland-bilanz-einer-finanzpleite\/","title":{"rendered":"Deutschland &#8211; Bilanz einer Finanzpleite"},"content":{"rendered":"\n<p>&#8222;Deutschland, das Land, in dem wir gut und gerne leben.&#8220; Wobei mit &#8222;wir&#8220; allerdings nicht diejenigen gemeint sind, die &#8222;schon l\u00e4nger hier leben&#8220;. F\u00fcr die sieht die Realit\u00e4t \u00e4nders aus.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Deutschland ist wirtschaftlich erfolgreich. Deutschland ist Exportweltmeister. Um fast 300 Mrd. \u20ac \u00fcbersteigen die Exporte die Importe. Was allerdings im Klartext bedeutet, dass das Geld nicht in der BRD landet, denn dann k\u00f6nnten die Leute sich von dem Geld Sachen kaufen, die woanders produziert werden, und die Bilanz w\u00e4re wieder ausgeglichen. Oder man h\u00e4tte schon alles und k\u00f6nnte ein wenig slow motion machen. Beides l\u00e4uft nicht. Im Gegenteil haben immer mehr Leute 2 oder mehr Jobs, um \u00fcber die Runden zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Geld aus den Export\u00fcbersch\u00fcssen bleibt nahezu quantitativ im Ausland und wird dort, haupts\u00e4chlich aus steuerlichen Gr\u00fcnden, &#8222;gewinnbringend&#8220; in maroden Investitionen angelegt. Z.B. in US-Papieren. Die USA haben ein Defizit von 450 Mrd. \u20ac, Jahr f\u00fcr Jahr. Das f\u00fchrt dazu, dass es ab und zu kracht. Dann sind Privatinvestoren wieder ruiniert, ein anderer Teil der Verluste wird sozialisiert. Die Bundesbank sitzt inzwischen auf ca. 1 Billion \u20ac geplatzter Papiere, wozu allerdings nicht nur US-Papiere, sondern auch die der EU-Genossen geh\u00f6ren. Sie bringen weder Zinsen ein (selbst wenn die Herausgeber wieder zahlungsf\u00e4hig sein sollten oder der Nullzingssatz der EZB verlassen wird) noch es besteht Aussicht, sp\u00e4ter auch nur einen Cent des Kapitals selbst zur\u00fcck zu bekommen. 300 Mrd. \u20ac, die in Form von Arbeit aus dem Land wandern, und 1 Billion \u20ac, die nicht aus den B\u00fcchern gestrichen werden &#8211; Deutschland ist ein reiches Land!<\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommen Forderungen aus der EU \u00fcber eine Schuldenunion, was deutsche Politiker durch die L\u00fcge, Deutschland w\u00fcrde vom Euro profitieren, zus\u00e4tzlich befeuern. Laute Rufer sind Frankreich sowie etwas subtiler Italien, weiter bef\u00f6rdert durch die durch absolut nichts demokratisch legitimierte, aber sich immer mehr als europ\u00e4ische Regierung aufspielende EU-Kommission. Soll nun das EU-Parlament &#8222;gest\u00e4rkt&#8220; werden, wird es absehbar noch schlimmer. im EU-Parlament ist Deutschland ma\u00dflos unterrepr\u00e4sentiert: im Verh\u00e4ltnis der W\u00e4hlerzahlen m\u00fcsste Deutschland alleine im Verh\u00e4ltnis zu Litauen \u00fcber 300 Abgeordnete ins EU-Parlament schicken, wird jedoch nur durch 83 vertreten. Die meisten EU-L\u00e4nder warten nur darauf, das sich selbst als reich bezeichnende Deutschland auszupl\u00fcndern. <\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Forderungen werden durch die deutsche wir-sind-an-allem-Schuld-Mentalit\u00e4t bef\u00f6rdert, die gro\u00dfz\u00fcgig R\u00fcckgabeforderungen aus Kolonialzeiten bis zur\u00fcck ins 19. Jahrhundert erf\u00fcllt und Entsch\u00e4digungsforderungen nur noch schwachen Widerstand entgegen setzt. Das setzt Pr\u00e4zedenzf\u00e4lle, und schon stehen eine Reihe von Staaten in den Startl\u00f6chern, dann mit um so mehr Berechtigung Reparationen aus dem 2. Weltkrieg zu fordern. Alleine EU-Staaten haben bislang Forderungen von \u00fcber 2 Billionen \u20ac angemeldet.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den B\u00fcrger sieht die Bilanz bereits jetzt so aus: bez\u00fcglich der Staatsquote liegt Deutschland im Mittelfeld der EU, wobei die Statistiken oft gesch\u00f6nt sind. Bis in den August hinein arbeitet der durchschnittliche Arbeitnehmer inzwischen, bis er den ersten Euro f\u00fcr sich verdient. Beim durchschnittlichen Verm\u00f6gen belegt das reiche Deutschland einen der hinteren Pl\u00e4tze. Die Deutschen sind im EU-Vergleich, die \u00f6stlichen L\u00e4nder einmal ausgeklammert, die \u00e4rmsten, die PIG-Staaten eingeschlossen. Daf\u00fcr hat Deutschland eines der h\u00f6chsten Renteneintrittsalter, im Gegenzug allerdings auch eines der niedrigsten Rentenniveaus. Die Lohnsteigerungen seit dem Jahr 2000 sind in Deutschland EU-weit am geringsten. Selbst im gebeutelten Frankreich ist die Steigerung mehr als doppelt so hoch, und auch im hoch verschuldeten Griechenland sind die vergleichsweise \u00fcberzogenen L\u00f6hne immer noch nicht auf das deutsche Niveau gefallen. Das hilft den Arbeitslosen nat\u00fcrlich wenig, denn deren Zahl ist in anderen L\u00e4ndern h\u00f6her, \u00e4ndert aber nichts daran, dass man durch Arbeit im Verh\u00e4ltnis nirgendwo so wenig verdient wie in Deutschland (wobei nat\u00fcrlich auch die Lebenshaltungskosten eingerechnet werden m\u00fcssen, was direkte Vergleiche erschwert).<\/p>\n\n\n\n<p>Aus den Rentenzahlungen flie\u00dfen trotz des mickrigen Niveaus zus\u00e4tzlich noch immense Summen aufgrund des Umlagesystems in andere L\u00e4nder ab. Ca. 1\/3 der Wohnungen in Deutschland geh\u00f6ren Pensionsfonds anderer L\u00e4nder (vorzugsweise USA, Kanada, Australien), die kein Umlage- sondern vern\u00fcnftiger Weise ein Ansparsystem praktizieren. Statt aus der angesparten Rente zumindest das preiswerte Wohnen im Alter zu finanzieren f\u00fchren deutsche Rentner aus ihren mageren Eink\u00fcnften gro\u00dfe Betr\u00e4ge zur Finanzierung ausl\u00e4ndischer Pension\u00e4re ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich findet eine ungeheure und peinlichst verschwiegene Geldverschwendung statt. Alleine 2015 hat eine Dauereinwanderung in die Sozialsysteme stattgefunden, die eine Stadt der Gr\u00f6\u00dfe von K\u00f6ln alleine zur Unterbringung erfordert, und in den Folgejahren bis 2018 sind weitere 4-5 St\u00e4dte der Gr\u00f6\u00dfe von Kassel notwendig. Hinzu kommen Altlasten integrationsunwilliger, aber bestens versorgter Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge. Fasst man Sozialhilfe, Wohnungshilfen, Verwaltungsaufwand, Sonderaufwand f\u00fcr Anw\u00e4lte und Dolmetscher (auch in der 3. Generation sind Deutschkenntnisse oft nicht vorhanden) zusammen, d\u00fcrften Kosten von ca. 25.000 \u20ac\/Jahr und Kopf wohl nicht fehlkalkuliert sein. Angesichts der Zahlen bedeutet das einen Aufwand von ca. 60-100 Mrd. \u20ac\/Jahr, die an Leute gehen, die nichts, absolut nichts zur Wertsch\u00f6pfung beitragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Deutschland ein reiches Land? In Verbindung mit der Wirtschafts- und Bildungspleite ist ein totaler Crash eher wahrscheinlich. Man kann jedem, der \u00fcber etwas Verm\u00f6gen verf\u00fcgt, nur raten, eine weitere deutsche Tugend &#8211; f\u00fcr sp\u00e4ter zu sorgen &#8211; m\u00f6glichst schnell zu vergessen und zu leben, bevor der rot-gr\u00fcne Einheitsstaat alles enteignet. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Deutschland, das Land, in dem wir gut und gerne leben.&#8220; Wobei mit &#8222;wir&#8220; allerdings nicht diejenigen gemeint sind, die &#8222;schon l\u00e4nger hier leben&#8220;. F\u00fcr die sieht die Realit\u00e4t \u00e4nders aus. 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