{"id":2427,"date":"2019-03-06T06:00:27","date_gmt":"2019-03-06T05:00:27","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=2427"},"modified":"2019-03-05T18:13:02","modified_gmt":"2019-03-05T17:13:02","slug":"pisa-und-was-sonst-noch-schraeg-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2019\/03\/06\/pisa-und-was-sonst-noch-schraeg-ist\/","title":{"rendered":"Pisa &#8211; die deutsche Bildungspleite"},"content":{"rendered":"<p>In Pisa steht bekanntlich ein schiefer Turm. PISA hei\u00dfen zuf\u00e4llig auch die Untersuchungen der OECD zur Qualit\u00e4t der Bildung, als Abk\u00fcrzung f\u00fcr \u201eProgramme for International Student Assessment\u201c. Wenn man sich ein Bild von den Ergebnissen machen m\u00f6chte, hier zwei M\u00f6glichkeiten:<!--more--><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/image-11321.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2428\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/image-11321.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"774\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/image-11321.jpg 1200w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/image-11321-300x194.jpg 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/image-11321-768x495.jpg 768w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/image-11321-1024x660.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Kirchlein steht in Suurhusen bei Emden, und der Turm hat etwas mehr als die doppelte Neigung des italienischen Orginals und ist der schiefste Kirchturm der Welt (der schiefste Glockenturm mit noch etwas st\u00e4rkerer Neigung steht ein paar Kilometer weiter ebenfalls in Ostfriesland). Wobei der Trend insgesamt eher in diese Richtung geht:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/image-00339.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2429 size-medium\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/image-00339-199x300.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/image-00339-199x300.jpg 199w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/image-00339-768x1155.jpg 768w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/image-00339-681x1024.jpg 681w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/image-00339.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zur\u00fcck zur PISA-Studie. <a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/warum_frankreich_nicht_zu_retten_ist\">Nach mehreren Pleiten<\/a> trat man in Frankreich (und auch in Deutschland) sehr selbstbewusst zum n\u00e4chsten Test an:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Die Mustersch\u00fcler Ostasiens, die seit 1995 ununterbrochen das Sieger-Quartett stellen und bestenfalls einmal untereinander die Pl\u00e4tze tauschen, sollen sich warm anziehen. Weil man die Ratschl\u00e4ge der Erziehungsexperten konsequent umgesetzt hat, wird mit Zuversicht angetreten.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Je h\u00f6her die Nase, desto tiefer allerdings der Fall:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Auf den niederschmetternden 35. Platz \u2013 hinter Qatar und Abu Dhabi \u2013 war man mental nicht vorbereitet. Verzeichnen die ostasiatischen Sieger unter 1.000 Kindern 320 (Japan) bis 500 (Singapur) Mathe-Asse, sind es in Frankreich nur 25. Selbst beim ebenfalls wankenden deutschen Nachbarn sind es 53\u00a0(TIMSS-Resultate siehe <a href=\"https:\/\/nces.ed.gov\/pubs2017\/2017002_timss_2015_results.pdf\">hier<\/a>,\u00a0Seite 11und\u00a0<a href=\"https:\/\/www.waxmann.com\/fileadmin\/media\/zusatztexte\/3566Volltext.pdf\">hier<\/a>\u00a0Seite 115).\u00a0Die Berliner Republik ist zwischen 2007 und 2015 nur vom 12. auf den 24. Platz gefallen und hat jetzt elf R\u00e4nge Vorsprung vor dem Partner f\u00fcr Europas Aufholjagd bei\u00a0<em>Artificial Intelligence<\/em>.<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>Der einheimische IQ steht nur noch bei 98 (Singapur: 105), der durch die 92 bei den Einwanderern (Singapur: 106) <a href=\"https:\/\/www.tu-chemnitz.de\/hsw\/psychologie\/professuren\/entwpsy\/team\/rindermann\/pdfs\/RindermannCogCapAppendix.pdf\">eisern weiter heruntergezogen<\/a> wird.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Der Artikel beschreibt zwar die Situation f\u00fcr Frankreich, aber aus gut nachbarlichem Verh\u00e4ltnis bem\u00fcht man sich in Deutschland, dem nicht sehr weit zu entkommen. Dass der Verfall der Intelligenz auch die Erwachsenenwelt erfasst hat, ist leicht daran zu erkennen, dass Nachdenken nicht mehr angesagt ist, sondern alles vorgefertigt konsumiert wird. Z.B.: (1) &#8222;AfD? Alles Nazis!&#8220; &#8211; &#8222;Was haben die denn gesagt, dass &#8230;&#8220; &#8211; &#8222;Ich h\u00f6re doch keinen Nazis zu!&#8220;\u00a0 oder\u00a0 (2) &#8222;Dieselfahrverbote sofort!&#8220; &#8211; &#8222;Aber bei der Arbeit darf die Konzentration 25x so hoch sein.&#8220; &#8211; &#8222;Die Gesundheit geht aber vor! Weg mit dem Diesel!&#8220; &#8211; &#8222;Die Kerzen beim Italiener machen aber schon mehr NOx.&#8220; &#8211; &#8222;Wie gesagt: die Gesundheit geht vor! Weg mit dem Diesel!&#8220; &#8212; Wenn irgendein Influenzer bei Instagram verk\u00fcndet, eine drei Wochen lang nicht gewechselte Unterhose w\u00fcrde gen\u00fcgend N\u00e4hrstoffe enthalten, um eine 3-k\u00f6pfige Familien einen Tag zu ern\u00e4hren &#8211; es w\u00fcrden spontan 3 neue Kochsendungen angeboten, die Textilindustrie in Bangladesh w\u00fcrde eine Boom erleben und der Aktienkurs von Henkel um 40% einbrechen, weil kaum noch Waschmittel gekauft w\u00fcrden. Inzwischen geht das schon so weit, dass selbst bei einfachsten Sachen gewartet werden muss, was das Fernsehen dazu sagt. F\u00e4llt irgendwo ein Eimer um oder brennt eine Kerze ab, ist jedem klar: es kann entweder der Klimawandel oder Putin gewesen sein &#8211; tertium non datur. Ratlosigkeit, Betroffenheit, Unsicherheit und schlie\u00dflich erleichtertes Aufathmen, wenn die L\u00f6sung (Eimer=Klima, Kerze=Putin &#8211; oder war das anders herum?) in der Tagesschau verk\u00fcndet wird.<\/p>\n<p>Von IQ-Tests muss man nicht viel halten, aber zumindest k\u00f6nnen sie ein wenig zur Quantifizierung beitragen. Die L\u00fccke zwischen ostasiatischen und europ\u00e4ischen Sch\u00fclern kommt langsam in einen Bereich, in dem man von Schwachsinnigen spricht, und Untersuchungen schweizerischer Psychologen haben ergeben, dass der mittlere IQ in Deutschland seit den 1980er Jahren um ca. 5 Punkte gefallen ist, d.h. ein Erwachsener heute (relativer IQ 95) verh\u00e4lt sich IQ-m\u00e4\u00dfig gegen\u00fcber einem aus den 1980er Jahren (relativer IQ 100) kaum besser als ein europ\u00e4ischer Sch\u00fcler gegen\u00fcber einem ostasiatischen. Wenn man es weniger auf Zahlen schieben will: die im letzten Absatz angesprochene Halsstarrigkeit gegen\u00fcber Argumenten bezeichnet man auch als Senilit\u00e4t, und eine senile Haltung, die fr\u00fcher einem \u00fcber 65-j\u00e4hrigen zugeschrieben wurde, findet man heute bereits bei unter 20-J\u00e4hrigen. Man kann ohne Weiteres von <strong>juveniler Senilit\u00e4t<\/strong> sprechen.<\/p>\n<p>Schaut man sich die Entwicklung an, so stellt man fest, dass in den 1970er Jahren gerade einmal 18-20% eines Jahrgangs Abitur machten. Nicht alle studierten, und selbst Hauptsch\u00fcler konnten nach erfolgreicher Lehre problemlos zum H\u00e4uslebauer werden. Heute &#8222;studieren&#8220; ca. 70% eines Jahrgangs an einer Hochschule, davon mehr als 15% ohne formale Hochschulreife, d.h. weder mit Abitur noch mir FOS, Tendenz steigend. Nach Ansicht der OECD und der Bertelsmann-Stiftung sind diese Quoten aber noch zu niedrig. Viele Studieng\u00e4nge bef\u00e4higen allenfalls zum Taxifahrer, aber nicht zur qualifizierten Arbeit. Wenn man selbst ein Lulli-Studium nicht schafft oder \u00e4lter als 30 Jahre beim Abschluss ist, hat man heute allerdings den Qualifikationsnachweis f\u00fcr eine Politikerkarriere erbracht.<\/p>\n<p>Wenn man sich fragt, wie sinkender Durchschnitts-IQ und steigende Studentenquoten zusammen passen: ca. 80% der Sch\u00fcler sind am Ende der Grundschulzeit nicht in der Lage, einen Text zu lesen und ihn zu verstehen. Als letzter Schrei der P\u00e4dagogik gilt, Gegenst\u00e4nde im Klassenraum mit bunten Zetteln zu versehen. Blau steht f\u00fcr &#8222;der&#8220;, Rot f\u00fcr &#8222;die&#8220; und Gelb f\u00fcr &#8222;das&#8220;. Die Sch\u00fcler sollen so lernen, die richtigen Artikel zu den Verben zu verwenden. An Hamburger Schulen wird Deutsch-F\u00f6rderunterricht selbst im Mathematik-Unterricht gemacht, da Sch\u00fcler meist nicht in der Lage sind, Textaufgaben zu verstehen. Ca. 20% eines Jahrgangs sind im Sinne der 1980er-Jahre Analphabeten, darunter auch ca. 10% der Abiturienten. Trotz bis zu 7 Jahren Englisch-Unterricht ist kaum ein Sch\u00fcler in der Lage, einen Artikel in einer englischen Tageszeitung zu lesen.<\/p>\n<p>Mathematische Vorsemester in Ingenieurstudieng\u00e4ngen an deutschen Hochschulen wiederholen den formalen Stoff der gymnasialen Unterstufe &#8211; f\u00fcr die Studenten und zuk\u00fcnftigen F\u00fchrungskr\u00e4fte oft etwas v\u00f6llig Unbekanntes. Ingenieur-Studenten werden nicht selten mit Bruchrechnung aus dem Studium gepr\u00fcft &#8211; falls die Pr\u00fcfungsordnung nicht so aufgebaut ist, dass sie mit 3 Fehlscheinen und bereits fertig geschriebener Abschlussarbeit nach 12 oder mehr Semestern vor den Pr\u00fcfern landen und dann aus sozialen Gr\u00fcnden (&#8222;man darf keine Existenzen vernichten!&#8220;) doch bestehen.<\/p>\n<p>Bereits 1998 hat die FH Berlin in einer Studie festgestellt, dass fast 50% der Studienanf\u00e4ngern an Fachhochschulen NICHT \u00fcber die fachlichen Voraussetzungen f\u00fcr die Versetzung in die FOS 12 verf\u00fcgen. Seitdem ist das Niveau weiter massiv gesunken. Klassenarbeiten an Schulen mit Durchfallquoten &gt; 40% m\u00fcssen an Schulen von der Schulleitung genehmigt werden &#8211; und werden es oft nicht.<\/p>\n<p>An den Schulen fallen inzwischen 20% des Unterrichts aus. Teilweise betrifft das ganze F\u00e4cher. Es kann durchaus vorkommen, dass sich an einer Schule mit 80 Lehrern kein Chemielehrer findet und das Fach ganz einfach ausf\u00e4llt. Experimentalunterricht ist kaum noch m\u00f6glich: Versuche mit einer ganzen Reihe von Substanzen d\u00fcrfen aus Gesundheitsgr\u00fcnden nicht mehr durchgef\u00fchrt werden, die Gasversorgung f\u00fcr Brenner ist aus Sicherheitsgr\u00fcnden abgeschaltet, Schwangere werden ab dem Bekanntwerden komplett f\u00fcr experimentellen Unterricht gesperrt, Sch\u00fclerversuche sind mit mehr streng zu dokumentierenden Sicherheitsbelehrungen verbunden als der Start eine Ariane-Rakete. Oft sind auch einfach nicht gen\u00fcgend Lehrer vorhanden, was dazu f\u00fchrt, dass auch Lehrer in Mangelf\u00e4chern fachfremd in anderen F\u00e4chern eingesetzt werden. Inzwischen wird in manchen Bundesl\u00e4ndern jeder als Lehrer eingesetzt, der nicht schnell genug NEIN sagen kann. Es werden sogar \u00dcberlegungen angestellt, Sch\u00fcler aus h\u00f6heren Jahrg\u00e4ngen in den unteren Jahrg\u00e4ngen unterrichten zu lassen.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Bestehen einer Klausur an einer Hochschule sind nach Pr\u00fcfungsordnung 50% der gestellten Aufgaben zu l\u00f6sen (4,0), danach geht es in 5%-Schritten mit 1\/3-Noten nach oben zur 1.0. Damit \u00fcberhaupt auf den besseren Noten einige Leute landen, werden die Klausuren nach der Korrektur oft auf einen formalen Umfang von 120-150% hochgestuft; um Durchfallquoten &lt; 40% zu erreichen, wird der Bereich f\u00fcr eine 4,0-Bewertung ebenfalls nicht selten von 50-55% auf 20-55% gedehnt. Wenn gar nichts mehr hilft, wird auch an Hochschulen die Klausur vom Pr\u00fcfungsausschuss eingezogen und die Pr\u00fcfung durch einen anderen Pr\u00fcfer wiederholt.<\/p>\n<p>Verschw\u00f6rungtheorie? Mitnichten! Ich was \u00fcber 20 Jahre Professor an einer deutschen Hochschule. Ich wei\u00df, wovon ich rede. Die Industrie auch. &#8222;Steht Ingenieur drauf, ist aber keiner drin&#8220; &#8211; so ein Verbandssprecher vor einiger Zeit in einem Interview.<\/p>\n<p>Wenn man nach den Gr\u00fcnden f\u00fcr die angesagte Bl\u00f6dheit sucht, muss man sich die Erziehung anschauen. Das f\u00e4ngt bei den Kleinsten an. Die lernen heute als erste Worte nicht etwa &#8222;Mama&#8220; und &#8222;Papa&#8220; wie fr\u00fcher, sondern &#8222;ICH WILL &#8230;&#8220;\u00a0 und &#8222;DU MUSST &#8230;&#8220;, und zwar genau in dieser Lautst\u00e4rke. Pflichten gibt es f\u00fcr Kinder heute nirgendwo mehr, nur noch Rechte. Entsprechend lernen sie auch keine sozialen Regeln. Es fehlt auch jeglicher Ansporn, eine Arbeit gut zu machen. Jeder Mist wird in den h\u00f6chsten T\u00f6nen gelobt, weil Kritik angeblich das Kindeswohl sch\u00e4digt. Der jeweils D\u00fcmmste und Aufs\u00e4ssigste gibt das Tempo vor, der Intelligentere gema\u00dfregelt. Um Sch\u00fcler, die durch St\u00f6ren den Unterricht unm\u00f6glich machen, von der Schule zu verweisen, sind heute oft Zeiten von 6 und mehr Monaten notwendig &#8211; meist mit der Folge, dass der St\u00f6renfried kaum eine Woche sp\u00e4ter vom Schulamt wieder in die Klasse gesetzt wird, weil andere Schulen ihn auch nicht haben wollen. In irgendeiner Form \u00fcber die Eltern disziplinierend wirken zu wollen kann man vergessen. Besonders Eltern ausl\u00e4ndischer Kinder erscheinen gar nicht erst zu Terminen oder lehnen es ab, mit einer Lehrerin zu sprechen (&#8222;Hol du Mann!&#8220;), oder verstehen kein Deutsch, obwohl sie in der 3. Generation hier rundum versorgt werden<\/p>\n<p>In der Mathematik werden nicht selten richtige Aufgabenl\u00f6sungen als FALSCH durchgestrichen, weil der Sch\u00fcler einen korrekten L\u00f6sungsweg verwendet hat, der im Unterricht noch nicht durchgenommen wurde. Das ist w\u00f6rtlich zu nehmen: nach einiger Zeit wird auch dieser L\u00f6sungsweg pr\u00e4sentiert, und erst ab diesem Zeitpunkt ist die L\u00f6sung korrekt, vorher falsch. Das ist kein Witz!!<\/p>\n<p>Kurz und gut, das Ausbildungssystem t\u00f6tet systematisch jede Neugier in den Jugendlichen ab. Das Ergebnis sind die geistig vergreisten 18-J\u00e4hrigen, denen wir heute auf der Stra\u00dfe begegnen.<\/p>\n<p>Sollte es zu Umweltver\u00e4nderungen aufgrund irgendeines Klimawandels kommen, ist das beste Mittel dagegen eine gute Bildung. Dann kann man dem technisch begegnen. Unsere CDU-, SPD- und Gr\u00fcnen-Spitzenpolitiker finden es allerdings &#8222;Respekt gebietend&#8220;, wenn Sch\u00fcler f\u00fcr die Klimapolitik streiken. &#8222;Friday for Future&#8220;, weil bei &#8222;Saturday for Future&#8220;, &#8222;Sunday for Future&#8220; oder &#8222;Holiday for Future&#8220; niemand kommen w\u00fcrde, denn an den Tagen ist keine Schule. Es geht im Gefolge einer geistig behinderten Schwedin ausschlie\u00dflich im Schulschw\u00e4nzen, denn irgendeine Vorstellung, was man denn tun k\u00f6nnte, haben die Bildungsverweigerer nat\u00fcrlich nicht.<\/p>\n<p>Oberintelligenzschraube Katarina Barley zollt den Sch\u00fclern nicht nur Respekt, sondern will auch das Wahlrecht mit 16, da die Sch\u00fcler durch ihr Schulschw\u00e4nzen Verantwortungsbewusstsein und Handlungseinsicht zeigen. Wir k\u00f6nnen vermutlich von Gl\u00fcck reden, dass die behinderte Greta bereits 16 ist, sonst w\u00fcrde das Wahlrecht mit 14 oder 12 gefordert werden. Oder gleich ab Geburt wie von den Gr\u00fcnen, wobei die Eltern stellvertretend f\u00fcr ihre Kinder vor der Pubert\u00e4t abstimmen sollen. Wie pervers diese Denke ist, demonstriert besagte Katarina Barley, wenn sie die Heraufsetzung des Jugendstrafrechts auf 21 Jahre fordert, weil junge Menschen vor nicht in der Lage sind , entsprechendes Verantwortungsbewusstsein und Einsicht in ihre Handlungen [sic!] zu entwickeln.<\/p>\n<p>Derweil strebt Deutschland mit gro\u00dfen Schritten auf das Niveau eines afrikanischen Entwicklungslandes zu. Nicht nur dass pro Jahr bis zu 400.000 Sozialmigranten aus diesen Gegenden in die deutsche Vollversorgung str\u00f6men (offiziell sind es weniger, aber in den offiziellen Zahlen wird Familiennachzug und anderes nicht mitgez\u00e4hlt), es wandern netto auch ca. 90.000 Deutsche pro Jahr aus &#8211; und das sind keine Sozialhilfeempf\u00e4nger, sondern Leistungstr\u00e4ger!\u00a0Meinen besseren Studenten habe ich ebenfalls empfohlen &#8222;<em>Beantragen Sie einen Pass und informieren Sie sich, wo der n\u00e4chste Grenz\u00fcbergang ist. Bleiben Sie nicht hier!<\/em>&#8220; Von ca. 9.000 pro Jahr ausgebildeten \u00c4rzten verlassen ca. 2.000 das Land &#8211; bei einer \u00c4rzteschaft, die zu 1\/3 das Rentenalter bereits erreicht hat oder demn\u00e4chst erreicht. Nachfolger? Mein Hausarzt sucht einen, seit er 55 ist. Er feiert n\u00e4chstes Jahr seinen 70. Geburtstag. Das einzig Aufmunternde daran ist, dass mit 70 die Restlebenszeit absehbar ist. Ob das gen\u00fcgt, um die Katastrophe nicht mehr zu erleben, bleibt abzuwarten.<\/p>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Pisa steht bekanntlich ein schiefer Turm. PISA hei\u00dfen zuf\u00e4llig auch die Untersuchungen der OECD zur Qualit\u00e4t der Bildung, als Abk\u00fcrzung f\u00fcr \u201eProgramme for International Student Assessment\u201c. 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