{"id":2393,"date":"2018-12-13T06:00:35","date_gmt":"2018-12-13T05:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=2393"},"modified":"2018-12-11T16:53:13","modified_gmt":"2018-12-11T15:53:13","slug":"die-co2-luege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2018\/12\/13\/die-co2-luege\/","title":{"rendered":"Die CO2-L\u00fcge (?)"},"content":{"rendered":"<p>Die aktuelle Klimakonferenz in Polen wird von den Qualit\u00e4tsmedien und der Politik wieder genutzt, um den Untergang der Welt herauf zu beschw\u00f6ren, wenn nicht sofort etwas geschieht. Wobei &#8222;sofort etwas geschieht&#8220; bedeutet, <!--more-->dass die Steuerschraube f\u00fcr das bl\u00f6de Volk noch weiter angezogen wird, um die Verteilung des Geldes von Unten nach Oben weiter zu beschleunigen. In Frankreich geht das derzeit bereits schief, denn noch nicht einmal ein krankes gr\u00fcnes Gehirn, wozu auch das von Herrn Macron zu z\u00e4hlen ist, d\u00fcrfte erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, wie h\u00f6here Steuern zu weniger CO2 f\u00fchren sollen, wird doch an der Notwendigkeit, seine Wohnung zu heizen oder zur Arbeit zu pendeln, absolut nichts ge\u00e4ndert. Geht es also nur um die Auspl\u00fcnderung der Bev\u00f6lkerung und ist der gesamte CO2-Hype einfach nur eine gro\u00dfe L\u00fcge, wie der Titel behauptet? Oder ist doch was dran, und es wird nur falsch verkauft? Muss man das glauben oder kann man selbst ein wenig nach Erkl\u00e4rungen suchen?<\/p>\n<p>Man muss nicht einfach nur glauben. Um mitreden und sich selbst ein Bild machen zu k\u00f6nnen, muss man nur die Grundph\u00e4nome verstanden haben. Das kann fast jeder, der in der Schule Chemie oder Physik gehabt hat. Dazu muss man nur die Fakten, die selbst gr\u00fcne MINT-Lehrer wissen m\u00fcssten, kombinieren. Beginnen wir mit der Luft, genauer mit den Molek\u00fclen darin. Molek\u00fcle in Gasen sind bekanntlich frei beweglich und schwirren in alle Richtungen hin und her:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-08-25-12.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2394\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-08-25-12-300x274.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"274\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-08-25-12-300x274.png 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-08-25-12.png 558w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Makroskopisch erleben wir das Herumschwirren als Temperatur. Im Chemie- oder Physikunterricht wird dies bereits in den ersten Stunden in Form der Brownschen Moluekularbewegung demonstriert, ein Versuch, der nirgendwo fehlen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Bei den Bewegungen sto\u00dfen die Molek\u00fcle zusammen und \u00fcbertragen dabei Energie. Das \u00e4hnelt zun\u00e4chst den St\u00f6\u00dfen von Kugel auf einem Billardtisch, nur dass dort die Kugel nach einiger Zeit aufgrund der Reibung zur Ruhe kommen. Passiert in Gasen nat\u00fcrlich nicht. Molek\u00fcle k\u00f6nnen aber auch in sich schwingen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-08-26-54.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2395 size-full\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-08-26-54.png\" alt=\"\" width=\"751\" height=\"418\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-08-26-54.png 751w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-08-26-54-300x167.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 751px) 100vw, 751px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Statt die Bewegungsenergie bei einem Sto\u00df zu \u00fcbertragen, kann ein Molek\u00fcl auch zum Schwingen angeregt werden. Dann wird die Geschwindigkeit der einzelnen Molek\u00fcle und damit auch die Temperatur kleiner, weil in den Schwingungen nat\u00fcrlich auch Energie gespeichert wird. Auch das ist bereits aus den ersten Physikstunden als Versuch zum schwingenden Pendel oder zur schwingenden Feder bekannt, und Bindungen zwischen den Atomen eines Molek\u00fcls kann man sich als Federn verbildlichen. Das Umgekehrte gilt nat\u00fcrlich auch: bei einem Sto\u00df kann Schwingungsenergie abgebaut und in Geschwindigkeit umgesetzt werden. In diesem Fall w\u00fcrde die Temperatur gr\u00f6\u00dfer. Insgesamt besteht also ein Gleichgewicht<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Bewegung (Temperatur) &lt;-&gt; Schwingung<\/strong><\/p>\n<p>Schwingungsenergie kann aber auch aus Licht, also Strahlung aufgenommen werden. Strahlung hat ebenfalls eine bestimmte Energie, die umgekehrt proportional zur Wellenl\u00e4nge der Strahlung ist. Auch das wird im Chemieunterricht mit Spektralversuchen demonstriert. F\u00fcr die Demonstration verwendet man meist Elektronenspektren, weil die in manchen F\u00e4llen ohne spezielle Ger\u00e4te direkt zu beobachten sind (Natrium usw.), aber das Prinzip ist das gleiche. Aus den Spektralversuchen lernt man aber auch, dass Schwingungsenergie nicht beliebig (wie Herumschwirrenergie) aufgenommen oder abgegeben werden kann, sondern nur in bestimmten Portionen. Wenn man die Lichtmenge nach Durchgang durch CO2-Gas in Abh\u00e4ngigkeit von der Wellenl\u00e4nge oder Frequenz, dem Reziproken der Wellenl\u00e4nge, misst, findet man:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-08-29-21.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2396 size-full\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-08-29-21.png\" alt=\"\" width=\"779\" height=\"587\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-08-29-21.png 779w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-08-29-21-300x226.png 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-08-29-21-768x579.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 779px) 100vw, 779px\" \/><\/a><\/p>\n<p>CO2 absorbiert bei einer Frequenz von 2.300 cm\u207b\u00b9 besonders gut, das ist im nahen Infrarotbereich. F\u00fcr Wasser sieht das etwas anders aus:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-08-51-28.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2398 size-full\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-08-51-28.png\" alt=\"\" width=\"784\" height=\"411\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-08-51-28.png 784w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-08-51-28-300x157.png 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-08-51-28-768x403.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 784px) 100vw, 784px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auch hier gilt nat\u00fcrlich die Umkehrung: schwingende Molek\u00fcle k\u00f6nnen Energie auch als Strahlung emittieren. Das wird beispielsweise f\u00fcr Lampen benutzt: Natriumdampflampen mit ihrem gelben Licht waren fr\u00fcher als Stra\u00dfenbeleuchtung sehr beliebt, auch wenn es heute wirtschaftlichere Beleuchtungsmethoden gibt.<\/p>\n<p>Halten wir also fest: es wird sich irgendein Gleichgewicht einstellen zwischen<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Bewegung (Temperatur) &lt;-&gt; Schwingung &lt;-&gt; Strahlung<\/strong><\/p>\n<p>Strahlung bekommen wir bekanntlich von der Sonne. G\u00e4be es die nicht, w\u00fcrde die Strahlung, die vom Gas abgegeben wird, im Laufe der Zeit in den Weltraum entweichen und die Temperatur l\u00e4ge bei\u00a0 0\u00b0K oder -273,14\u00b0C. Das ist relativ kalt.<\/p>\n<p>Nun ist in der Athmosph\u00e4re haupts\u00e4chlich Stickstoff und Sauerstoff vorhanden:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-09-02-00.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2399\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-09-02-00.png\" alt=\"\" width=\"683\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-09-02-00.png 683w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Bildschirmfoto-vom-2018-12-11-09-02-00-300x211.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Kohlendioxid ist mit 0,03% in sehr geringer Menge vorhanden, Wasserdampf ist variabel, was wir auch als variierende Luftfeuchte wahr nehmen. Die Hauptbestandteile Sauerstoff und Stickstoff absorbieren allerdings keine Strahlungsenergie im interessierenden Bereich, der von Wasserdampf, Kohlendioxid und anderen Spurengasen abgedeckt wird. Der IR-Bereich ist deshalb interessant, weil hier die Energie recht effektiv in Bewegung umgesetzt werden kann. Man kann sich das wie ein Auto vorstellen: 30 PS (= IR) bekommt man bequem auf die Stra\u00dfe, bei 600 PS (= Schwingungsenergie von Stickstoff usw) drehen die R\u00e4der durch und die Bewegung kommt nicht in Gang.<\/p>\n<p>G\u00e4be es den Wasserdampf nicht, l\u00e4ge die Temperatur dauerhaft deutlich unter 0\u00b0C, weil dann nur die vom Boden absorbierte Strahlung auf die Luftmolek\u00fcle \u00fcbertragen w\u00fcrde. Wasserdampf absorbiert Strahlung vom Boden, der Sonne und anderer Wasserdampfmolek\u00fcle, h\u00e4lt also mehr Schwingungsenergie in der Luft fest, die aufgrund des Gleichgewichts zus\u00e4tzliche Bewegungsenergie und damit eine h\u00f6here Temperatur liefert. So kommt zun\u00e4chst unsere mehr oder weniger angenehme Temperatur zu Stande. Kohlendioxid und andere Spurengase tragen ebenfalls dazu bei, wobei die geringe Konzentration zum Teil durch eine erh\u00f6hte Absorptionsf\u00e4higkeit ausgeglichen wird. Au\u00dferdem absorbieren Wasserdampf und Kohlendioxid an verschiedenen Stellen im Spektrum, d.h. die Effekte werden sich addieren, weil sich die Molek\u00fcle nicht konkurrenzm\u00e4\u00dfig im Weg stehen.<\/p>\n<p>Die Athmosph\u00e4re ist allerdings relativ dick, so dass sich die Molek\u00fcle aufgrund der Schwerkraft nicht gleichm\u00e4\u00dfig verteilen. Nach oben nimmt die Dichte insgesamt und damit der Druck ab. Au\u00dferdem sind die Molek\u00fcle auch nicht gleich schwer. Kohlendioxid ist schwerer als Stickstoff\/Sauerstoff und wird sich in Bodenn\u00e4he anreichern, Wasserdampf ist leichter und wird nach oben relativ zunehmen. Im statischen Gleichgewicht kann das jeder relativ leicht berechnen, der Physik oder Chemie studiert. Im Grunde ist das ein Thema f\u00fcr Praktikumsaufgaben in den ersten Semestern.<\/p>\n<p>Wenn man nun CO2 mit Licht einer bestimmten Wellenl\u00e4nge bestrahlt und misst, um wieviel die Temperatur ansteigt, kann man auch ermitteln, wie effektiv die einzelnen Energiearten ineinander umgewandelt werden. Dazu muss man nur die Temperatur und die Energiebilanzen messen, d.h. wieviel Licht noch durchgeht und wieviel W\u00e4rme aus der Messzelle entweicht. Das ist zwar aufw\u00e4ndig, aber auch nicht sonderlich kompliziert.<\/p>\n<p>Hat man nun alles zusammen, kann man ausrechnen, welchen Einfluss das CO2 auf die Temperatur hat. Absolut macht das wenig Sinn, denn das Modell ist statisch, d.h. die Luft \u00fcber der Modellerde, die man sind so zusammmen baut, bewegt sich nicht, und jeder wei\u00df, dass das in der Realit\u00e4t anders ist. Aber man kann ausrechnen, was passiert, wenn sich die Konzentrationen \u00e4ndern, d.h. die relative Temperatur\u00e4nderung berechnen. Macht man das, sind sich alle einig, dass eine Verdopplung (!) der CO2-Konzentration von 0,03% auf 0,06% zu einer Temperaturerh\u00f6hung von 1\u00b0C f\u00fchren w\u00fcrde. Mit &#8222;alle&#8220; sind die Vertreter der Klimatheorie und deren Kritiker gemeint, denn diese Berechnung ist im Prinzip so einfach, dass man sie einem Dritt- oder Viertsemestler in Physik oder physikalischer Chemie als kleine Projektarbeit an die Hand geben kann und er mit den notwendigen Werte auf diesen Wert kommt.<\/p>\n<p>Ebenfalls umfangreich, aber systematisch einfach ist die Berechnung, wie viele fossile Brennstoffe der Mensch verbrennen m\u00fcsste, wenn er diese Verdopplung alleine erreichen will. Dabei l\u00e4sst man nat\u00fcrlich s\u00e4mtliche andere Prozesse, die CO2 wieder irgendwo verschwinden lie\u00dfen, au\u00dfer Acht l\u00e4sst, d.h. das CO2 landet ausschlie\u00dflich in der Athmosph\u00e4re und nimmt nicht am nat\u00fcrlich CO2-Gleichgewicht teil. Ergebnis: die Menschheit m\u00fcsste das 1,6-fache der gesamten bekannten Reserven &#8211; Gas, Kohle, \u00d6l, \u00d6lschiefer, &#8230; &#8211; an fossilen Energietr\u00e4gern verbrennen, also mehr, als theoretisch \u00fcberhaupt zur Verf\u00fcgung steht. Dazu br\u00e4chte er im g\u00fcnstigsten Fall mehrere Tausend Jahre, und selbst dann w\u00e4re die Temperatur nur um 1\u00b0C gestiegen.<\/p>\n<p>Bis hier hin sollte eigentlich jeder noch technisch folgen und eine nicht ganz keine Menge der Menschen die Berechnungen sogar nachvollziehen k\u00f6nnen. Die Klimaleute behaupten nun, dass bereits wesentlich kleinere \u00c4nderungen der CO2-Konzentration Temperatur\u00e4nderungen von 2-3\u00b0 oder mehr verursachen k\u00f6nnen. Wir haben zwar bislang nur ein statisches und kein dynamisches Athmosph\u00e4renmodell, d.h. es k\u00f6nnen noch Effekte dazu kommen, aber wenn eine nur 10%-iges CO2-Erh\u00f6hung durch den Menschen zu einer Temperaturerh\u00f6hung von 2\u00b0 f\u00fchrt, dann muss das dynamische Modell einen Verst\u00e4rkungseffekt mit einem Faktor 20 gegen\u00fcber dem statischen besitzen, und das muss, bei aller Vorsicht, dass da was dran sein k\u00f6nnte, trotzdem erst einmal sch\u00f6n gerechnet werden.<\/p>\n<p>Nun wird es komplizierter, d.h. Rechenmodelle sind nicht mehr so einfach aufzustellen: durch Tag\/Nacht-Wechsel und die Erdrotation ist die Athmosph\u00e4re zun\u00e4chst alles andere als ruhig und geordnet. Es kommen starke horizontale Bewegungen hinzu (Wind, Tief- und Hochdruckgebiete), die viel Energie von einem Punkt der Oberfl\u00e4che zum n\u00e4chsten transportieren, sowie vertikale Bewegungen (Aufwinde\/Abwinde), die Energie in andere Schichten der Athmosph\u00e4re verfrachten. Energie wird also transportiert, was die einfache Bilanz nat\u00fcrlich ganz sch\u00f6n durcheinander bringt. Als Folge schwanken die lokalen Temperaturen, was durch beispielsweise durch Vereisen von Wasserfl\u00e4chen oder Schmelzen von Eis zu starken Ver\u00e4nderungen der Bodenabsorption f\u00fchrt. Wie kompliziert das werden kann, wei\u00df jeder Wintersportler: man kann oft bequem leicht bekleidet im Schnee eine Wanderung machen, obwohl der Schnee keinerlei Anstalten macht, zu schmelzen. In einer Klimatheorie muss alles dies verarbeitet werden. Mathematisch ist das ein chaotisches System, d.h. selbst wann man \u00fcber halbwegs exakte Daten verf\u00fcgt, ist es nur innerhalb sehr enger Grenzen \u00fcberhaupt berechenbar. Was heraus kommt, nennt man Wettervorhersage, und wie gut die sind, wei\u00df jeder. Man kann da mitteln oder sch\u00e4tzen, wie man will, aber der Verst\u00e4rkungsfaktor 20, den die Klimaleute ausgerechnet haben wollen, ist beim besten Willen systematisch nicht drin. Wenn man vergleichbare Ph\u00e4nomen betrachtet, kommt eher lokales statistisches Rauschen heraus, w\u00e4hrend sich im Mittel nichts tut.<\/p>\n<p>Aber das ist ja auch noch nicht alles: unter gewissen Bedingungen kondensiert der Wasserdampf in der Athmosph\u00e4re zu Wolken. Wolken reflektieren aber Licht und halten es von der Bodenschicht fern. Au\u00dferdem wird bei der Kondensation Energie frei (man muss Energie zuf\u00fchren, damit Wasser kocht; umgekeht wird die nat\u00fcrlich wieder frei, wenn Wasser kondensiert), was zu Aufwinden f\u00fchren kann und noch mehr Energie in die obere Athmosph\u00e4re entf\u00fchrt, wo sie leichter abgestrahlt wird. Das kann man an jeder Gewitterwolke nachvollziehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/IMG_0407_bearbeitet-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2400\" src=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/IMG_0407_bearbeitet-1.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/IMG_0407_bearbeitet-1.jpg 800w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/IMG_0407_bearbeitet-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/IMG_0407_bearbeitet-1-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Welche riesigen Energiemengen dabei umgesetzt werden k\u00f6nnen, demonstrieren tropische Wirbelst\u00fcrme. Ein gro\u00dfer Sturm setzt <a href=\"http:\/\/www.naturgewalten.de\/hurrikan\/d7.html\">gesch\u00e4tzt ca. die 200-fache Menge<\/a> der globalen menschlichen Stromleistung um, d.h. ein Wirbelsturm, der 2 Tage vor sich hinst\u00fcrmt, hat mehr Energie in die Athmosph\u00e4re transportiert wie die Menschheit im gesamten Jahr an Strom verbraucht.<\/p>\n<p>Wenn es nicht zu turbulent zugeht und die Wolken einfach nur eine Schicht am Himmel bilden, kann man absch\u00e4tzen, was passiert. Wolken f\u00fchren zu einem Isolationseffekt &#8211; es wird nicht so schnell kalt wie bei klarem Himmel, weil die Strahlung nicht entweichen kann, sondern wieder zum Boden reflektiert wird, d.h. ein Art Treibhauseffekt entsteht &#8211; f\u00fchren aber auf l\u00e4ngere Sicht zu einer deutlichen Abk\u00fchlung, da weniger Energie in die bodennahen Schichten gelangt. Un\u00fcbersichtlich wird eine Bilanz aber wieder, wenn man die Dynamik ber\u00fccksichtigt. Wenn mehr CO2 also einen Temperaturanstieg am Boden verursacht, verdunstet mehr Wasser, was letztlich zu mehr Wolken und folglich zu einer Abk\u00fchlung f\u00fchren sollte. Ein Verst\u00e4rkungseffekt ist aber das nun gerade nicht, wie man unschwer erkennt.<\/p>\n<p>Paradoxerweise wird die Wirkung von Wolken in Form von Starkregen oder Wirbelst\u00fcrmen von den Klimaleuten auch gerne als &#8222;Beweis&#8220; f\u00fcr ihre Theorien angegeben, dass es w\u00e4rmer wird, wobei sie aber mehr auf die Kurzfristigkeit des Ged\u00e4chtnisses als auf die Realit\u00e4t bauen. Starkregen d\u00fcrfte man alle paar Jahre mal pers\u00f6nlich erleben, und die Erinnerung verblasst schnell, wenn die Sonne wieder scheint, so dass man jedes Ereignis als etwas Besonderes ansieht, was es aber gar nicht ist. Wollten die Klimaleute den Beweis tats\u00e4chlich f\u00fchren, m\u00fcssten sie nun die CO2-Konzentration mit der Wolken- und Sturmbildung rechnerisch verkn\u00fcpfen. Doch selbst die Oberstrategen geben ganz offen zu, dass sie <a href=\"https:\/\/www.tropos.de\/entdecken\/gut-zu-wissen\/wolken-verstehen\/\">\u00fcber Wolken herzlich wenig wissen<\/a> und die Forschung eher noch in den Anf\u00e4ngen steckt:<\/p>\n<blockquote><p>Wolken k\u00f6nnen w\u00e4rmen oder k\u00fchlen, das macht es so schwer, ihren Einfluss auf das Klima der Erde und den Klimawandel abzusch\u00e4tzen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Klar ist, dass Wolken nicht aufgrund von CO2 oder reinen Temperatureffekten entstehen, sondern ganz andere Prozesse eine Rolle spielen. Die Behauptung, Wirbelst\u00fcrme seien ein Beweis f\u00fcr ihre CO2-Theorie, sind also reine Fantasie, und der Verst\u00e4rkungsfaktor 20, der ben\u00f6tigt wird, l\u00e4sst sich durch Naturph\u00e4nomene nicht begr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Mit den Wolken kommen wir allm\u00e4hlich zu Vorg\u00e4ngen, die eher geeignet sind, Klima\u00e4nderungen auf der Erde zu erkl\u00e4ren, und wenn man sie verstanden hat, k\u00f6nnte man versuchen, den Einfluss des Menschen zu ermitteln. Eines kann man aber sicher sagen: die CO2-Konzentration, an der der Mensch rein rechnerisch ohnehin nur einen Anteil von 3% hat, ist es nicht, und alles, was wir heute aufgetischt bekommen, sind L\u00fcgen, um uns auszupl\u00fcndern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die aktuelle Klimakonferenz in Polen wird von den Qualit\u00e4tsmedien und der Politik wieder genutzt, um den Untergang der Welt herauf zu beschw\u00f6ren, wenn nicht sofort etwas geschieht. Wobei &#8222;sofort etwas geschieht&#8220; bedeutet, Download Artikel als PDF<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,18],"tags":[],"class_list":["post-2393","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-klima"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2393","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2393"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2393\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2404,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2393\/revisions\/2404"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2393"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2393"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2393"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}