{"id":2273,"date":"2018-11-16T10:10:13","date_gmt":"2018-11-16T09:10:13","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=2273"},"modified":"2018-11-16T10:10:13","modified_gmt":"2018-11-16T09:10:13","slug":"warum-lacht-eigentlich-keiner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2018\/11\/16\/warum-lacht-eigentlich-keiner\/","title":{"rendered":"Warum lacht eigentlich keiner ?"},"content":{"rendered":"<p>In der letzten Zeit konnten wir verschiedene Aspekte des deutschen Rechts kennen lernen, die derart l\u00e4cherlich sind, dass die ganze Bev\u00f6lkerung Grund h\u00e4tte<!--more-->, 24\/7 dar\u00fcber zu lachen, gleichzeitig aber derart zum Fremdsch\u00e4men, dass man sich lieber Botox ins Gesichts schmiert, um eben nicht zu lachen, und gesellschaftlich derart katastrophal, dass man besser aus diesem Land wegziehen sollte. Gemeint ist der Diesel-Unfug samt Anh\u00e4ngseln. Schauen wir uns an, was es da zu lernen gibt:<\/p>\n<p>Gesetze sollen ja eigentlich das Umgehen miteinander regeln und sinnvolle Begrenzungen an den Stellen setzen, an denen eine \u00dcberschreitung mehr Nachteile mit sich bringen als die Freiheit der \u00dcberschreitung rechtfertigen kann. In Bezug auf die Luftreinheit sind das 40 \u00b5g\/m\u00b3 NOx. Nun ist wissenschaftlich unstreitig, dass diese 40 \u00b5g\/m\u00b3 ein reiner Fantasiewert ist. Schwerstasthmatiker zeigen erst bei der 5-fachen Menge leichte Reizerscheinungen, normale Menschen bei der 20- bis 40-fachen Menge. Wir lernen daher:<\/p>\n<h6 style=\"text-align: center;\"><strong>1. Gesetze m\u00fcssen keinerlei Bezug zur Realit\u00e4t haben<\/strong><\/h6>\n<p>In der Praxis bringt man nun diese 40 \u00b5g\/m\u00b3 mit Dieselmotoren in Verbindung, die dummerweise NOx aussto\u00dfen. Wenn man denen das Fahren verbietet, k\u00f6nnte die gemessene Konzentration sinken. Nun ist auch unstrittig, dass die <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/1580040\/oldenburger-messstation-misst-rekordwerte-ohne-autos\">Messverfahren ziemlich unsinnig<\/a> sind, der Erfolg der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/diesel-fahrverbot-hamburg-1.4125689\">Aktion absehbar mehr als zweifelhaft<\/a> bis kontraproduktiv und die Gesundheit gerade durch NOx <em><strong>nicht <\/strong><\/em>gef\u00e4hrdet wird. Trotzdem werden Fahrverbote verh\u00e4ngt.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: center;\">2. Gesetze sind umzusetzen, selbst wenn nachweislich alle Gr\u00fcnde f\u00fcr eine Umsetzung Unfug sind.<\/h6>\n<p>Die Fahrverbote betreffen bestimmte Dieselfahrzeuge (bis Euro 4, demn\u00e4chst auch Euro 5), die nach technischen Messungen des ADAC und anderen <em><strong>nicht<\/strong><\/em> schmutzigen sind als die neuer Fahrzeuge bis Euro 6 a\/b, meist auch noch Euro 6 c eingeschlossen. In Hamburg gar n\u00fctzt ein komplettes Verbot aller Dieselfahrzeuge \u00fcberhaupt nichts, weil der Gro\u00dfteil vom Schiffsverkehr produziert wird.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: center;\">3. Solange jemand bestraft werden kann, ist es rechtlich v\u00f6llig unerheblich, ob derjenige f\u00fcr den Zustand verantwortlich ist oder nicht.<\/h6>\n<p>Zudem sieht man einem Auto &#8211; von Ausnahmen abgesehen &#8211; nicht an, ob es zur betroffenen Gruppe geh\u00f6rt oder gar ein Benziner oder ein E-Auto ist. Um das fest zu stellen, m\u00fcsste man das Fahrzeug stoppen und die Papiere kontrollieren.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: center;\">4. Es ist v\u00f6llig unerheblich, ob ein Gesetz vollziehbar ist oder nicht.<\/h6>\n<p>Es ist gesetzlich also v\u00f6llig ok, die Schwerkraft zu verbieten und Ordungsgelder zu verh\u00e4ngen, wenn etwas auf den Boden f\u00e4llt. Parlamentariere und Richter sind sich selbst f\u00fcr derartigen Bl\u00f6dsinn nicht zu schade. Sie sind im Gegenteil eher sch\u00e4dlich, wenn jetzt in Essen mit der A40 sogar eine Ost-West-Hauptverkehrsader gesperrt werden soll.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: center;\">5. Der Schaden, der durch ein Gesetz angerichtet wird, ist bei seiner Durchsetzung au\u00dfer Acht zu lassen.<\/h6>\n<p>Man muss sich das einmal in der Realit\u00e4t vorstellen: alle Dieselfahrzeuge m\u00fcssen die A40 an einer bestimmten Ausfahrt verlassen und sich kilometerweit durch die ohnehin verstopfte Stadt qu\u00e4len. F\u00fcr Ortskundige vielleicht noch theoretisch machbar, aber was sollen Ortsfremde machen, die ohnehin nach Navi fahren? Vor dem Schild anhalten, den Warnblinker anmachen, den Polizeinotruf anrufen und warten, bis die Streife kommt, um sich dann von denen sagen zu lassen, wo man langfahren muss, wenn man zum Zielort gelangen will?<\/p>\n<h6 style=\"text-align: center;\">6. Bei der Durchsetzung eines Gesetzes ist es unerheblich, ob die Betroffenen \u00fcberhaupt in der Lage sind, den Bestimmungen Folge zu leisten.<\/h6>\n<p>Das gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die Anlieger, deren 2 Jahre alte Fahrzeuge von einem Tag auf den anderen das verkaufstechnische Alter von 12 Jahren erreicht haben und die sicher in den wenigsten F\u00e4llen auf die noch abzuzahlenden 10.000 \u20ac Kredit weitere 20.000 \u20ac f\u00fcr ein neues Auto draufpacken k\u00f6nnen, das u.U. in 2 Jahren ebenfalls nicht mehr fahren darf, wenn die Gehirnamputierten so weiter machen.<\/p>\n<p>Nun haben selbst die Berliner Idioten inzwischen erkannt, dass da was ziemlich im Argen liegt. Jedes Urteil legt noch einen drauf auf den Schwachsinn. Man k\u00f6nnte nat\u00fcrlich dar\u00fcber nachdenken, Punkt 1. anzugehen und dem ganzen mehr Realit\u00e4t zu verleihen. Das wird nun auch gemacht, allerdings mit dem nun mit Abstand l\u00e4cherlichsten Mittel, dass einem einfallen kann.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: center;\">7. Man kann ein Gesetz, dass nachgewiesenerma\u00dfen Unsinn ist, nicht \u00e4ndern, aber man kann durch ein zweites Gesetz festlegen, dass man sich nicht dran halten muss.<\/h6>\n<p>Aus den 40 \u00b5g\/m\u00b3 , die weiterhin die anzuwendenden Norm bleiben, macht man nun 50 \u00b5g\/m\u00b3 , indem man festlegt, dass man sich um die anzuwendende Norm nicht zu k\u00fcmmern hat, wenn die eine zweite genauso hirntote Ersatznorm nicht erreicht wird. Sp\u00e4testens an der Stelle muss man ja wohl feststellen, dass das Recht sich nicht nur durch Ignoranz von Fakten auszeichnet sondern in sich ganz einfach eine Hirnkrankheit ist.<\/p>\n<p>Aber auch auf anderen Wegen wird noch kr\u00e4ftig mitgemischt. Die Gr\u00fcnen haben erkannt, dass die Menschen nur aus purer Nickeligkeit \u00fcberhaupt Auto fahren. Schlie\u00dflich ist es ja nicht notwendig, weiter als 3 km von der Arbeitsstelle zu wohnen und als Grund anzugeben, es seien keine Wohnungen verf\u00fcgbar. Auch ist es nicht einzusehen, dass Mann und Frau, die ja beide arbeiten m\u00fcssen (man nennt das &#8222;selbst verwirklichen&#8220; in Neusprech), ihre Arbeitsstellen an v\u00f6llig unterschiedlichen Orten haben und nicht in unmittelbarer Nachbarschaft. Und der Gipfel ist ja die Behauptung, man k\u00f6nne den \u00d6PNV nicht nutzen, weil es den am Wohnort nicht gibt. Deshalb wollen sie den Literpreis f\u00fcr Kraftstoff auch deutlich \u00fcber 2 \u20ac\/l treiben. Nicht um Steuern einzunehmen, sondern um die Leute zu zwingen, sich nicht l\u00e4nger um unerf\u00fcllbare Konsequenzen zu dr\u00fccken.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: center;\">8. Wenn Leute einer (ideologischen Vorgabe) nicht folgen k\u00f6nnen, liegt das ausschlie\u00dflich an zu wenig Steuern.<\/h6>\n<p>Irgendwann lohnt sich Arbeit gar nicht mehr. Schon heute geht es manchen, die es verstehen, auf der Hartz-IV-Tastatur zu spielen, besser als anderen, die sich mit 2-3 Nebenjobs m\u00fchsam durchzuschlagen. Selbst die SPD hat erkannt, dass das ungerecht ist, und will daher Hartz-IV abschaffen:<\/p>\n<h6 style=\"text-align: center;\">9. Gesetzlich soll jeder eine menschenw\u00fcrdige bedingungslose Grundversorgung bekommen und sich selbst aussuchen d\u00fcrfen, ob er noch arbeiten will oder nicht.<\/h6>\n<p>Man muss schon zugeben, dass bei allem Unsinn in 1.-9. eine zwingende innere Logik steckt. Satire k\u00f6nnte das nicht besser. Aber warum lacht keiner?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der letzten Zeit konnten wir verschiedene Aspekte des deutschen Rechts kennen lernen, die derart l\u00e4cherlich sind, dass die ganze Bev\u00f6lkerung Grund h\u00e4tte Download Artikel als PDF<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12,13],"tags":[],"class_list":["post-2273","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gesellschaft","category-recht"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2273","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2273"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2273\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2274,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2273\/revisions\/2274"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2273"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2273"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2273"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}