{"id":2230,"date":"2018-11-07T08:58:30","date_gmt":"2018-11-07T07:58:30","guid":{"rendered":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/?p=2230"},"modified":"2018-11-07T08:58:30","modified_gmt":"2018-11-07T07:58:30","slug":"rufen-sie-uns-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gilbertbrands.de\/blog\/2018\/11\/07\/rufen-sie-uns-an\/","title":{"rendered":"Rufen Sie uns an!"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man heute mit einem Unternehmen in Kontakt treten will, kann man in der Regel nur noch anrufen. Was schon mal auf Probleme st\u00f6\u00dft, <!--more-->wenn man seinem Provider eine St\u00f6rung in der Telefonie melden will. Wenn man auf der Internetseite nach den Kontaktdaten sucht (setzt voraus, dass wenigstens das Internet noch geht), findet man in der Regel zun\u00e4chst die FAQ-Seiten, deren Durcharbeitung dem Besucher dringend angeraten wird. Anschlie\u00dfend geht es dann zu weiteren Kontaktm\u00f6glichkeiten wie der Postadresse (fehlt in der Regel, man muss dann die im Impressum nehmen), eine Emailadresse (gilt aber nur, wenn man auf Fehler auf der Internetseite aufmerksam machen will, nicht f\u00fcr Gesch\u00e4ftsverkehr) und einer Telefonnummer, meist einer 0800-Nummer. Nicht dass noch irgendjemand ein Gespr\u00e4ch innerhalb Deutschlands bezahlen m\u00fcsste, aber das Call-Center steht m\u00f6glicherweise in der Ukraine, und dann m\u00fcsste man doch was bezahlen. Ruft man an, muss man sich erst durch ein Men\u00fc w\u00e4hlen &#8222;Wenn Sie &#8230; w\u00e4hlen Sie bitte die 1, wenn Sie &#8230;&#8220; und darf sich anschlie\u00dfend ca. 15 Minuten Musik von einer Qualit\u00e4t anh\u00f6ren, die, w\u00fcrde sie im \u00d6R-Rundfunk gesendet, vor jedem Gericht als ausreichender Grund angesehen w\u00fcrde, nie wieder GEZ-Geb\u00fchren zu zahlen. Schlie\u00dflich meldet sich dann eine zuckers\u00fc\u00dfe Stimme mit &#8222;Vielen Dank f\u00fcr Ihren Anruf. Wir freuen uns, dass Sie unsere Beschwerdehotline angerufen haben. Mein Name ist &#8230;(irgendwas Ukrainisches)&#8230;, was kann ich f\u00fcr Sie tun?&#8220;, und man kann nun jede Art von Gesch\u00e4ften t\u00e4tigen, von der Meldung eines verstopften USB-Anschlusses bis hin zur Online-Order eines goldfarbenen 500.000 \u20ac-Masturbinis aus irgendeiner italienischen Auto-Schmiede.<\/p>\n<p>Das ist zwar bequem, aber asymmetrisch. Das Gespr\u00e4ch wird vom Call-Center aufgezeichnet, wobei es absolut egal ist, ob man zuvor der Aufzeichnung zustimmt oder nicht. Das Unternehmen hat also eine Kopie des Gespr\u00e4chs, auf die es sich jederzeit berufen kann, der Kunde aber nicht, was manchmal etwas unbefriedigend ist, wenn nicht das ankommt, was man eigentlich erwartet hat. Dabei k\u00f6nnte man dem Umstand doch recht leicht abhelfen. Option A w\u00e4re, selbst eine Aufnahme des Gespr\u00e4ches zu machen. Das geht im Grund recht einfach: solche Ger\u00e4te sind aus Fernost \u00fcber die \u00fcblichen Internet-Einkaufsportale leicht zu bekommen und der Besitz ist hier auch erlaubt, die Verwendung nat\u00fcrlich wieder nicht, wenn der andere das nicht wei\u00df. Man muss also mindestens irgendwo sagen &#8222;ich nehme das Gespr\u00e4che auf&#8220;, was man zweckm\u00e4\u00dfigerweise dann macht, wenn der Computer des Call-Centers darauf aufmerksam macht, dass das Gespr\u00e4ch aufgezeichnet wird.<\/p>\n<p>Option B w\u00e4re eine Service-Leistung des Call-Centers, die ich hiermit anregen m\u00f6chte: das Call-Center sendet eine signiert MP3-Nachricht an den Kunden, die das Gespr\u00e4ch enth\u00e4lt. Mittels des Zertifikats k\u00f6nnen auch verschl\u00fcsselte Emails ausgetauscht werden. Mit ganz wenig Trickserei k\u00f6nnte man auch daf\u00fcr sorgen, dass das MP3 bereits verschl\u00fcsselt zum Kunden gelangt, also auch im Netz niemand das Gespr\u00e4ch nachtr\u00e4glich belauschen kann. Auf Papier k\u00f6nnte man dann weitgehend verzichten und h\u00e4tte trotzdem Sicherheit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man heute mit einem Unternehmen in Kontakt treten will, kann man in der Regel nur noch anrufen. 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