{"id":2451,"date":"2018-12-29T06:00:09","date_gmt":"2018-12-29T05:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=2451"},"modified":"2018-12-21T08:53:52","modified_gmt":"2018-12-21T07:53:52","slug":"alles-ziemlich-plastik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2018\/12\/29\/alles-ziemlich-plastik\/","title":{"rendered":"Alles ziemlich Plastik"},"content":{"rendered":"<p>Unsere Meere verm\u00fcllen! Mit Plastik! Wir sind (mal) wieder Schuld!<!--more--><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-21-08-02-55.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2464\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-21-08-02-55.png\" alt=\"\" width=\"649\" height=\"812\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-21-08-02-55.png 649w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-21-08-02-55-240x300.png 240w\" sizes=\"auto, (max-width: 649px) 100vw, 649px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Bild ist noch ziemlich harmlos, aber mehr war mal wieder aufgrund von Urheberrechten nicht zu machen. Das hier stammt vom Roten Meer. Und Deutschland grenz ja auch unmittelbar ans Rote Meer, so dass man bequem die Schuld auf sich nehmen kann. \u00c4h, ne, Moment, das ist die Nordsee. Aber da gibt es doch sicher eine Str\u00f6mung, oder?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-21-07-57-58.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2465\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-21-07-57-58.png\" alt=\"\" width=\"949\" height=\"569\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-21-07-57-58.png 949w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-21-07-57-58-300x180.png 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-21-07-57-58-768x460.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 949px) 100vw, 949px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nicht so ganz, aber fast. Unser M\u00fcll k\u00f6nnte \u00fcber den Nordatlantischen Strom, den Gr\u00f6nland-, Erminger, Labrador- und wieder den Nordatlantischen Strom in der Biskaya landen, von dort \u00fcber den Kanarenstrom, Nord\u00e4quatorialstrom, \u00c4quatorischen Gegenstrom, S\u00fcd\u00e4quatorialstrom und Brasilstrom im S\u00fcdatlantik landen, um von dort \u00fcber den S\u00fcdatlantischen und S\u00fcdindischen Strom schlie\u00dflich im Westaustralischen Strom zu landen, um nach 2-maligem Pendeln durch die \u00c4quatorialstr\u00f6me tats\u00e4chlich im Roten Meer zu landen. Damit ist die Sache klar! Frau Baerbock, \u00fcbernehmen Sie!<\/p>\n<p>Also unser M\u00fcll ist es nicht, um den es hier geht. Der wird hier n\u00e4mlich gesammelt, sortiert, zu 1\/3 wiederverwertet und zu 2\/3 vorzugsweise in d\u00e4nischen spezielle Kraftwerken und Verbrennungsanlagen zum Abpuffern des d\u00e4nischen Windstroms verwendet. Klar, ein Gro\u00dfteil des Plastikm\u00fclls ist \u00fcberfl\u00fcssig und k\u00f6nnte eingespart werden. Ein anderer Teil k\u00f6nnte durch andere Stoffe substituiert werden, die aber oft auch keine bessere Gesamtbilanz aufweisen. Aber die Verschmutzung der Meere als Argument f\u00fcr die Abschaffung von Kunststoffen zu verwenden ist etwa so wie das Zigarettenrauchen wegen des Alkoholkaters am n\u00e4chsten Morgen anzuprangern. Das macht nur in Gr\u00fcnen Gehirnen irgendeine Art von Sinn, nicht wahr, Annalena?<\/p>\n<p>Wenn man sich die Str\u00f6mungskarte anschaut, dann sammeln sich die gr\u00f6\u00dften M\u00fcllberge dort an, wo Wirbel vorhanden sind oder den Str\u00f6mungen Inseln im Weg stehen. Der M\u00fcll kommt also aus einem riesigen Gebiet, und die Verursacher selbst sehen meist nur eine Teil davon. Man brauchte nur in den Anreinerstaaten der Ozeane au\u00dfer dem Nordatlantik f\u00fcr eine halbwegs funktionierende Abfallwirtschaft zu sorgen, und das Problem w\u00e4re behoben.<\/p>\n<p>Die muss noch nicht mal komplett sein. Nach den \u00d6ltankerungl\u00fccken vor Alaska und Frankreich hie\u00df es, die Str\u00e4nde seien nun auf Jahrhunderte verseucht, bis die menschlichen R\u00e4umtrupps die R\u00fcckst\u00e4nde beseitigt h\u00e4tten. Fakt ist: nach zwei Jahren standen die R\u00e4umtrupps, die bis dahin nur wenige Prozent erledigt hatten, vor sauberen Str\u00e4nden. Den Rest hatte die Natur besorgt. Dito Plastik: als man in den 1990er Jahren M\u00fclldeponien aus den 1960ern und 70ern \u00f6ffnete, konnte man die Zeitungen in der Regel noch ganz gut lesen, aber Plastikt\u00fcten und Folien waren weg. Die Natur ist da sehr pragmatisch: wenn irgendwo etwas herumliegt, dem man Energie entziehen kann, findet sich totsicher jemand, der das aufisst. \u00d6l und Plastik als \u00d6lderivate sind bekanntlich sehr energiereich, folglich &#8230; Sobald die Wildwasserentsorgung von Plastikm\u00fcll unter die Zersetzungsgrenze f\u00e4llt, ist die sichtbare Gro\u00dfverm\u00fcllung jedenfalls relativ schnell erledigt.<\/p>\n<p>Was nat\u00fcrlich immer noch eine Menge M\u00fcll sein kann, und der Fisch, der das durchschwimmt, hat u.U. trotzdem den Magen voll an M\u00fcll und leer an Nahrung. Man muss also noch mehr machen. Bleibt zum Schluss die Mikroplastik, also feinste Plastikschwebestoffe, da sich nach Gr\u00fcner Logik, der so genannten Ideologik, Plastik ja nur mechanisch aber nicht biologisch zersetzt. Die Mikroplastik kann man zum Panikmacher Nr. 2 machen. Macht man auch schon. Ist die wirklich gef\u00e4hrlich?<\/p>\n<p>Mikrozeugs kann den Darmtrakt nicht in Richtung K\u00f6rperinneres verlassen, sondern ausschlie\u00dflich in Richtung Arschloch. Andernfalls best\u00fcnden wir nach 5 Lebensjahren nicht aus 90% Wasser, sondern aus 90% irgendwelchen Feststoffm\u00fclls. Warum soll es mit Plastik anders sein? Weil die Gr\u00fcnen es so wollen! Man wei\u00df nichts (gibt man sogar zu), also ist es erst mal furchtbar lebensgef\u00e4hrlich (lebensgef\u00e4hrlich ohne furchtbar ist nach Gr\u00fcner Ideologik etwas, von dem man nachgewiesen hat, dass es harmlos ist).<\/p>\n<p>Zusammengefasst: wir liegen mit unserer M\u00fcllaufbereitung goldrichtig und brauchen uns f\u00fcr nichts zu sch\u00e4men. Au\u00dfer dass man Plastik vermeiden k\u00f6nnte. Werde ich gleich versuchen: bei Combi kann man nun eigene Beh\u00e4lter mitbringen, in die die Sachen verpackt werden. Also ein paar Plastikfolien weniger &#8211; aber nur im eigenen M\u00fclleimer. Man darf die Beh\u00e4lter n\u00e4mlich nicht \u00fcber die Theke reichen, von wegen Hygiene und so. Aber abwiegen m\u00fcssen die Verk\u00e4ufer das Zeug schon. Vermutlich auf der Plastikfolie, die auch sonst verwendet wird, dann kippt man das Zeug in den mitgebrachten Beh\u00e4lter und wirft die Folie weg. Ein klassisches Nullsummenspiel, wenn es nach deutscher Ideologik abl\u00e4uft. Angeblich sollen weiter hinten stehen Leuten die Sachen auch zugeworfen werden. Im Gespr\u00e4ch ist ein neuer 2,10 m gro\u00dfer Mitarbeiter, der bislang Werbung f\u00fcr die Ing DiBa machte. Bin mal gespannt. Vielleicht gibt es ein Autogramm. Aber aufpassen, dass die das nicht mit abwiegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Meere verm\u00fcllen! Mit Plastik! Wir sind (mal) wieder Schuld! 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