{"id":235,"date":"2015-10-16T10:12:16","date_gmt":"2015-10-16T08:12:16","guid":{"rendered":"http:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=235"},"modified":"2015-10-16T10:12:16","modified_gmt":"2015-10-16T08:12:16","slug":"die-religion-der-liebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2015\/10\/16\/die-religion-der-liebe\/","title":{"rendered":"Die Religion der Liebe"},"content":{"rendered":"<p>Christentum, Islam und auch Judentum bezeichnen sich ja gerne als friedliche Religionen der Liebe und des Friedens. Man kann an ihren Handlungen und ihrer Geschichte zwar nicht viel davon erkennen, <!--more-->aber die historisch-arch\u00e4ologischen Erkenntnisse aus der \u00e4ltesten Zeit sehen noch gruseliger aus.<\/p>\n<p>Tieropfer waren immer an der Tagesordnung, wobei es dem modernen Menschen vermutlich ein wenig unverst\u00e4ndlich ist, was ein Gott nun davon haben soll, wenn ein saftiges Steak verbrannt wird statt es mit Kr\u00e4uterbutter und Pommes Frites zu servieren. Tieropferung ohne Verbrennung setzt sich zumindest im Islam und im Judentum bis heute in Form ritueller Schlachtungen generell und zu bestimmten religi\u00f6sen Festen fort. Altes Heidentum ist mithin immer noch am Werk.<\/p>\n<p>Opfer sollten Gott g\u00fcnstig stimmen und ihn veranlassen, bei Betrug, Raub oder Mord seine Unterst\u00fctzung zu gew\u00e4hren. Je besser das Opfer, desto gr\u00f6\u00dfer die Unterst\u00fctzung, wie schon in der Genesis bei den Opfern von Kain und Abel ausgewiesen wird. Opfer mussten daher immer m\u00e4chtiger werden, was in verschiedenen Religionen, auch im fr\u00fchen Judentum, zu Menschenopfern gef\u00fchrt hat. Auch da ist nat\u00fcrlich bald das Ende der Fahnenstange erreicht, was aber durch Opferung der eigenen Sippenmitglieder noch ein wenig verl\u00e4ngert werden kann.<\/p>\n<p>Anscheinend f\u00fchrte dieses Toppen der anderen M\u00f6rder dazu, dass sich die Elite durch Opferung von eigenen Kindern in einem so Besorgnis erregenden Ma\u00df selbst k\u00f6pfte, dass die Priesterschaft es f\u00fcr geraten hielt, dem Einhalt zu gebieten. So lie\u00df sie denn Abraham, der gerade dabei war, seinen Sohn Isaak zu opfern, durch einen Engel Einhalt gebieten. Diese Geschichte, einmal neutral betrachtet, zeigt seht gut, wie es mit dieser Religion wirklich bestellt war. Im Alten Testament finden sich noch weitere Geschichten dieser Art, die auf einen regen Opferkult der eigenen Familie hinweisen.<\/p>\n<p>Eine ebenfalls alte Technik ist das Arbeiten mit Gleichnissen. Die hat nicht erst Jesus erfunden. Eines dieser Gleichnisse ist mit einiger Wahrscheinlichkeit die Ursache einer der merkw\u00fcrdigen Speiseregeln:<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: Georgia,Palatino; font-size: 12pt;\">&#8222;Du sollst ein Zicklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen.&#8220; (Ex 23,19 und 34,26; Dt 14,12).<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>Unter Bezug auf die Verhinderung weiterer Menschenopfer, speziell aus dem Bereich der eigenen Familie, passt dieser Selbstbezug sehr gut in die Strategie der Priester. Daraus geworden ist die getrennte Fleisch- und Milchk\u00fcche der Juden, die erst die Vereinigung von Fleisch- und Milchspeisen im Bauch des Gl\u00e4ubigen erlaubt, wo die zuvor prieserlich kontrollierte strenge Trennung selbst der T\u00f6pfe und Teller (was einmal f\u00fcr einen Zweck verwendet wird, darf nie f\u00fcr den anderen benutzt werden) anscheinend egal ist. Neben dem hirnrissigen Aufwand verhindert so etwas nat\u00fcrlich auch die Verwendung der meisten feinen So\u00dfen zu den Speisen und reizt nicht gerade zum Ausprobieren einer solchen K\u00fcche. Wenn es sich beim Angebot &#8222;gefilte Fisch&#8220; nur gef\u00fchlt um Fisch handelt, muss ich nicht wissen, was wirklich drin ist.<\/p>\n<p>Auch das Sch\u00e4chten (Verbot des Konsums von Blut) geh\u00f6rt m\u00f6glicherweise in diese Kategorie, die urspr\u00fcnglich zu einem v\u00f6llig anderen Zweck erfunden wurde, sich aber im Laufe der Zeit zu Ritualen verselbst\u00e4ndigt hat, deren Hintergrund die Gl\u00e4ubigen in der Regel am Wenigsten interessiert.<\/p>\n<p>Mal abgesehen von diesem blutr\u00fcnstigen Hintergrund der Menschenopferei gibt es noch weitere heilige Merkw\u00fcrdigkeiten. Juden und Moselms sind mehr oder weniger strikte Antialkoholiker, wenn auch bei Juden der Alkohol nicht so verp\u00f6nt ist wie bei den Moslems. Was vielleicht erstaunt: Komasaufen ist nicht etwa eine Erfindung der heutigen Jugend, sondern religi\u00f6se Tradition der Juden. Lassen wir <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article138070101\/Der-Tag-an-dem-die-Juden-saufen-muessen.html\" target=\"_blank\">die Welt<\/a> zu Wort kommen:<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: Georgia,Palatino; font-size: 12pt;\">An Purim feiern die Juden, dass es ihnen vor ungef\u00e4hr 3000 Jahren gelungen sei, einen richtigen sch\u00f6nen Pogrom an einer Riesenhorde von Antisemiten im alten Persien anzurichten \u2013 und das ohne offensichtlichen g\u00f6ttlichen Beistand!<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Georgia,Palatino; font-size: 12pt;\">Beim Purim-Fest feiern die Juden den Sieg \u00fcber den Perser Haman vor 3000 Jahren, der die Juden vernichten wollte<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Georgia,Palatino; font-size: 12pt;\">Der Chef der Antisemiten soll ein gewisser Haman gewesen sein, seines Zeichens Premierminister unter K\u00f6nig Achaschwerosch, der plante, alle Juden im persischen Reich \u2013 M\u00e4nner, Frauen, Alte, Kinder \u2013 an einem einzigen Tag umbringen zu lassen. Seine Intrige wurde durch eine Gegenintrige des alten Juden Mordechai und seiner sch\u00f6nen Nichte Esther vereitelt, die \u2013 wie praktisch \u2013 mit dem K\u00f6nig im Bett lag (der nicht wusste, dass sie eine J\u00fcdin war).<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Georgia,Palatino; font-size: 12pt;\">Das Resultat: Haman wurde an jenem Galgen gehenkt, den er f\u00fcr Mordechai errichtet hatte, und seine zehn S\u00f6hne gleich noch dazu. Halleluja!<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Georgia,Palatino; font-size: 12pt;\">Zur Feier jenes m\u00e4rchenhaften umgekehrten Pogroms haben Juden die Pflicht, sich einmal pro Jahr sinnlos zu besaufen. Genauer gesagt lautet die Regel: Man soll so viel trinken, dass man nicht mehr zwischen &#8222;Gesegnet sei Mordechai&#8220; und &#8222;Verflucht sei Haman&#8220; unterscheiden kann.<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>Offenbar hat das in 3.000 Jahren dauerhafte Spuren im Gehirn hinterlassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christentum, Islam und auch Judentum bezeichnen sich ja gerne als friedliche Religionen der Liebe und des Friedens. 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